Lea Loseries - Iria - Blut wie Regen

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Ihre Rückkehr nach Iria bringt einige beunruhigende Veränderungen für Leo und Marie mit sich: Schlimm genug, dass die Anfeindungen im Volk immer aggressiver werden. Doch zu allem Überfluss hat sich auch noch ihr Freund Jonas in den Kopf gesetzt, nach seinem verschollenen Vater zu suchen.
Werden die vier Freunde Hedwig, Jonas, Leo und Marie sich der Herausforderung stellen? Oder sind sie nicht bereit, ihr Leben für den Erzfeind aufs Spiel zu setzen, der ganz nebenbei Jonas Vater ist?
Das blutige Spiel beginnt.

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Aber jeder wusste, dass nicht alles gut war. Die politische Lage in Iria wurde immer

unübersichtlicher. Beinahe unkontrollierbar. Dasselbe Gefühl, das sie verspürt hatte,

als sie Jonas und den anderen ihre Meinung gesagt hatte. Sie hatte nicht anders

gekonnt. In ihrem Herzen war ein Gefühl gewesen, als würde sie gleich zerspringen,

so viel Wut und Trauer hatten sich darin angesammelt. Im Nachhinein war Marie

froh, ausgerastet zu sein. Das hatte raus gemusst. Alles war besser, als Ärger in sich

hineinzufressen. Weil der Ärger einen sonst nämlich selbst auffrisst.

Endlich Ruhe. Seufzend zog Leo sich die Hose hinunter und klappte den

Toilettendeckel nach oben, der mit einem kurzen Scheppern gegen den Spülkasten

knallte. Er setzte sich und stützte den Kopf auf die Hände. Der Tag war ereignisreich

gewesen. Heute morgen hatte er seine erste Stunde Hebräisch gehabt. Schon jetzt

fragte er sich, ob das wirklich das Richtige für ihn war. Jedes mal, wenn sein Blick

unverhofft auf sein Vokabelheft fiel, drehte sich ihm der Magen um. Er wusste beim

besten Willen nicht, wie er das alles in seinen Kopf hineinkriegen sollte. Diese

ganzen Zeichen und Laute machten einfach keinen Sinn. Er fühlte sich dumm.

Genauso wie heute Mittag beim Essen, als Jonas ihm stolz berichtet hatte, sowohl ein

Lob von seinem Lehrer als auch von Marie bekommen zu haben. Niemand hätte ihm

zugetraut, dass er mit dem Griechischen klarkam. Besonders nicht Marie. Aber heute

hatte sie erstaunt zugeben müssen, dass Jonas in schulischen Dingen wohl doch nicht

so dumm war, wie sie gedacht hatte. Leo aber fühlte sich deshalb jetzt wie der letzte

Depp. Er stöhnte, zupfte eine Schlange Klopapier von der Rolle und knüllte sie

achtlos zusammen. Dann zielte er damit auf das Waschbecken. Und traf. Wenigstens

das ging heute nicht schief. Da unterbrach ein Rascheln seine Gedankengänge.

Wahrscheinlich das Klopapier. Aber immerhin wurde sein Kopf jetzt langsam wieder

klar für die wirklich wichtigen Dinge. Jonas, Hedwig und er hatten sich heute noch

einmal getroffen, um nach großem Hin- und Her endlich einen Plan auszuhecken, um

an Herrn Maschaels Akte zu kommen. Den Einbruch würden die beiden Jungen

allein erledigen. Leo wurde mulmig zumute, als er an dieses Wort dachte. Einbruch.

Er wollte das eigentlich nicht. Aber letztlich war ihm klargeworden, dass er Jonas

nicht im Stich lassen konnte. Schließlich waren sie Blutsbrüder. Der eine durfte den

anderen nicht hängen lassen, egal, wie dämlich eine Idee auch sein mochte. Hedwig

hatte sich ihnen nur zögerlich angeschlossen und geklagt, dass sie ein schlechtes

Gewissen habe bei dem Gedanken, Marie anlügen zu müssen, wenn sie ihnen half.

Zum Schluss hatten sie den Kompromiss geschlossen, Hedwig nur indirekt an der

Sache mitarbeiten zu lassen. Sie würde sich um die alles beobachtenden

Terminkalender kümmern und sie einfangen. Wie, das wusste noch keiner von ihnen.

