Reiner W. Netthöfel - Der Andere

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Magnus Montanus hat gute Gründe, mit seinem Alter hinter dem Berg zu halten, und einer davon ist sein Alter selbst. Das ändert sich, als er zum ersten Mal seine fünfjährige Tochter trifft, die er vor einem Vierteljahrhundert quasi mit deren Großmutter gezeugt hatte. Die Großmutter trifft ihn dann auch nackt unter der Dusche und erinnert sich an ihn. Etwas problematischer ist ein hartnäckiger Familienchronist, der seine Vermutungen bestätigt sehen kann, eine indianische Historikerin, die ihre Hypothesen schließlich übertroffen sieht und ein cleverer Kriminalist, der sich zunächst einmal gar nicht für Montanus' Alter interessiert. Auf Montanus wird aber auch ein geheimer Geheimdienst aufmerksam, was nicht schön ist. Dass die Kanzlerin temporär zur Diebin wird, macht nichts, was ein übergroßer Künstler aber anders sieht. Anders sieht am Ende dieser Geschichte aber die Welt aus.

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Der Schmerz aber wich bald einem tauben Gefühl und schließlich fühlte sie ihre Füße gar nicht mehr. Sie konnte aber auch keine Konturen im Schnee mehr erkennen, sah nicht mehr die schwarze Bordüre des Waldes linksrechts der Schneefläche, sah nicht mehr den mal blauen, mal grauen Himmel, sah nur noch weiß. Mechanisch schleppte sie sich dahin, immer den anderen hinterher, angetrieben von den SS-Leuten. Anfangs hatte sie noch gewusst, dass sie ihrer Vernichtung entgegengingen und sie hatte, wie die anderen, Angst gehabt. Nun hatte sie keine Angst mehr. Sie sah nur noch dieses Weiß, aber nur noch eine Weile. Dann sah sie nur noch schwarz oder gar nichts mehr. Sie fiel in den Schnee.

Als sie das nächste Mal etwas wahrzunehmen glaubte, aber da glaubte sie schon, sie sei tot, fühlte sie sich hochgehoben. Jemand schien sie sich auf die Schultern zu laden und rasch mit ihr davonzueilen. Durch die geschlossenen Lider glaubte sie Schnee zu sehen.

Die junge Frau erwachte immer wieder mal kurz aus ihrer Ohnmacht, aber ihre Wahrnehmung blieb stets dieselbe. Sie fühlte sich getragen. Sie hörte schweren Atem. Den Atem des Todes? Durch ihre geschlossenen Lieder sah sie die Helle des Schnees.

Als sie dann mal wieder wach wurde und nur Schwärze um sie herum zu sein schien, war sie endgültig davon überzeugt, tot zu sein, und ein Gefühl unendlicher Erleichterung überkam sie. Endlich hatte sie es geschafft. Nie mehr würde sie Schmerzen haben, nie mehr Hunger leiden, nie mehr fast verdursten, nie mehr würde sie Angst haben müssen.

Der Mann und die Frau wunderten sich, dass ein leichtes Lächeln den Mund der jungen Toten umspielte, als der Mann sie auf das schmalere der beiden Betten legte, die in dem seltsamen Raum standen.

„Mach die Suppe warm, Ruth, sie wird sie brauchen.“, sagte der Mann.

„Aber sie ist doch tot. Das arme Mädchen.“, sagte die Frau bedauernd. Der Mann aber schüttelte leicht den Kopf und zog seine Jacke und seine Handschuhe aus, dann trat er sich die Stiefel von den Füßen.

„Mach auch Wasser heiß, sie braucht ein lauwarmes Bad.“, sprach er leise. Dann trat er an das Bett und betrachtete die junge Frau mit den kurzgeschorenen, schwarzen Haaren. Ihre Haut, die einmal braun gewesen sein mochte, war eisgrau, der Mund etwas schief, aber sie war eine Schönheit, sogar im Tod. Er riss ihr die Lumpen, denn als mehr war ihre Kleidung nicht zu bezeichnen, vom Leib und sah einen ausgezehrten Körper. Die kleinen Brüste waren faltig und die Rippen stachen hervor, Arme und Beine schienen nur noch aus Haut und Knochen zu bestehen. Einer Eingebung folgend legte er ihr beide Hände auf den Brustkorb, der keine Bewegung zeigte. Ruth schleppte Wasser herbei und füllte einen großen Kessel damit, der neben dem Suppentopf auf dem kleinen, holzbefeuerten Herd stand, der den Raum mit wohliger Wärme versorgte. Als Ruth wieder hinausgehen wollte, um die Eimer erneut zu füllen, wurde sie gewahr, dass der Brustkorb der jungen Frau sich leise hob und senkte und dachte sich ihren Teil, ohne ein Wort darüber zu verlieren.

Als sie das nächste Mal wiederkam, hatte der Mann beide Hände um die Füße der Frau geschlungen und Ruth konnte sich denken, dass die nun nicht mehr amputiert werden müssten, schließlich kannte sie den Mann schon ein paar Jahre. Ihn und seine Besonderheiten.

Dass warme Suppe über ihre Lippen, ihre Zunge und ihre Speiseröhre in ihren Magen gelangte und dort begann, ihre Lebensgeister, die jemand wieder herbeigeholt hatte, nachdem die sich von ihr verabschiedet hatten, endgültig zu wecken, bemerkte die junge Frau nicht.

