Reiner W. Netthöfel - Der Andere

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Magnus Montanus hat gute Gründe, mit seinem Alter hinter dem Berg zu halten, und einer davon ist sein Alter selbst. Das ändert sich, als er zum ersten Mal seine fünfjährige Tochter trifft, die er vor einem Vierteljahrhundert quasi mit deren Großmutter gezeugt hatte. Die Großmutter trifft ihn dann auch nackt unter der Dusche und erinnert sich an ihn. Etwas problematischer ist ein hartnäckiger Familienchronist, der seine Vermutungen bestätigt sehen kann, eine indianische Historikerin, die ihre Hypothesen schließlich übertroffen sieht und ein cleverer Kriminalist, der sich zunächst einmal gar nicht für Montanus' Alter interessiert. Auf Montanus wird aber auch ein geheimer Geheimdienst aufmerksam, was nicht schön ist. Dass die Kanzlerin temporär zur Diebin wird, macht nichts, was ein übergroßer Künstler aber anders sieht. Anders sieht am Ende dieser Geschichte aber die Welt aus.

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„Ist etwas passiert, nachdem ich getroffen wurde?“ Keine Antwort.

„Kinder, Papa hat etwas gefragt.“ Tom fuhr seine Linke aus und deutete in die Ferne.

„Männer.“, hauchte er.

„Wie interessant.“, meinte der Wiederauferstandene halb verärgert, halb belustigt. Dann erzählte Tom stotternd von dem Kavallerietrupp. Montanus dachte kurz nach und entschied dann: „Aufbruch. Lasst uns die Südstaaten schnell verlassen.“ Als seine Sklaven immer noch keine Anstalten machten, sich zu rühren, befahl er: „Master sagt: aufsitzen!“ Schmunzelnd beobachtete er, wie die beiden wie in Trance die Pferde bestiegen. Als er selbst im Sattel saß, wollte Sarah wie gewohnt ihre dünnen Arme um seinen Leib schlingen, schien aber davor zurückzuschrecken; sie ließ die Arme wieder sinken.

„Ich bin kein Geist, Sarah, und ich bin nicht mehr verletzt. Halte dich also fest.“ Sarah glaubte ihm zwar nicht, legte aber trotzdem fast trotzig ihre Arme um ihn. Sie fühlte seinen festen Körper und dachte, ein Geist ist er tatsächlich nicht. Was sie nicht wissen konnte, war, dass er dem aber ziemlich nahe kam.

Nach einer Weile passierten sie einen verlassenen, provisorischen Grenzposten und setzten ihren Weg bis zum Anbruch der Dunkelheit fort. Ein Feuer entzündeten sie heute nicht, und Montanus teilte Wachen ein. Ein unausgesprochenes Schweigegelübde ließ keinerlei Gespräch aufkommen, was sich aber bei Morgengrauen, als er zum Aufbruch drängte, änderte.

„Master, er hat auf dich geschossen.“, konstatierte Tom rückblickend.

„Ja.“

„Ich habe gesehen, wie Männer aussehen, auf die geschossen wurde.“

„Ja.“

„Du warst tot, Master.“, klagte Sarah. Montanus hörte mit der Herrichtung des Pferdes auf und drehte sich zu den beiden Erzählern um.

„Ja, ich bin von einer Kugel getroffen worden und vielleicht war ich auch tot; aber nur eine Weile. Jetzt bin ich wieder lebendig und will hier weg.“

„Wer bist du, Master?“, fragte Tom.

„Master, was bist du?“, fragte Sarah.

„Ein Mensch, meine Lieben, ich bin ein Mensch.“, erklärte der Weiße fröhlich.

„Aber nicht wie wir, nicht wahr?“ Die schlaue Sarah.

„Nein, nicht wie ihr.“, flüsterte er.

Sie ritten über ein Gelände, dessen Boden aufgewühlt war. Hier und da lag ein Pferdekadaver, Sträucher und Bäume waren teilweise zerfetzt, Häuser zerstört und Scheunen niedergebrannt. Es roch nach Rauch und Tod.

Bald jedoch wurde die Gegend freundlicher und als sie die erste Ansiedlung sahen, über der das Banner der Nordstaaten wehte, wussten sie, dass sie in relativer Sicherheit waren.

Montanus begab sich mit seinen Schützlingen zum Richter, legte die Kaufurkunden vor und erwirkte Freilassungsurkunden.

„Und jetzt müssen noch die Dinger da ab.“, schmunzelte der Richter und zeigte auf die Hälse der jungen Leute, die völlig fassungslos waren. Ein Gerichtsmitarbeiter erschien mit einer großen Zange, die, wie er stolz verkündete, extra für diese Zwecke hergestellt worden war, da die Freilassung von Sklaven hier fast zum Tagesgeschäft gehöre, setzte sie gekonnt zweimal an und Sarah und Tom waren die Stigmata los. Zur Feier des Tages ging man zu dritt in eine Art Gasthof, um zu essen und zu trinken. Niemand nahm hier Anstoß daran, dass Schwarze das Lokal betraten.

„Die Leute sind alle so freundlich zu uns.“, strahlte Sarah, worauf Montanus seine Gabel erhob.

