Cristina Fabry - Kirche am Abgrund

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Kommen Sie mit auf einen Spaziergang durch Gemeinden, Verwaltungen und kirchliche Einrichtungen. In diesen Kurzgeschichten – und ein paar Gedichten – passiert all das, was Sie sich in ihren schlimmsten Träumen nicht vorstellen wollen. Das meiste würde sich auch niemals so ereignen, aber in den abgründigen Gedanken vieler Brüder und Schwestern in Christo vielleicht doch ;-) Kirchliches Leben findet nicht nur im Zentrum der Gemeinde statt, sondern wirkt weit in die Gesellschaft hinein, manchmal berührt das evangelische Treiben den profanen Alltag auch nur am Rande. Biblische Geschichten erwachen zum Leben, ein Philip-Marlowe-Plagiat macht sich auf die Suche nach Gottes Mörder und Abraham ist an allem Schuld.

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„Hier steht aber kein fremdes Auto und kein Fahrrad und für ausgedehnte Spaziergänge ist es ein bisschen nass und kalt heute.“

„Moment mal!“, sagte Keller. „Heute Abend ist nichts passiert, aber vielleicht schlägt der Täter diesmal im Pfarrhaus zu!“

Keller klingelte Sturm. Drinnen versuchte Friedewald verzweifelt, sich bemerkbar zu machen, doch Begander hatte ihn fest im Griff.

„Gefahr im Verzug!“, stieß Keller hervor und schlug eine Scheibe der Haustür ein, um an die innere Klinke zu kommen, doch die Tür war verschlossen.“

„Das wäre nicht nötig gewesen.“, erklärte Bohnenkamp ruhig und zog einen Dietrich aus der Tasche. „Habe ich immer bei mir. Es passiert so oft, dass alte Leute hilflos allein zu Hause liegen und keiner kommt rein.“

„Aber das hier ist ein Sicherheitsschloss.“

„Stimmt.“, flüsterte Bohnenkamp. „Aber die Hintertür hat, glaube ich, noch so ein altes Schloss. Kommen Sie.“

Die Beamten liefen zur Rückseite des Pfarrhauses und öffneten in Windeseile die ebenfalls verschlossene Hintertür. Innerhalb einer Minute hatten sie Pastor Friedewald und seinen Peiniger gefunden. Sie setzten den Gewalttäter umgehend fest, dann sahen sie nach dem Pfarrer. Er lag reglos am Boden. Keller wollte Hilfe rufen, stellte aber fest, dass das Telefon tot war.

„Wir müssen ihn hier raus schaffen.“, erklärte Keller.

„Und der Täter?“; fragte Bohnenkamp.

„Den schließen wir im Keller ein. Ich sehe mich mal nach einem geeigneten Ort um, von dem er nicht entwischen kann.“

Sie sperrten den ehemaligen Presbyter ins Archiv, das war ein Raum ohne Fenster mit metallener Brandschutztür. „Besser als jede Gewahrsamszelle.“, schnaubte Keller und verschloss die Tür gründlich. Die Identität des Mannes hatten sie kurz erfragt und anhand seiner Brieftasche überprüft. Selbst wenn er flüchtete, käme er nicht weit.

Sie schleppten Den reglosen Pfarrer ins Auto und fuhren ihn direkt ins nächstgelegene Krankenhaus, von dort alarmierten sie ihre Kollegen.

Zum Glück überlebte Pastor Friedewald den Anschlag. Er war aufgrund von Sauerstoffmangel bewusstlos geworden, wachte aber im Krankenhaus wieder auf und als er von entsetzlichen Bauchkrämpfen geschüttelt wurde, erinnerte er sich, dass sein Peiniger ihn vergiftet haben wollte. Man tippte äußerst schnell auf Rattengift, was sich als richtig herausstellte und man konnte im letzten Moment sein Leben retten – noch eine weitere Stunde und es wäre zu spät gewesen.

Begander wurde verhaftet und gestand lückenlos die Anschläge auf die Bibelwoche und das Leben des Pfarrers. An die Gemeindeglieder hatte er nur Warnschüsse verteilen wollen und es sei ja auch niemand ernstlich zu Schaden gekommen. Dabei war es ihm auch um eine dramaturgische Steigerung der Taten gegangen und der Mord an Friedewald sollte der Höhepunkt und die Vollendung seines Werkes darstellen. Begander verbrachte den Rest seines Lebens in der forensischen Psychiatrie. Noch auf dem Sterbebett verlieh er seinem außerordentlichen Bedauern darüber Ausdruck, dass ihm die Tötung von Pastor Friedewald misslungen war.

Dachschaden

Schon seit sechs Wochen war nichts Nennenswertes passiert und Kriminalhauptkommissar Keller und seine Kollegin Kerkenbrock schoben einen gemütlichen Innendienst, wofür sie während der ungemütlichen Witterung Ende Januar ausgesprochen dankbar waren. Es gab genug Arbeit und eine Menge Probleme, die gelöst werden mussten, aber kein Blut, keine Leichen, keine Verfolgungsjagden, keine Überstunden, kein Schlafentzug. Alles war schön. Beim Anblick des eintretenden „Kunden“ ahnte Kerkenbrock, dass der Idylle ein jähes Ende bevorstand.

