Gerd Breitenbürger - Allgemeinbildung in der Akademischen Welt

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Die Aufgabe der Wissenschaften besteht darin, Fragen zu stellen und Antworten zu finden, die unser Wissen erweitern. Sie bedienen sich dabei je nach Fach spezieller Begriffe und Methoden, die man auch ihre Instrumente nennen kann. Manches dieser Instrumente kann aber jedoch in mehreren Fächern verwendet werden. So sprechen wir von einer kosmischen, einer biologischen, anthropologischen oder kulturellen «Evolution». Da möchte man wissen, was ist «Evolution» eigentlich und seinem Wesen nach. Kann man diesen Begriff problemlos, wie hier, von Unbelebtem auf Belebtes übertragen? Wenn ja, ist es vermutlich nicht abwegig, fundamentale Strukturen der Welt anzunehmen, die überhaupt dem Geist erlauben, von einer zusammenhängenden, von einer Welt zu sprechen.
Die naturwissenschaftlichen Hypothesen sind Vermutungen und auch erste, kurz gefasste Antworten auf unsere Fragen. Sie bewegen sich im Möglichkeitsraum, in dem sich die menschliche Phantasie frei bewegt, bis sie Halt in einer Theorie findet. Mit allen Theorien zusammen nähern wir uns einer einzigen Welt. Wir haben sie im Kopf und wir bewegen uns in ihr.

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11.6.1 Präzision als ein Prinzip des Lebens

11.6.2 Im Kosmos gibt es Präzision, nicht Freiheit

11.7 Evolutionen, so viel man will

11.7.1 Animismus, die eingeforderte Kausalität

11.8 Geistige Abnutzungskausalität, durch Nivellierung

11.9 Denken als psychischer Akt: Kognitionen

11.9.1 Zahlen und Symbole

11.9.2 Die Evolution, passiv und aktiv

11.9.3 Die Methode des homo plastäs

11.9.4 Der monistische Ansatz

11.9.5 Der Topos vom Anfang und Ende

11.10 Theologie, Ideologie: riskantes Denken

11.10.1 Theologe/Ideologe: Der Mensch genügt sich nicht

11.10.2 Utopie, Strafe für das Denken

11.10.3 Gesellschaftordnung bei Platon und Aristoteles

11.10.4 Utopie als Niete: "We-can"

11.10.5 Rhetorik der Utopie: "we"

11.10.6 Die Utopie des Luxuslinken

11.10.7 Sozialdarwinismus und ideologische Neg-Utopie

11.10.8 Philosopheme reduziert auf Meinungen (Doxa)

11.11 System und seine Kontingenz

11.11.1 Der Bauchladen als frühes Handels-System

11.11.2 Elementare Volkswirtschaft

11.11.3 Stationäre Wirtschaft oder Wachstum

11.11.4 Wer Identität denkt, glaubt an die Differenz

11.11.5 Modell, Kasuistik und ceteris paribus

Teil 1

1 Die akademische Welt

1.1 Wahrheit und Phantasie

1.1.1 Original oder Plagiat

Dies ist ein persönliches Buch. Ich habe es auch selbst geschrieben. Nun ja, schon da bin ich mir nicht ganz sicher. Einmal gibt es die anonymisierte, aber unverkennbare Mithilfe vieler Jahrhunderte und Jahrtausende mit schönen Gedanken und schönen Sätzen. Auch die Sprache selbst ist ein altes Erbstück.

