Cristina Fabry - Kirche am Abgrund

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Kommen Sie mit auf einen Spaziergang durch Gemeinden, Verwaltungen und kirchliche Einrichtungen. In diesen Kurzgeschichten – und ein paar Gedichten – passiert all das, was Sie sich in ihren schlimmsten Träumen nicht vorstellen wollen. Das meiste würde sich auch niemals so ereignen, aber in den abgründigen Gedanken vieler Brüder und Schwestern in Christo vielleicht doch ;-) Kirchliches Leben findet nicht nur im Zentrum der Gemeinde statt, sondern wirkt weit in die Gesellschaft hinein, manchmal berührt das evangelische Treiben den profanen Alltag auch nur am Rande. Biblische Geschichten erwachen zum Leben, ein Philip-Marlowe-Plagiat macht sich auf die Suche nach Gottes Mörder und Abraham ist an allem Schuld.

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Unzufrieden unterschrieb Föcking die Anzeige und verabschiedete sich widerwillig. Als er gegangen war, fragte Kerkenbrock: „Von welchen Fällen genau reden Sie eigentlich, Herr Keller?“

„Wieso?“, erwiderte der mit Unschuldsmiene. „Hier liegt doch genug rum. Wir beehren den Retter der Menschheit in zweieinhalb Stunden, der soll sich bloß nicht ernst genommen fühlen in seiner Wichtigtuerei.“

Als die Beamten wie geplant an Föckings Dienststelle ankamen, zeigte der ihnen die Stelle, an der er beinahe von dem Dachziegel getroffen worden war. Keller hatte in weiser Voraussicht einen Experten mitgebracht, der sich das Dach ansah, in der Zwischenzeit verschafften die Ermittler sich bei einem Rundgang einen Eindruck vom Außengelände.

„Man könnte schon vom Kirchturm aus etwas runterfeuern.“, meinte Kerkenbrock „Aber hören Sie mal, was ist denn da los?“

Aus dem Gemeindehaus war deutlich zu hören, dass hier eine starke Auseinandersetzung stattfand. Ein Mann und eine Frau schrien sich aus Leibeskräften an. Die Beamten öffneten vorsichtig die Haustür und bemühten sich, nicht bemerkt zu werden.

„Das ist doch nicht zu fassen!“, brüllte der Mann, den sie sofort als Kawi Föcking identifizierten. „Zuerst mischt du dich mit so kleingeistigen Vorschlägen in meine Arbeit ein wie zum Beispiel, dass ich mein Büro aufräumen soll, dann hetzt du das Presbyterium gegen mich auf, mit dem Ergebnis, dass die Jugendlichen die Toiletten im Erdgeschoss nicht mehr benutzen dürfen und jetzt lasst ihr einfach die Schlösser austauschen und verweigert mir einen Generalschlüssel, so dass ich gar nicht mehr ins Gemeindebüro komme. Wie soll ich denn da vernünftig arbeiten?“

„Ich habe noch keinen einzigen Tag erlebt, an dem du vernünftig gearbeitet hast.“, brüllte die Frau zurück.

„Du hast doch mit deinem weltfremden Theologiestudium überhaupt keine Ahnung von Pädagogik und Sozialarbeit.“, schrie Föcking.

Die Frau zwang sich würdevoll die Lautstärke zu drosseln und sagte mit gespielter Ruhe: „Siehst du, genau das ist das Problem. In einer evangelischen Kirchengemeinde sollten Hauptamtliche und Pfarrer sich nicht derartig gegenseitig abwerten. Ich weiß was für Unverschämtheiten du über mich losgelassen hast. Du kannst doch nicht glauben, dass die Gemeinde tatenlos zusieht, wenn du dich dermaßen illoyal verhältst.“

„Ich habe nichts über dich vom Stapel gelassen.“, verteidigte Föcking sich. „Wer so was behauptet lügt.“

„Ich glaube kaum, dass Ulli mich anlügt.“, erklärte die Pfarrerin spitz.

„Ulli hat das behauptet?“, fragte Föcking schockiert.

