Reinhard Otto Kranz - Operation Ljutsch Band II

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Operation Ljutsch Band II: краткое содержание, описание и аннотация

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In «Operation Ljutsch» zeigt der Autor nach dreißigjähriger Recherche die geheimen Hintergründe der Deutschen Einheit auf – vom Machtantritt Gorbatschows über den Kreml-Flug, bis zur Maueröffnung am 9. November in Berlin – der Europäischen Perestroika.
Begegnungen mit Beteiligten, bei Reisen vor und nach der Wende in Ost-Europa, die im Kern der Handlung autobiografisch verbunden sind, bilden den Rahmen der Erzählung.

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Oie lauschte beeindruckt und nickte bestätigend zu diesen nachvollziehbaren Gewissheiten.

»Es hilft eigentlich nur der konsequente Geist der Bergpredigt, gelebt im Vorbild, – überall wo sich ein Christen-Mensch hingestellt sieht. Dem fühle ich mich verpflichtet, seit ich mit allem Überflüssigen gebrochen habe und hier im Höhlenkloster lebe.

Was ich für Sie tun kann, glaube ich zu wissen. Das braucht vor allem Vertrauen. Konstantin sagt, ihr redet euch beim Vornamen an? Unglaublich nach so kurzer Zeit, – er ist sonst sehr reserviert und misstrauisch.«

»Es liegt wohl auch an dem bisher recherchierten Material, das wir ihnen nachher zeigen können, beginnend mit dem Kreml-Flug«, gab Oie zu bedenken, und Bruder Nikolai merkte sichtlich auf: »Ja, es liegt wohl am Thema und der gemeinsamen Vergangenheit. Das können wir dann bereden, wenn ich meine klösterlichen Pflichten erfüllt habe.

Vorerst empfehle ich ihnen Ruhe und Einkehr. Ich merke schon, sie sind beeindruckt von diesem Wolga-Panorama, das muss man jetzt – bei diesem Licht – vor allem genießen.«

Sie schwiegen eine Weile und schauten fasziniert auf die Schönheit der Wolga-Landschaft, in der noch gleißend-sommerlichen Abendsonne.

»Ich feiere in einer halben Stunde die Messe und danach sollten wir uns in meinem Büro treffen, – dort weiter hinten, in dem Flügel neben der Kathedrale. Dort können wir essen und über alles reden.«

Die Freunde erinnerten sich an die Empfehlung Petrows, die Zeit zu nutzen, um sich die Schönheiten des Klosters anzusehen, denn schon bei der Annäherung und bei den ersten Schritten auf dem Gelände, hatte sie diese imposante Wurzel russischer Kultur gefangen genommen.

Das Kloster, in den Wolga-Hügeln gelegen, war ein Ensemble von massigen, wehrhaft-fundamentstarken weißen Gebäuden verschiedener Funktionen, dass sein Zentrum in einer Kathedrale mit fünf Zwiebeltürmen hatte. Alle Gebäude und die Zwiebeltürme hatten grüne Blech-Dächer, nur einige kleine, hervor gehobene Zwiebeltürme waren schon wieder vergoldet. Das große Kloster-Gelände wurde eingefasst von einer weißen, hohen Mauer und einem verspielt-wuchtigen Torbau. Auch der trug vergoldete Zwiebeltürmchen.

Bruder Nikolaj bezeichnete sein Kloster als eine der byzantinischen Wurzeln der Russisch-Orthodoxen Kirche – der Ostkirche – und später, so versprach er, wolle er mehr darüber erzählen.

Sie grüßten und der Mönch ging über, zu seinen klösterlichen Pflichten.

Eine Weile saßen sie noch so am Wolga-Panorama, – dann durchstreiften sie das weitläufige Klostergelände, während aus der Kathedrale liturgische Gesänge an- und abschwollen, die der Sommerwind wie einen Hauch von Poesie über die Landschaft trug.

Zur verabredeten Zeit – und wie zum Zeichen strömten die Gläubigen nach dem Gottesdienst aus der Kathedrale – begaben sie sich in den Ostflügel.

Sie fragten sich zu Bruder Nikolai durch. Der war schon in seinem Büro.

Als sie eintraten, sahen sie durch die geöffnete Tür zum Nachbarzimmer, dass sich nebenan offensichtlich auch seine Wohnung befand. Er bat sie in diese und an den schon gedeckten Tisch.

Zuerst fragte er lächelnd, ob sie dieses schöne Kloster schon ein wenig genauer besichtigt hätten, – und als sie beeindruckt bejahten, erzählte Bruder Nikolai von dem Gründungs-Mythos dieses Baues, der weit im Dunkel liege, – und von den ersten schriftlichen Überlieferungen aus dem 14. Jahrhundert. Das Innere der Kathedrale, mit ihren Kunstschätzen, wollte er sich später mit ihnen ansehen, jetzt sollten sie sich erstmal stärken.

