Dominik Trottier - Ultreya auf dem Camino

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Ultreya auf dem Camino: краткое содержание, описание и аннотация

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Ausgelöst durch seine nach dem Abitur wachsende Wanderlust, begab sich Dominik Trottier im April 2012 auf den Jakobsweg nach Santiago de Compostela. Aufgrund eines geplatzten Traums, beschäftigten ihn viele ungeklärte Fragen, auf die er auf dem über achthundert Kilometer langen Pilgerweg durch Nordspanien die richtigen Antworten zu finden hoffte. Seine dortigen Erfahrungen und unzähligen Begegnungen dokumentiert der Autor nun in seinem literarischen Debüt «Ultreya auf dem Camino».

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Zwar ist es möglich über eine private Flugschule aus eigener Tasche an die ersehnte Fluglizenz zu gelangen, allerdings stellt dies aufgrund der enorm hohen Kosten ein nur wenig kalkulierbares finanzielles Risiko dar. Denn die Garantie anschließend einen Job zu bekommen, fehlt hierbei gänzlich.

Wer bereit ist sich für bis zu zwölf Jahre dem Militär zu verpflichten, für den stellt nicht zuletzt die Ausbildung zum Flugzeugführer bei der Luftwaffe eine durchaus in Betracht zu ziehende Alternative dar. Nach dieser Zeit können sich Bundeswehrpiloten auf die zivile Luftfahrt umschulen lassen und sich damit bei kommerziellen Airlines weltweit bewerben. Da die Ausbildung und deren Folgejahre jedoch auch Auslandseinsätze in Krisengebieten beinhaltet, habe ich diese Option für mich persönlich frühzeitig ausgeschlossen.

Um Berufspilot zu werden und zukünftig das Cockpit sein Büro taufen zu können, ziehen die meisten Aeronauten in spe wohl gerade wegen den attraktiven Konditionen ausschließlich die Ausbildung bei der Lufthansa in Erwägung. Kaum einer der vielen jungen Luftfahrt-Enthusiasten lässt sich diese Gelegenheit entgehen, was sich folglich Jahr für Jahr in Form einer buchstäblichen Bewerberflut auswirkt. Dass sich bei der Airline mit dem Kranich auch Hinz und Kunz bewerben, macht sich spätestens bemerkbar, wenn man schließlich im Prüfungsraum des DLR in Hamburg zwischen neununddreißig weiteren Bewerbern sitzt und den Blick einmal im Raum schweifen lässt.

Vereinzelt hocken da total entspannte Kandidaten, die nichts zu verlieren haben und gänzlich unvorbereitet einfach ihr Glück herausfordern. Völlig gelassen raten sie einfach darauf los, ohne zu wissen worum es wirklich geht.

Auf der anderen Seite zittern hier junge Menschen um die Chance ihres Lebens. Sie wissen, warum sie hier sind und was auf dem Spiel steht. Diese Bewerber, zu denen auch ich mich zähle, haben sich lange und äußerst intensiv auf die Berufsgrunduntersuchung vorbereitet. Dabei galten neben einigen Standardwerken, vor allem sämtliche Erfahrungsberichte aus dem Internet als die wichtigste Lektüre. Schließlich ist es essentiell, sich vorab ein möglichst detailliertes Bild vom Ablauf der Tests zu machen.

Die Bewerbung bei der Lufthansa bietet nicht nur die ganz große Gelegenheit, einen der in unserer Gesellschaft wohl angesehensten Berufe bei einer der wohl renommiertesten Konzerne auszuüben, sondern sich zudem auch einen dauerhaften Fensterplatz ganz vorne im Flugzeug sichern zu können. Beides sind zweifelsohne hoch motivierende Argumente, aber es geht um so viel mehr als das. Es geht um meine Leidenschaft, der Traum vom Beruf des Piloten.

Der Druck ist enorm hoch. Gehört man nicht zu den Glücklichen, bleiben einem die Türen zur Pilotenausbildung bei der Lufthansa für immer verschlossen. Die Tests sind einmalig und lassen sich nicht wiederholen. Sollte ich bei den Untersuchungen scheitern, hat sich mein Traum ausgeträumt.

Da ich zuvor noch nie in Hamburg gewesen bin, hing ich zum Sightseeing drei Übernachtungen an meinen eigentlichen Aufenthalt an. Die Hansestadt gefiel mir gut, weshalb ich eigentlich nur sehr ungern schon die Heimreise antreten wollte.

Um am Bahnhof dann auf die obligatorisch verspätete Deutsche Bahn zu warten, setzte ich mich zunächst auf eine Bank. Plötzlich klingelte mein Handy.

»Hi, Mum«, nahm ich den Anruf meiner Mutter entgegen.

»Post von der Lufthansa«, flüsterte sie nur nervös.