Der mittelgroße, schlanke, dunkelhaarige Mann mit den großen, ernst und intensiv blickenden Augen fragte: „Bin ich hier richtig? Ich will Anzeige erstatten wegen versuchten Mordes.“

„Das sind starke Worte.“, erklärte Kerkenbrock. „Nehmen Sie doch erst einmal Platz, wir nehmen Ihre Personalien auf und Sie erzählen uns, was genau passiert ist.“

Der Mann setzte sich, stellte sich vor als Kawi Föcking und erklärte sein Anliegen: „Heute Vormittag bin ich auf dem Vorplatz der Kirche an meinem Arbeitsplatz beinahe von einem herabfallenden Dachziegel getroffen worden.“

„Aber wie kommen Sie darauf, dass den jemand geworfen hat? Der kann sich doch auch gelöst haben und einfach herunter gefallen sein.“

„Dachziegeln fallen nicht einfach so runter!“, erwiderte Föcking im Tonfall grober Zurechtweisung. „Die stürzen bei Sturm oder Erdbeben vom Dach. Aber heute ist es vollkommen windstill und das Dach der Kirche ist vor kurzem überholt worden. Außerdem habe ich vor zwei Tagen einen Drohbrief erhalten. Den habe ich auch dabei.“

Föcking zog ein Kuvert aus der Tasche auf dem „Karl-Wilhelm Föcking“ stand. Kerkenbrock stutzte kurz und hatte dann große Mühe, sich ein Grinsen zu verkneifen. Kawi klang natürlich erheblich cooler als Karl-Wilhelm, vor allem bei einem Mittdreißiger, der offenkundig großen Wert auf seine Außenwirkung legte.

„Sie heißen also Karl-Wilhelm, Herr Föcking?“, fragte sie betont sachlich. Keller drehte Föcking den Rücken zu und grinste ungeniert.

„Ja, Kawi ist die Kurzform, aber das ist jawohl vollkommen nebensächlich.“

„In der Sache durchaus.“, erwiderte Kerkenbrock. „Aber wir sind hier eine Behörde und ich muss dann schon den Namen aufnehmen, der auch im Personalausweis steht oder ist Kawi offiziell als Künstlername eingetragen?“

„Nein.“, antwortete Föcking knapp.

Kerkenbrock streifte Handschuhe über, zog den Brief aus dem Umschlag und faltete ihn auseinander. Mit schwarzer Tinte war in Standardschrift folgender Text aufgedruckt: „Wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden, wer sich über andere erhebt, der wird vernichtet werden und sich nie wieder erheben.“

„Was genau machen Sie eigentlich beruflich?“, fragte Kerkenbrock.

„Ich bin Gemeindepädagoge. Ich arbeite mit Kindern und Jugendlichen.“

Kerkenbrocks Phantasie schickte sie auf eine Reise in ihre eigene kirchliche Vergangenheit. Dort sah sie Föcking, als den selbstverliebten Jugendreferenten, der sich immer und überall für den Nabel der Welt hielt. Ein in der Entwicklung steckengebliebener, verwöhnter Schönling, der nicht in der Lage war, von sich selbst abzusehen. Ein kurzer Blick auf Kellers Miene verriet ihr, dass er ähnlich dachte und schon jetzt drohte, die Geduld mit diesem anstrengenden Kunden zu verlieren.

„Haben Sie eigentlich einen konkreten Verdacht?“, mischte der ältere Beamte sich ein.

„Auf jeden Fall jemand aus der Gemeinde.“, antwortete Föcking. „Ich bin unbequem, und halte Leuten den Spiegel vor, ich stelle Forderungen und lege den Finger in die Wunde. Die wollen sich da lieber in ihrer Gemeinde einrichten und immer so weiter machen, vollkommen beratungsresistent. Da gibt es einige, die mich auf dem Kieker haben.“

„Oh Gott!“, dachte Kerkenbrock, „Jetzt hält er sich auch noch für den Schützer von Witwen und Waisen. Fehlt nur noch, dass er uns erklärt, dass er die Mädchenarbeit auch selber machen muss, weil die Kolleginnen gar nicht wissen, wie das geht und immer nur kochen, nähen und schminken, statt Mofas zu reparieren und Regale zu tischlern.“

„Wir sehen uns den vermeintlichen Tatort im Laufe des Tages mal an.“, erklärte Keller. „Von wann bis wann sind Sie denn heute an Ihrem Arbeitsplatz?“

„Ich mache gerade Mittagspause.“, erklärte Föcking. „Wenn ich was gegessen hab‘, fahre ich wieder ins Gemeindehaus und mache erst gegen Neun Uhr abends Feierabend.“

„Gut.“, sagte Keller. „Unterschreiben Sie doch bitte Ihre Anzeige und wenn Sie uns dann entschuldigen wollen, wir haben noch eine Menge anderer Fälle zu bearbeiten.“

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