Anja Kuemski - Summer of 86
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Anstatt wie üblich zu widersprechen, steckte Schücking die Geldbörse wieder ein. Anfangs hatte er darauf bestanden, immer zu bezahlen, weil Kattenstroth so wenig Geld verdiente. Aber inzwischen hatten sie eine Routine entwickelt, abwechselnd zu zahlen, was sich auch beim Einkaufen im Supermarkt sehr bewährt hatte, weil sie sich dann viel seltener an der Kasse vor aller Ohren stritten.
Sie verließen das Kachelhaus und bogen in die Goldstraße ein. Plötzlich beschleunigte Schücking, sodass Kattenstroth ihm kaum folgen konnte. An der Kreuzung zur Ritterstraße wäre er beinahe von einem Radfahrer umgefahren worden, der laut schimpfend weiterfuhr.
»Mensch, Schücking! Passen Sie doch auf!«
Kattenstroth rannte ein paar Schritte, um aufzuholen. Er warf einen Seitenblick auf Schücking, der stur eine bestimmte Stelle in der Straße ansteuerte. Abrupt blieb er vor einem Hauseingang stehen und kaute nachdenklich auf seiner Unterlippe.
»Darf man fragen, was das gerade sollte?«, maulte Kattenstroth.
»Ich war schon mal hier.«
»Ach, was Sie nicht sagen? Sie wohnen schon Ihr ganzes Leben in dieser Stadt. Wir gehen seit Wochen regelmäßig in dieses Café. Wir sind bestimmt schon mal hier durch die Notpfortenstraße gegangen.«
»Nein, sind wir nicht. Wir gehen immer den Weg in die andere Richtung, durch die Goldstraße zurück oder Richtung Niedernstraße.«
»Dann waren Sie eben aus einem anderen Grund schon mal in dieser Straße.«
»Ich rede von diesem Hauseingang.«
»Vielleicht kannten Sie mal Leute, die hier wohnten.«
»Ich sagte nicht, dass ich je durch diese Haustür geschritten bin. Hören Sie besser zu, Kattenstroth.«
Schücking ging ein Stück die Straße zurück bis zur Kreuzung und blickte in die Ritterstraße. Wieder runzelte er ein wenig ratlos die Stirn.
»Da gegenüber vom Parkhaus und hier vorne die Ecke, sah das alles nicht früher anders aus?«
»Hier war mal der Eingang zu einer Disco. Eine oben, eine im Keller, wenn ich mich recht erinnere. Eher was für die Popper. Nicht mein Fall.«
Schücking schloss die Augen und nickte langsam.
»Ja, ich erinnere mich.«
»Also waren Sie doch tanzen?«
Schücking hatte sich die Arme um den Leib geschlungen, als sei ihm kalt, was bei den aktuellen Temperaturen nicht verwunderlich war. Aber dann begann er, sich merkwürdig zu bewegen, als höre er Musik in seinem Kopf.
»Äh, Schücking?«
Er öffnete die Augen und blickte Kattenstroth skeptisch an.
»Ist es meine eigene Erinnerung oder habe ich das in einem Film gesehen?«
»Keine Ahnung, Mann. Was machen Sie denn in der Erinnerung?«
»Ich … nun, tanzen wäre vielleicht zu viel gesagt.« Er schloss erneut die Augen. »Da ist eine blonde Frau. Sie ist viel zu nahe.«
»Oha. Sind Sie sicher, dass Sie mir das hier mitten auf der Straße erzählen wollen?«
Schücking sah ihn irritiert an.
»Wieso denn nicht?«
»Tja, na gut, wenn es Sie nicht stört? Intime Einzelheiten können Sie mir aber ersparen.«
Ungebeten tauchten in seinem Kopf Bilder von Schücking und einer Blondine auf, einem sehr jungen Schücking, so wie er ihn sich gerade eben noch vorgestellt hatte, im Gothic Look. Wieder wirkte diese Vorstellung erstaunlich real.
»Vielleicht sind wir uns mal begegnet in jungen Jahren«, mutmaßte er.
»Meinen Sie nicht, dass wir uns daran erinnern würden?«
»Nicht, wenn es eher eine flüchtige Begegnung war. Außerdem habe ich viel gekifft damals.«
Schücking schüttelte energisch den Kopf.
»Ich aber nicht.«
»Ihr Gedächtnis ist aber ohnehin etwas lückenhaft. Es wäre also denkbar.«
»Dann ist meine Erinnerung an das Tanzen mit dem blonden Mädchen vielleicht echt?«
Schücking sah nicht begeistert aus. Kattenstroth feixte.
»Sie sind mir ja ein ganz schlimmer Finger. Tun so harmlos und haben damals reihenweise die Mädels abgeschleppt.«
»Nein, das glaube ich nicht.«
Wieder schien er in sich hineinzuhorchen.
