Reinhard Otto Kranz - Operation Ljutsch Band II

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In «Operation Ljutsch» zeigt der Autor nach dreißigjähriger Recherche die geheimen Hintergründe der Deutschen Einheit auf – vom Machtantritt Gorbatschows über den Kreml-Flug, bis zur Maueröffnung am 9. November in Berlin – der Europäischen Perestroika.
Begegnungen mit Beteiligten, bei Reisen vor und nach der Wende in Ost-Europa, die im Kern der Handlung autobiografisch verbunden sind, bilden den Rahmen der Erzählung.

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Die feuchte Kühle des Morgens und ein feiner, für Oie in der Erinnerung irgendwie russischer Geruch von chlorierten Reinigungsmitteln lag in den weißen, schummrigen Kreuzgewölben, zwischen den bärenstarken Backstein-Pfeilern, im geduckt wirkenden Speise-Saal. Der hatte nur einige kleine, schießschartenartige Fenster, durch die eine gleißende Morgensonne schmale Rechtecke auf den Ziegelboden projizierte.

Große Pendelleuchten über den langen Tischen schufen zwischen den dort Sitzenden ein Lichtspiel klösterlicher Nähe.

Als Gäste eingewiesen, setzten sie sich auf eine der einfachen Holzbänke am mit Obstschalen und Blumen dekorierten Tisch und aßen vom spartanischen Mahl in den Schüsseln, – von Kascha, Weißbrot, Käse und Konfitüre.

Dem geschwätzigen Treiben entspannt zuhörend, tranken sie dann ausgiebig Tee, denn es gab noch keine Startzeit an diesem Morgen und Bruder Nikolai war nicht zu sehen. Nach Auskunft des Mönchs vom Weckdienst sollte er erst gegen acht Uhr wieder im Kloster sein. Wo war er? Konnten sie ihm vertrauen?

Oies straffer Optimismus bekam gerade Falten, da ging eine Tür zum Hof auf und Nikolai Ossipow stand für Sekunden, wie ein Schattenriss, in der strahlenden, noch tief stehenden Morgen-Sonne.

Er grüßte in die Runde, sah die Deutschen sitzen und kam lächelnd herüber: »Gott segne Sie an diesem schönen Morgen! Gestern Abend war ich etwas erschöpft. Sie müssen verzeihen, ich bin schon alt und das Klosterleben ist manchmal kein Zuckerschlecken, – das sagt man auch in Russland so. Wir gehen am besten in mein Büro, da sind wir ungestört.«

Im Büro angekommen, wünschte sich Bruder Nikolai erstmal die Aufzeichnungen zu sehen, die sie am Abend angeboten hatten.

Nussbaum legte seine Kamera auf den Tisch und bat um ein Kabel zum Laptop auf dem Schreibtisch. Sie setzten sich und Samuel spielte ab, was sie auf ihrer Reise mitgeschnitten hatten.

Bruder Nikolai war von Sequenz zu Sequenz mehr beeindruckt und lächelte: »Ja, so war das damals. Lasst uns reden. Dazu gibt es noch viel zu sagen, – doch wo fangen wir an?

Und übrigens, den Brief an Sie, Albrecht – und damit biete ich euch das Du an –, den Brief von Igor habe ich gestern noch mit Erstaunen und Rührung gelesen. Ich teile und respektiere seinen Wunsch, die Sache nun transparent zu machen, denn nur die Wahrheit macht die Menschen besser und weniger anfällig für die Verlockungen der Teufel dieser Welt. Mit dem Neuen Testament: Ihr könnt nicht den Menschen und Gott dienen, – und zugleich der Macht des Mammon.

Mach deine Kamera bereit Samuel, wir sollten sehen, dass es ein würdiger Beitrag wird, – wie bei unseren Mitstreitern von damals.«

Nussbaum zwinkerte Oie beim Aufbau hoffnungsvoll zu, und brachte sein Reise-Stativ in Position, – sie rückten die Sessel an den Schreibtisch und redeten.

Ja was lief damals im Hintergrund Das ist die Frage die man mir oft stellt - фото 4

»Ja was lief damals im Hintergrund? Das ist die Frage, die man mir oft stellt, wenn das Gespräch unter Eingeweihten darauf kommt. Alle kennen mehr oder weniger die Ereignisse und ein paar Zusammenhänge aus ihrer kleinen Rolle der offiziellen Geschichtsschreibung oder aus Biographien einzelner Akteure. – Am lautesten aber hört man von Leuten, die so tun als hätten sie Einfluss genommen.

All das ist bisher nur die Oberfläche, kann ich hier sagen.

Erstmal und grundsätzlich: Nichts ist so undurchdringlich, wie eine gut geplante und organisierte Verschwörung. Das durchzieht die Geschichte, wissen die Kenner, – da gibt es genügend Beispiele. Die Militär-Historiker würden das bis zu den alten Persern, den Griechen oder Caesar zurückführen, – und aktueller zum elften September in New York.

