Reinhard Otto Kranz - Operation Ljutsch Band II

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In «Operation Ljutsch» zeigt der Autor nach dreißigjähriger Recherche die geheimen Hintergründe der Deutschen Einheit auf – vom Machtantritt Gorbatschows über den Kreml-Flug, bis zur Maueröffnung am 9. November in Berlin – der Europäischen Perestroika.
Begegnungen mit Beteiligten, bei Reisen vor und nach der Wende in Ost-Europa, die im Kern der Handlung autobiografisch verbunden sind, bilden den Rahmen der Erzählung.

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»Guten Tag und herzlich willkommen meine Herren! Konstantin Iwanowitsch Petrow hat Sie angekündigt. Schön, dass Sie da sind – aus Deutschland – von so weit her. Ich bin Vater Nikolai, alle Freunde von Konstantin von damals sagen aber Bruder, denn wir sind ja alle fast gleich alt. Früher hieß ich Ossipow, – falls Sie den suchen.«

Bruder Nikolai war von großer hagerer Statur, die von der Mönchskutte vorteilhaft gefasst wurde. Ein lebhaftes, fein geschnittenes Gesicht, mit langem, gepflegtem, weißem Bart und lebendigen, wassergrünenAugen unter buschigen Augenbrauen, ließ die siebzig Jahre vergessen, die er sicher schon hinter sich hatte.

Die Freunde stellten sich vor, überbrachten Grüße und erzählten, als der Mönch sich gesetzt hatte, von ihren wunderbaren Begegnungen bei Kusnezows in Sankt Petersburg, – und bei Konstantin Petrow am gestrigen Abend.

»Von Kusnezow, dem Wirtschaftswissenschaftler, habe ich lange nichts gehört, aber Konstantin Petrow ist ein enger Freund geblieben, auch nach zwanzig Jahren und besonders seit Igor Antonow starb. Wir sind die letzten aus der Mannschaft, die noch was sagen können, zu dem Thema, das Konstantin angedeutet hat. Ich habe gehört, Igor hat ihnen unsere Listen vererbt?«, sagte er lächelnd an Oie gewandt. – »Das war zwar gegen alle Vorschriften von damals, aber die Geschichte hat ja die Weichen gestellt. Das Imperium, die große Sowjetunion, gibt es nicht mehr, nun kann man über alles reden, – nur will es hier keiner mehr wissen. Ehrlich gesagt, – ich versuche auch, es zu vergessen.

Eines aber liegt mir besonders am Herzen, Herr van Oie. Es ist ihr Bruder Otto, – sein Tod in Moskau, dessen Umstände mir immer noch ein Rätsel sind. Es ist so lange her, – mein herzliches Beileid!

Die Ungewissheit muss schrecklich gewesen sein, für Sie und ihre Familie. Gleich, nachdem Sie Konstantin Petrow angekündigt hat, habe ich meine Notizen von damals noch mal angesehen – als mich Igor Antonow in der Sache um Hilfe bat –, denn ich weiß noch, dass ihres Bruders Verschwinden ein Rätsel war, das wir in den Wirren der untergehenden Sowjetunion nicht lösen konnten.

Dass sich Igor Antonow da verantwortlich fühlte, verstehe ich, denn er hat die verdeckte Operation gegen die KGB-Zentrale angeordnet, – und ich habe sie geplant. Es ging um Unterlagen zu Putschplänen gegen Gorbatschow, – das war damals eine virulente Plage. Unsere Agenten haben die Pläne zu Putsch-Szenarien noch übermitteln können, die uns auf die November-Ereignisse in Deutschland vorbereiteten, – dann aber misslang ihr Rückzug und wir mussten in Deckung gehen.

Ich habe in der neuen Zeit noch Akteure des ehemaligen KGB befragen können, die hierher ins Kloster kamen, und die bemühten sich bei ausgeschiedenen Mitgliedern ihrer alten Organisation Informationen zu bekommen. Bisher war nur zu erfahren, dass unser Topograf, so lautete sein Deckname, am zehnten Oktober, zusammen mit einer unserer Mitarbeiterinnen vom KGB liquidiert wurde.

In dieser Zeit damals war alles möglich. Besonders wenn man gegen die Stalinisten an der Europäischen Perestroika gearbeitet hat. Mehr gaben die Datenbanken und Aussagen aber nicht her.«

»War das die Gräfin, diese Mitarbeiterin?«, zuckte Nussbaum nervös verspannt.

»Ja, das war ihr Deckname«, bestätigte der Mönch.

»Dann war es Swetlana, Oie, – jetzt wissen wir es sicher.«

»Details zum Schicksal der Offiziere habe ich damals nicht erfahren, denn der Vorgang war, als die Operation aufflog und wir in Deckung gehen mussten, absolute Chefsache. Im Augenblick kann ich auch kaum Hoffnung machen, mehr zu erfahren, denn wenn etwas gegen Recht und Gesetz gelaufen ist, dann wurden schon damals alle Unterlagen vernichtet.

