Wie machen wir es aber mit Ihnen, Jänis?«
»Das ist kein Problem, ich brauche nur Ladung, damit ich am Kontrollpunkt nicht aus der Last-Schablone falle, – falls der Transporter gewogen wird. Habt ihr russische Bibeln? Sie würden sich eignen.«
»Nichts leichter als das«, entgegnete Bruder Nikolaj. Er rief über das Haustelefon seinen Depot-Mönch und beauftragte ihn, die Bibeln in einer halben Stunde zur Verladung bereitzuhalten. Dann rief er über sein Funktelefon Kapitän Bogdanow und bestätigte, dass er gegen Mittag zu einem seelsorgerischen Besuch der Mannschaft in den Wolga-Hafen kommen würde – und auch zwei Geschenke für seine Schwester dabei hätte.
Zur angesagten Stunde wurden die Bibeln verladen und Jänis machte das Auto startklar. Die Freunde standen daneben und warteten auf Bruder Nikolai.
Er kam herunter und rief nur: »Schnell, ich hatte meinen Kurier zu einer Entsorgungsfirma gesendet, die einem unsere Gemeindemitglieder und großzügigem Stifter gehört. Er ist gerade zurück und sagt, der Chef schickt gleich einen Müllwagen mit drei Mann, – nur der Fahrer ist eingeweiht. Mit dem fahrt ihr dann zum Hafen, gleich, nachdem Jänis durchs Portal gefahren ist, – und die ihn sicher zur Kontrolle anhalten werden. Die Zivilen und die Polizisten sind die ganze Nacht nicht abgezogen.«
»Dann können Bibeln nur Beiladung sein«, forderte Jänis. »Habt ihr keinen aktuellen Transport von Verstorbenen, das ist mir sicherer, – sonst stellen die mich auf den Kopf und steigen hinter mein Geschäftsgeheimnis.«
»Das verstehe ich, – mit Gottes Nachsicht werden wir zwei alte Herrschaften, deren Leichen hier für einen Transport nach Minsk bereitliegen, zu euch nach Riga schicken. Ihr bringt sie aber bitte dann sofort weiter zu den gewünschten Adressen. Kann ich mich darauf verlassen?«
»So wahr mir Gott helfe«, bestätigte Jänis Ozols.
Nikolaj schlug ein Kreuz und segnete ihn.
Sie gingen, um die Leichname zu holen.
Kurze Zeit später fuhr ein großvolumiger Müllwagen auf den Hof, der Fahrer meldete sich bei Nicolai und brachte noch zwei sorgsam verpackte Uniformen der Müllabfuhr – mit Grüßen von seinem Chef. Die streiften sich Oie und Nussbaum über, während dessen die anderen Müllmänner zum Abfall-Lager geschickt wurden, um dort Verpackungen zusammenzustellen.
Oben auf dem Bock des Müllautos – Ozols schwarzer Leichenwagen fuhr vor ihnen – schoben die Freunde ihre Dienstmützen tief ins Gesicht, – und wie zu erwarten wurde der lettische Transporter angehalten und das Müllauto durchgewunken.
Auf Serpentinen fuhren sie hinunter zum Wolgahafen, in dem schon das Schubschiff Sagorsk mit einem großen, unbeladenen Leichter an der Kaje lag.
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