Aber Hedwig war clever. Die würde das schon hinkriegen. Leo grinste bei der

Vorstellung, wie sie mit einem Kescher bewaffnet durch die Schule schlich und die

kleinen Heftchen einfing… und erschrak zu Tode. Über ihm raschelte es schon

wieder. Da war etwas. Erschrocken richtete er seinen Blick zur Decke. Direkt über

ihm flatterte Sigor. Leo fluchte. Ausgerechnet der! Zum Glück hatte er nicht laut

gesprochen. Diese fliegenden Teilchen waren ihm irgendwie unheimlich. Aber

immerhin hatte sich durch den Schrecken sein Magen von ganz allein entleert. Jetzt

brauchte er keine Angst mehr vor einer Verstopfung zu haben. Dennoch: Was um

alles in der Welt machte Sigor auf seiner Toilette? Hatten die fliegenden Dinger denn

nicht mal das bisschen Respekt vor seiner Privatsphäre? Leo stand auf, grapschte mit

einer Hand nach dem erschrockenen Terminkalender und riss mit der anderen die Tür

auf. Dann katapultierte er das wild mit den Flügeln um sich schlagende Ding hinaus.

Direkt in Jonas verwirrtes Gesicht. „Was?“, raunzte Leo nur und schlug die Tür

wieder zu. Aber eines war ganz sicher: nächstes Mal, wenn er etwas rascheln hörte,

würde er sofort seine Hose hochziehen.

Nero fühlte sich großartig. Mit jedem Atemzug der spätsommerlichen Luft, die er

einatmete, wurde sein Rücken gerader, seine Schultern härter und der Ausdruck in

seinen Augen stählerner. Tief in seinem Innern konnte er nicht anders, als über sich

selbst den Kopf zu schütteln. Nero, du bist zu leichtsinnig. Doch jetzt wollte er nichts

Anderes, als darüber zu lachen. Was für eine Ironie des Schicksals. Er war auf dem

Weg zu einer Beerdigung. Tilo hieß der arme Strolch, den es getroffen hatte. So

meinte er zumindest, es gehört zu haben. Er war bei lebendigem Leibe zerfetzt

worden. Gerne hätte Nero ihn auf dem Tisch des Gerichtsmediziner betrachtet. Er

fand, das war irgendwie echter. In der kalten, sterilen Umgebung der Gerichtsmedizin

war das hämische Lächeln des Todes viel deutlicher. Und die Verwundungen auch.

Schließlich wollte Nero sich auf seinen Einsatz top vorbereiten. Und da half es ihm

äußerst wenig, einen Blick auf seinen Vorgänger zu werfen, während dieser mit

einem friedlichen Ausdruck auf dem Gesicht, die Hände gefaltet und die

Verletzungen so gut wie möglich retuschiert, in einem Sarg lag. Aber das hier war

immerhin besser als gar nichts. Mit weit ausholenden Schritten überquerte Nero die

Straße der kleinen Stadt, in der die Beisetzung stattfinden würde. Schon von weitem

hörte er die Klänge. Wenn er sich nicht täuschte, war es eine elektronische Orgel

und… Geigen. Für eine Beerdigung also perfekt. Noch bevor er das kleine, weiße Tor

zum Friedhof aufreißen konnte, wusste er schon, dass er zu spät kam. Die anderen

Trauergäste waren bereits alle versammelt. Dort standen sie in Reih und Glied und

schauten andächtig gen Himmel. In Neros Unterbewusstsein fing etwas an, sich zu

regen. Er selbst ließ lässig die Sonnenbrille auf seine Nasenflügel fallen und

schlenderte langsam auf die kleine Gemeinschaft zu. Jetzt waren die Leute alle viel

zu sehr damit beschäftigt, dem Pastor zuzuhören, als dass sie ihn hätten beachten

können. Er stellte sich einfach ganz hinten an. So weit wie möglich von dem Podium

entfernt. Das würde ihm genügen. Nur einen kurzen Blick in den Sarg wollte er

später werfen. Eine schöne Idee, die Gedenkfeier im Freien stattfinden zu lassen,

fand er. Doch noch etwas fiel ihm auf. Während er die Gäste um sich herum während

der irre langen Predigt aufmerksam musterte, wurde ihm bewusst, dass die meisten

von ihnen bunt trugen. Orange Oberteile, blaue Hosen und gelbe Halstücher drängten

sich in sein Blickfeld. Dazu unterschiedlich farbene Strümpfe. Als er die junge Frau

mit den orangen Haaren vor sich betrachtete, musste er grinsen. Pippi Langstrumpf.

Doch dann erforderte wieder das Geschehen weiter vorn seine Aufmerksamkeit. Der

Gedenkgottesdienst war zu ende und nun drängten sich die Gäste nacheinander nach

vorn, um sich ein letztes Mal von ihrem Familienmitglied oder Bekannten zu

verabschieden. Nero ließ sich in dem Strom einfach mitreißen. Als er nur noch

wenige Meter vor dem Körper des Mannes stand, wegen dem er hier war, fiel sein

Blick auf ein Mädchen in einem weißen Kleid. Sie wirkte wie eine junge Braut, doch

dazu passte der Ausdruck auf ihrem Gesicht nicht. Ihre hellen, braunen Augen

starrten mit unterdrückter Pein ins Leere und ihre Wangen waren benetzt von einem

Gitter aus glitzernden Tränen. Für einen Moment vergaß Nero alles um sich herum

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