Manuela Tietsch - Der Gesang des Einhorns

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Der Gesang des Einhorns: краткое содержание, описание и аннотация

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Moormumien aus dem historischen Schottland haben Runa schon immer gefesselt, obwohl sie diese Art zu sterben als eine der schrecklichsten empfindet. Trotzdem muss sie einem inneren Zwang folgend, zu jeder ausgestellten Moorleiche, die es gibt. Jedesmal kommt sie enttäuscht, ohne jedoch den Grund für ihre Enttäuschung zu kennen, wieder nach Hause. Doch dieses Mal scheint alles anders! Im Museum begegnet sie Lando, der dem gleichen inneren Zwang folgt und ihr zusammentreffen ist im wahrsten Sinne feurig. Nach einem öffentlichen Liebesakt machen sich die beiden gemeinsam auf eine astrale Reise in ihre gemeinsame und schwere Vergangenheit. Werden sie es schaffen alle Geheimnisse zu lüften und ihre zwanghafte Suche dadurch beenden können?
Ein kleines Buch, gut während einer Zugreise zu lesen oder Zuhause vor einem gemütlichen Kaminfeuer, wenn einem der Sinn nach wahrer Liebe, Herzschmerz, Verrat, Geheimnissen und den schottischen Highlands ist.

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Lando ertrug es nicht mehr, er folgte ihr dicht auf. Noch bevor sie den letzten Schritt getan hatte, holte er sie ein, griff nach ihren Arm. Sie sah ihn erstaunt an, doch nur für den Bruchteil eines Augenblicks. Jegliche Regung wich aus ihrem Gesicht als sie sich dem gläsernen Sarg zuwandte. Sein Herz schlug wild in der Brust. Gleich musste sein Brustkorb zerspringen. Die Luft wurde von Augenblick zu Augenblick unerträglicher, drückte bleischwer auf sein Gemüt. Dieser schreckliche Geruch von Moor. Er packte sich ihrer Hand.

Warum überschritt sie die unsichtbare Grenze? Sie sollte diese beiden Menschen nicht sehen, nicht in diesem Zustand. Er wollte sie doch auch nicht sehen, jetzt nicht mehr! Er versuchte mit Nachdruck sich gegen die mächtige Kraft zu stemmen, doch der Drang sich neben Runa zu stellen, mit ihr in den Glaskasten zu blicken, war übermächtig. Alles andere verlor an Wichtigkeit. Sein Blick wanderte hinunter, er beugte sich dem unausweichlichen, der höheren Kraft.

Runa tat es ihm gleich. Sie verflochten ihre Finger zärtlich miteinander. Hand in Hand blickten sie in die Gesichter der Verstorbenen. Wichtig waren nur sie beide.

Jaromir konnte es nicht fassen. Eben waren sie noch Fremde, jetzt wie Liebende. Er tauschte einen Blick mit Falko, auch der begriff nicht was sich hier seltsames abspielte.

„Was haben sie vor?“ fragte Vera mit zittriger Stimme.

Jaromir schluckte hart, bevor er sprach, „Was Verbotenes!“

Falko setzte einen Schritt über die Absperrung, um Lando am Arm festzuhalten. „Lando, hey, das gibt nur Ärger.“

Er erhielt keine Antwort.

„Verdammt Lando, hast du einen Sonnenstich?“ Falko ärgerte sich, dass sein Bruder ihn nicht einmal kurz ansah oder beachtete.

Wieder schwieg Lando.

Jaromir war sich sicher, dass weder Lando noch Runa ansprechbar waren. Sie blickten wie leblos in den Kasten hinunter, es hatte keinen Sinn. Er bekam eine Gänsehaut. Was hier geschah, gehörte nicht zum alltäglich Vertrauten und ganz gewiss nicht zu dem, was er bisher erlebt hatte.

„Sie hören dich nicht,“ wandte er sich an Falko.

Der schaute ihn zweifelnd an, ehe er einsah und wieder zu ihnen zurückkehrte.

Vera drängte sich enger an Jaromir heran. „Hört ihr das Wetter? Als würde sich draußen ein Sturm zusammenbrauen.“

Sie wischte sich fröstelnd mit den Händen über die Oberarme, obwohl es hier drinnen alles andere als eiskalt war.

Jaromir blickte aus einem der Fenster und horchte nach draußen. Wirklich, sie hatte recht, das Wetter war in den letzten Augenblicken völlig umgeschlagen. Ein starker Wind trieb dicke Wolken vorbei. Die Luft kühlte sich spürbar und schnell ab. Ein schwaches, gelbliches Licht drang noch gerade so durch den schweren, wolkenverhangenen Himmel, der so trüb daherkam wie ein Winterabend. Das Licht tauchte die Umgebung in ein gespenstisches, grüngelbes Leuchten.

Plötzlich stieß Vera einen spitzen Schrei aus.

Jaromirs Blick folgte ihrem.

Das unheimliche Leuchten drang in den Glaskasten, hüllte die reglos dastehenden, Runa und Lando völlig ein. Ein unirdisches Schimmern kam von dem unheimlichen Ort des Geschehens, lockte sie näher heranzutreten. Ein Zwang wollte sie alles sehen lassen. Die beiden Leichen wirkten mit einem Mal noch lebendiger als zuvor.

„Oh mein Gott!“, rief Vera erstickt aus, „was ist das? Sie sehen aus, als, als würden sie gleich aus dem Kasten steigen!“ Sie griff nach Jaromirs Hand. „Da!“ schrie sie, „sie bewegen sich! Ihre Hände, sie bewegen sich!“

Jaromir konnte nicht sprechen. Die Worte blieben ihm im Hals stecken, er sah es ja selber und konnte es nicht glauben.