Alles in allem aber nichts gestohlen, das darf ich sagen, allerdings auch nicht alles selbst erfunden. Man nennt es, ob man will oder nicht, die unvermeidbare Tradition. Auf ihrem Hintergrund spielen sich Originalität ab, Kreativität und Phantasie. Ihr janusköpfiger Charakter bringt das Kunststück zuwege, den Menschen von dem unerbittlichsten Zwang, der ihn regiert, der Zeit, zu befreien. Sein erstes Denken kommt aus der Dimension, die hinter ihm liegt. Und seine Ziele kann er ohne einen Entwurf in die Zukunft nicht finden. Man muss kein Philosoph sein, um zu bemerken, dass die Tradition etwas Außergewöhnliches darstellt. Sie ist geordnete, vergangene Zeit, die aber die Phantasie anzuregen vermag, als hätte alles ganz anders sein können oder sogar sein müssen. Der Mensch gewinnt aus ihr Orientierung für sein Handeln, sie vermag aber auch sein Handeln zu bestimmen.

"Originalität" ist der Ausdruck dafür, dass niemand weiß, woher der Mensch seine Einfälle hat. Goethe ist immer dabei. Er war ehrlich und spricht von Knöchelchen, die halbverdaut im Magen darauf hinweisen, dass wir Dinge aufnehmen und nicht mehr wissen, woher sie kommen. Das deutet auf Bildung. Klauen hingegen ist, wenn man nimmt und nicht, obwohl man es könnte, sagt, woher man es genommen hat. Weil diese Aneignungsform nicht in unsere leicht idealisierte akademische Welt gehört, wird sie hier vor die Klammer gesetzt, als Vorwort. Es ist ein Thema, das sich gar nicht erst stellen sollte. Es ist von besonderer Dramatik, wenn es anfängt, die Atmosphäre zu vergiften. Jeder kennt den verführerischen Impuls, fremdes geistiges Eigentum als eigenes auszugeben. Man darf aber dieser Art der Arbeitserleichterung und des sich mit fremden Federn Schmückens nicht erliegen. Wer das nicht sieht, muss mit bösen Folgen rechnen. Auch wenn es sybillinisch (rätselhaft) heißt, die Bundesministerin habe "mit ihrer Zitierweise gegen gängige Regeln wissenschaftlichen Arbeitens (zu) verstoßen." (BZ, 21. Januar 2013), führt das immer noch zu einem Aberkennungsverfahren. Die Zeit des Kohle-Klauens, den selbst Kardinäle duldeten, ist definitiv vorbei. Denn geistiger Notstand herrscht, gemessen an unseren hohen Zielen, immer, kann aber nicht herhalten, den Ideendiebstahl zu rechtfertigen.

Es gibt da ein "Stehlen" vor aller Augen, was durchaus im Film amüsant sein kann, wenn der Dieb ein mitwissendes Publikum auf seiner Seite weiß. So Jean-Louis Barrault in dem uralten Streifen "Les enfants du paradis" ("Die Kinder des Olymp") mit seinem pantomimischen Griff voller Anmut in die Gesäßtasche seines virtuellen Opfers. Dann gibt es den wirklich heimlichen Wörterdieb, der einen einzigen Gedanken stiehlt und sich dabei vor einem wissenden Publikum blamiert. Das Thema muss einfach hier vom Tisch, weil es nicht zu einer ständigen Belastung werden darf, ob dieses oder jenes von mir stammt oder doch, bei aller Bescheidenheit, von Goethe, Mao Tse Tung oder den Beatles, und ich hätte es sagen sollen. Die akademische Welt ist heikel. Es geht immer auch um Vertrauen. Was darf ich, wo ich so viel sollen soll. Hier liegen die Schätze nur so herum und die Versuchung ist groß. Man sucht sie, man findet sie, warum nicht beherzt zugreifen, wenn niemand es sieht. – Es sind aber Früchte, die man wohl nehmen darf, ja nehmen soll. Nur die Aneignung steht unter Bedingungen. Nicht verfälschen, was man übernimmt. Und kenntlich machen, dass sie auf dem Humus eines anderen Geistes entstanden sind. Man bekommt sie ja sowieso auf dem Silbertablett serviert, dann kann man dem Autor aber nicht das Renommee vorenthalten, das ihm gebührt. Hier greift man nach Fremdem und bekommt das, was andere, zum Teil mit hohem Einsatz und einer gewissen Anerkennung, gefunden haben, nämlich Forschungsergebnisse oder interessante Gedanken. Großzügig werden sie offen angeboten. Sie dann aber noch nehmen, indem man sagt, den anderen gibt es gar nicht, es ist alles von mir, ist nicht Mundraub, nicht Felddiebstahl. Es ist eine Form intellektuellen Totschlags, weil ich den Urheber nicht einmal erwähne. Ich nehme ihm das einzige, was ihm je geblieben ist, die Anerkennung und den Nachruhm. So oder so kommt der Betrug häufig genug vor. Dass wir ihn immer noch nicht mögen, spricht für unsere Kultur.