»Das Mädchen, sie wollte …, sie wollte …« Er ließ die Schultern hängen. »Ich weiß es nicht mehr.«
»Hm, so schwer wird das wohl nicht zu erraten sein. Hatten Sie noch Ihre Klamotten an?«
Schücking blickte an sich herunter, als müsse er das überprüfen.
»Ich bin mir nicht sicher.«
»Okay, das reicht. Mehr muss ich wirklich nicht wissen.« Kattenstroth legte sich demonstrativ die Hände auf die Ohren. »Das kann ich nie wieder ungehört machen.«
»Ich denke, wir sollten jetzt besser gehen. Reformhaus. Da wollten Sie doch hin, oder?«
Schücking drehte sich abrupt um und steuerte den Eingang zum Laden an. Kattenstroth entging jedoch nicht, dass das Gesicht seines Mitbewohners knallrot angelaufen war. Grinsend folgte er ihm.
*
»Es war das Zazoo «, sagte Schücking wie aus heiterem Himmel.
»Hä?«
Kattenstroth erwachte aus seinem Halbschlaf und setzte sich etwas aufrechter hin. Der Fernseher zeigte Bilder von wilden Tieren irgendwo an einem Fluss. Nichts half ihm besser beim Einschlafen als die langweiligen Dokus, die Schücking hin und wieder abends anschaute.
»Die Disco in der Ritterstraße. Wo wir gestern gestanden und gerätselt haben, wie der Schuppen hieß.«
Kattenstroth musterte Schücking grinsend.
»Und wieso fällt Ihnen das jetzt wieder ein?«
»Weil in der Hechelei eine PC69 -Revival-Party angekündigt ist. Steht in der Zeitung.«
Kattenstroth rieb sich die müden Augen und überflog die Seite, die Schücking ihm hinhielt. Eine Lesung in der Stadtbibliothek, ein missglückter Einbruch ins Museumsarchiv, PC69 -Revival-Party.
»Sie haben mich irgendwo unterwegs verloren. Was hat die Revival-Party vom PC69 mit dem Zazoo zu tun? Und warum fällt Ihnen ein Zeitungsartikel vom Vormittag ein, wenn Sie eine Doku über …«, er blickte angestrengt auf den Fernseher, »über die Tiere am Mississippi gucken?«
»Da waren Spuren von Paarhufern im Schnee.«
»Aha.« Die Tatsache, dass er nun wach war, Schückings Worte aber trotzdem keinen Sinn ergaben, kam Kattenstroth inzwischen nicht einmal mehr seltsam vor.
Er wartete. Aber mehr kam nicht von Schücking. Der schien wieder ganz aufmerksam die Sendung zu verfolgen.
Stöhnend ließ Kattenstroth den Kopf auf die Sofalehne sinken.
»Jetzt sagen Sie es schon.«
»Was denn?«
»Den Zusammenhang zwischen den Paarhufern am Mississippi und einer Bielefelder Disco aus den 80ern. Ich komme nicht drauf. Ich weiß, es ist bestimmt total naheliegend. Aber im Augenblick stehe ich auf der Leitung.«
»Es ist keineswegs naheliegend. Im Gegenteil. Es ergibt überhaupt keinen Sinn. Es sei denn, man ist dabei gewesen.«
»Wobei?«
»Als es ein einziges Mal Sinn ergab.«
»Och, nö. Schücking. Jetzt reicht es aber. Entweder Sie erklären mir jetzt alles ohne kryptische Andeutungen oder ich gehe sofort ins Bett. Das ist mir heute Abend zu kompliziert.«
Schücking schaltete den Fernseher aus und drehte sich zu ihm um.
»Sie sagten gestern, Sie hätten damals viel gekifft.«
»Was?«
Mit diesem Themenwechsel hatte er überhaupt nicht gerechnet.
»Äh, ja. Schon. Ist aber lange her. Wenn Sie was brauchen, müssen Sie sich einen anderen Dealer suchen. Meinen Sie, das Zeug hilft Ihnen gegen Ihre Panikattacken?«
»Nein, das tut es nicht. Aber darum geht es auch gerade nicht. Erinnern Sie sich noch an die Sommerferien 1986?«
»Schücking!«
»Nein, bitte. Beantworten Sie die Frage. Es wäre mir peinlich, bestimmte Dinge zu erwähnen, wenn sich meine Vermutung als ein Irrtum erweisen sollte.«
»Dass Ihnen überhaupt mal etwas peinlich sein könnte, macht mich jetzt aber ziemlich neugierig. Also, Sommerferien 1986, lassen Sie mich nachdenken. War da etwas Besonderes? Da war ich sechzehn. Bin runter von der Schule.«
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