Reiner W. Netthöfel - Der Andere

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Magnus Montanus hat gute Gründe, mit seinem Alter hinter dem Berg zu halten, und einer davon ist sein Alter selbst. Das ändert sich, als er zum ersten Mal seine fünfjährige Tochter trifft, die er vor einem Vierteljahrhundert quasi mit deren Großmutter gezeugt hatte. Die Großmutter trifft ihn dann auch nackt unter der Dusche und erinnert sich an ihn. Etwas problematischer ist ein hartnäckiger Familienchronist, der seine Vermutungen bestätigt sehen kann, eine indianische Historikerin, die ihre Hypothesen schließlich übertroffen sieht und ein cleverer Kriminalist, der sich zunächst einmal gar nicht für Montanus' Alter interessiert. Auf Montanus wird aber auch ein geheimer Geheimdienst aufmerksam, was nicht schön ist. Dass die Kanzlerin temporär zur Diebin wird, macht nichts, was ein übergroßer Künstler aber anders sieht. Anders sieht am Ende dieser Geschichte aber die Welt aus.

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4.

Holly erwachte mit einem pelzigen Geschmack auf der Zunge, einem trockenen Gaumen, kalten Füßen, verschwitzter Stirn, einem flauen Gefühl im Magen und einem Pochen im Kopf. Dies alles erleichterte ihr die Rekonstruktion des gestrigen Tages nicht gerade. Vielleicht sollte sie mit dem Essentiellen beginnen. Wo war sie und warum? Sie arbeitete nach dem Prinzip der konzentrischen Kreise: erst mal die unmittelbare Umgebung, dann die entfernter liegenden Lokalitäten. Sie lag in einem Bett. Okay. Was war das für ein Bett? Ein Hotelbett, denn die kleine, stickige Kammer schien ein Hotelzimmer zu sein. Sie schaute sich um. Ihr Kleid hing über einem Stuhl, ihre Tasche lag darauf. Die anderen Sachen hatte sie noch an. Aus einem Seitenfach der Tasche lugte ein Papier, das sie glücklicherweise ohne große Mühe erreichen konnte, indem sie ihren linken Arm ein wenig ausstreckte. Kleine Hotelzimmer haben eben auch Vorteile. Der Zettel enthielt Buchstaben und Zahlen. Aha. Die Zahlen sprachen eine Sprache. Die Buchstaben auch, aber diese Sprache konnte sie nicht. Eine Rechnung. Die Rechnung eines Restaurants. Ja. Die viel zu hohe Rechnung eines Restaurants. Sie musste auf ihr Budget achten. Jetzt fiel ihr wieder etwas ein. Ein junges Paar hatte sie zurück ins Hotel gebracht. Sie sah einen Kellner mit grauen Haaren und einem schwarzen Anzug. Sie sah zwei Flaschen Wein. Sie sah das Paar mit einem Mann an einem Tisch sitzen. Sie sah einen Flughafen, ein Taxi. Sie verstand die Leute nicht. Sie hörte Stefania am Telefon. Die verstand sie.

Sie versuchte, ihren Oberkörper aufzurichten, gab aber rasch auf. Sie schlief wieder ein.

Als sie zum zweiten Mal an diesem Tag wach wurde, ging es ihr besser. Die körperlichen Symptome eines Katers waren zwar noch vorhanden, aber sie hatte ihr Denkvermögen wieder. Und das sagte ihr, dass sie heute noch etwas vorhätte. Es sagte ihr sogar, was sie heute noch vorhatte. Holly saß kerzengerade auf ihrem Bett. Diese ruckartige Bewegung tat weder ihrem Kopf noch ihrem Magen gut, aber der Schwindel ließ rasch nach. Würgend sprang sie ins Bad, und wieder zeigte sich der Vorteil kleiner Hotelzimmer.

Sie schaffte es, ihren Körper und ihren Geist innerhalb von zwei Stunden in die Lage zu versetzen, ausgehbereit zu sein. Allerdings war es schon Nachmittag, als sie mit einer vagen Wegbeschreibung des Kellners das Hotel mit der Ungewissheit verließ, die Wegstrecke unbeschadet zurücklegen zu können, denn sie hatte, außer ein paar Schlucken Wasser, nichts in ihrem Magen, dem sie nichts anderes, schon gar keine feste Nahrung, zumuten wollte. Doch es ging besser, als sie befürchtet hatte. Sie hatte eng anliegende Jeans, ihre bequemen Schuhe, ein grünes, ärmelloses Tshirt an und eine helle Umhängetasche über der braunen Schulter hängen. Zwar brach ihr auf den ersten zwei Kilometern häufiger der Schweiß aus, doch dann begann sie, den warmen Nachmittag und den Gang durch die landwirtschaftliche Kulturlandschaft zu genießen. Der Weg führte zunächst durch bewohntes Gebiet, dann unterquerte die eine Bahnlinie und sah dann nur noch Felder und in der Ferne eine Hügelkette mit einem großen, alten Gebäude. Es war still, Insekten summten, Vögel zwitscherten, die Halme des Getreides wiegten sich im leichten Wind. Wie schön. Sie lief eine schmale Straße entlang, die durch Felder führte und die wenig befahren war, als ihr ein großer, teurer, schwarzer SUV mit abgedunkelten hinteren Fenstern entgegenkam.

