Reinhard Otto Kranz - Operation Ljutsch Band II

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In «Operation Ljutsch» zeigt der Autor nach dreißigjähriger Recherche die geheimen Hintergründe der Deutschen Einheit auf – vom Machtantritt Gorbatschows über den Kreml-Flug, bis zur Maueröffnung am 9. November in Berlin – der Europäischen Perestroika.
Begegnungen mit Beteiligten, bei Reisen vor und nach der Wende in Ost-Europa, die im Kern der Handlung autobiografisch verbunden sind, bilden den Rahmen der Erzählung.

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Was ich sagen will: Wir mussten handeln, um unsere im Inneren bedrohten Ziele einer wirtschaftlichen Reorganisation durch umfassende Abrüstung zu befördern, – das heißt, die äußeren Verstrickungen und Bedrohungen mit einer Europäischen Perestroika beenden, um mit den frei werdenden Mitteln im Innern voranzukommen.

Heute höre ich unter Fachleuten, besonders des Westens, Zweifel, wie das hat gehen können in dieser Konsequenz, ohne dass die Satelliten des Ostblocks, deren Dienste oder auch der Westen etwas von dieser strategischen Dimension mitbekommen haben?«

Nikolai streckte sich in seinem Sessel wie zum Sprung und warf selbstbewusst den Kopf in den Nacken: »Alle westlichen Dienste waren ja bis zur Maueröffnung ahnungslos und wurden, nach eigenem Bekunden, von Verlauf, Tempo und Konsequenz der Wende vollkommen überrascht.

Zum ersten Mal, als es uns gelang, die Propaganda-Barrikaden des Westens, vom Reich des Bösen, gegen ihn selbst zu nutzen.«

»Hebel. – Konstantin Petrow hat den Hebel angedeutet, – diese Operation, den Journalisten Daniloff von U.S. News and World Report, einen der schlimmsten medialen Scharfmacher vor dem Herrn, in eine Falle zu locken.«

»Ja, Samuel, damit bekamen wir den zähneknirschenden Schwert-Engel des Westens, Ronald Reagan, an den Verhandlungstisch in Reykjavik, – und quasi den Einstieg in die atomare Abrüstung, mit dem Washingtoner Vertrag über die Reduzierung der Mittelstrecken-Raketen, ein Jahr später. Da war der Führer der westlichen Welt mental geläutert, denn er hatte durch unsere pragmatischen Lösungsvorschläge und Gorbatschows Glaubwürdigkeit Vertrauen gewonnen.

Unsere inneren Gegner in Politik und Oboronka wurden dadurch aber alarmiert und dieses Abkommen wäre nicht möglich gewesen, hätten wir nicht im Sommer die Reißleine gezogen und diese alles beherrschende Hydra der Oboronka mit dem Kreml-Flug vollständig enthauptet. –Vollständig heißt, über dreihundert der führenden Generäle aller Waffengattungen und des KGB auf einen Schlag.«

»Ich verstehe jetzt die großen Fragezeichen des Westens, denn er kennt ja bisher diese unglaublichen Zusammenhänge nicht, die du uns hier schilderst. – Perfekte Zusammenhänge, und doch mit so vielen Fragen, wie das im Detail denn gehen konnte«, zweifelte Oie.

»Hat der Westen unsere übermächtige Militärpräsenz und unsere Kommando-Hoheit im Ostblock vergessen? Hat der Westen, wie nominal seit einiger Zeit bekannt, die neuntausend auf ihn angesetzten Topagenten und Schläfer der Militär-Geheimdienste in West-Europa und den USA vergessen, – die perfekt getarnt, bis zum Schluss unentdeckt blieben?

Hat er die siebzehnhundert strategischen Objekte in der Bundesrepublik vergessen, die wir lückenlos in Beobachtung hatten, darunter auch alle Provinzflugplätze, mit jedem großmäuligen Fliegerhelden? So stießen wir übrigens auf den Flieger Rust und andere – unsere fliegenden Trojanischen Pferde, wie wir sie scherzhaft nannten –,denn das war unser Paukenschlag in der Ouvertüre. Damit haben wir unsere Gegner im Innern völlig überrascht und die strategische Initiative für Gorbatschows Perestroika wieder gewonnen.

Mit den Vorbereitungen dafür hatten wir schon im Sommer nach der Katastrophe von Tschernobyl begonnen. Für die finale Entmachtung unserer allmächtigen Militärführung habe ich einer Luft Operation den Vorzug gegeben, da derartige Szenarien am besten medial sichtbar zu machen waren, – vor allem auch im Ausland, mit gleichzeitig durchschlagenden Konsequenzen für das Ansehen und die Potentiale unserer inneren Gegner gegenüber ihren eigenen Genossen.

