Reinhard Otto Kranz - Operation Ljutsch Band II
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Begegnungen mit Beteiligten, bei Reisen vor und nach der Wende in Ost-Europa, die im Kern der Handlung autobiografisch verbunden sind, bilden den Rahmen der Erzählung.
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»Ja, es gäbe diese Welt wohl nicht mehr, so wie wir sie kennen!«, warf Oie erschüttert ein.
»Das ist so, – und das ist ein fürchterlicher Gedanke, der mich noch heute umtreibt«, entwickelte Bruder Nikolai den spannungsvollen Faden weiter: »Mit dieser für die Mächtigen bildhaften Bedrohung, dem gerade noch einmal Davongekommensein, war der Weg frei für den nüchternen Dialog zwischen den großen weltpolitischen Kontrahenten, für den allerdings erst noch Parteichef Tschernenkow versterben musste. Entgegen anderslautenden Gerüchten mussten wir da nicht nachhelfen. Der war schon am Start gesundheitlich so ruiniert, dass er bald darauf um seine Ablösung nachsuchte, die ihm die Gerontokraten des Politbüros aus Zukunftsangst verweigerten.
Wir nutzten die Zeit und entwickelten parallel erste strategische Pläne, die sich abzeichnenden inneren Hindernisse für die Beendigung des Kalten Krieges aus dem Weg zu räumen. Das taten wir, muss ich zugeben, ohne dass uns damals schon die volle Tragweite unserer Planspiele in ihren gesellschaftlichen Konsequenzen überschaubar sein konnte.
Die von uns neu geschaffene Organisation der Abwehr im sowjetischen Militär-Geheimdienst, wurde zum konspirativen Kern der Planungen. Methodisch war es für die Handvoll eingeweihter Strategen eine Verschwörung zum Guten, aber zum Rückzug, – der Königsdisziplin. Heute möchte ich es die Achse des Guten nennen, wenn ich die Ergebnisse bilanziere, für die Völker Europas und der Welt. Damals fühlte ich mich glücklich – kaum zu glauben, aber wahr, – denn wir arbeiteten, erstmals offensiv für eine Hoffnung auf Frieden.«
Der Mönch Nikolai, der einst ein Oberst war, straffte sich in seinem Sessel und bekam einen festen Blick, dem man ansah, dass grundsätzliches zu Protokoll gegeben würde: »Ich hatte schon lange Zweifel am Sinn der Konfrontationspolitik, denn nach meinem Einsatz für den Militär-Geheimdienst in Afghanistan sah ich die amoralische Ausweglosigkeit unserer Strategie. Da wurde mir und anderen klar: Eine Staatsraison erwächst immer aus dem Respekt vor den Menschen, dem Gesetz, der Kultur der Bürger und vor Gott, – nicht aus Rache und Vergeltung gegenüber vermeintlichen Terroristen, die sich gegen Fremdbestimmung und Besetzung ihres Landes wehren. Von den Regierungen bezahlte Auftragsmörder, auch uniformierte, widersprechen jeder Rechtstaatlichkeit fundamental. Sie sind im christlichen Sinne durch nichts zu rechtfertigen. Es sind vor Gott politische und juristische Verbrechen, – und ihre Geheimhaltung ist es nicht weniger.
In der neuen Situation, bei allen dann folgenden Licht Operationen, widerstrebte es deshalb unserem IQ, uns in so genannte Nasse Sachen verwickeln zu lassen, – oder sie auch nur für unsere Ziele ins Kalkül zu ziehen.«
»Nasse Sachen?«
»Oie, so nannte man in den Diensten Aktionen, bei denen Menschen zu Schaden kommen und Opfer zynisch einkalkuliert werden. Aber ein Menschenleben ist heilig, – und so etwas dann auszuschließen machte den Unterschied aus, der sich in der neu formierten Abwehr als gravierend erwies, denn dadurch waren wir weniger berechenbar. Seit Generationen von verdeckten, geheimdienstlichen Operationen war dies, so hatte ich das Gefühl, ein Ansatz von Lauterkeit in Zielen und Mitteln. Natürlich war es auch Sportsgeist damals, aus dem heraus wir handelten. Auf der richtigen Seite der Geschichte zu stehen, auch ihr zu dienen, – im Preußischen Sinne, würde man bei euch wohl sagen.
Wir waren in diesen Operationen eben nicht theoriefrei, trostlos und uninspiriert, wie die korrumpierbaren Dienste des Westens, die bestenfalls die Nationale Identität, ihr Eid und das Geld zusammenhalten. Obwohl wir dort, in der Zeit des Kalten Krieges, fast jeden herauskaufen konnten, der uns nützlich erschien, – es war ja nur eine Frage des Preises.