Schließlich bog sie auf eine schmale, schattige Straße, das musste die Straße sein, die ihr der Kellner beschrieben hatte. Auf der rechten Seite begann bald eine hohe Mauer und dann entdeckte sie in dieser Mauer ein Tor. Ein Haus stand jenseits der Mauer. Es war aus Stein und hatte mehrere Geschosse. Es schien ziemlich alt zu sein, die Fenster, die sie sehen konnte, waren hoch und die Fassade war an einigen Stellen verziert.

Etwas außer Atem stand sie dann vor diesem eisernen Tor in der langen, hohen Mauer aus Natursteinen und suchte den Klingelknopf. Durch die Torgitter entdeckte sie hinter einer geschwungenen Auffahrt eine Art Villa, den Knopf entdeckte sie nicht. Allerdings ein Schild mit einem Pfeil und einer Aufschrift, die sie aber nicht lesen konnte. Dennoch folgte sie der Richtung, die der Pfeil wies und erreichte nach ein paar Metern eine metallene Tür, neben der sich ein Klingelknopf befand, den sie mit pochendem Herzen betätigen wollte. Doch im letzten Augenblick ließ sie den Finger sinken. War es richtig, was sie hier tat? Oder hatte Mom recht, die von dem ganzen Vorhaben nichts wissen wollte? Immerhin hatte sie der Familienrat auf diese Expedition ins Ungewisse geschickt und diese auch finanziert. Nein, sie konnte jetzt nicht, so kurz vor dem Ziel, abbrechen. Mit letzter Entschlusskraft drückte sie den Knopf und wartete. Nichts geschah. Sie drückte noch einmal. Nichts. Ein drittes Mal. Wieder nichts. Es war still hier, sie hörte Vogelgezwitscher aus dem umliegenden Wald, in den die schmale Straße, der sie gefolgt war, führte. Enttäuscht wandte sie sich zum Gehen, als ihr etwas einfiel. Sie hätte sich natürlich anmelden sollen. Woher sollte der Mann wissen, dass sie ihn heute besuchen wollte?

Sie kramte einen Stift und ein Blatt Papier aus ihrer Tasche, schrieb, muss Sie dringend sprechen. Holly Bryant, und ihre Mobilnummer auf den Zettel und steckte ihn in den Briefkasten. Einerseits froh, die undankbare Aufgabe, mit einem wildfremden Menschen über abstruse Dinge sprechen zu müssen, noch mindestens einen Tag aufgeschoben zu haben, und gleichzeitig enttäuscht darüber, unverrichteter Dinge wieder zurückgehen zu müssen, machte sie sich auf den Rückweg, der ihr dann zweierlei Erkenntnisse bescherte. Einmal machte sich plötzlich nagender Hunger bemerkbar und zum anderen musste sie feststellen, dass sie sich den Weg nicht recht gemerkt hatte, so dass sie an einer Stelle falsch abbog, was aber, angesichts der ersten Erkenntnis, ein Glücksfall war, denn der vermeintliche Irrweg führte sie geradewegs vor ein Lokal, das ‚American Food‘ versprach und aus dem es verführerisch nach Pommes und Burgern duftete. Mit einem abnormalen Speichelfluss betrat sie das dunkle, kühle Lokal und wurde von einem netten jungen Mann auf den Biergarten hinter dem Haus aufmerksam gemacht, der sich bei dem Wetter anböte. Der Biergarten war gut gefüllt, auf einem Rasen standen einfache Tische mit einfachen Stühlen und einfachen Leuchten. Sie sah sich um und das bekannte Pärchen biertrinkend in einer Ecke mit einem Mann, der derselbe von gestern sein mochte, an einem Tisch sitzen. Der junge Mann hatte sie, trotz des einsetzenden Zwielichts, entdeckt und winkte ihr zu, worauf sie zögernd an ihren Tisch trat. Der Fremde hatte sie bisher nicht angesehen.

„Setz dich doch zu uns.“, forderte der Jüngere Holly auf.

„Wenn ihr nichts dagegen habt.“, lächelte sie.

„Magnus?“, fragte die junge Frau den älteren, leger gekleideten Mann nach seiner Meinung, der Holly aus interessierten, grauen Augen ansah und dann mit dem graumelierten Kopf nickte. Hollys Beine versagten einen Moment den Dienst, als sie diesen Namen hörte und sie fiel auf die Sitzfläche des am nächsten stehenden Stuhles, ohne größeren Schaden anzurichten und zu nehmen, allerdings unter Erregung der Aufmerksamkeit der drei Personen, die bereits an dem Tisch saßen.

„Alles in Ordnung, junge Lady?“, fragte Magnus besorgt mit sonorer Stimme. Holly wedelte mit einer Hand.

„Noch nichts gegessen.“

„Ah, ja. Wir haben auch gerade bestellt, in dem Restaurant, in dem wir gestern waren, war nichts mehr frei.“, sprach er fröhlich. Holly sammelte sich.

„Sind Sie etwa Magnus Montanus?“, hauchte sie mit letzter Kraft eine überflüssige Frage, denn sie hatte ihn längst erkannt. Magnus lupfte die Brauen.

„So ist es.“

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