Melina Führer - Perspektiven im Journalismus

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Die Studierenden des Bachelorstudiengangs Medienproduktion an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe haben sich im Wintersemester 2015/16 gezielt mit der mobilen Berichterstattung im Hörfunk, dem Bereich WebDoku oder auch dem Phänomen des Printmagazins Landlust beschäftigt. Dabei haben Sie im Semesterverlauf neben Fachvorträgen und selbst entwickelten Workshops erste eigene wissenschaftliche Artikel verfasst, von denen eine Auswahl Eingang in diesen Seminarband gefunden hat. Sie spiegeln sowohl unterschiedliche Erfahrungen der Studierenden als auch unterschiedliche Herangehensweisen an die bearbeiteten Themen wider. Gleichzeitig sind sie eine Momentaufnahme in Zeiten der ständig voranschreitenden Medienkonvergenz.

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Abb 5 Die Pfeile Das Icon mit den vielen Pfeilen die in unterschiedlichste - фото 7

Abb. 5 Die Pfeile

Das Icon mit den vielen Pfeilen, die in unterschiedlichste Richtungen zeigen, verdeutlicht den non-linearen Ablauf einer Webdoku. Die Webseite webdoku.de beschreibt die Nonlinearität einer Multimedia-Reportage so: „Wenn der klassische Dokumentarfilm ein Stamm ist, dann ist die Webdoku ein Baum mit vielen verschiedenen Ästen. Der Zuschauer kann selbst entscheiden, ob er eine Abzweigung nimmt, oder bei dem Hauptstrang der Erzählung bleibt.“ (Barth, 2011a) (Figl, 2015: 64).

Abb 6 Die Weltkugel Als letzter Punkt steht die Weltkugel an Sie soll - фото 8

Abb. 6 Die Weltkugel

Als letzter Punkt steht die Weltkugel an. Sie soll verdeutlichen, dass eine Webdokumentation dank des Mediums Internet immer verfügbar ist. Dadurch geht sie über Länder- und Regionalcodes hinaus und kann somit überall auf der Welt durch 24/7 abgerufen werden (Figl, 2015: 64).

Die Entwicklung der Webdoku

Bevor das Genre Webdoku entstehen konnte, mussten erst einmal die technischen Voraussetzungen gegeben bzw. entwickelt sein. Der erste Schritt war also die Entwicklung der Urform des heutigen Internets und damit der Schritt in die digitale und vernetzte Welt.

Durch dieses neue Medium und vor allem durch dessen Weiterentwicklung wurde das neue Genre des Geschichtenerzählens überhaupt erst möglich. Da sich das Format Webdoku z.B. nicht an Sendezeiten binden muss, ergaben sich vielfältige neue Möglichkeiten (Figl, 2015: 67-68).

An dieser Stelle werden zwei Entwicklungsansätze aufgelistet: einerseits die technische Entwicklung, die die Voraussetzungen für die Webdoku schafft, und andererseits die kreative Entwicklung des Formats „Multimedia-Reportage“:

J. Whitney und J. Belson begannen in den 60er Jahren, die ersten Computerbilder zu generieren (Monaco, 2009: 523).

1965 entwickelte R. Summit die erste große Datenbank, die externen Personen den Zugriff erlaubte. Die Urform des Internets, genannt Arpnet, war ab 1969 online. Die erste professionelle Datenbank „Lexis“ ging 1973 ans Netz. In Frankreich ging 1985 die europäische Form des Internets online, genannt Minitee. Damit waren erstmals Chats möglich. In den 1980er Jahren wurden die ersten Schritte in Richtung Webdoku unternommen. Am MIT Media Lab begann Gloriana Davenport, mit Multimedia-Videos zu experimentieren (Figl, 2015: 71-72).

Ebenfalls am MIT wurde zwischen ’78 und ’80 die „Aspen Interactive Movie Map“ entwickelt. Dieses funktionale Prinzip erinnert uns heute an Google Maps. In der Aspen Interactive Movie Map war Aspen quasi die erste Stadt, die durch viele einzelne Fotografien kartographiert und so virtuell begehbar wurde. Somit gilt die Movie Map über die kalifornische Kleinstadt als eine der ersten Webdokus, die ursprünglich einen anderen Nutzeransatz verfolgte. Das Militär nutzte das Verfahren, um die Orte zunächst einmal auszukundschaften (Figl, 2015: 72-73).

1985 wurde die CD-ROM als neue Plattform entwickelt; eine sinnvolle Nutzung wurde jedoch erst durch MPEG und Quicktime, also durch Komprimierungssoftware, möglich. Zwischen ’87 und ’92 experimentierten die Entwickler von Quicktime im Apple Multimedia Lab mit neuen Technologien für Computer. Aufgrund des Internet-Booms brach der Markt für die neue Plattform jedoch zusammen (Figl, 2015: 72-73).

Ein weiterer Vorreiter, der sich ebenfalls mit einer Stadt beschäftigt, ist das Projekt „MossLanding“, in dem Filmstücke über Verlinkungen miteinander vernetzt wurden (Figl, 2015: 72-73).