Wow, das ging schnell. Aus Internetforen war ich informiert, dass Zu- und Absagen bereits wenige Tage nach den Tests im Briefkasten landen können. Angeblich soll es aber auch Fälle gegeben haben, in denen die ersehnte Post durchaus mehrere Wochen auf sich hat warten lassen. Besonders schlaue Füchse behaupteten außerdem herausgefunden zu haben, dass sich schon allein anhand des Formats des Briefumschlags entweder die frohe Nachricht oder die Hiobsbotschaft erkennen lässt.

»Mach ihn auf«, war alles, was ich zittrig über die Lippen bekam.

Meine Mutter zögerte nicht eine Sekunde, den Kuvert zu öffnen und mir den gesamten Inhalt des Briefs laut vorzulesen. Doch schon der erste Satz genügte, um mir einen alles entscheidenden Tritt in die Magengrube zu verpassen.

Von einem Moment auf den nächsten hatte sich meine größte Befürchtung bewahrheitet. Eine Absage. Der Traum war geplatzt. Und ich am Boden zerstört. Die anschließend fast sechsstündige Zugfahrt nachhause war grausam.

Weil ich über Jahre derart viel Hoffnung in die Bewerbung bei der Lufthansa gelegt hatte, verschwendete ich zuvor kaum Gedanken an Arbeit, Ausbildung oder Studium. Für mich persönlich war mein beruflicher Werdegang absolut klar.

Daher hielt ich es auch nicht für notwendig mich zu fragen: »Was wäre wenn…?«

Nun aber hatte ich die Gewissheit. Aus mir wird kein Pilot. Ich muss einen anderen Weg gehen.

Fürs Erste brauchte ich vor allem zwei Dinge. Zeit, um mir über meine Zukunft Gedanken zu machen. Und Abstand, um den Kopf freizubekommen sowie zuhause nicht tagtäglich an die Monate der vergeblichen Vorbereitung erinnert zu werden.

Auf der Suche nach einem neuen Ziel, einer neuen Herausforderung und nicht zuletzt einem Erfolgserlebnis, fasste ich mir einen ganz besonderen Weg ins Auge. Ich hoffte, dass mich dieser Vergangenes verarbeiten lassen und für Neues öffnen würde.

Anfang April 2012, nur zwei Wochen nach den Untersuchungen beim DLR, saß ich schließlich im Fernreisebus nach Südfrankreich. Ich begab mich auf den Jakobsweg nach Santiago de Compostela. Dort wurde ich in dreißig Tagen nicht nur zum Pilger, sondern auf knapp achthundert Kilometern auch zu einem anderen Menschen. Meine Erfahrungen habe ich in diesem Buch festgehalten.

Augsburg, im Mai 2012

Dominik Trottier

Südfrankreich

04. April 2012: Saint-Jean-Pied-de-Port

Ich fühle mich jetzt schon wie gerädert. Dabei bin ich noch keinen Meter gepilgert. Die alles andere als komfortable, planmäßig etwa vierundzwanzigstündige Busfahrt nach Bayonne im Süden Frankreichs fordert mich und meinen Körper bereits dermaßen heraus. Ich bin todmüde und kann mir nur schwer vorstellen, ab morgen mehrere Dutzend Kilometer Tag für Tag quer durch Spanien gen Westen zu flanieren. Alleine der Gedanke daran, das mit meinem viel zu schweren Gepäck zu tun, nimmt mir einen Teil der noch anhaltenden Vorfreude.

Als ob die Fahrt nicht schon lange und unangenehm genug gewesen wäre, verzögert sie sich zum Ärger aller Fahrgäste um ganze fünf Stunden. Da die Hydraulik des Buses einen Defekt aufwies, musste der Fahrer rechts anhalten und nach kurzer Inspektion telefonisch ein Ersatzteil ordern.

Mitten in der Pampa, nur wenige Kilometer von meinem eigentlichen Zielort entfernt, warten wir nun in den frühen Morgenstunden auf den französischen ADAC. Da wir keinerlei Informationen bekommen, wie lange das denn dauern könnte, gehe ich ähnlich wie bei Klausuren aus vergangenen Schultagen erstmal vom Schlimmsten aus. Vermutlich werden sich die Kollegen nämlich erstmal in aller Ruhe einen Kaffee gönnen und von Gott weiß woher anfahren müssen. Sollten sie aber unerwartet früher eintreffen, freue ich mich darüber umso mehr.

Um die Warterei zu überbrücken, habe ich nun die Qual der Wahl. Zwar ist es im Bus immerhin kuschlig warm, allerdings scheint nahezu jeder Fahrgast stark erkältet zu sein. Während ich hier Gefahr laufe, mich ihrer Riege anzuschließen, droht mir draußen an der immerhin frischen Luft, bei wiederum Minusgraden, der Hintern abzufrieren. Wie ich mich auch entscheide, in beiden Fällen scheint ein grippaler Infekt unausweichlich.

Für einen Augenblick überlege ich, ob ich nicht einfach von hier meine Pilgerreise beginnen soll. Allerdings verdränge ich diesen dummen Gedanken so schnell, wie er gekommen ist und begebe mich schließlich auf die Suche nach Sauerstoff.

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