Wir hatten auch Bundestags-Abgeordnete und Politiker quer durch Europa auf unserer Gehaltsliste. Schaut euch die Rosenholz-Dateien an, die Karteien F16 und F22. Über vierzig IM und IMA der Stasi, des KGB und unseres Militär- Geheimdienstes hatte der Bundestag seit seiner Gründung als Mitglieder, das waren aber nur halb so viel – und die kannten wir namentlich – wie die westlichen Geheimdienste, denn Deutschland war ein besetztes Land, das um jeden Preis unter Kontrolle zu halten war.
Schwerpunkt bei Rosenholz, muss man allerdings sagen, war die Wirtschaftsspionage, – um die katastrophalen Auswirkungen der CoCom-Listen, für die technologische Entwicklung des Ostens, zu lindern.
Das war die äußere Situation und die der Dienste vor Gorbatschows Zeit. Dann änderte sich für uns fast alles.
In der neu formierten Abwehr des Militär-Geheimdienstes, in der beginnenden Perestroika, waren wir wie Artisten in der Zirkuskuppel, mit dem Wunsch, diesen Augenblick ohne Schwerkraft zu erleben, der sich immer dann einstellte, wenn eine Operation perfekt, nach Plan lief und erfolgreich war, – vor allem wenn unsere Gegner im Apparat und im KGB ins Leere liefen.
Das machte es uns leicht, uns aber manchmal auch anfällig für Angriffe dieser omnipräsenten, Macht benebelten Hydra der Partei, des KGB und auch der anderen Staats-Sicherheitsdienste der Ostblock- Länder. Die verfolgten uns seit dem Kreml-Flug mit ihrer Operation Freunde hartnäckig.
Diese Staats-Sicherheitsdienste waren die am meisten ideologisierten und willfährigen Organe einer untergehenden Kaste. Sie waren unsere Hauptgegner, aber auch eingeschränkt in ihren Möglichkeiten, denn die konnten konsequent und effektiv nur auf der zivilen Ebene operieren, – beim Militärischen hörte ihre Operationsfähigkeit absolut auf.«
»Was war dann euer konkreter Auftrag in der Perestroika?«, hakte Oie nach.
»Wir kannten die militärische Notwendigkeit unseres Rückzuges aufgrund der kulminierenden wirtschaftlichen Probleme. Daraus resultierten das übergeordnete politische Ziel der Europäischen Perestroika und der Auftrag, alles zu unternehmen, was der Herrschaft der Oboronka ein Ende bereitet, – die diesem Ziel naturgemäß feindlich gegenüberstand.
Es war oftmals wie bei einem Schachspiel, besser, wie bei Simultan-Partien. Auf jedem Brett immer einen Zug voraus, mit einer klaren Strategie, um die absehbaren Schachzüge der inneren und äußeren Gegner zu durchkreuzen und möglichst viele Figuren zu schlagen, – die Potentiale unserer Feinde.
Das hieß dann praktisch vor allem deren strategische Pläne aufdecken, taktische Hindernisse abräumen und Widerstände der Apparate, auf den entscheidenden Ebenen, konspirativ aushebeln. In Konsequenz mussten wir alles dafür tun, die gewünschte Unabhängigkeit der Ostblock-Staaten friedlich auf den Weg zu bringen und insbesondere den Weg zur Deutschen Einheit ebnen. Der uns gesetzte Zeitrahmen war dabei eng bemessen, denn die ersten zwei Jahre der Perestroika hatten wir in dieser Frage fast auf der Stelle getreten.«
»Fjodor. – Ja, das ist uns erst in den Gesprächen mit Fjodor Kusnezow so richtig bewusst geworden«, warf Nussbaum ein, – und Oie ergänzte: »Auch als Konstantin Petrow erzählte, welche Widerstände gegen die Perestroika in Partei und Nomenklatura zu überwinden waren, wurde uns klar, welch dicke Bretter da im Hintergrund gebohrt werden mussten, – obwohl man damals aus den Zeitungen den Eindruck haben konnte, alles in der Sowjetunion Verkündete, sei in gewohnt großer Einmütigkeit, planmäßig in der Umsetzung.«
Nikolai lächelte verträumt: »Bei uns in Russland sagt man, wir sind immer langsam am Start, dafür aber schnell beim Ankommen!
Anfangs ging es wirklich schleppend, weil es so grundsätzlich angelegt war, in den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Reformen, uns gleichzeitig aber eine bewaffnete Macht gegenüberstand, die jedwede Reformen aus Eigeninteresse zu verhindern suchte. Abrüstung hieß für diese Leute vor allem Machtverlust, – und Verlust an Privilegien. Verbrämt wurde das durch die angebliche Alternativlosigkeit des herrschenden, so erfolgreichen Gesellschaftsmodells und die Bedrohung durch die NATO.
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