Heute am Morgen habe ich aber noch mal meine Fühler ins Moskauer Militärarchiv, nach Podolsk, ausgestreckt, – da habe ich eine alte Quelle. Die verwahren dort auch Asservaten und Teile vom Archivgut des vordigitalen Zeitalters der Dienste. Vielleicht erfahren wir auf diese Weise noch was?«

Oie hörte es, aber saß wie benommen, – wie in einem schlecht verfilmten Traum, denn die grandiose Kulisse, von Kloster und Wolgalandschaft, passte in diesem Augenblick so überhaupt nicht in seine Gefühlslage. Wie sollte er das seiner trauernden Schwester beibringen, – einfach so erschossen und irgendwo verscharrt?

»Danke!«, hörte er sich sagen, »für Ihre Bemühungen Bruder Nikolai, Licht in dieses Dunkel zu bringen. Es ist zwar kein Trost, aber ein Stückchen mehr Gewissheit ist wichtig für meine Familie. Auch für jetzt, – und für das, was wir vorhaben. Danke!«

»Ich werde mich bemühen, mehr zu erfahren«, seufzte der Mönch. »Wir schließen Ihren Bruder Otto in unsere Gebete ein und werden zum Todestag hier im Kloster, Panichiden, das sind Totengedächtnis- Andachten, für ihr Seelen-Heil lesen, – das verspreche ich ihnen. Wir würden uns freuen, wenn Sie und ihre Familie zu diesem Anlass hierher kämen. Es sind meist mehrere Personen, derer wir an so einem Tag gedenken. Sie müssen sich also nicht wundern, wenn Sie noch Menschen aus anderen Familien treffen, die an diesem Tag einen Toten beklagen.

Wir wollen mit den Panichiden den Familien zu ihrem Seelenfrieden verhelfen, – im Jetzt vor allem. Das Jetzt, die Menschen in dieser harten Zeit, sind wichtig! Wir wollen sie stark machen und ihre Seelen retten vor der Zersetzung, in die sie zu fallen drohen, in dieser oberflächlichen, bösartigen Welt unter der wuchernden Herrschaft des Geldes.

Ich will helfen, sie zu retten, wie auch ich Rettung erfahren habe durch unsere heilige Mutter Kirche, nachdem ich in Depressionen gefallen war, damals in der Jelzin-Ära, – aus Hoffnungslosigkeit im Angesicht des überbordenden Verfalls von Recht und Ordnung, Moral und Sitten.

Das hat mich krank gemacht. Dann haben sie mich in einem Armee- Hospital mit Medikamenten vollgepumpt, denn ich war damals zum Sterben verzweifelt. Vor allem über die Zustände in der zerfallenden Armee, – und meine Machtlosigkeit. Irgendetwas in mir wollte nicht mitmachen, in diesem verächtlich korrupten Theater und ließ mich in tiefe Depressionen stürzen. Vielleicht aber auch fühlte ich mich mitschuldig daran, dass es soweit gekommen war, – dass wir den Putsch gegen Gorbatschow nicht verhindern konnten, den Anfang allen nachfolgenden Übels?«

Die Freunde schwiegen betroffen und respektvoll, wie wenn die gerade erfahrenen Offenbarungen an ein höheres Wesen gerichtet seien, – und sie nur Zuhörer. Dabei schwang die Vorahnung mit, wieder vor einer neuen geschichtlichen Pforte, zu einer anderen Dimension menschlicher Gewissheit, zu stehen.

Noch beeindruckt und verlegen, sahen sie wie sich die Miene Bruder Nikolais aufhellte und er zu schwärmen begann: »Dann aber kam eine alte Tante aus meiner Familie ins Hospital und brachte einen Mönch mit, ich nenne ihn Ivan den Sanften, – der hatte ein göttliches Feuer in den Augen, hatte Stalins Gulag überlebt, war aus diesem Kloster und hat mich durch seinen Zuspruch gerettet. Nun kann ich hier sein und anderen helfen. Ich habe die Liebe zu den Menschen wieder entdeckt und meinen Seelenfrieden gefunden an diesem schönen Ort.

Lew Tolstoi sagte in einer vergleichbaren Lebenssituation: ›Denn das liegt jetzt in meiner Macht, – meinem Leben die Richtung auf das Gute zu geben.‹

Das nur für Sie zur Erläuterung eines Bruches in der Biografie, wie er wohl nur im Russland dieser Zeit denkbar war.

Sich mit Existenzfragen beschäftigen, mit dem Verhältnis, das der Mensch zu Gott hat, mit der Frage, ob er überhaupt ohne Gott zurechtkommt, das war in Russland immer wichtig, besonders in der Zeit der größten Unterdrückungen des Glaubens. Auch heute ist es wieder wichtig, denn der Glaube braucht integre Vorbilder, sonst laufen die Gläubigen Gefahr, betrogen zu werden. Alle Gläubigen sind durch Systeme leicht zu betrügen, – nicht nur gläubige Genossen, wie man aus der Geschichte weiß.«

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