Wilhelm Thöring - Unter dem Ostwind

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Der Roman eröffnet eine Trilogie, die so angelegt ist, dass jeder Band in sich eigenständig ist.
Dieser Band umfasst die Zeit von 1895 bis kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges: Polen unter zaristischer Herrschaft, Widerstand aus dem Untergrund, an dem sich auch deutsche Männer beteiligen, sozialistische und kommunistische Strömun-gen, Solidarität aber auch Spannungen zwischen der polnischen Bevölkerung und den Deutschen, Judenverfolgung … bilden den sozialen und historischen Hintergrund. Erzählt wird die Ge-schichte des Jendrik Erdmann mit seiner vielköpfigen Familie, der als Deutscher in dem polnischen Städtchen Zdunska Wola mit Fleiß und Glück die Weberei seines Vaters zu einem an-sehnlichen Betrieb, ja zu einer kleinen Fabrik hat ausbauen können.
Aber die Zeitläufte gefährden sein Lebenswerk. Die familiäre Situation bleibt von den Anstrengungen beim Aufbau der Exis-tenz, durch Erfolg und Gefährdung sowie durch die politischen Wirren nicht unberührt.
Starke, eigenwillige, widersprüchliche Charaktere geben dem Roman ein pralles Leben.

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„Und auch darin bitte ich dich um Geduld: meine Müdigkeit wird auch wieder vergehen.“

„Du bist müde?“ fragt er verwundert.

„Lange schon. Ich habe es dir sagen wollen, Jendrik. Einige Male habe ich es versucht, aber du hast mir nicht zugehört. Du bist sogar böse auf mich geworden.“

„Malchen!“ ruft der Mann erschreckt.

„Doch, doch.“

Er beugt sich über sie, dass sie fast ganz in seine Körperkrümmung geschmiegt ist. „Meine kleine Wildgans, du.“

„So hast du mich schon lange nicht mehr genannt. Bald nach der Hochzeit hast du vergessen, dass du mir einmal diesen Namen gegeben hast.“

„Malchen ...“ bittet er. „Manchmal weiß ich nicht, wo mir der Kopf steht ... Die Arbeit, die Leute ...“ Sie hat ihn beschämt, und er steht da, die Arme um ihren Leib geschlungen, und weiß nicht, was er tun oder sagen soll. Sie hat ihm heute eine ihrer verborgenen und unbekannten Seiten gezeigt, die ihn so verblüfft und gleichzeitig auch ein wenig stolz und überlegen gemacht hat.

Bevor er seine Frau verlässt, versichert er ihr in der Tür: „Ich werde über die Sache nachdenken, Malchen. Das ist ein Versprechen.“

Der Witold konnte nicht an sich halten und hat seine Mütze ungehalten auf die Erde geschmissen; erst war er rot vor Wut, jetzt ist er bleich geworden, und vor lauter Ohnmacht kaut er seine Lippe, bis sie blutet. Aufgebracht blickt er seinen Herrn an, und der steht da und amüsiert sich, scheint sich sogar über Witolds Wutausbruch lustig zu machen, und das bringt den Witold noch mehr auf. Wie kann der Herr die Sache mit den polnischen Webern nicht ernst nehmen? Wie kann er ihn selbst nicht ernst nehmen, da er doch nur auf Ordnung und Verlässlichkeit bedacht ist!

„Witold, ich weiß, dass sie öfter mit verschränkten Armen dastehen. Nur – ich habe sie noch nie dabei erwischt!“

„Nein, weil die Hunde gerissen sind. Vor Ihnen, Meister, sind sie auf der Hut. Aber bei mir – für die bin ich nur ein polnischer Rotzlöffel. “

„Ja, Witold, ein junger Pole bist du. Und das ärgert die drei da drinnen. Aber du wirst ihnen zeigen, dass du ernst zunehmen bist.“

„Und die Polen, sagen die Deutschen, die sind alle faul. Tagediebe sind sie.“

„Wer sagt das? Ich sage das nicht!“

„Nein, Sie nicht. Aber die anderen sagen das.“

„Hast du das gehört, Witold?“

„Nein.“

„Und du, Witold, bist alles andere als faul. Du bist mein bester Mann in der Weberei. Darum sollst du Vorarbeiter werden.“

„Aber die drei da sind faul!“ beharrt Witold und deutet mit dem Kinn nach der Weberei. „Und ihre Arbeit ist schlecht. Wenn Sie sie danach bezahlen würden, dann ...“

„Was dann, Witold?“

„Schreien und herumbrüllen würden die Halunken, weil sie für ihre Arbeit einen Bettellohn bekämen und jedem erzählen, dass alle Deutschen ausbeuter und Halsabschneider sind. Vielleicht würden sie sogar versuchen, einen Aufstand anzuzetteln, wie es einige Arbeiter in den großen Lodzer Webereien schon getan haben.“

„Wie gut du Bescheid weißt. Woher hast du denn diese Neuigkeit?“

„Ach, das wissen doch alle. – Sie sollten sie nach ihrer Arbeit bezahlen, Meister. Gute Arbeit – gutes Geld. Miese Arbeit – ja, dann kann der Lohn nicht anders sein.“

„Gut, Witold, ich werde ein Auge auf die drei haben.“

„Das sagen Sie nur so.“

„Nein, ich will auf sie achtgeben, damit du, Witold, es mit denen leichter hast und dich nicht über sie ärgern musst.“

Beruhigend klopft Jendrik ihm auf die Schulter und nicht ganz überzeugt geht der Witold wieder an seine Arbeit. Seine Mütze dreht und knetet er zwischen den Fingern und er verschafft sich in der Weise Luft, dass er ausspuckt und so leise, dass der Meister es nicht hören kann, in seiner Sprache vor sich hinflucht.

