Lea Loseries - Iria - Blut wie Regen

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Ihre Rückkehr nach Iria bringt einige beunruhigende Veränderungen für Leo und Marie mit sich: Schlimm genug, dass die Anfeindungen im Volk immer aggressiver werden. Doch zu allem Überfluss hat sich auch noch ihr Freund Jonas in den Kopf gesetzt, nach seinem verschollenen Vater zu suchen.
Werden die vier Freunde Hedwig, Jonas, Leo und Marie sich der Herausforderung stellen? Oder sind sie nicht bereit, ihr Leben für den Erzfeind aufs Spiel zu setzen, der ganz nebenbei Jonas Vater ist?
Das blutige Spiel beginnt.

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Als er an der Universität in Noctu Politik studiert hatte, hatten alle seine Professoren

ihm dringendst geraten, sich zu Gunsten der Seriosität eine neue Frisur zuzulegen.

Schließlich weckte ein schwarzer Politiker wie er schon genug Misstrauen.

Schwarzer. Sie hatten ihn wirklich als Schwarzen bezeichnet. Immer noch konnte

Eljosch die Wut von damals spüren. Ja, es stimmte, seine Vorfahren kamen nicht aus

Iria, sondern aus der anderen Welt. Aber er kannte seine leiblichen Eltern nicht und

hatte solange er denken konnte, bei einer irianischen Familie im Ring Torpedú gelebt.

Er war Irianer. Voll und ganz. An dem Tag, an dem er zum Präsidenten des Landes

gewählt worden war, waren endlich alle seine Zweifel bezüglich seiner Heimat und

seines Ursprungs weggewischt worden. Die Leute hatten ihn nicht aufgrund seines

Äußeren beurteilt. Nein, sie hatten ihm Respekt und Vertrauen entgegengebracht.

Ihm, der im Vergleich mit anderen Politikern authentisch und ehrlich wirkte und sich

für die Menschen einsetzte. Und jetzt, in einer Zeit, in der die politische Lage

sowieso schon so heikel war, machte Borost das alles wieder zunichte. „Ja, meine

Heimat liegt im Ring Torpedú.“, antwortete Eljosch knapp, „Und natürlich fühle ich

mich mit den Südirianern verbunden. Genauso, wie ich mich mit jedem Irianer

verbunden fühle.“ Das war die perfekte Antwort, lobte er sich in Gedanken, gut

gemacht, Eljosch. Borost lächelte böse. Beinahe so, als hätte er genau mit diesen

Worten gerechnet. Also machte er weiter. „Kämpfe in erster Linie für deine eigenen

Leute.“ Das war alles, was Borost sagte. Doch Eljosch gönnte ihm nicht die

Genugtuung, den Präsidenten vor ihm verblüfft zu sehen. Stattdessen erwiderte er

formell: „Ich glaube, ich habe ihre Frage nicht ganz verstanden.“ Wieder lächelte

Borost still in sich hinein. Dann verkündete er: „Es war ein Zitat. Wie ich sehe, kennt

unser Präsident das neue Evangelium noch nicht besonders gut. Aber das macht ja

nichts. Schließlich wird er genug Zeit haben, diese Lektüre nachzuholen.“ Jetzt

runzelte Eljosch unwillig die Stirn. Es dämmerte ihm etwas. „Das neue Evangelium

sagen Sie? Ich muss zugeben, dass ich diesen Namen noch nie gehört habe.“ „Aber,

aber. Sie haben doch bestimmt auch von dem sensationellen Fund gehört.“ Borost

wartete eine Weile, doch Eljoschs kaltes Schweigen war nicht zu brechen. Also fuhr

er theatralisch fort: „Oben im Norden, mitten im Land der Finsternis, wurde ein

Schriftstück gefunden, das in der Lage sein wird, die Herzen unserer Brüder und

Schwestern zu erhellen.“ Jetzt war Eljosch klar, wovon er sprach. Trotzdem ließ er

ihn zappeln. „Ach ja?“, fragte er interessiert, „Was ist das genau für ein Schriftstück?

Bitte drücken Sie sich klarer aus.“ „Es ist“, Borost holte tief Luft, „das fünfte

Evangelium. Es stammt aus der Zeit, in der Jesus gelebt hat und wurde von einem

seiner Jünger höchstpersönlich aufgeschrieben. Sie sollten es wirklich lesen.“ Borosts

verschlagener Blick verriet Eljosch, dass sich nichts Gutes anbahnte. Dennoch verzog

sich sein Gesicht ausnahmsweise einmal zu einem gutmütigen Lächeln. Schließlich

wollte kein Land einen Präsidenten mit eisernen Gesichtszügen. „Ach, das meinen

Sie.“, sagte er lächelnd, „Ja, davon habe ich gehört. Mir ist zu Ohren gekommen,

dass das Schriftstück gerade von Experten überprüft wird und dabei sehr interessante