Die Tür wurde geräuschvoll aufgerissen. Der Experte hatte seine Analyse abgeschlossen und war zu dem Ergebnis gekommen, dass tatsächlich ein Dachziegel vorsätzlich entfernt worden war. Er hatte herumliegende Scherben gesichert, an denen sich Blutspuren fanden, die kaum von Föcking stammten, weil der ja nicht verletzt war. Es lag nahe, dass der Täter sich beim Entfernen des Dachziegels eine Schnitt- oder Schürfwunde zugezogen hatte.

Keller zog es zu seinem Unmut in Betracht, dass tatsächlich ein Mitglied des Presbyteriums oder die Pfarrerin den Anschlag verübt haben könnte und beantragte DNA-Tests bei allen Verdächtigen.

Bei dem im Streit erwähnten Ulli handelte es sich um den Gemeindepädagogen Ulrich Schlegel, der statt mit Jugendarbeit mit ähnlichen Aufgaben betraut war wie die Pfarrerin. Als sie Föcking zu dem Streit befragten erklärte der: „Ich bin wirklich enttäuscht. Wir sind Kollegen und Ulli war ein langjähriger Freund, dem ich voll und ganz vertraut habe. Wir hatten hier echt mal einen kompetenten Pfarrer, aber als der in Ruhestand ging, kam Mareike Neuhäuser und ich habe mich gleich gefragt, ob die im Presbyterium von allen guten Geistern verlassen sind. So eine verklemmte, langweilige, phantasielose Trulla! Die predigt wie im letzten Jahrhundert, hat Angst vor jeder Veränderung und Menschen gehen ihr allgemein auf die Nerven. Die wäre besser als Kaffee kochende Tippse aufgehoben. Das habe ich Ulli gegenüber geäußert und er hat mir nicht widersprochen. Und jetzt erfahre ich, dass er ihr das alles brühwarm weitererzählt hat und ich verstehe wirklich nicht warum.“

Vielleicht lag hier die Lösung des Rätsels und die Beamten suchten Ulrich Schlegel auf, so hatten sie wenigstens etwas zu tun, bis die Ergebnisse der DNA-Proben vorlagen. Schlegel war ein seltsamer Vogel: ein farbloser, älterer Mann, kurz vor der Rente, der mehr wie ein Büroangestellter als ein theologischer Mitarbeiter wirkte. Er sprach wenig und leise und machte keinen besonders tiefgründigen Eindruck auf die Beamten.

„Warum sind Sie Ihrem Kollegen derart in den Rücken gefallen?“, fragte Kerkenbrock ihn voll echter Neugier.

„Ich bin ihm nicht in den Rücken gefallen. Er war derjenige, der ständig die Grenze überschritten hat. Wenn ich Mareike nichts erzählt hätte, wäre ich ihr in den Rücken gefallen. Wenn man mit seiner Vorgesetzten nicht einverstanden ist, muss man sich eine neue Stelle suchen oder es still ertragen. So sehe ich das.“

Als sie seine Speichelprobe in der Tasche hatten und wieder im Auto saßen, zitierte Kerkenbrock den Apostel Paulus: „Jedermann sei Untertan der Obrigkeit, die Gewalt über ihn hat, denn es ist keine Obrigkeit ohne von Gott:“

„Die spinnen, die Christen.“, bemerkte Keller.

„Das würde ich nicht verallgemeinern.“, erwiderte Kerkenbrock. „Aber in diesem speziellen Fall gebe ich Ihnen unumwunden Recht.“

Die DNA-Untersuchung ergab, dass niemand von den Verdächtigen Spuren an dem Dachziegel hinterlassen hatte. Und es war niemandem aufgefallen, dass Alina tagelang nach dem Ziegelwurf mit einem großflächigen Pflaster an der rechten Hand herumlief, zwischen Daumen und Zeigefinger. Darum hatte auch niemand untersucht, welchen Aktivitäten sie im Internet nachgegangen war, dass sie nach Giften geforscht hatte, die vom Kaffeearoma geschmacklich überdeckt werden. Niemand durfte ihr schöne Augen machen und sie anschließend ungestraft dauerhaft übersehen und Kawi schon gar nicht.

Kabarett

SONNTAG MORGEN

„Was für eine absurde Art zu sterben.“, raunte Kriminalhauptkommissar Keller seiner jungen Kollegin Kerkenbrock zu. Die schwieg betroffen, denn sie hätte es pietätlos gefunden, etwas dazu zu sagen, obwohl sie ihrem Vorgesetzten in Gedanken Recht gab. Erschlagen von einem Stapel evangelischer Gesangbücher unterhalb der Empore, so ein Zufall musste einen erst einmal erwischen. Darum wurde ja auch gründlich untersucht, ob es sich hier um einen echten oder einen vorgetäuschten Unfall handelte.