Die mediale Komponente war die neue strategische Dimension, bei allen weiteren Operationen im Ostblock, – besonders dann in Ungarn, auch bei der Samtenen Revolution in Prag und, als Höhepunkt, bei der Maueröffnung in Berlin, wo wir jeweils West-Journalisten mit konkreten Aufträgen für unsere medialen Ziele einspannten.«

»Fäden. – Ihr habt also wirklich überall die Fäden gezogen?«, brummte Nussbaum halb fragend, halb bestätigend.

»Ja, das war so. – Für den Kreml-Flug hatten wir schon im Herbst sechsundachtzig drei strategisch-fliegerische Optionen, sodass wir sicher waren, auf alles vorbereitet zu sein, wenn die politische Ebene ihre Termine plant.

Oberst Kiparsky, in Lettland, hat Details in eurem Interview so schön bildhaft zu Protokoll gegeben. Trotzdem noch mal der strategische Hintergrund zur Übersicht: Schon Anfang April siebenundachtzig hatten wir unsere Gegner in der Oboronka überrascht, als Parteichef Gorbatschow, vor versammelten Parteichefs des Ostens und den Militärführern in Prag, zum ersten Mal konkret das Ende der militärischen Konfrontationspolitik und die Aufhebung der Breschnew-Doktrin thematisierte. Diese Doktrin suggerierte ja deren Überlebensgarantie, den imaginären Schutzschirm für die ewige Herrschaft der Partei und der Militärs in ihren Ländern.

Alle Ost-Parteiführer waren damals entsetzt über derlei Ideen. Besonders verärgert über diesen Prager Vorstoß war der oberste Heerführer der Sowjetunion, der ruhmreiche und tolle Hecht, Verteidigungsminister Marschall Sokolow, – ähnlich dem Papst, ein lebenslang unkündbares Fossil.

Zweiter Teil unserer politischen Provokation, war eine dementsprechend ausformulierte, neue Militärdoktrin des Warschauer Paktes, die am achtundzwanzigsten Mai, auf einer Tagung der Parteichefs und Verteidigungsminister in Ost-Berlin, abgesegnet werden sollte. Das war synchronisiert der Stichtag unserer Start-Inszenierung der Europäischen Perestroika, – mit dem Kreml-Flug. An einem Freitag und Feiertag, – dem Tag der Sowjetischen Grenztruppen.

Für die vorbereitenden Flüge im Mai nach Finnland hatten wir anfangs, wie aufgezeichnet, von Deutschland drei gesicherte Planvarianten. Von Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen. In Finnland war die erste Operation von Lahti geplant, die Ersatzoperation von Helsinki und dann noch eine Reserve-Operation vom Finnischen Provinz-Flugplatz Kuopio, – der von euch aufgezeichneten Plan-C.

Wir hatten, wie immer in der Vorbereitung, dreifach genäht. Nachdem unsere geplante Vorzugslösung von Lahti nicht funktionierte weil, wie ich später erfuhr und ihr es auch in eurem Film- Dokument habt, der Pilot nicht einsatzfähig war, operierten wir von Helsinki. Da stand ja der später berühmt gewordene Flieger Rust mit seiner Cessna bereit. Er hatte sie zu einem Nordseeflug gemietet und ist schon Anfang Mai nach Reykjavik geflogen, weil er den Ort besuchen sollte, wo die Hoffnung auf Frieden – beim Gipfel zwischen Reagan und Gorbatschow – so ernüchternd gescheitert zu sein schien.

Wir kannten und förderten damit seine jugendlich-idealistischen Phantasien von Lagonia – der Welt des Friedens und der Gerechtigkeit, die er zu Papier brachte, wovon er einige Druckexemplare dabei hatte, und sie im Kreml persönlich überreichen wollte. Das passte in unsere Entspannungs-Strategie, – und dieses ambitionierte Unternehmen haben wir dann abschirmend begleitet, damit er sein Ziel Moskau erreicht und unterwegs keinen Schaden nimmt.

Von Island ist er mit viel zeitlicher Reserve über Norwegen nach Finnland geflogen, – und in Helsinki-Malmi gelandet. Dort bekam er weitere Informationen, denn nach Stunden des Fluges über weite, wenig markante russische Regionen, musste er Moskau sicher finden. Das war das Problem, denn nur so konnten wir ihn beobachten, Abwehrmaßnahmen der Luftverteidigung unterbinden und seine Sicherheit gewährleisten.

Hauptproblem bei derartigen verdeckten Operationen ist aber eine stabile Psyche des Akteurs, der, einer Billard-Kugel gleich, sein Ziel finden muss.«

»Billard-Kugel? – Was meinst du mit Billard-Kugel?«

»Wie beim Dreiband-Billard, Samuel, bei dem klar ist, welche Bande du in welcher Reihenfolge touchieren musst, um einen Treffer sicher zu landen. Die Billard-Bande für den Kreml-Flieger waren unsere abschirmenden Agenten in der Luftabwehr und am Boden, – die den Erfolg der Operation absichern mussten.

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