Volker Buchloh - Der Flug des Fasans

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Zwei Rockerbanden haben sich in Duisburg das kriminelle Geschäft mit Prostitution, Drogen und Waffenhandel untereinander aufgeteilt. Mikael Knoop muss in diesem Umfeld den Tod einer sonderbar hergerichteten Prostituierten ermitteln. Die sprichwörtliche Verschwiegenheit dieser Kreise erschwert seine Ermittlungen enorm. Durch Tricks und Eintauchen in den Morast des Duisburger Straßenstrichs erfährt Knoop, wie menschenverachtend Frauen hier zur käuflichen Liebe gezwungen werden. In einer parallellaufenden Ermittlung wird der Tod von 5 Prostituierten und einem Mann untersucht. Alle 6 Personen sind durch Zufall in einem Sammelbehälter der Duisburger Müllverbrennungsanlage gefunden worden. Entsetzt erkennt Knoop einen Gefährten aus alten Tagen, der ihn, als der junge Knoop zu entgleisen drohte, auf den richtigen Weg gebracht hat. Als Knoop die entstellte Leiche sieht, ist für in klar, den Mistkerl zur Strecke zu bringen. Weil auch hier das Rockermilieu vermutet werden muss, gelingt es Knoop, quasi als Kenner der Szene, Mitglied in dieser Ermittlungskommision zu werden. Dabei darf er über die frühreren Beziehungen zum Opfer nichts verlauten lassen, um seine persönliche Interessenlage nicht offenzulegen. Seine Arbeit mündet in einen Strudel der Gefühle. Einerseits ermittelt er Seiten seines alten Kumpels, die ihm früher nicht bewußt waren. Andererseits hat er gegenüber seinen Kollegen Vorteile, weil Knoop weiß, welche Ermittlungsrichtung erfolgversprechend ist und welche nicht.

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Von einer dicken Mauer getrennt lag der Wohnkomplex. Der Wohntrakt war eingerichtet wie ein Mehrsternehotel. In dem riesigen Versammlungsraum standen einer Vielzahl von unterschiedlichen Ledergarnituren. Eine bestimmte Stilrichtung gab es nicht. Dazwischen standen einzelne Ledersitze. In einigen davon konnten durchaus zwei Personen Platz finden. Eine Bar, mit schummrigen Licht erhellt, bot eine Galerie von hochprozentigen Getränken, nebst einer Zapfanlage für verschiedene Biersorten. Ebenfalls durch eine Wand verdeckt lag eine voll eingerichtete Küche, die jeder Großküche Konkurrenz bieten konnte. Auf der nachträglich eingebauten zweiten Ebene gab es eine Reihe von Zimmern, die jedem zur Verfügung standen. Zum Schlafen oder sonst wie, je nach Bedarf. Anwärter auf den begehrten Mitgliederstatus oder die Schnallen, wie die Frauen der Mitglieder genannt wurden, sorgten für Sauberkeit oder sorgten für Essen und Trinken.

Der Mann mit der Lederhose flegelte sich auf dem Sofa. Seine Motorradstiefel lagen auf dem Polster, ohne Rücksicht auf die Sauberkeit des Leders zu achten. Auf einen Beistelltisch stand eine geöffnete Flasche Bier, die ab und zu den Durst des Mannes stillte. Seine Augen waren geschlossen. Er hatte Kopfschmerzen. Er hatte gestern, beziehungsweise heute Morgen noch, zu viel getrunken. Scheiße, warum konnte er nicht die Finger vom Alkohol lassen, wenn er genug gesoffen hatte?

„Hey, Spagetti, bist du wach?“ Die Stimme gehörte dem Road Captain der Satan.

Spagetti öffnete die Augen. „Bohäh, Chaos, du nervst. Siehst du nicht, ich denke angestrengt nach?“

„Ach so. Du überlegst, wie du die Mama in die Federn kriegst? Habe ich nicht Recht?“ Ein fettes Grinsen beherrschte die Gesichtszüge des Road Captains.

Silvio „Spagetti“ Laufgen winkte ab. „Geh´ mir nicht auf die Eier. Was willst du?“

Chaos zog einen Sessel heran und setzte sich. Er fuhr durch seine langen, blonden Haare, bündelte sie mit seinen Fingern und warf sie über den Kragen seiner Kutte. „Na, mal im Ernst. Sollten wir nicht mal wieder eine Church abhalten?“ Church bedeutete dabei soviel wie Versammlung.