Die Leichen hoben ihre Arme.

„Lando, Runa!“, rief Falko, als hätte er Jaromirs Gedanken gelesen und wie um ihm zu antworten. Wie gebannt starrte er auf seinen Bruder und Runa, und die beiden Toten, die sich offensichtlich völlig verjüngt und wiedererweckt in dem Glaskasten aufzurichten versuchten.

Um sie herum tauchte das gelblichgrüne, schwefelige Leuchten alle Gegenstände in sein trübes Licht. Selbst aus den Toten schien es herauszudrängen. Inzwischen hielten die Leichen ihre Arme an den Ellenbogen abgeknickt und zeigten mit den Händen auf Runa und Lando.

Ein Strahlen zog wie eine Welle über ihre nun wunderschön wirkenden Gesichter. Alles verschrumpelte war von ihnen abgefallen. In Runa und Lando kam Bewegung. Sie wandten sich einander zu, eingehüllt in das gespenstische Licht, das gleiche überirdische Strahlen auf den Gesichtern. Sich bei den Händen haltend, umrundeten sie den Glaskasten. Runa auf der einen, Lando auf der anderen Seite. Auf Höhe der Hände der Toten angelangt, senkten sie die eigenen Hände nieder und berührten an dieser Stelle das Glas.

Ein lautes Klirren erschütterte die Luft. Das Glas zersplitterte, die Hände der Toten streckten sich Runa und Lando entgegen. Diese senkten ihre Hände. Sie berührten sich.

Falko stöhnte auf, unfähig zu sprechen. Was hier geschah überstieg seinen Verstand. Er fragte sich ernsthaft, ob der Zauber nicht Höhepunkt der Ausstellung, also eine Vorstellung war.

Ein lauter Donnerschlag zerriss die Luft. Freigelegter Strom lief in einem Kreis um den Kasten und die zwei Menschen herum. Unmittelbar nach dem Donnerschlag hörte Falko ein unheimliches Sirren. Ein Blitz schlug ein. Wie ein Zackenschwert sauste er auf die Hände herunter. Laut surrend umkreiste der Stromkreis den Glaskasten, wie ein Rudel Wachhunde, die Unbefugten den Eintritt verwehrten. Das Feuer fand Nahrung.

Obwohl Runa und Lando vom Blitz getroffen zu Boden hätten fallen müssen, stöhnten sie lediglich, während unter ihren Händen die Flammen emporstiegen. Sie ließen die Hände der Toten los, blickten sich in die Augen, umrundeten den Sarg bis zum anderen Ende und ließen sich sachte zu Boden gleiten. Sie hielten ihre Blicke stetig aufeinander gerichtet, während einer den anderen entkleidete. Mit ruhigen, zielstrebigen Bewegungen, begannen sie ihren Liebesreigen. Unglaubliches, wie Jahrhunderte aufgestautes Verlangen beherrschte ihre Körper. Sie wussten wohin sie steuerten und nichts oder niemand hätte sie jetzt noch aufhalten können. Trotz ihres unbändigen Verlangens, begegneten sich ihre Körper mit größter Zärtlichkeit.

Vera wollte auf Runa zugehen, noch ehe sie jedoch einen Fuß in den Stromkreis setzen konnte, krachte es erneut. Ein zweiter Blitz schlug ein, geradewegs vor ihrer Nase in den Boden. Erschrocken flüchtete sie sich in Jaromirs Arme.

Die beiden Menschen im Liebesreigen steuerten einem Rausch entgegen, wie ihn keiner der Anwesenden je erlebt hatte. Mit Hingabe trafen sie auf einander, verschmolzen zu einem Ganzen, loderten wie die Flammen über ihnen.

Im gläsernen Sarg tobte sich das Feuer aus. Die beiden Verstorbenen wurden von den Flammen verzehrt, als hätte es seit Jahrhunderten darauf gewartet. Im selben Augenblick, da sich die Leichen ein letztes Mal unter den Flammen aufbäumten, bäumten sich die beiden Liebenden in höchster Erfüllung ein letztes Mal entrückt auf.

2 Im Norden Englands, 11. Jahrhundert

Ängstlich öffnete Malinda die Augen, setzte sich ruckartig auf. Sie lauschte in das Morgengrauen hinein. Außer dem Rauschen des Windes in den Blättern, dem entfernten Grunzen einer Wildschwein Gruppe und dem rascheln der Eichhörnchen, konnte sie jedoch nichts wahrnehmen. Es beunruhigte sie in zunehmendem Maße, dass sie in der letzten Zeit ängstlich hinter jedem Busch einen Feind vermutete. In all den Jahren war sie nie ängstlich gewesen, vorsichtig ja, aber nicht ängstlich! Was sollte ihr auch noch Angst einjagen? Der Tod? Sie hatte ihm Auge in Auge gegenübergestanden. Schmerzen? Sie wusste was es bedeutete Schmerzen zu empfinden, mehr als sie glaubte ertragen zu können. Ja, sie hatte Angst noch einmal solche Schmerzen ertragen zu müssen, jedoch nicht mehr als all die Jahre bisher. Was bereitete ihr also Sorgen? Das Leben? Das Morgen, das noch im Dunkel lag? Das andere, alte Leben war in weite Ferne gerückt und selten übermannten sie die Erinnerungen an die schrecklichen Erlebnisse. Zehn Jahre war eine lange Zeit? Unvorstellbar inzwischen, wie eine Lady von edlem Blut zu leben. Des edlen Blutes war so viel vergossen worden, mehr als sie jemals Tränen hatte weinen können. Das Leben das sie führte war hart, doch war sie die Bestimmerin und kein anderer. Schon gar kein Mann!

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