Martin Bischoff - Durch die Nacht

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Es ist der 29. Dezember 2010. Ganz Deutschland versinkt im Schnee- und Winterchaos. Der erfolgreiche Geschäftsmann Joshua Frankel befindet sich auf der Rückreise von einem Geschäftstermin in der Schweiz. Mit mehreren Stunden Verspätung erreicht er mit dem letzten noch fahrenden Zug um 1:00 Uhr den Hamburger Hauptbahnhof. Da die Elbmetropole zusätzlich durch einen Streik der Taxifahrer lahmgelegt ist, beschließt Joshua die Wartezeit, bis in drei Stunden die S-Bahnen ihren Betrieb wieder aufnehmen, bei einem Bier in einer Sportbar im nahegelegenen St. Georg zu überbrücken. Eine folgenschwere Entscheidung. Die nächsten 5 Stunden werden nicht nur Joshuas Leben für immer verändern. Am Morgen wird nichts mehr so sein, wie es einmal war.
Schnallen Sie sich an und jagen Sie mit Joshua in einer albtraumhaften Achterbahnfahrt voller Banden, Leichen und Drogen durch die Nacht.

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Schnell schloss er den Deckel und Dunkelheit umfing ihn. Er versuchte, seinen Atem zu beruhigen, kniete sich hin und begann, den Müll nach irgendetwas, das er als Waffe benutzen konnte, zu durchwühlen. Seine Finger schlossen sich gerade um etwas halbwegs Hartes in dem Matsch, als der Deckel mit einem Ruck aufflog.

Joshua schrie auf, riss die Hand hoch und wirbelte zur Öffnung herum.

Das verblüffte Gesicht, das über ihm erschien, gehörte keinem der Kerle aus der Sportbar. Es war viel mehr das bärtige, ungewaschene Gesicht eines der vielen Obdachlosen, die sich in St. Georg herumtrieben.

»Sind sie verrückt? Sie haben mich zu Tode erschreckt«, begann Joshua, während er sich in der Öffnung aufrichtete. »Ich verrückt, also ehrlich, Meister?« erwiderte sein Gegenüber sichtlich verblüfft. »Sag ma ehrlich, was bist du denn für’n Vogel? Sitzt Mitten in der Nacht in einem was- weiß-ich wie teuren Designer-Anzug im Kompost und bedrohst mich mit einer fauligen Salatgurke, aber ich soll hier der Verrückte sein, also ehrlich?«

Joshua betrachtete seine Hand. Der etwas härtere Gegenstand, den er ertastet hatte, war tatsächlich das noch feste Ende einer ansonsten stark verfaulten Salatgurke. Er schloss kurz die Augen und ließ die Gurke zurück in den Müll fallen.

»Hören Sie, ich werde von einer Gruppe Albaner verfolgt. Die verwechseln mich mit einem Lehrer. Ach Quatsch, mit einem Auftragskiller.«

»Ach so, verstehe. Und du bist wirklich sicher, dass du nicht verrückt bist?«

»Vor einer viertel Stunde hätte ich noch ganz sicher gesagt, aber so langsam kriege ich meine Zweifel.«

»Also ehrlich, nun beruhige dich erst mal. Hier ist doch niemand. Du Vogel hast mich vorhin geweckt, als du über mich gestolpert bist.«

Oh, er war also das Gerümpel im Hausflur ...

»Als ich dann sah, wie du in den Hinterhof gingst, bin ich aufgestanden, hab das Licht angemacht und wollte nachschauen, was für’n komischer Vogel sich hier nachts herumtreibt. Außer mir war niemand im Flur, ehrlich!«, endete der Penner mit Nachdruck.

Joshuas Hirn arbeitete unter Hochdruck. Vielleicht haben meine Verfolger doch nicht mitbekommen, dass ich in dem Hauseingang verschwunden bin! Vielleicht sind ihre Schritte nur langsamer geworden, weil sie mich nicht mehr sehen konnten und aufgegeben haben! Joshua atmete erleichtert auf. Dann kann ich ja jetzt endlich die Polizei rufen. Seine Linke glitt in die ­Jackentasche. Leer. Auf der anderen Seite ertastete er nur ­seine Zigaretten und das Feuerzeug.

Eine Sekunde später kniete er wieder im Biomüll und durchwühlte ihn verzweifelt. »Was soll das denn schon wieder? Also ehrlich! Nun komm doch da raus. Das kann man nicht mehr essen! Ich hab noch etwas Weißbrot und eine halbe Flasche Racke Rauchzart zum Runterspülen ...«

»Mein Handy. Ich suche mein verfluchtes Handy«, schrie Joshua den verblüfften Penner an. Aber seine Bemühungen blieben erfolglos. Scheinbar hatte er sein Handy schon vor dem Sprung in den Biomüll verloren. Schließlich kletterte er frustriert aus der Tonne und klopfte sich notdürftig den Dreck vom Anzug.

»Sie haben nicht zufällig ein Mobiltelefon«, wandte er sich plötzlich hoffnungsvoll an den Obdachlosen.

»Nenn mich ruhig Rolf und mal ehrlich, seh ich aus wie einer, der ein Handy hat?«, erwiderte er zwinkernd.

Joshua schüttelte resigniert den Kopf. »Joshua. Joshua Frankel«, stellte er sich vor und reichte Rolf die Hand. Dass er gerade einem Penner freiwillig die Hand gegeben hatte, registrierte er dabei kaum.

