Melina Führer - Perspektiven im Journalismus

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Die Studierenden des Bachelorstudiengangs Medienproduktion an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe haben sich im Wintersemester 2015/16 gezielt mit der mobilen Berichterstattung im Hörfunk, dem Bereich WebDoku oder auch dem Phänomen des Printmagazins Landlust beschäftigt. Dabei haben Sie im Semesterverlauf neben Fachvorträgen und selbst entwickelten Workshops erste eigene wissenschaftliche Artikel verfasst, von denen eine Auswahl Eingang in diesen Seminarband gefunden hat. Sie spiegeln sowohl unterschiedliche Erfahrungen der Studierenden als auch unterschiedliche Herangehensweisen an die bearbeiteten Themen wider. Gleichzeitig sind sie eine Momentaufnahme in Zeiten der ständig voranschreitenden Medienkonvergenz.

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Mittlerweile ziehen einige deutsche Zeitungen nach. Nicht nur die nationalen, sondern auch die regionalen Zeitungen produzieren einige Webdokus. Die Süddeutsche Zeitung, ZeitOnline und SpiegelOnline stellten bereits verschiedene Webdokus her. Die regionale Rhein-Zeitung produzierte die Webdoku „Arabellion“ (Figl, 2015: 91). Auch wenn es den Anschein hat, dass Deutschland in Sachen Webdoku allmählich aufholt, stammten laut Alexander Knotig im Jahr 2012 nur 2% der Nutzer von ARTE-Webdokus aus Deutschland, darauf folgten 8% aus englischsprachigen Ländern. Die absolute Mehrheit der Nutzer von 90% wählte in den Webdokumentationen die französische Sprache aus (Barth, 2011c).

Vorreiter in Sachen Multimedia-Reportagen sind die französischsprachigen Länder (Barth, 2011b) (Figl, 2015: 91). Um auch neuartige und experimentelle Projekte umzusetzen, wie z.B. „Le jeu des 1.000 histoires“, stellte die französische Regierung zwischen 2012 und 2016 knapp 750.000 Euro bereit (Figl, 2015: 76).

Mittlerweile macht das neue Genre auch in der deutschen Medienlandschaft allmählich Fortschritte. Angefangen beim schon erwähnten Grimme-Online-Award, bieten nun auch bekannte deutsche Festivals wie z.B. DOK Leipzig eine Plattform für Webdokus (Figl, 2015: 77).

Formen von Webdokus

Über die Jahre haben sich viele verschiedene Formen von Webdokus entwickelt, die sich an den Modi des Dokumentarfilms orientieren (Figl, 2015: 164-165).

Die einzelnen Formen unterscheiden sich sowohl in ihrer inhaltlichen als auch in ihrer formalen Gestaltung voneinander (Figl, 2015: 164).

Der poetische Modus

Der erste Modus ist der poetische Modus. Er zeichnet sich durch folgende Kriterien aus:

Die Betonung von visuellen und auditiven Inhalten

Eine sehr starke Ausrichtung am Film

Zusätzlich ist der behandelte Inhalt der Webdoku eher subjektiv als objektiv geprägt

Beispielwebdokus für diesen Modus sind:

Webdog

Camera War

The Last Hunt

Bear 71

In der Webdoku „Bear 71“ geht es um das Leben von Bär 71, der in einem kanadischen Nationalpark lebt. Die Webdoku startet mit einem zwanzigminütigen Eröffnungsfilm, einer Art Einstiegsdokumentarfilm. Die Bilder darin stammen größtenteils aus Überwachungskameras des Parks. Sie zeigen, wie der Bär gefangen und markiert wird, und begleiten ihn durch sein Leben bis zum Tod. Die subjektive Prägung wird gleich am Anfang hergestellt, denn der Bär 71 berichtet in dem Film selbst und zeigt so seine Wahrnehmungen sowie die Gedanken und Ansichten der Macher. Auch im weiteren Verlauf der Webdoku erkennt man, dass sehr stark auf visuelle Inhalte gesetzt wurde. Findet man auf der Karte des Nationalparks ein Tier, so kann man sich durch ein Klicken gleich das passende Überwachungsbild dazu anzeigen lassen (Bear 71, 2012) (Figl, 2015: 166-169).

Der expositorische Modus

Der zweite Modus ist der expositorische Modus, der folgende Eigenschaften aufweist:

Das Publikum wird direkt angesprochen

Der Inhalt wird omnipräsent/ allwissend erzählt

Der Schnitt unterstützt die Glaubwürdigkeit des erzählten Themas

Beispielwebdokus für diesen Modus sind:

Lagos Wild & Close

Collapsus

Happy World Burma

Alma – A tale of violence

Der expositorische Modus in Alma – A tale of violence:

Die junge Frau Alma erzählt in der Webdoku von ihrer Vergangenheit in einer guatemalischen Gang. In ihrem Film beschreibt sie Mord, häusliche Gewalt und Armut. Da es sich um ihre eigene Geschichte handelt, kennt Alma jedes Detail davon. Sie erzählt ihre Geschichte direkt dem Publikum, in einer schlichten und ernüchternden Weise. Schnitte finden sich in der Webdoku kaum. Alma erzählt einfach ihre wahre Geschichte. Hintergrundinformationen blenden sich über Alma ein und können so angewählt werden (Alma – a tale of violence, 2012) (Figl, 2015, 184-195).

