Reinhard Otto Kranz - Operation Ljutsch Band II

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In «Operation Ljutsch» zeigt der Autor nach dreißigjähriger Recherche die geheimen Hintergründe der Deutschen Einheit auf – vom Machtantritt Gorbatschows über den Kreml-Flug, bis zur Maueröffnung am 9. November in Berlin – der Europäischen Perestroika.
Begegnungen mit Beteiligten, bei Reisen vor und nach der Wende in Ost-Europa, die im Kern der Handlung autobiografisch verbunden sind, bilden den Rahmen der Erzählung.

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Auch General von Clausewitz mit seinem Standardwerk Vom Kriege und über den Rückzug als schwierigste aller Operationen, war bis Afghanistan in Vergessenheit geraten. Der geordnete Rückzug aus einer unhaltbaren Position, das ist die Königsdisziplin, wies Clausewitz nach.

Was das bedeutete, wurde uns erst klar, als die Probleme aussichtslos kulminierten, die Zahlen zum wirtschaftlichen Niedergang auf dem Tisch lagen, – und von der Führung endlich zur Kenntnis genommen wurden. Das war erst unter Gorbatschow möglich, – und als Antwort auf diese Herausforderung planten wir, unter strengster Geheimhaltung, die Licht Operationen zur Absicherung der Europäischen Perestroika und zur Rettung der Sowjetunion.

Aber die bedeutete militärisch Rückzug, – die Königsdisziplin, denn bis dahin eskalierte die Konfrontation der Blöcke regelmäßig und drohte uns alle in einem Dritten Weltkrieg zu vernichten.«

»Aussagen. – Eindrucksvolle Aussagen dazu haben wir ja schon, wie du sehen konntest, aufzeichnen können, Nikolaj. Wie hast du das erlebt, in deiner Position?«

»Nervenzerreißend möchte ich diese Jahre der Eskalation beschreiben, aber konkret: Der NATO-Doppelbeschluss, Anfang der Achtzigerjahre, schien uns Russen wie der ultimative Antritt zum letzten Gefecht. Da begann unter den paranoiden Weltkriegs-Helden in unserem Land, eine obsessive Suche nach Anzeichen dafür, dass der Feind den finalen Enthauptungsschlag vorbereitet, – mit der überraschend ins Spiel gekommenen Neutronenbombe, die den angloamerikanischen Kriegstreibern Hoffnung machte, den verhassten kommunistischen Gegner zu eliminieren, ohne gleich eine unbewohnbare Wüste zu hinterlassen.«

»Eskalation. – Aber war die große Sowjetunion nicht auch an dieser permanenten Eskalation mitschuldig?«, provozierte Nussbaum.

»Natürlich, – vor allem die ständig präsente, konventionelle Übermacht, mit über fünf Millionen Soldaten unter Waffen, besonders im Zentrum Europas, musste diesen Eindruck erwecken. Auch die Neustationierung von SS-20 Mittelstrecken-Raketen, unter Breschnew, ließ keinen andern Schluss zu. Auf der anderen Seite: Der Anschlag auf die Amerikanische Flotte in Beirut, war natürlich nicht von uns unterstützt, – das brauchten wir gar nicht, denn sie hatten sich, durch ihre Politik im Nahen Osten, zahllose Feinde selbst herangezüchtet. Auch der Boeing-Abschuss, im September dreiundachtzig bei Sachalin, war eine unglückliche Folge der Kalten-Kriegs-Psychose auf beiden Seiten.

Die Grenada-Invasion der Amerikaner im Oktober und die sechstägige Nato-Stabsübung Able-Archer im November, alarmierten allerdings den Kreml aufs höchste. Im Nachhinein war das Erschrecken auf beiden Seiten groß, denn in diesem Jahr wurde mehrfach die Schwelle zum Atomkrieg ereicht. Diese eben geschilderte Kette von Ereignissen, die eigentlich nichts miteinander zu tun hatten, heizte damals die Konfrontation der Blöcke immer weiter an.

Wie vom Teufel bestellt, musste dann die mehrfache Blendung unserer Frühwarn-Spionagesatelliten – durch dubiose Sonnen-Reflektionen an amerikanischen Raketen-Basen – im September dreiundachtzig, als Start von fünf Interkontinental-Raketen gedeutet werden. Nur durch die Besonnenheit eines Offiziers im Raketen-Frühwarnsystem OKO, in Serpuchow-15, der die technischen Defizite seines Aufklärungs-Systems kannte, wurde die todbringende Befehlskette verzögert, – bis klar war, dass es kein Angriff ist.

Das war damals entscheidend, denn General Tschebrikow, der KGB-Chef, war NATO-Paranoiker, Marschall Ustinow, der Verteidigungsminister, ein kalter Krieger, – wie Andropow, der Parteichef, der noch dazu todkrank war. Die hätten unter exzessivem Zeitdruck und im Angesicht der vermeintlichen Fakten, sicher den Befehl zum Gegenschlag erteilt.