Spagetti richtete sich auf. Sein längstüberstandenes Aknegesicht zog sich zusammen. „Ist die Familie nicht vor kurzem schon zusammengekommen?“

Frank Rüsting, den alle nur als Chaos kannten, kratzte sich an seinen langen Kotletten. Dabei gewannen die Buchstaben T, O und D, die zwischen den Handknochen tätowiert waren, ein scheinbares Eigenleben. „Mag sein, aber wir habeen einiges zu schultern. Wir haben drei Anwärter. Sollen wir die nicht zu Mitgliedern machen? Dann müssen Kutten her und eine Kuttentaufe sowieso.“ Rüsting nannte seinem Boss die drei Namen.

Dieser ließ seinen Blick über die eigene Kutte gleiten. Seine Hände bewegten sich andächtig über die Vorderseite der ärmellosen Jacke. „So eine Kuttentaufe ist immer was Schönes. Ich weiß noch, wie es bei mir war. Muss so vor fast 25 Jahren her sein. Um mir diese zu verdienen, musste ich mit einem Bike auf der Brust drei Liter Bier saufen.“ In seinen Augen trat ein melancholischer Ausdruck. Wieder glitten die Handflächen über das Leder. „Nie wieder würde ich die abgeben. Eher müsste man mich abstechen, wenn ich es nicht vorher schon mit ihm gemacht habe.“ Hämisch blickte er seinen Road Captain an. „Kannst du mir glauben.“ Er tippte auf das Abzeichen, welches in Höhe der rechten Brust auf die Kutte genäht war. >Dequiallo< stand dort mit großen Buchstaben. „Weißt du noch? Habe ich dafür bekommen, als ich den drei Schweinen eine Freifahrt in das OP des nächsten Krankenhauses besorgt habe. Wollten mir die Wichser doch meine Kutte abnehmen. Zwei von denen tragen heute einen Bart, damit sie die Narben von mir nicht jedes Mal anschauen müssen, wenn sie in den Spiegel schauen. Die dritte Sau wäre sogar bald draufgegangen. Schade, aber sie hat überlebt!“ Die Vertiefungen seiner narbigen Haut nahmen eine dunklere Farbe an.

Rüsting winkte mit der rechten Hand ab. „Beruhige dich Spagetti. Ich kenne die Geschichte. Hab´ sie schon mehrfach gehört.“

Laufgen sank zurück in die Lederpolster seines Sofas. „Ich höre sie immer nur gerne wieder. Eine Church ist nicht schlecht. Wir müssen auch dringend besprechen, ´ne Wohltätigkeitsfahrt zu organisieren. Kannst dir ja inzwischen mal Gedanken darüber machen.“ Er kratzte sich an der Oberlippe, die einzige Stelle in seinem Gesicht, wo keine Haare wuchsen. „Du hast doch von der toten Nutte in Rheinhausen gehört. Die gehörte bestimmt den Sculls. Möchte jedenfalls darauf wetten. Die Presse hat mir darüber zu ausführlich berichtet. Schadet dem Geschäft. Wir müssen dringend was unternehmen. Eine Wohltätigkeitsfahrt wäre da eine Möglichkeit. Oder?“ Laufgen machte aber mit Stimme und Gesten deutlich, hier gab es keine Entscheidung von anderen, nur seine eigene.

Der Road Captain der Satan Sons nickte bedächtig mit dem Kopf. Ab und zu wurde eine solche Fahrt durchgeführt, um Unbeteiligte durch Geschenke für sich einzunehmen. „Wäre nicht schlecht. Wie laufen denn die Geschäfte im roten Bezirk, President?“

Laufgen richtete sich in den Polstern auf. „Wir sollten zufrieden sein. Noch garantieren sie uns allen den Lebensstandard, den wir haben. Auch im weißen Bezirk läuft alles rund.“

„Ich weiß“, murmelte Rüsting. "Die Leute werden nie die Finger von den Drogen lassen.“ Er erhob sich.