Dinge entdeckt wurden. Zum Beispiel...“ „Gut.“, unterbrach ihn Borost forsch, „Sie

schweifen ab. Das hier soll keine Talkshow werden. Kommen wir zu meiner nächsten

Frage. Können Sie sich vorstellen, endlich ein Programm zu entwickeln, dass sowohl

politische, wirtschaftliche, wissenschaftliche als auch kulturelle Gleichheit von Nord

und Süd in den nächsten Jahren gewährleistet?“ Eljosch schwieg. Das war dünnes

Eis. Wenn er behaupten würde, er könne es, würde er scheitern und als Lügner

abgestempelt werden. Außerdem würden dann die Nordirianer über ihn herfallen, die

es sich nicht leisten konnten, dass die staatlichen Ausgaben an sie gekürzt oder ihnen

gar noch etwas von ihren privaten Einkommen weggenommen wurde. Und wenn er

nein sagte, würden ihn die Südirianer zu Staub zerfetzen. Sie wären enttäuscht und

würden sich von ihm im Stich gelassen fühlen. Nein, das durfte er nicht zulassen.

„Ich merke, dass Sie ein wenig Zeit benötigen, um Ihre Erinnerungen an dieses

kleine Problemchen wieder aufzufrischen.“, spottete Borost, „Ich bin Ihnen gerne

dabei behilflich. Schon seit Jahrzehnten ist der Norden dem Süden in allen Belangen

des gemeinschaftlichen Lebens weit voraus. Die Leute wollen Veränderung, sie

wollen Gerechtigkeit. Wussten Sie, dass tausende von Anträgen abgelehnt wurden,

die Südirianer an Universitäten im Norden gestellt haben? Und das mit der

Begründung, dass sie durch ihren südirianischer Bildungsstand nicht die nötigen

Vorkenntnisse besäßen, um erfolgreich ihren Abschluss zu machen. Das ist

Diskriminierung!“ Borost hatte sich in Fahrt geredet. Jetzt ging er sogar so weit, dass

er als Zeichen der Abscheu auf den Boden spuckte. Eljosch sah ihm dabei zu.

Äußerlich gefasst, aber in seinem Inneren brodelte es. So ein skrupelloses Miststück.

Borost war jedenfalls ein guter Schauspieler. Wäre da nicht das verschlagene Blitzen

in seinen Augen gewesen, hätte Eljosch ihm alles, was er sagte, abgenommen. Aber

er wusste, dass dieser Mann auf etwas ganz anderes hinaus wollte. Und dazu nutzte

er die Bühne, die ihm das Amt als Leiter einer Bürgerinitiative verschaffte. Eljosch

meinte, sich daran zu erinnern, vor kurzem eine Statistik gelesen zu haben, die eben

das besagte, was Borost ihm gerade vorgetragen hatte. Allerdings war bei der

Erstellung dieser Grafik nicht berücksichtigt worden, dass auch viele Leute aus dem

Norden nicht angenommen worden waren und ob die abgewiesenen Südirianer

überhaupt die Grundvoraussetzungen mitgebracht hatten, die für jeden, egal, ob aus

dem Norden oder dem Süden galten, wurde auch nicht erwähnt. Eljosch kochte vor

Wut. Er musste antworten. Schnell. „Mir ist bewusst, dass es in unserem Land immer

noch innere Differenzen gibt, die aus dem Weg geräumt werden müssen. Auch wenn

ich bezweifle, dass sich diese Unterschiede so äußern, wie Sie behaupten. Seit

meinem Amtsantritt arbeite ich gemeinsam mit anderen Politikern daran, den Süden

voranzubringen. Aber Qualität hat ihren Preis. Wir brauchen Zeit und die

Unterstützung der Menschen.“ Im nächsten Moment riss Eljosch überrascht die

Augen auf. Borost hatte direkt vor seiner Nase mit der Faust auf den Tisch

geschlagen. So hatte er sich bis jetzt noch nie aufgeführt. „Eben da liegt das

Problem!“, zischte er, „Sie arbeiten seit drei Jahren daran, seit Sie Präsident sind.

Und es hat sich nichts verändert. Finden Sie das nicht ein bisschen fragwürdig?“

Eljosch starrte auf den silbernen Ring, den Borost an seinem Finger trug, während er

antwortete. Ein Ring mit dem Symbol einer Schlange. „Ich möchte Sie daran

erinnern, dass ich nicht allein die Regierung bin. Alles, was wir beschließen,

beschließen wir gemeinsam. Das ist der Vorzug und zugleich das Laster einer

freiheitlichen Demokratie.“ Noch bevor er geendet hatte, spürte Eljosch, wie Borosts

böser Blick ihn durchbohrte. Er würde sein Ansehen vollends in den Schmutz ziehen,

wenn Eljosch nicht gleich etwas unternahm. Also startete er einen Gegenangriff. „So

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