Oberstleutnant Stanislaw Petrow sollte man deshalb ein Denkmal errichten, denn er hat die Menschheit gerettet, indem er, in ahnungsvoller Gewissensnot, Dienstvorschriften verletzte, – das nur am Rande.«

»Quellen? – Wie konnte es überhaupt dazu kommen, wenn ihr doch überall, in allen westlichen Diensten eure präventiv agierenden Quellen hattet, – wie Konstantin Petrow es am Rande unseres Gespräches erwähnte?« – zeigte sich Nussbaum hinter der Kamera erstaunt.

»Eben da lag das Problem Samuel: Der KGB und auch unser Militär-Geheimdienst litten, wie eigentlich weltweit alle Dienste, unter einer grundsätzlichen Analyseschwäche, – denn es fanden bei der Vielzahl der Informationen und Lage-Analysen, die aus aller Welt herein kamen, kaum Gegenprüfungen statt.

In diesem Herbst dreiundachtzig lag, aufgrund der großen Anzahl von Agenten, ihrer Meldungen und ihres Aufblasens von Mücken zu Elefanten, der Schluss nahe, die Nato plane nunmehr, im Verlauf der Stabsübung Able-Archer vom zweiten bis elften November, für den siebenten November den finalen Erstschlag. Das war bei uns der Tag der Revolution und ein hoher Feiertag. An einem solchen Tag erwartete die sowjetische Militär-Philosophie den finalen Angriff. Das war dann auch der Anlass – das erste und einzige Mal –, wo wir umfassend mit dem KGB kooperieren mussten.

Der Warschauer Vertrag bezog, unter dem Druck dieser Informationen, schon Tage zuvor alle strategischen Einsatzpositionen. Über dreihundert Interkontinental-Raketen wurden für den geplanten atomaren Gegenschlag RJaN startklar gemacht, ebenso fünfundsiebzig mobile SS-20 Mittelstreckenraketen mit Mehrfach-Sprengköpfen. Die riesige Anzahl taktischer Atomwaffen – über Zehntausend, bei unseren in Bereitschaft stehenden Truppenteilen in Europa – und die einsatzbereiten Chemiewaffen zähle ich da gar nicht. Das war auch nötig, denn die NATO konnte im Nuklearbereich etwa das gleiche Potential entgegenstellen.«

Der Mönch machte eine Pause, trank mit zitternden Händen, blickte sie an und sagte: »Schaut bei Gelegenheit, wenn ihr wieder zu Hause seid nach, was ihr an dem Tag gemacht habt und stellt euch vor, es wäre der letzte im Leben gewesen, – für euch und eure Familien.«

Bruder Nikolai straffte sich: »Nur zwei Agenten verhinderten die Katastrophe. Euer deutscher Topas im Hauptquartier der Nato und unser Doppel-Agent in London. Die beide berichteten übereinstimmend und im letzten Augenblick, – die Stabsübung sei abgeschlossen und alle Generalstäbler seien ins Wochenende verschwunden.

Zwei Monate später starb Generalsekretär Andropow.

Die Analyse durch Gorbatschow und seine Vertrauten, die unter dem neuen Generalsekretär Tschernenkow dienten, ergab ein großes Erschrecken. Besonders aber dann, Jahre später, auf amerikanischer Seite – auf diesem Gipfel von Reykjavik – wo Reagan nach ausführlicher, persönlicher Information durch Gorbatschow erkennen musste, dass man haarscharf am alles vernichtenden Dritten Weltkrieg vorbeigerauscht war, – mit etwa hundertfünfzig Millionen Opfern, nur in der ersten Angriffswelle, allein in den USA.

Vor allem im dicht besiedelten Europa sollten im Verteidigungsfall, in der ersten Stufe, vierhundert Atomsprengköpfe präventiv auf die Bereitstellungsräume und Basen der Nato niedergehen. Der Gegenschlag der anderen Seite wäre damit aber nur theoretisch zu begrenzen. Schon bei Konstantin Petrow habt ihr es sicher gehört: Wer zuerst schießt, stirbt als Zweiter, – das war schon eine fundamentale Erkenntnis, die jedoch von der Politik vor Gorbatschow völlig ignoriert wurde.

Man stelle sich vor: Alle Städte der Sowjetunion über fünfzigtausend Einwohner, die Städte Mitteleuropas und die Zentren Amerikas wären in Schutt und Asche gelegt worden, – mit voraussichtlich einer halben Milliarde direkter Opfer.«

Bruder Nikolai bekreuzigte sich und hielt lange die Augen geschlossen. Dann blickte er mit tränenverschleiertem Blick, wie abwesend, auf die Gäste.

»Unvorstellbar. – Eigentlich unvorstellbar!«, stöhnte Nussbaum. »Wir alle, unsere Familien, unsere Freunde, – alle wären jetzt tot.«

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