Der Meister ist zu seinem Bruder nach Lodz gefahren.

Seiner Frau sagte Jendrik, als sie ihn erstaunt und fragend anblickte, der Bruder wüsste Rat, wie er mit seinem Leinen noch bessere Geschäft machen könnte.

„Bist du nicht zufrieden mit dem, was wir mit unserer Ware verdienen, Jendrik?“

„Wenn es möglich ist, auszubauen ...“

„Noch mehr Leute, noch mehr Ärger“, sagt Amalie. „Dein Bruder klagt über seine Leute, und jetzt willst du dir ähnliches an den Hals laden ... Bitte, tu mir den Gefallen, und fahre nicht allein, Jendrik. Ich habe gehört, dass sich Gesindel bei Lodz herumtreibt.“

Zuerst hat der Witold ihn begleiten sollen, dann aber hat Jendrik es sich anders überlegt und den Berthold, seinen Ältesten, mitgenommen; der Junge ist alt genug, auch ernsthafte Gespräche zu hören; es schadet auch den Witold nicht, wenn er einen Tag allein mit den Webern zurechtkommen muss, sagte Jendrik sich. Am Abend, so hat er seine Frau und die Leute wissen lassen, würde er zurück sein.

„Witold“, hat Jendrik sich von seinem Gehilfen verabschiedet, „damit hast du wieder eine Gelegenheit, deine Umsicht und deine Verantwortung zu beweisen.“

An diesem Tag ist der Witold damit beschäftigt, ein Loch im Zaun des hinteren Hofes abzudichten. Die Hausfrau hat darüber geklagt, dass ein Fuchs ihr wieder eine Henne gerissen und fortgeschleppt hätte. Am frühen Morgen sei es gewesen. Sie habe die Hühner füttern wollen, da sei der rote Satan mit der toten Henne durch das Loch entwischt. Sie habe ihm Holzscheite hinterher geworfen, aber der Fuchs sei, die Henne neben sich herschleifend, da hinten in den Büschen verschwunden.

Dem Edmund ist nicht verborgen geblieben, dass der Witold sich hinter den Kohlstauden am Zaun zu schaffen macht; unbemerkt ist er zwischen die Stangenbohnen geschlichen; mit belustigtem, und wer dem Jungen nicht grün ist, der würde sagen: mit verschlagenem Blick, beide Hände tief in den Hosentaschen, sieht der Edmund zu, wie der Witold sich müht, die bei jedem Hammerschlag federnden Latten so zu verlängern, dass sie einige Hände breit in die Erde reichen, um den Fuchs daran zu hindern, sich unter dem Zaun einen Zugang zu graben. Der Edmund ist erfinderisch; er hat auch jetzt wieder einen Plan, eine umwerfende Idee, wie er glaubt.

„Witold!“ ruft er aus seinem Versteck heraus, so dass der Angerufene sich vor Schreck hinsetzt. „Witold, wenn du eine Klappe an dem Loch anbringst, dann könnten wir den Fuchs fangen!“ Ein wenig aufgeblasen kommt der Edmund durch den Kohl gestelzt.

„Wozu das denn? Was willst du mit dem Fuchs?“

„Wir könnten ihm den Pelz abziehen. Dann hätte meine Mutter auch einen Fuchs, den sie sich auf die Schultern legen kann.“

„Und wie willst du ihn fangen, he?“

„Du nagelst eine Feder an die Klappe, und wenn der Fuchs die berührt, peng, dann knallt die Klappe zu! Um ihn anzulocken, musst du nur etwas Fleisch, ein totes Huhn vielleicht, in den Garten legen. Sonst kommt der nicht. Pass einmal auf ...“

Edmund hockt sich neben Witold auf den Boden und entwickelt ihm seinen Plan für die Falle.

Anfangs hört der Witold zu, dann macht er sich unbeeindruckt daran, das Loch weiter zuzunageln.

„Warum hörst du nicht zu, Witold? Warum probierst du das nicht mit der Falle?“

„Weil du Kokolores redest.“

Der Edmund ist beleidigt. Er hockt schweigend neben dem Gehilfen und sieht ihm bei der Arbeit zu und wartet darauf, dass etwas schief gehen, oder dass der Witold sich verletzen könnte.

„Drück mal mit einem Stein gegen die Latte“, fordert der den Jungen auf. „Dann federt sie nicht, und ich kann die Nägel besser einschlagen.“

Der Edmund ist aufgestanden. Zum Zeichen, dass er überhaupt nicht daran denke, vergräbt er seine Hände wieder in die Hosentaschen. „Alles, was ihr macht, ist so ... so einfach, so blöd!“ mault der Junge und zieht sich gekränkt zurück.

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