1996 entwickelte C. Marker den Vorreiter des interaktiven Erzählens „Immemory“, der sich mit dem Centre Pompidou beschäftigt (Figl, 2015: 71-73).

In den Jahren von 1997-2000 kam das Genre Webdokumentation nach Deutschland. Die Korsakov-Filme von F. Thalhofer gelten als die ersten deutschen Versuche im Bereich Multimedia-Reportage (Thalhofer, 2015).

Auf dem Cinema du Reél im Centre Pompidou wurde 2002 der Begriff „Webdocumentaire“ bzw. „Webdocumentary“ erstmals verwendet (Barth, 2013).

2005 erschien die erste „Webdoku“ mit dem Namen „Ciudad Juarez – La cité des morts“ von der Firma Upian. Diese Multimedia-Reportage beschäftigt sich mit der Ermordung von 400 Frauen in der Stadt Juarez im Jahr 1993 (Figl, 2015: 73-74) (Barth, 2013).

2007 wurde die Webdoku als neue journalistische Erzählform entdeckt. Das Magazin GEO entwickelte das neue Format GEO Webreportage, um seine Reportagen neu zu präsentieren (Figl, 2015: 74).

Ebenfalls 2007 erschien die Webdoku „Thanatorama“, die sich mit dem Ablauf der Dinge nach dem eigenen Sterben beschäftigt. Das Motto der Webdoku ist: „You are dead, do you know what happens next?“ („Sie sind tot. Wissen Sie, was als Nächstes passiert?“). Die Webdoku spricht den User in der ersten Person an (First Person Perspective), was bis dahin keine Webdoku in dieser Form umgesetzt hatte (Barth, 2013).

Zwei weitere Vorreiter erschienen 2008: „Voyager au bout de charbon“ und „Gaza/Sderot“. Gaza/Sderot beschäftigt sich jeweils mit dem Leben der Menschen, und zwar einmal in Gaza und einmal im israelischen Sderot. Kurze Filmclips beobachten das Geschehen über einen bestimmten Zeitraum in beiden Städten (Gaza/Sderot, 2008).

2010 erschien die erste crossmediale und preisgekrönte Webdoku „Prison Valley“, eine Multimedia-Reportage mit Game-Elementen. Sie befasst sich mit einer Stadt in Colorado, USA, die vom Strafvollzug und den dazugehörigen Strafvollzugsanstalten dominiert wird. Die Arte-Produktion beschränkte sich jedoch nicht nur auf die Webdoku, sondern lieferte außerdem einen Film, ein Buch, eine App und eine Ausstellung. Das crossmediale Komplettpaket stieß auf positive Resonanz, sodass die insgesamt knapp 600.000 Besucher nicht nur von Preisen wie z.B. dem Grimme-Online-Preis, sondern auch von der Webdoku beeindruckt waren (Figl, 2015: 74) (Barth, 2013) (Sturm, 2013: 118). Das Besondere an der Webdoku „Prison Valley“ ist, dass der User die Entwicklung der Multimedia-Reportage anhand eines Blogs nachvollziehen kann. Prison Valley gilt als eine der erfolgreichsten Webdokumentationen, jedoch gibt es auch einige kritische Stimmen dazu (Sturm, 2013: 119).

Neue Standards setzte 2012 die New York Times-Webdoku „Snow Fall“ über ein Lawinenunglück. Diese Webdoku, die durch Bilder, Filme, Infografiken und Texte realisiert wurde, stieß ebenso wie „Prison Valley“ auf große Begeisterung (Sammer, 2014: 179). „Snow Fall“ etablierte die New York Times als Plattform für Webdokus; seither hat die Zeitung im Online-Auftritt eine eigene Webdoku-Rubrik (Figl, 2015: 76) (Figl, 2015: 90).

Durch den Erfolg der Webdoku „Snow Fall“ wurden auch Konkurrenten und die deutschen Medien auf das Genre „Multimedia-Reportage“ aufmerksam (Figl, 2015: 90).

Trotzdem ist dieses Genre hierzulande noch lange nicht so populär wie z.B. in Kanada oder Frankreich. Diese beiden Länder gelten als Vorreiter im Bereich Webdokumentation (Barth, 2011b).

Meist werden in Deutschland Webdokus nur vereinzelt hergestellt (Barth, 2011b). Die öffentlich-rechtlichen TV-Sender, wie ARD und ZDF, produzieren einzelne Webdokus, wie z.B. „Universum der Ozeane“ (Terra X), wo eine Unterwasserwelt erstellt wurde, die der User als Schildkröte erkunden kann (Figl, 2015: 80). Die privaten Sender in Deutschland produzieren bislang keine Webdokus. Eine Ausnahme unter den Sendern bildet ARTE. Die aktive Produktion von Webdokus ist mittlerweile ein fester Bestandteil seiner Sendungen. Als Beispiel investierte ARTE von 2,6 Millionen Euro einen Anteil von 400.000 Euro in die Webdoku zu dem Film „Lebt wohl, Genossen“ (Schneider, 2012).

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