Man war nicht immer so sensibel bei geistigem Eigentum wie man sensibel war bei Steckrüben eben doch, die der Verhungernde auf dem Feld mitgehen ließ und mit dem Strick bezahlte (England, 16. und 17. Jahrhundert). Im selben Jahrhundert wurden ganze Kapitel beim Konkurrenten abgeschrieben, ohne dass man es anstößig fand.

Heute noch wird wie ein Kriminalfall die Entstehungsgeschichte der Evolutionstheorie behandelt. (Mathias Glaubrecht , Am Ende des Archipels – Alfred Russel Wallace ) Sie wurde 1858 in London vorgestellt. Es interessiert viele immer noch, ob Charles Darwin von Alfred Russel Wallace abgekupfert hat oder nur eine zeitliche Koinzidenz vorliegt. Plagiat und Täuschung wären sensationelle Vorwürfe, wenn sie sich belegen ließen. Aber sie lassen sich nur zum Teil belegen, es gibt Lücken in der Indizienkette, aber auch starke Hinweise. Leibniz hat nicht von Newton und umgekehrt abgeschrieben, als sie gleichzeitig die Infinitesimal-Rechnung entdeckten. Ideendiebstahl kann nur behauptet werden, wenn er sich zweifelsfrei nachweisen lässt. Bei Darwin-Wallace geht es darum, wie lang das Postboot vom fernen Orient nach England unterwegs war. Wie beim Patentamt in München, wer zuerst da ist, bekommt das Patent.

Die Überlegung, "Was ist der Mensch", ist eine sehr akademische Frage, die Aristoteles formuliert und beantwortet hat und die man 2 1/2 Tausend Jahre später noch gelten lässt. Die Antwort war originell, man kann sie nicht stehlen, und sie ist heute noch brauchbar. Der Mensch als = "zoon logon echon." "Der Mensch ist das Lebewesen, das spricht." "Ein der Sprache mächtiges Wesen." Wer hier mit einer Anspielung umformuliert und Wasser auf sein Mühlrad leiten möchte, hat kaum eine Chance. Nur zu leicht erinnert dann das Ergebnis an die Wanze, die einen gestohlenen Schatz versteckt. Es ist ihre Geschichte, warum ist die Wanze platt und warum sieht sie nicht, was all die anderen sehen. Die Urangst eines jeden Plagiators muss sein, gesehen zu werden. Er kann aber auch den Spieß umdrehen, wenn er mit Aplomb (Frechheit) argumentiert und behauptet, er sei unschuldig, die Universität habe ihn mangelhaft betreut, sie ist es, die hätte sehen und verhindern müssen, was geschah (Veronica Saß, 25. Mai 2012, BZ). Die Wanze zieht einen Kreidestrich um ihren gestohlenen Schatz herum und hält ihn für sicher. Aber alle Nicht-Wanzen schauen amüsiert zu. So wie bei Jean-Louis Barraults beobachtetem Taschendiebstahl. Denn es kommt der Mensch und nimmt, da er über eine dritte Dimension verfügt, den Schatz von oben heraus, was die Wanze nicht verstehen kann und sie sagt den klassischen Satz der Verblüffung "Da bist du platt".

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