Der Militär-Geheimdienst-MGD war der Geheimdienst der Geheimdienste, – der MGD der Sowjetunion war der im Osten wichtigste und auch global handelnde militärische Aufklärungsdienst, mit zuletzt fünfzehntausend Mitarbeitern. Wir hatten sechsmal mehr Agenten im Auslandseinsatz als der KGB. Dazu kamen die Militär-Geheimdienste in den Ostblock-Staaten, bei denen wir, im System der militärischen Sicherheit, immer das volle Durchgriffsrecht, die Kommando-Hoheit, beanspruchen konnten, – bis zuletzt.

Bei der, nun auch in euren Aufzeichnungen sichtbar werdenden, historisch gewachsenen Rivalität zwischen KGB und unserem MGD in der Sowjetunion, die fast nie an die Öffentlichkeit gelangte, ging es angeblich und ideologisch verbrämt um die Kommando-Hoheit bei der Sicherung der Roten Macht im Staate. Die beanspruchte traditionell der KGB, – denn der KGB-Chef saß als Zerberus der Kommunistischen Ideologie im Politbüro. In Wirklichkeit aber ging es auf allen Ebenen, um Macht und Pfründe eines privilegierten und korrupten Apparates der Partei, des KGB und der Generalität in der Mangelwirtschaft.«

Oie und Nussbaum waren über diese erste Breitseite, auf Geheimdienst-Interna des sowjetischen Großreiches, so überrascht, dass sie sich mit großen Ohren und heißem Blick nicht zu rühren wagten.

Bruder Nikolai war sich seiner Worte bewusst und schenkte, wie rituell, mit ruhiger Hand Tee ein.

Lächelnd fuhr er fort: »Der KGB war übrigens zu der Zeit – wie die CIA – eine permanent alkoholisierte Trinker-Organisation, was uns bei unseren Operationen taktisch entgegen kam. Auch deshalb hat man den KGB in der neuen Zeit aufgelöst und einen staatlichen Geheimdienst-RSG gegründet. Russland musste sich konsequent von der Amoralität, der Blutspur und den Machenschaften des KGB nach innen und außen distanzieren, wenn es die Glaubwürdigkeit wiedererlangen, und an der Zukunft Europas teilhaben wollte.

In der Sowjetzeit, für die sowjetische Öffentlichkeit, standen Militär-Geheimdienst und KGB wie ein Mann, – im Innern aber kratzten sich die Bürokraten der Dienste gegenseitig die Augen aus. Im Geiste der Tscheka erzogen, vergaß der KGB niemals, – schon gar keine Niederlage gegen uns.

Unser Militär-Geheimdienst war da anders. Einfach leidenschaftsloser, weil er sich seiner Natur nach, bis zum Machtantritt Gorbatschows, nur darum kümmerte, worum sich alle militärischen Nachrichtendienste kümmern. Die Spionage-Attacken gegnerischer Dienste abzuwehren – also den Abfluss von militärischen Geheimnissen zu verhindern – und gleichzeitig den potentiellen Gegner möglichst umfassend aufzuklären.

Wir mussten allerdings oft zusehen, wie durch verfehlte militärpolitische Zielstellungen, Unfähigkeit und Korruption der Militärführung unser Land und der ganze Ostblock nach und nach wirtschaftlich ausbluteten. Das Einzige, was noch halbwegs funktionierte, als der neue Parteichef Gorbatschow dann antrat, war die Oboronka, – die Rüstungsindustrie, die strategischen Raketentruppen und der militärische Sicherheitsapparat.

Etwa achthunderttausend Soldaten, Ausbilder und Berater der Sowjet-Armee waren bis dahin im Ausland, – außerhalb der Rubelzone und mit immensen Kosten. Welch ein Wahnsinn.

Mit einer halben Million Soldaten waren wir in Afghanistan, und trotzdem haben wir den Kampf verloren. Dreizehntausend Tote und fünfzigtausend Kriegsinvalide waren, neben gigantischen volkswirtschaftlichen Verlusten, der Preis für diesen zehnjährigen Krieg. In Asien sagt man übrigens: Wen Gott bestrafen will, den lässt er in Afghanistan einmarschieren, – denn diese über Jahrtausende gewachsene Stammesgesellschaft widersteht jedem Umsturzversuch bis heute. Der uns dorthin nachfolgende Westen wird das noch bitter bezahlen, – so wie wir damals, in unserem kommunistischen Weltbeglückungswahn.

Weshalb sage ich das?

Wir hatten die Klassiker der Militärgeschichte, von Cäsar bis Friedrich dem Großen studiert – in letzter Konsequenz aber nicht begriffen. Friedrich der II: Seine überragende Planung und perfekte Logistik von Feldzügen, die auf der Kraft einer effektiv organisierten Wirtschaft basierte, war nur Kennern schon in der Ausbildung an der Militär-Akademie ein Beispiel. Dieses Wissen war ohne Konsequenz im anhaltenden Siegestaumel der Ideologie benebelten russischen Nachkriegsgesellschaft, denn die Bedeutung einer erfolgreich funktionierenden Wirtschaft für die Landesverteidigung – und darum ging es erklärtermaßen immer zuerst in unserer Militärdoktrin – wurde katastrophal unterschätzt.

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