„Täuscht euch nicht. Nicht überall ist es, wie hier. Auch in diesem Teil Amerikas gibt es Feindschaft gegen die Schwarzen. Dass die Sklaverei hier abgeschafft ist, bedeutet nicht, dass alle Menschen Brüder sind. Und Schwestern.“

Da sie glaubten, es sich verdient zu haben, blieben sie über Nacht in dem Gasthof, um einmal in richtigen Betten zu schlafen und bekamen zu dritt ein Zimmer zugesprochen.

Als das Licht gelöscht war und sie einem mehr oder weniger bierseligen Schlaf entgegenatmeten, wagte Sarah die entscheidende Frage mit fester Stimme in die Dunkelheit hinein.

„Kannst du das erklären, Master?“

„Ich heiße Magnus.“, nuschelte Magnus zurück.

„Magnus.“

„Was ist?“, fragte er mit schwerer Zunge.

„Ob du das erklären kannst.“

„Was?“ War es Taktik, oder war er betrunken?

„Dass du von den Toten auferstanden bist.“

„Ich war doch der einzige, oder?“

„Du weißt, wie ich das meine.“

„Nein.“

„Soll ich es noch einmal erklären?“

„Nein. Ich meine, nein. Nein heißt nicht, dass ich nicht weiß, was du meinst, sondern, dass ich es nicht erklären kann. Glaube ich.“

„Hast du keine Erklärungen für dich?“

„Schon, aber die sind unreif. Ich arbeite daran.“

„Wirst du es uns sagen, wenn du die Lösung hast?“ Tom schnarchte.

„Wenn ihr es noch erlebt, werde ich es euch sagen.“ Er schien eindeutig betrunken, war es aber nicht. Er war nur müde.

„Willst du damit sagen, dass wir eher sterben als du?“ Sarah klang erstaunlich sachlich.

„In diesem Falle erkläre ich es euren Nachkommen.“ Das klingt nun eigentlich nicht mehr betrunken, meinte Sarah.

Er wusste damals nicht, dass er ein folgenschweres Versprechen gegeben hatte.

Zwei Wochen später ritten sie gemächlich durch ein bewaldetes Gelände irgendwo zwischen den großen Seen und der Ostküste. Der leicht ansteigende Reitweg führte geradewegs auf eine große Lichtung, auf der sich ein Anwesen und mehrere Pferdekoppeln, auf denen einige Pferde grasten, befanden. Xavier de la Lotte hob den Kopf, als er die zwei Pferde gewahr wurde und ließ den Hammer sinken.

„Pauline, il est la!“, rief er in reinstem Französisch zum Haus hinüber, und die Schindeln des Hauses schienen zu vibrieren, in dessen Tür nun eine brünette Frau erschien und den Weg hinabschaute.

„Magnus!“, rief sie und stürzte den Reitern entgegen.

Der Schmied, ein gewaltiger Mann mit einer roten Mähne, die er hinter dem Kopf zu einem Zopf gebunden hatte, warf den Hammer fort und verzog sein vollbärtiges Gesicht zu einem breiten Grinsen. Er hatte eine Lederschürze und eine ebensolche Weste an, darunter nichts, so dass seine mächtige Muskulatur gut zu sehen war. Auch er ging den Ankömmlingen entgegen.

Magnus sprang vom Pferd und schritt den beiden lachend und mit ausgebreiteten Armen entgegen. Zuerst umarmte er Pauline, dann den Schmied, der fast einen Kopf größer, aber sicher doppelt so breit war, wie Magnus. Sarah und Tom stiegen ab und blieben bei den Pferden. Das französischstämmige Paar wechselte ein paar Worte in ihrer Muttersprache mit Magnus, wobei Xavier das kleine Loch in Magnus‘ Hemd entdeckte.

„Ist es wieder passiert?“, fragte er besorgt.

„Es ist wieder passiert, gleichzeitig ist nichts passiert, wie du siehst. – Ich habe euch zwei bezaubernde junge Menschen mitgebracht.“ Er winkte die beiden schüchternen Schwarzen herbei, die sich, zu ihrer Überraschung, ebenfalls an die unterschiedlichen Busen des Paares unversehens gedrückt sahen.

Am Abend saßen sie alle um einen großen Tisch in der Wohnküche des Hauses um einen großen Topf Eintopf herum und aßen.

„Es wäre schön, wenn ihr Sarah und Tom aufnehmen könntet.“, sagte Magnus. Pauline sah Sarah lächelnd an und drückte ihre zarte Hand. Xavier schlug Tom auf die Schulter, der dies als Ritterschlag nahm und sich den Schmerz nicht ansehen ließ.

„Sie werden sein wie unsere Kinder.“, versprach Xavier dröhnend, und ernst und leise fügte er hinzu: „Wie lange wirst du bleiben?“

„Ich bleibe noch eine Weile. Ich habe versprochen, ihnen Selbstbewusstsein beizubringen.“

Xavier lachte, was klang, wie Donnergrollen.

„Da bist du der beste Lehrmeister.“

„Manches andere müsst ihr ihnen beibringen.“ Xavier und Pauline lachten zustimmend.

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