„Agent Clark.“ Dale lächelte. „Es hat mich wirklich gefreut, Sie hier mal begrüßen zu dürfen. Vielleicht spielen Sie beim nächsten Mal mit uns Karten.“
Als er aufstand, um ihr die Hand zu geben, fasste Landon Carly am Arm. Carly hielt inne. Dann schenkte sie Dale ein zurückhaltendes Lächeln. „Danke für die Einladung.“
„Komm.“ Landon schob sie vor und nickte Siljan zu. „Man sieht sich sicher noch mal, Sil.“
„Ja.“ Siljan wirkte ebenfalls etwas irritiert. Landon folgte Carly zum Ausgang. Es war als würde sich in seinen Magen eine Faust rammen. Als sie verschwunden waren, warf Gage Tate einen missmutigen Blick zu. „Alles in Ordnung?“ „Mhh.“ Tate grunzte.
Siljan sah zu Cerys „Ist das... wahr? Die beiden sind verheiratet?“
„Ja.“ Cerys nickte. „Er arbeitet selbst beim NSA.“
Tate stand noch immer da, wie erstarrt. Warum hatte sie ausgerechnet jemanden wie Landon geheiratet? Carly hatte Tate vorgeworfen, dass er sich für seinen Job entschieden hatte. Aber war es bei Landon damals nicht das Gleiche gewesen? Hatte er sich damals nicht getrennt, weil er die Möglichkeit hatte, aufzusteigen? Und ausgerechnet ihn heiratete sie dann? Es ergab einfach keinen Sinn. Und es machte ihn wütend. Es war nicht fair, Tate für seine Entscheidung zu bestrafen und mit Landon, der den gleichen Fehler gemacht hatte, wollte sie den Rest ihres Lebens verbringen.
Gage trat an Tate heran und dämpfte die Stimme. „Hey, rede mit mir.“
„Ich ...“ Tate schüttelte den Kopf. „Ich sollte gehen.“ „Tate, warte.“ Gage folgte ihm, als sich Tate seine Jacke geholt hatte.
Kurz vor der Tür hielt er ihn zurück. „Worüber habt ihr geredet?“
„Vergiss es.“ schnaubte Tate nur.
„Tate, was hast du denn von einem Gespräch erhofft? Du wusstest, dass sie verheiratet ist. Du hast ihren Ring gesehen.“
„Aber mit ihm?“ knurrte Tate wütend und schüttelte den Kopf. Rasch zog er seine Jacke über.
„Spielt es eine Rolle mit wem?“ Gage seufzte.
„Ja.“ Tate kämpfte gegen den Drang an, etwas kaputt schlagen zu wollen. „Das macht es. Es war das Gleiche, Gage. Er hat damals mit ihr Schluss gemacht, weil er sich für seinen Job entschieden hatte.“
„Tja.“ Gage schnaubte und zuckte die Schultern. „Vielleicht... ist es auch besser so. Tate, du musst sie los lassen. Weiter machen. Sieh zu, dass du das mit Blanche auf die Reihe bekommst und lebe dein Leben. Vergiss Carly.“
Tate schnaubte. „Wenn das so einfach wäre.“
Er klopfte seinem besten Freund zum Abschied auf die Schulter und verließ die Kneipe. Er war ein Idiot, dachte Tate, als er auf der Straße seine Jacke zu machte. Er hätte vor acht Jahren zu Carly halten sollen. Doch andererseits, wozu? Warum stand er jetzt als der Leidtragende da? Sie hatte ihrem Vater verziehen und war seinem Wunsch nachgekommen, ihre Karriere für den Staat zu absolvieren. Er hatte Tate und Carly auseinander reißen wollen, warum war sie auf Tate wütend und nicht auf ihren Vater? Und Landon? Wenn Tate nur daran dachte, könnte er explodieren vor Wut.
Aber Carly hatte es ja zuvor selbst gesagt. Es war besser so. Sie hätten keine Zukunft gehabt. Warum sagte sie das? Glaubte sie das wirklich, oder waren das die Worte, die ihr ihr Vater eingetrichtert hatte? Schließlich hatte er lange genug Zeit, um sein Gift zu streuen und Carly gegen Tate zu richten. Besonders nach dem Fehler, den er gemacht hatte.
Tate zog seinen Wagenschlüssel aus seiner Jackentasche und öffnete die Fahrertür. Kurz darauf fuhr er los. Es war nicht fair. Warum hatte sie einfach weiter machen können, als wäre nie etwas gewesen und Tate hatte immer noch an dem Ganzen zu knabbern? Sie hatte weiter gemacht. Sie hatte ihrem Vater verziehen, statt Tate. Sie hatte Landon geheiratet. Tate schlug wütend auf sein Lenkrad. Womöglich hatte Gage Recht.
Auch Tate musste endlich weiter machen, musste all das vergessen. Musste Carly vergessen. Er musste sein Liebesleben auf die Reihe bekommen. Und er würde noch heute damit beginnen. Er parkte den Wagen vor einem Mehrfamilienhaus und stieg aus. Im zweiten Stock brannte noch ein schwaches Licht. Entschlossen schritt er zur Tür. Er hatte sich Blanche gegenüber benommen, wie ein feiger Idiot. Vor der Tür hielt er doch kurz inne. Er würde es endlich in den Griff bekommen, aufhören sich Vorwürfe zu machen und nach vorne sehen. Er würde Carly vergessen. Und zwar noch heute.
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