Der beobachtende Modus

Der beobachtende Modus beinhaltet folgende Kriterien:

Er ähnelt dem „Fly on the Wall“-Modus

Er stellt also Beobachtungen möglichst unauffällig an

Daher greift er nicht in das Geschehen ein

Beispielwebdokus für diesen Modus sind:

I love your work

We feel fine

The whale hunt

Gaza/Sderot

In der Webdoku Gaza/Sderot wird das Leben der Menschen in den beiden Städten, die in Palästina und Israel liegen, dem User nähergebracht. Gaza/Sderot besteht aus 2 x 60 Filmclips, die jeweils an den gleichen Tagen erstellt wurden. In den Filmen wird das Leben der Menschen beobachtet; der Filmemacher tritt nie aktiv auf und greift somit nicht in das Geschehen ein (Figl, 2015: 173-176) (Gaza/Sderot, 2008).

Der teilnehmende Modus

Der teilnehmende Modus besteht aus folgenden Eigenschaften:

Interviews spielen eine große Rolle

Zusammenspiel von Filmemacher und Schauspielern

Beispielwebdokus für diesen Modus sind:

Generation quoi?

Johnny-Cash-Projekt

Life in a day

One day on earth

Die Webdoku „One day on earth“ besteht aus tausenden Videoclips, die alle am 10.10.2010 entstanden sind. Die Clips wurden dem Filmemacher aus der ganzen Welt zugesandt. Dadurch entstand ein einzigartiges Zusammenspiel von Filmemacher (hier eigentlich nur Initiator des Projekts) und Schauspielern (hier die Filmemacher). Die Menschen erzählen, zeigen oder filmen, was ihnen an diesem besonderen Tag wichtig ist. Dasselbe Projekt wurde am 11.11.2011 und am 12.12.2012 wiederholt. All diese tausend Filme werden auf einer Karte dargestellt, durch die sich der User klicken kann (One day on earth, 2010) (Figl, 2015: 196-201).

Der reflexive Modus

Laut A. Figl wird der reflexive Modus wie folgt beschrieben:

Die Aufmerksamkeit wird auf das Filmemachen gelenkt

Das Publikum soll „die Funktionsweise des Films verstehen“

Beispielwebdokus für den reflexiven Modus sind:

Out of sight, out of mind

We feel fine

48 Hour Games

Die Webdoku „48 Hour Games“ handelt von der Nordic Game Jam 2011. Der Titel beschreibt bereits grob den Inhalt der Webdoku: Entwickler treffen sich und stellen binnen 48h ein komplettes Computerspiel auf die Beine. In dieser kurzen Zeit erschaffen sie ein völlig neues Werk, und da die Webdoku einzelne Entwickler begleitet, hängt sie unmittelbar damit zusammen (48 hour games, 2012) (Figl, 2015: 170-172).

Der performative Modus

Der performative Modus zeichnet sich durch folgende Kriterien aus:

Engagement des Filmemachers bezogen auf das Thema

stark verwandt mit dem teilnehmenden Modus, aber mehr durch den Filmemacher geprägt

Beispielwebdokus für den performativen Modus sind:

Challenge for Change

Seeing is Believing

Filmmaker in Residence

Highrise-Reihe

„Highrise – Out of my window“ beschreibt das Leben von Menschen in Hochhäusern, die sich in Städten auf dem ganzen Planeten befinden. Die Autorin Katerina Cizek zeigt besonders viel Engagement für die Entwicklung des menschlichen Lebens in urbanen Räumen und gestaltete so die Highrise-Reihe, bestehend aus 4 Webdokus. Durch die Webdoku „Out of my window“ entdeckt der User die einzelnen Bewohner und deren Wohnungen mit ihren individuellen Geschichten (Highrise-out of my window, 2010) (Figl, 2015: 177).

Zukunftsaussichten und Perspektiven

Als besonders erfolgreich gilt die Verbindung von Spiel und Dokumentation. Gerade junge Leute werden hauptsächlich von Computerspielen angesprochen. Eine besondere Verbindung zwischen Computerspiel und dokumentarischen Elementen stellt „Type:Rider“ dar. In den einzelnen Leveln erfährt der Spieler, wie sich die Typografie und die verschiedenen Schriftarten entwickelt haben. Zusätzlich kann er Level selber designen, diese auch spielen und sie sogar anderen Spielern zur Verfügung stellen, alles über Social-Media-Dienste (Figl, 2015 83 und 85).

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