Ernst Meder - Es gibt kein Verzeihen

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Es gibt kein Verzeihen
Leichenteile scheinbar wahllos über Berlin verteilt geben der Polizei Rätsel auf, ob der Täter ein Ziel verfolgt oder ob die Morde aus purer Mordlust verübt werden. Die Suche nach der Verbindung zwischen den Toten entwickelt sich zu einem Rätsel, für das es keine Lösung zu geben scheint.
Ein Junge erlebt, wie nach dem Tod seines Bruders seine Familie zerbricht. Die Trennung seiner Eltern sowie die Zerstörung der wirtschaftlichen Grundlage lassen viele Frage offen.
Der fünfundzwanzigste Todestag seines Bruders sowie ein Zusammentreffen mit der Vergangenheit holen ein vor langer Zeit verschüttetes Versprechen zum Vorschein.

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Ihre Stimme klang nun etwas hoffnungsvoller so als wollte sie, dass er bestätigte sie solle vorbeikommen, um dieser Untersuchung zu entgehen.

Du bleibst, knurrte Melzer, danach gehst Du nach Hause und erholst dich, sage mir nur Bescheid, was Du hast. Nach der Verabschiedung legte er auf, konnte sich jedoch nicht mehr auf die Aussagen, die ihm auf dem Schreibtisch lagen, konzentrieren.

Da er in diesem Fall nicht weiter kam, griff er nach der Akte, die er bisher bearbeitet hatte und an deren Erledigung der Staatsanwalt bereits mehrfach nachdrücklich erinnerte. Allerdings konnte er auch nicht zaubern, auch wenn er es in diesem Fall gerne gekonnt hätte. Es ging um ein türkisches Mädchen, welches von ihrem Bruder getötet worden war, weil sie die Ehre der Familie beschmutzt hatte. Ihr Vergehen hatte darin bestanden, dass sie sich in einen deutschen Jungen verliebt hatte, den sie an ihrer Arbeitsstelle, einer Bank, kennengelernt hatte.

Die Familie hatte ihr untersagt, sich mit dem Ungläubigen zu treffen, da sie bereits an einen Cousin aus dem Heimatort ihrer Eltern versprochen war. Schließlich sollte sie als Jungfrau die Ehe mit ihm gehen, ihren Eltern keine Schande bereiten, wenn sie nicht mehr unberührt war. Sie hatten selbst die Polizei gerufen, als sie, mit vierzehn Messerstichen verstümmelt, tot auf dem Gehweg in ihrem Blut lag.

Neben ihr stand ihr sechzehnjähriger Bruder mit dem Messer in der Hand und blickte erstaunt auf seine Schwester. Seine Eltern, wie auch seine älteren Brüder standen reglos neben ihm, während das Mädchen von einem dieser Messerstiche tödlich getroffen worden war.

Nagel hatte bei der Obduktion später festgestellt, dass vier Messerstiche in das Herz eingedrungen waren, jeder für sich tödlich, jedoch alle in unterschiedlichen Winkeln. Seine Vermutung, dass der jugendliche Bruder die Schuld für die Tat, die er mit seinen drei Brüdern begangen hatte, auf sich nehmen musste, da er als Jugendlicher die geringste Strafe zu erwarten hatte.

Er war sicher, dass der Vater seine Söhne mit dem Mord beauftragt hatte, da die Familienehre nur durch den Tod der jungen Frau wiederhergestellt werden konnte. Um sicherzugehen, dass diese Tat innerhalb der Familie blieb, hatte er wahrscheinlich jeden seiner Söhne mit einem Stich in das Herz beauftragt.

Dies zu beweisen war ihm nicht gelungen, würde ihm auch nicht gelingen, er machte sich nichts vor, auch wenn der Staatsanwalt am liebsten die ganze Familie vor Gericht gestellt hätte. Der Junge hatte, nachdem er anwaltlich vertreten war, nur diesen einzigen Satz wiederholt, den er bereits am Tatort gesagt hatte. „Sie hat die Ehre der Familie beschmutzt, sie hat Schande über die Familie gebracht“.

Der Junge tat ihm leid, leider konnte er ihm nicht helfen, solange seine Familie ihren Einfluss geltend machte. Dass sie ihn damit selbst dazu verurteilte, bevor es noch ein Gericht vermochte, schien in der Familie niemand zu stören. Auch der Jugendknast würde sein Übriges tun, der Aufenthalt würde nicht dazu beitragen ihn später in ein soziales Umfeld zu integrieren. Noch konnte er erwarten, dass er eine Ausbildung erhalten würde, die zu seiner Integration beitragen würde. Die Ausbildung, die er da erhalten würde, war zwar genauso prägend, allerdings bedeutete diese Ausbildung nur, dass er früher oder später auch die Erwachsenenbildungsstätte, den normalen Knast, kennenlernen würde. Damit war sein späterer Weg von seiner Familie vorgezeichnet, noch ehe er selbst entscheiden konnte.

Seufzend klappte er die Akte zu, er würde sie so wie sie war an den Staatsanwalt übergeben müssen, der auch nur das im Rahmen seiner Möglichkeiten veranlassen konnte. Der Junge würde die nächsten fünf bis sechs Jahre in der Jugendstrafanstalt zubringen müssen, auch wenn der Staatsanwalt acht bis zehn Jahre forderte.