Sie bemerkte allerdings, dass sie abermals angehoben wurde und in lauwarmes Wasser gesetzt wurde, und das war, als würde sie neu geboren. Langsam, sehr langsam schlug sie die Augen mit den langen, schwarzen Wimpern auf.

„Sie kommt.“, hörte sie eine Frau flüstern.

„Ja.“, antwortete eine heisere Männerstimme.

6.

„Ich weiß nicht mehr, wie er hieß, wird wohl was mit ‚M‘ gewesen sein. Wie viele Vornamen mit ‚M‘ gibt es, was meinst du?“, keifte Kyonna ihre Tochter an, „Ich weiß auch nicht mehr, wie er aussah, keinen Schimmer. Wahrscheinlich war ich stoned.“ Das Gespräch war beendet. So hatte ihre Mutter noch nie mit ihr gesprochen. Sie hatten immer ein gutes Verhältnis gehabt, gerade auch, seit Stefania auf der Welt war. Es schien fast so, als wolle Kyonna ihr schlechtes Verhältnis zu ihrer Enkelin durch ein besonders gutes zu ihrer Tochter kompensieren. Aber so etwas. Na ja, Stefanias Vater war wohl keine Schönheit gewesen, aber was ihre geistigen Gaben anbelangte, war deren Herkunft eindeutig.

Holly stand nackt vor ihrem Kleiderschrank und wusste nicht, was sie anziehen sollte. Hunger hatte sie auch, aber sie wusste nicht, ob sie vorher noch etwas essen sollte, oder ob es bei Montanus etwas gab. Der Mann war ja gestern ziemlich schweigsam, ja abweisend gewesen, nachdem sie ihm gesagt hatte, warum sie ihn sprechen wollte. Sie entschied sich für ein buntes, leichtes Sommerkleid, eine Strickjacke und elegante Schuhe. Sie lächelte. Vielleicht würde sie ein wenig mit ihm flirten. Er könnte zwar ihr Vater sein, aber ….

Sie wollte gerade ihre Tasche umhängen und vor das Haus treten, um auf ihn zu warten, als es klopfte. Sie öffnete die Tür und vor ihr stand Magnus Montanus in dem schummrigen Flur.

„Guten Abend, Mrs. Bryant, ich bin etwas früh, aber ich wollte nicht auf der Straße auf Sie warten, und … Ich war unterwegs und wollte nicht erst nach Hause fahren, na ja, kommen Sie?“ Er trug eine bequeme Leinenhose und ein ebensolches Hemd, dazu braune Slipper. Und er sah sie, geradezu demonstrativ, von oben bis unten an, allerdings ohne eine Miene zu verziehen oder in irgend einer Weise ihr Aussehen zu kommentieren. Sie war Blicke von Männern gewohnt, aber die waren meist nicht neutral, sondern sehr eindeutig. Sie wusste, wie sie auf Männer wirkte: begehrenswert. Umso erstaunter war sie über seine scheinbare Gleichgültigkeit, ja, sie war geradezu enttäuscht.

„Ja, ich bin gerade fertig geworden.“

„Hereinbitten dürfen Sie aber niemanden, das würde zu eng.“, bemerkte er mit einem kritischen Blick in ihr Zimmer.

„Das hatte ich auch nicht vor.“, entgegnete sie unfreundlicher, als sie wollte.

„Ja.“ Er wandte sich ohne einen weiteren Kommentar um und ging vor ihr her.

Sie hatte nicht so abweisend sein wollen, aber seine Bemerkung über die Größe ihres Zimmers schien ihr unangemessen. Sicher sah er auf sie herab, er, der reiche Unternehmer. Jetzt stapfte er arrogant davon. Na bitte.

Draußen hielt er ihr die Beifahrertür seines schwarzen SUV auf. Ein Gentleman ist er auch noch, dachte Holly spöttisch.

Sie fuhren schweigend dieselbe Strecke, die sie gestern zu Fuß genommen hatte.

Vor dem Tor hielten sie kurz an, das Tor öffnete sich und sie fuhren die geschotterte Einfahrt hinauf bis zu einer breiten Treppe, die in einigen Stufen zu einer mächtigen Eingangstür führte. Montanus ging voran, schloss auf und ließ Holly den Vortritt. Er warf die Schlüssel nachlässig auf ein kleines Tischchen in der Eingangshalle, die dunkel vertäfelt daherkam, dann ging er wieder voran, öffnete eine hohe Tür und sie befanden sich in einer Art Salon.

Alles wirkte alt und edel, aber gemütlich. Es hatte Stil. Und es war teuer.

„Lassen Sie uns auf die Terrasse gehen, solange es noch warm ist.“, sagte er und öffnete die entsprechenden Türen. Die Terrasse war groß, von einer niedrigen Mauer umgeben und lag etwas oberhalb eines leicht verwilderten, großen Gartens, der über eine breite Treppe erreichbar war. Montanus wies auf einen bequemen, geflochtenen Gartensessel, der an einem großen Tisch stand, zog ihn etwas zurück und ließ Holly Platz nehmen. Außer Vogelgezwitscher war nichts zu hören.

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