»Ja, und ich bin wie gesagt Rolf, Beutel-Rolf.«

»Vielleicht hab ich es verloren, als ich über dich gestolpert bin«, dachte Joshua laut.

»Dann lass uns nachsehen«, schlug Rolf vor und die beiden gingen langsam, den Boden mit Blicken absuchend, zurück zur Hoftür.

Als sie die Tür erreichten, hielt Joshua Rolf am Arm zurück.

»Das Licht!« Er deutete nach vorne auf das kleine Fenster.

»Es ist wieder aus.«

»Ja klar«, brummte Rolf, »das ist die Automatik.«

Die beiden betraten den Flur und Rolf ertastete zielsicher den Lichtschalter. Als das Licht anging, sahen sie ihn fast gleichzeitig: Auf der Türschwelle der Eingangstür lag ein Körper. Nach der Blutlache zwischen seinen Beinen zu urteilen, ein toter Körper. Die beiden sahen sich entsetzt an. Langsam, jeder hätte dem anderen gerne den Vortritt gelassen, näherten sie sich der Leiche.

Joshua musste zweimal würgen. Beinahe hätte er in den Hausflur gekotzt.

Der Körper lag bis zur Taille im Haus. Der Oberkörper und die ausgebreiteten Arme ragten nach draußen. Der Kopf war über die kleine Stufe vor der Eingangstür weit nach hinten gereckt. Der Genitalbereich des Mannes war praktisch nicht mehr existent. Wo der Penis sein sollte, waren nur noch ein blutiger Stumpf und eine etwas hervorstehende, schlauchartige Öffnung. Seine Harnröhre, durchzuckte es Joshua. Der Hodensack lag wie die leere Hülle eines Heißluftballons auf den Fliesen zwischen den Beinen des Toten.

Das Schlimmste aber war sein Gesicht.

Kleine Schneeflocken landeten auf den starren Augäpfeln. Sie schmolzen sofort und flossen dann als kleine Tropfen seitlich aus den Augen. Totentränen, dachte Joshua.

Das Bizarrste war jedoch der Mund des Ermordeten. Der Mörder hatte den abgetrennten Penis des Mannes tief in ­dessen Mund geschoben, sodass die Penisspitze jetzt grotesk, aber doch auch irgendwie keck und neugierig in den Nachhimmel von Hamburg guckte.

»Ich kann dir versichern«, räusperte sich Rolf, »dass der vor fünf Minuten noch nicht hier lag, ehrlich.«

»Und ich kann dir versichern«, antwortete Joshua mit belegter Stimme, »dass das einer der Typen ist, die hinter mir her sind.«

»Ich weiß zwar immer noch nicht, was ich von deiner ­Geschichte halten soll, Joshua, aber irgendwas geht hier vor.

Ich bringe dich jetzt erst mal weg von hier.«

Rolf trat über die Leiche hinweg auf den Steindamm. Auf der anderen Straßenseite blinkte alle fünfzig Meter die mehr oder weniger intakte, bläuliche Beleuchtung der World of Sex- Läden. Rolf blickte den Steindamm hinunter und konnte im Laternenlicht die düstere Silhouette zweier heruntergekommener Bürohäuser aus den späten sechziger oder frühen siebziger Jahren erkennen. Ein kalter Schauer lief Rolf über den Rücken. Auf St. Georg schien ein Bann zu liegen, der alles schneller altern und verfallen ließ. Nicht nur die Menschen, auch die Häuser. Er hob den Blick noch einmal zu den Gebäuden. In anderen Stadtteilen der Hansestadt wirkten Bürohäuser oft lebendig und einladend. Nicht hier. Tot und abweisend, wäre noch geschmeichelt, philosophierte er weiter und ließ seinen Blick zurück in die andere Richtung wandern. Als er niemanden sah, winkte er Joshua und weckte ihn so aus seiner Schockstarre. Benommen folgte Joshua Rolf in die Nacht. Rolf zog ihn über das Kopfsteinpflaster und bog schließlich in die Stralsunder Straße mit ihren vielen indischen Ramschläden ein, die direkt zum Hansaplatz führte.

Keine dreißig Sekunden später erreichte die von Mehmet 5 angeforderte Verstärkung das schäbige Mietshaus und bildete einen betretenen Kreis um dessen Leiche.

»Wo willst du denn mit mir hin?«, fragte Joshua, als er langsam wieder klarer denken konnte.

»Ich bring dich zu Lotta und hör mich dann mal auf dem Kiez um«, war Rolfs knappe Antwort.

»Wer ist Lotta?«, hakte Joshua nach.

»Lotta, Lotta ist eine Blume in diesem Sumpf. Lotta ist das Mädchen, das ich retten würde, wenn von mir mehr übrig geblieben wäre, als diese Hülle aus Dreck, Selbstmitleid und Verachtung, ehrlich«, kam es bitter von Rolf. Und dann begann er zu erzählen.

Lottas Geschichte

Lotta wurde vor zwölf Jahren in einer feineren Gegend, in Poppenbüttel, geboren. Ihr Vater hatte bei einem großen Energieversorger einen guten Posten als Elektroingenieur. Ihre Mutter hatte eine Lehre zur Zahnarzthelferin gemacht, übte den Beruf aber nicht aus, sondern kümmerte sich mit Leib und Seele um den Haushalt, den kleinen Garten hinter ihrem Reihenhaus und natürlich um die kleine Charlotta. Die drei lebten sehr zurückgezogen. Wenig Kontakt zu den Nachbarn, kaum Freunde. Sie waren sich in ihrer kleinen Welt selbst genug.

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