Gerd Breitenbürger - Allgemeinbildung in der Akademischen Welt

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Die Aufgabe der Wissenschaften besteht darin, Fragen zu stellen und Antworten zu finden, die unser Wissen erweitern. Sie bedienen sich dabei je nach Fach spezieller Begriffe und Methoden, die man auch ihre Instrumente nennen kann. Manches dieser Instrumente kann aber jedoch in mehreren Fächern verwendet werden. So sprechen wir von einer kosmischen, einer biologischen, anthropologischen oder kulturellen «Evolution». Da möchte man wissen, was ist «Evolution» eigentlich und seinem Wesen nach. Kann man diesen Begriff problemlos, wie hier, von Unbelebtem auf Belebtes übertragen? Wenn ja, ist es vermutlich nicht abwegig, fundamentale Strukturen der Welt anzunehmen, die überhaupt dem Geist erlauben, von einer zusammenhängenden, von einer Welt zu sprechen.
Die naturwissenschaftlichen Hypothesen sind Vermutungen und auch erste, kurz gefasste Antworten auf unsere Fragen. Sie bewegen sich im Möglichkeitsraum, in dem sich die menschliche Phantasie frei bewegt, bis sie Halt in einer Theorie findet. Mit allen Theorien zusammen nähern wir uns einer einzigen Welt. Wir haben sie im Kopf und wir bewegen uns in ihr.

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Der Lehrling lernt vom Gesellen und vom Meister, das ist in der antiken Rhetorik der Redner. Der Geselle lernt vom Meister durch Nachahmung und Wetteifern und vom Lehrling durch Kritik. Deswegen heißt es in vielen Fällen "Schüler/Schülerin von Professor/Professorin xy", womit pauschal und nebenbei Copyrights-Fragen relativiert werden. Man hat einiges von seinem Vorbild und gibt seine Schule zu erkennen. Wenn es denn sehr wichtig und dringend ist, schon mal mit einem Beuys-Hut.

Ein Akademiker kann nicht studieren, ohne lesen und schreiben zu können, aber einem Innenminister, der ohne die verbindlichen Paragraphen des Grundgesetzes regiert und sie nicht ständig unter den Armen herumtragen will (Hermann Höcherl, Bundesinnenminister 1961-1965, CSU), werden sie dann doch um die Ohren geschlagen. Das gibt es eben auch, Texte, die man nicht klauen muss, sondern die einem im Gegenteil aufgenötigt werden. Sie haben eine gewissen Nähe zu den Usancen, zur Moral, zur Maxime und zum Sprichwörtlichen und natürlich zum Strafgesetzbuch. Wenn Parteiprogramme abgekupfert werden, kann man nur hoffen, dass sie Niveau haben. Im übrigen wird die Gelegenheit nicht verpasst, ihre Originalität zu behaupten und sich über die Abschreiber zu ärgern. Da es um die Sache geht, um Probleme, die gelöst werden müssen, gibt es kein Copyright. Auch ein Satz wie "Üb' immer Treu und Redlichkeit" ist nicht plagiatfähig und kann nicht gestohlen werden von dem, der eine Definition für den ehrlichen Menschen sucht. Was Allgemeinbesitz der Sprachgemeinschaft ist, kann nicht plagiiert werden, es sei denn, man stößt auf Formulierungen, deren Urheber gewusst werden können. Unnötiges einfach "wegschneiden" gibt es beim Bacon'sche Rasiermesser oder als Begriff der Epoché bei Husserl. Wer allerdings seine Quellen, die man eindeutig zuordnen kann, nicht erwähnt, bringt das zum Ausdruck, was jedes Plagiat signalisiert: Ich bewege mich auf einem Niveau, das ich allein nicht erreichen würde.