Laufgen schüttete den letzten Inhalt seiner Bierflasche in seinen Mund. Während er sich in die Poster räkelte, rülpste er langanhaltend und legte seine Hände auf den Kugelbauch. „Jungs, da wir gerade vom Geschäft reden. Ich brauche jemanden, der morgen wieder ein Paket vom Flughafen holt. Vogel, kannst du das übernehmen?“

Das vorbeigehende Muskelpaket blieb abrupt stehen. Es war aber keine Frage, sondern eine Anweisung. Auch Diederich „Vogel“ Drosse hatte das so verstanden. „Wie viel muss ich diesmal bereitstellen?“

„Wir kriegen das Normalpaket für 150.000 Euro. Wirklich ein Schnäppchen.“

Drosse fuhr mit seiner Hand über den rasierten Schädel. Er bewegte seinen Kopf leicht hin und her. Dadurch folgte der Haarzopf am Hinterkopf schlangengleich den Bewegungen. „Hey, ist ein bisschen spät.“

Der President schnellte aus den Polstern hoch und trat nach den Hosenbeinen seines Schatzmeisters, dessen Reaktion zu spät erfolgte. So taumelte er einige Schritte zurück. „Bist du bescheuert, Vogel? Willst du den Deal platzen lassen, oder was?“

Vogel rieb sich das Bein, dann hob er abwehrend seine Hände. „Ruhig Spagetti, ruhig.“ Ich glaube, soviel haben wir gerade noch. Sonst besorg ich was kurzfristig.“

Laufgen lehnte sich wieder zurück. „Mach´ Dampf, Mann. Sonst quetsch´ ich dir die Eier. Dann sehen sie so aus, wie mein Gesicht. - Ach so, noch was. Unsere Freunde aus dem Libanon brauchen wieder `ne Ladung Waffen. Jonny!“ Er winkte eine Bohnenstange heran, die sich eilfertig näherte. „Jonny kannst du die Palette mit auf den Wagen packen, der übermorgen in den Freihafen fährt?“

„Wie üblich?“ Jonny Töbela schmierte seinen Kaugummi mit einem Schluck Bier. Dabei zuckte er wie immer leicht mit seinem Kopf.

Laufgen nickte. „Übrigens, Vogel. Die Sache bringt 620.000 Euro in unsere Kriegskasse. Du bekommst das Geld, wenn du beim Verladen dabei bist. Und nun genug von der Arbeit. Chaos, kannst du mir nicht eine Kopfschmerztablette holen?“ Laufgen zeigte dabei auf die leere Flasche Bier.

Duisburg Neumühl, 20. April

Der Verkehr auf der Bundesstraße 8 lief zunehmend flüssiger. Der morgendliche Berufsverkehr hatte inzwischen seinen Höhepunkt überschritten. Knoop fühlte sich wohl. Er hatte van Gelderen einen Ermittlungserfolg melden können. Auf seinem Arbeitstisch gab es keine neuen Arbeitsaufträge und er hatte gut gefrühstückt. Bei der Besprechung der Gruppe >Makeup<, so hatte man die Ermittlungsgruppe genannt, war man noch nicht weiter gekommen. Man hatte das Kapitalverbrechen nach der angemalten Toten so getauft, weil ja das Makeup das Bestimmende an der Leiche war. Knoops teilte kurz mit, bei dem Täter handelte es sich mit Sicherheit um einen einzelnen Mann. Das einzig Sensationelle wurde mit einem Gemurmel quittiert. Kein Wort wurde mehr über die Annahme von van Gelderen und Krüger verloren. Diese waren einfach davon ausgegangen, dass nur mehrere Personen in der Lage waren, eine solche Last über die Mauern zu hieven. Das war scheinbar nicht so gewesen und Knoop hatte gezeigt, wie auch eine Person eine solche Herausforderung bewältigen konnte. Neue Arbeiten waren ihm im Moment nicht zugeteilt worden, weil erst das Ergebnis der anderen Arbeitsgruppen abgewartet werden sollte. Aber das war Krügers Aufgabe und nicht seine. Ein beruhigendes Gefühl. So entschloss er sich, ohne Rückmeldung nach Hause zu fahren, um ein paar Stunden zu schlafen. Er kannte da einen Döner Grill, der um diese frühe Zeit schon geöffnet hatte. Der >SuWa-Grill< war bei denjenigen Leuten bekannt, die zur Arbeit fuhren und noch nicht gefrühstückt hatten, oder den anderen, die von der Arbeit kommend, hier ein Frühstück einnahmen, bevor sie ins Bett krochen. Weil er schon mehrere Stunden auf den Beinen war, hatte er das Bedürfnis, schon Mittagessen zu können, obwohl es erst kurz vor zehn Uhr war. Kaffee und Döner, so was war mal eine andere Erfahrung.

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