Ein Blick auf die Uhr zeigte ihm, dass zwar die Zeit zum Mittagessen gekommen war, das Studium der Akten ihn jedoch von jeglichem Hungergefühl befreit hatte. Darum beschloss er in die Pathologie zu fahren, um Dr. Nagel zu besuchen. Bei dem Besuch konnte er vorsichtig anfragen, wie weit er mit der Untersuchung der Körperteile war. Zu welchen Erkenntnissen er bei der Untersuchung dieses bisschen Mensch gelangt war.

Seine Stimme klang aus dem Sezierraum bis auf den Flur. Am Klang sowie einem unbekannten leisen Lachen konnte man es schon hören, seine Laune war erheblich besser als am gestrigen Sonntag. Er trieb offensichtlich wieder seine berüchtigten Späße mit einer Studentin, als er auf sein Klopfen fröhlich ausrief, herein, wenn’s keine Leiche ist.

Nachdem er seinen Besucher gesehen hatte, klang er weniger fröhlich, aufstöhnend meinte er. Du schon wieder, hatten wir nicht erst gestern das Vergnügen. Dabei wandte er sich an eine junge Frau mit blonden Zöpfen und einer runden Brille, die verlegen lächelnd alles über sich ergehen zu lassen schien.

Da sehen Sie den Mann, der uns die meiste Arbeit und Kopfzerbrechen bereitet, Hauptkommissar Gerhard Melzer von der Mordkommission.

Während sie sich kichernd von ihren Handschuhen befreite, um ihm die Hand zu schütteln, nickte Nagel ihm nur zu.

Du willst wissen, was ich Dir zu Arm und Bein sagen kann.

Hast Du schon etwas für mich, fragte Melzer vorsichtig, er wollte nicht erneut das Stimmungsbarometer seines Freundes in Schwung bringen, weshalb er lieber vorsichtig anfragte.

Überlegen lächelnd wandte sich Nagel an seine Assistentin. Julia erzähle doch dem Hauptkommissar, was wir inzwischen herausgefunden haben, dann setzte er sich auf einen Besucherstuhl. Nervös nestelte die Assistentin an einem Stapel Papiere, woraus sie einen Notizblock zauberte.

Stockend, begann sie ihre Notizen vorzulesen, also, nach einem Räuspern begann sie noch einmal, also, die beiden Körperteile gehören zu ein und derselben Person. Diese Person war männlich, das Alter liegt zwischen fünfunddreißig und fünfundvierzig. Wobei die Knochenstruktur tendenziell eher dazwischen liegt, er hat Schuhgröße vierundvierzig.

Nun hatte sie ihren Rhythmus gefunden, der Vortrag kam jetzt ohne Stocken von ihren Lippen. Sie fuhr fort, die Amputation der Gliedmaßen erfolgte bei einer Person, die bereits tot war, außerdem hatte man den Mann vorher ausbluten lassen. Der Muskelaufbau weist auf einen mäßig aktiven Sportler hin, sie blickte kurz auf, der hat bestimmt keinen Aufzug ausgelassen.

Das Wichtigste zum Schluss, der Tod liegt schon ein paar Tage zurück, die Körperteile waren beide tiefgefroren. Trotzdem waren noch Fesselspuren erkennbar, er muss also vorher irgendwo festgehalten worden sein. Zufrieden blickt sie auf, sie hatte ihren Vortrag abgeschlossen, wartete nun auf die Bestätigung.

Melzer rieb sich nachdenklich am Kinn, dann fragte er ruhig, ohne Anzeichen von Häme oder Kritik.

Womit hat der Täter die Amputation ausgeführt.

Erschrocken starrte sie auf ihren Notizblock, der allerdings keine näheren Erkenntnisse auswies. Irritiert blickte sie zu Nagel, der nun aufstand.

Tja das Werkzeug ist so ein Ding. Zuerst dachte ich es sei ein Skalpell oder ein ähnlich scharfes Messer, mit dem die Haut und die Muskeln durchtrennt wurden. Bei der Untersuchung der Schnittfläche konnte ich keine ausgefransten Schnitte feststellen. Genaueres kann ich zurzeit noch nicht sagen, vielleicht finden wir noch Spuren an den noch fehlenden Körperteilen.

Du glaubst also auch, dass noch weitere Teile zu finden sein werden, warf Melzer dazwischen, da er das Ende des Vortrags nicht erkennen konnte.

Da bin ich ganz sicher, weshalb sonst hat er sich die Mühe gemacht den Mann einzufrieren, der wollte uns sein Werk häppchenweise servieren.

Achselzuckend nahm Melzer diese Aussage entgegen, viel Neues hatte er nicht erfahren. Die interessanteste Meldung, dass der Mann bereits seit Längerem tot war, hatte in ihm etwas zum Klingen gebracht. Vielleicht konnte er den Täter insoweit überraschen, dass er die Identität des Opfers bereits vorher in Erfahrung brachte. Freundlich verabschiedete er sich von den beiden, nachdem Nagel ihm bestätigt hatte, dass der Zeitpunkt des Todes nicht länger als vier Wochen zurückliegen konnte.

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