»Um aber gleich zur Sache zu kommen«, schloss Bruder Nikolai, von der Teebereitung am Samowar aufschauend an: »Der Chef vom Sicherheitsdienst unseres Klosters hat mich gerade informiert, dass draußen vor dem Tor Personenkontrollen durchgeführt werden, – wie zu Sowjetzeiten. Das hatten wir lange nicht. Kann das mit Ihnen zusammenhängen? Weiß jemand, dass Sie hier sind?«

»Oh je«, verzog Nussbaum das Gesicht. »Nachbar. – Irgendwie dachten wir uns das schon. Der Nachbar von Konstantin Iwanowitsch Petrow, der uns kostenlos fuhr, – machte zum Abschluss noch ein gemeinsames Foto vor dem Kloster. Das ist jetzt sicher bei unseren Jägern.«

Oie erzählte dann in groben Zügen, wie sie schon länger Probleme hätten, ihre Verfolger abzuschütteln.

Bruder Nikolai zog wissend die buschigen Brauen hoch: »Bei uns sagt man, der Wolf ist immer bereit, sich ohne Lohn als Schäfer zu verdingen. Ich kann mir schon vorstellen, dass es die alten KGB-Krieger ärgert, erneut von Igor Antonows Leuten vorgeführt zu werden. Aber hier sind Sie erstmal sicher und wir können reden. Zur Abreise fällt uns dann noch was ein, – wir wissen ja, wo die stehen.«

»Wir sollten schon jetzt einen möglichen Rückzug vorbereiten, – und wir hätten da eine Variante vorbereitet«, wandte Oie ein, »mit der Überführung zu einer Bestattung nach Riga«, und er erzählte, was sie mit Hermannis für den Notfall besprochen hatten.

»Solche Überführungen haben wir hier öfter, denn der Geist alter Herrschaften, die aus dem ganzen Osten hierher pilgern, wird schon mal überraschend zu Gott gerufen. Oftmals sehe ich es den Pilgern bereits an, wenn sie kommen, – dass hier das Ende des Weges in dieser Welt sein wird. Die Farbe der Haut, der heiße Glanz der Augen und der Hauch der sanft erregten Stimme beim Eintritt in unsere heiligen Hallen, ist so ein Zeichen für die Nähe Gottes.

Für solch Ereignisse haben wir nicht nur geistlich vorgesorgt, – und extra Kühlzellen am Wirtschaftstrakt, denn die Pilger wollen ja zumeist in der Heimaterde ruhen, und das muss vorbereitet werden. Es ist also eine gute Idee, es so abzuwickeln«, bestätigte Bruder Nikolai. »Lassen Sie aber mich in Riga anrufen, – ihr deutscher Akzent beim Telefonieren zieht sonst die Aas-Geier an. Gibt es ein Code-Wort?«

»Es gibt einen Satz, den ich besser aufschreibe«, stimmte Oie zu, wobei er schon schrieb, »denn der löst die Operation aus.«

Nach dem Abendbrot, bei dem die Freunde über ihre Erlebnisse im Hause Kusnezow und Petrow berichteten, griff Bruder Nikolai zum Telefon, bekam eine direkte Verbindung zum Geschäftsführer des Rigaer Bestattungs-Unternehmens, stellte sich vor und sagte: »Die hier verstorbene russische Lieblingsoma, Olga Sokolowa, möchte bei ihren Kindern in Riga beerdigt sein. – Wann können Sie kommen, hierher zum Höhlenkloster nach Nishnij Nowgorod? Und noch einen Wunsch habe ich, – bringen Sie bitte auch hundert Bibeln in lettischer Sprache mit, für Pilger, die ein geweihtes Exemplar von hier mitnehmen möchten.«

Als Bruder Nikolai auflegte, teilte er mit, dass es über fünfzehn Stunden dauern könne, bis der Wagen hier sei, – sie hätten also morgen den halben Tag um zu reden. Jetzt, nach dem Abendbrot, solle man besser schlafen gehen, denn er müsse am Morgen, bei Sonnenaufgang, die erste Messe lesen.

Bei diesen Worten zog ein Hauch von Enttäuschung in die Gesichter der Freunde, – die Oie als erster überwand und sich entschloss, in die Offensive zu gehen.

»Bruder Nikolai, hier ist Igor Antonows letzter Brief an mich und die Listen, die er mir übermittelt hat, auf einem Daten-Stick. Vielleicht können Sie mal reinschauen, bevor wir uns morgen unterhalten, – es ist sicher von Interesse für Sie. Morgen haben wir auch noch kurze Filmsequenzen zu bieten, auf denen sich einige Mitstreiter zu den damaligen Ereignissen geäußert haben.«

Sie verabschiedeten sich und gingen in ihre Klause. Mit sich trugen sie den Zweifel, ob es aus Nikolais Hintergrund noch Informationen zum Gesamtbild geben konnte, – vor allem, ob er in seiner Seelenlage und Stellung überhaupt noch Interesse daran hätte.

In der Frühe wurden sie von einem Klosterbruder geweckt, der sie in die Trapesa, das Refektorium, zum Frühstück bat, in dem Mönche und Gäste bunt gemischt saßen.

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