Dieses Motiv ist in früheren Jahrhunderten den Autoren egal. Nicht die Renaissance noch die spätere Zeit verschwendeten einen Gedanken auf das Copyright, obwohl mit dem 16. Jahrhundert die Technik aufblühte, Texte zu vervielfältigen. Bis ins 19. Jahrhundert wurde einfach kopiert, in der Musik sagte man, diese Takte hat er von dem und dem, er hat hier Beethoven "zitiert", der Zitierte sollte sich doch freuen, so schön beachtet worden zu sein. Bestohlen zu werden als Auszeichnung könnte sogar schon mal zutreffen. Im 16. Jahrhundert war alles abgegolten, wenn man nur schrieb: Ich bin ein Zwerg auf den Schultern von Riesen. Da hat man alles verstanden und brauchte nichts zu verzeihen.

1.1.3 Das Plagiat ist penetrant anhänglich

Was hat man sich nur dabei gedacht. Mord verjährt nicht, Plagiat aber auch nicht! Nur wer frühzeitig ablebt, erspart sich das obligatorische Spießruten laufen in der Presse und den beruflichen Abstieg, wenn eine Fallhöhe dies zulässt. Ofensichtlich gehört Zuverlässigkeit beim Zitieren zu den Umständen eines gelingenden Akademikerlebens. Kultusministerin sollte zum Beispiel unbedingt nur die werden, die nachgedacht hat, ob bei ihr alles in Ordnung ist. Das Teuflische ist nämlich, gibt man auch nur Anlass, dass ein Prüfungsausschuss neugierig wird, befeuert man die Bosheit und Schmähsucht breiter Bevölkerungsteile. Das muss nicht jedem gefallen und so ist anscheinend Kanada ein noch beliebteres Land für die geworden, die die Unterschrift unter den Satz

Hiermit versichere ich, die vorgelegte Arbeit mit dem Titel xy nur mit Hilfe der angeführten Hilfsmittel angefertigt zu haben.

so leichtfertig wie nur noch unter ihre Heiratsurkunde gesetzt haben. Kurz gesagt, es geht um die Aneignung fremden geistigen Eigentums ohne Quellenangabe, so steht es bald in jeder Zeitung. Fremde geistige Leistungen systematisch und absichtlich als eigene gedankliche Leistung auszugeben, das klingt hässlich, ist auch Betrug und wird auch gnadenlos geahndet, in aller Öffentlichkeit.

Die Authentizität der akademischen Welt bleibt nur bewahrt, wenn sie auch Arbeitsfähigkeit konsequent garantiert. Forschungsergebnisse müssen, und das leuchtet unmittelbar ein, nach bestem Wissen und Gewissen erzielt werden. Sonst taugen sie nicht einmal für die Falsifikation. Betrug und Fälschung untergraben als Selbst-Widerspruch die notwendige Wahrhaftigkeit der zu behauptenden Forschungsergebnisse. Das Thema ist so wichtig, dass es Eingang in die Tageszeitungen findet. „Fälschung mit Stammzellen?“ Eine japanische Forschungsleiterin soll stellenweise ihre Studie gefälscht haben. Das wird international in der Forschung diskutiert und von der Forscherin als „Fehler“ zurückgewiesen. Das führt zu einer langwierigen Wiederholung der Labortests.