„Ich bin mir noch nicht sicher, ob der Genickbruch oder ein Schädel-Hirn-Trauma zum Exitus geführt hat.“, erklärte die Gerichtsmedizinerin. Es ist aber sicher, dass sie nicht mit dem Stapel in den Händen gefallen ist. Die Gesangbücher sind von oben auf sie herabgestürzt – oder geworfen worden.“

„Was wohl die rote Schleife zu bedeuten hat?“, fragte Kerkenbrock irritiert. An der Leiche befand sich ein langes, rotes Schleifenband, das seltsam um den Körper drapiert wirkte.

„Sieht aus wie eine Inszenierung.“, überlegte Keller. „Vielleicht wollte ihr jemand den Tod zum Geschenk machen.“

„Oder jemand anderem ihren Tod zum Geschenk machen.“, meinte Kerkenbrock.

„Oder so.“, erwiderte Keller.

AM ABEND ZUVOR

- Meine Güte war das peinlich. Ob es wohl jemand bemerkt hat? Bestimmt hat es jemand gemerkt. War ja nicht zu übersehen, dass ich rot geworden bin. Edith hat sich auch zu mir umgedreht, diese Schlange, wollte wohl sehen, wie ihr Werk seine Wirkung tut. Das ist so ungerecht. Ich habe mir nichts zuschulden kommen lassen. Wenn ich mit Pastor Jensen ein Verhältnis gehabt hätte, ja das wäre vielleicht ein Grund gewesen, mich an den Pranger zu stellen. Oder wenn ich ihm nachgestellt hätte, obwohl er nicht interessiert war, das wäre vielleicht ein Anlass gewesen, sich über mich lustig zu machen. Aber ich habe ihn einfach still geliebt. Ich liebe ihn immer noch. Und vielleicht liebt er mich auch. So etwas Zartes und Zerbrechliches gehört ins Verborgene, in die Dunkelheit und dieses durchtriebene Weib zerrt es einfach ans Licht. Warum war ich nur so dumm, auf ihren Trick hereinzufallen? Nachdem sie mir die Liebesgeschichte mit ihrem Mann bis ins kleinste Detail geschildert hatte, war ich so weit, mich zu öffnen. Niemandem sonst habe ich jemals davon erzählt. Ich bin Lydia, die ungeliebte B-Musikerin, die Zweitligistin unter den Kantorinnen, die graue Kirchenmaus, das Gestell im Rollkragen, das immer übersehen wird und niemanden interessiert. Keiner sieht, welches Feuer in mir brennt, welche Leidenschaft und ich war so dumm, es ausgerechnet Edith zu erzählen. Und jetzt hat sie die Kabarettistin geimpft. Die Kabarettistin ist ja keine Hellseherin, den Tipp muss ihr jemand gegeben haben. Wie soll ich diese Worte vergessen: „Und die unverheirateten Kantorinnen, die blassen Mäuschen, die immer im Rollkragenpullover herumlaufen und nur laut werden, wenn sie einen Choral anstimmen, die sind doch immer dem Herrn Pfarrer verfallen, bei den Katholiken genauso wie bei den Evangelen. Die Katholischen dürfen nicht, weil sie sie sich grundsätzlich nicht paaren dürfen, die Evangelischen dürfen nicht, weil sie schon verheiratet sind und sich vor Antritt ihrer ersten Stelle schon in geradezu unanständiger Weise fortgepflanzt haben. Verheiratete Familienväter sind auch in der Evangelischen Kirche tabu für die einsamen Herzen. Ich glaube ja, die Kirchenmusikerinnen sind verkappte Nonnen, so hochgeschlossen und ungeschminkt, wie die immer rumlaufen. Die fangen nie was mit dem Herrn Pastor an, die beten den nur an, so wie die Bräute Christi ihren Herrn Jesus. Also, liebe Gemeinde, kein Anlass zur Sorge, da passiert schon nichts, sehen sie ihr ihre Leidenschaften nach.“

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