1.2 Viele Welten, eine Welt

Für alle gilt aber in der akademischen Welt: Nimm, was du kriegen kannst. Darin steckt etwas Zügelloses, zunächst Ungeordnetes. Es bezeichnet den gierigen Aspekt von Wissenschaft wie auch den von jedem Sammeln. Wer seine Graugänse oder Leoparden wie Konrad Lorenz oder Bernhard Grzimek liebt, braucht ein ganzes Institut in schöner See-Lage oder sammelt für die Tiere Afrikas aus Passion bis er selbst voller Hingabe in diesen Weiten seinen Seelenfrieden findet. Dies sind Elemente seiner Welt, die er in sie integriert. Mit dem Begriff "Welt" ist dann ein Ganzes gemeint, das zu objektivieren dem Einzelnen nicht möglich ist. Aber es gibt auch Inhalte, also Teile des Ganzen, die sich nicht gut systematisieren lassen. Und das wird mit Bedauern festgestellt, wenn eine politische Welt substantiell verändert werden soll. Das gradualistische Vorgehen step by step in einem holistischen Supersystem, in einem ungewöhnlich großen Makrosystem, müsste zum Beispiel, sehr fein abgestimmt sein, wenn es, wie etwa in der Finanzkrise seit 2008, die Befugnisse der EZB für alle Länder entscheidend ausweitet. Eine ganze Welt hängt dann an einem oder zwei Drehknöpfen, wenn die Europäische Zentralbank sich entscheidet, verschuldete Staaten zu finanzieren, und zwar ohne Limit. Die zur Umstrukturierung einer ganzen Welt nötigen Zeiträume sind aber entweder zu knapp bemessen oder überfordern unsere Geduld und Möglichkeiten, wenn sie im Ganzen optimiert werden soll.

Wenn der Kopfinhalt und die Reichweite des Herzens die "Welt" eines Menschen umschreiben, dann kann man diese Welt nicht auf den Nenner einer Formel bringen. Noch nicht, sagt der Szientist. Wir arbeiten daran. Sogar wenn es stimmt: Wir sind in diesem Weltall nicht allein, so könnten Aliens von unserer Welt in der Weise einen Erlebnisbericht geben, dass wir nicht uns und unsere Welt besser verstehen, sondern nur sie, die Aliens. Sie werden uns intuitiv durch ihre Beobachtungen und Beurteilungen verständlich; denn wir messen sie an dem, was wir von uns wissen. Die Umwelt der Tiere, ihr habitat , ist sowieso kein Begriff, der mit unserer Welt "im Wesentlichen" kompatibel (vereinbar) wäre, da wir unsere Welt systematisch und historisch gestalten. Selbst Teilwelten von der ganzen Welt des Menschen, wie man sie schon in der Antike heraus selegierte (auswählte), "mundus mulieris" (lat., "Welt" oder auch "Schmuck" der Frau), oder hier "akademische Welt", bleiben – holistisch – immer ein Ganzes.

Mit einer quantitativen Aufzählung seiner Merkmale kann das Ganze, die Welt, nicht erschöpfend beschrieben werden, wie der Mensch nicht ausreichend beschrieben wird, dessen Baustoffe (Mineralien, Metalle, Spurenelemente) man nach Grammgewicht aufzählt. In der Vergangenheit hat man dem Begriff „Welt“ immer eine sehr hohe Qualität beigemessen, mit dem man ihre Struktur als allumfassend darstellen wollte. Die Griechen und Römer ästhetisierten sie, Kosmos ist die Welt und das Schöne, das ausgehende Mittelalter wies moralisierend auf die Vergänglichkeit hin, Welt als fragwürdiges Glück, das in der Allegorie einer Glücksgöttin auf dem Rad die Unbeständigkeit symbolsiert. Schließlich, mit einem makabren Bild, war die "Frau Welte" eine anziehende Eva in der Vorderansicht, in der Rückansicht voller Würmer, Kröten und Schlangen. Schon damals ist die Welt als hoffnungslose Zumutung, als ein Ganzes ohne Idealität gesehen worden. Mit dem Aufblühen der modernen Naturwissenschaften trifft seit Galilei eine betont nüchterne Weltauffassung auf eine traditionell religiöse Auffassung, eine genaue Beobachtung und Berechnung auf Transzendenz und Glauben. Zwischen beiden vermittelt ein residualer (restlicher) Glaube, dessen man sich aber bewusst ist. Es ist der Glaube an die Sterne, die Astrologie der Naturforscher, die ihnen das rätselhafte Geschick zu verstehen hilft. Der Anblick des Kosmos scheint dann aber heute alles zu vereinen, das Ästhetische mit dem Moralischen über den Gedanken an die Zeit, und selbst das Religiöse lässt sich nicht ganz von der Hand weisen.

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