Hans-Jürgen Setzer - Achter Stock - Endstation

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Leon Walters, Chefredakteur des Koblenzer Tageskuriers, ein unverbesserlicher Morgenmuffel, ansonsten gutmütig, hilfsbereit und voller Engagement stolpert in seinem ersten Fall mitten hinein ins pralle Seniorenleben, denn sein Boss, Alexander Paffrath, bittet ihn, einen Artikel über die Seniorenresidenz Moselblick zu verfassen.
Wie gewohnt recherchiert Leon Walters überaus gründlich. Was er bei seinen Recherchen herausfindet, übersteigt jegliches Maß an Menschlichkeit und Ethik.
Wird es Leon Walters gelingen, die Machenschaften zu unterbinden und die Schuldigen ihrer gerechten Strafe zuzuführen?

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Nach einem kurzen Gespräch mit der netten Dame am Empfangstresen ging er die Treppe hinunter in die Tiefgarage. Er fuhr mit seinem Dienstfahrzeug mit der Beschriftung „Koblenzer Tageskurier – Wir bringen es morgens und auf den Punkt“ durch den Montagmorgenverkehr von Koblenz. Dabei musste er über die Brücken der Stadt über Rhein und Mosel nach Güls. Er suchte sich einen Parkplatz, um sich zunächst einmal einen Überblick über die Anlage zu verschaffen. So machte er es immer: vom Allgemeinen zum Speziellen. So hatte er gelernt. Aus seiner Thermoskanne nahm er sich einen zweiten Morgenkaffee und grübelte, wie er am besten herangehen sollte. Ein Blick auf die Uhr zeigte: 8:30, also noch genügend Zeit.

Besuch im Moselblick

Leon setzte sich auf eine Bank in die Sonne vor der Residenz. Dort hatten es sich auch viele Bewohner der Einrichtung gemütlich gemacht. Einige hatten es eigenständig bis hierhin geschafft. Andere waren in ihren Rollstühlen hergebracht worden und wirkten wie abgestellt. Zumeist hielten sie ihre geschlossenen Augen in die Sonne.

„Tot oder lebendig?“, fragte sich Leon. „Nein, bestellt und nicht abgeholt“, dachte er. „Hm, könnte ja eine spannende Geschichte daraus werden. Aber irgendwie auch nicht, wenn es nur nett und kostenlose Werbung für diese Liebenstein werden sollte. Vielleicht mache ich einfach zwei Geschichten. Die für den Chef und eine auf Reserve für die nachrichtenarme Zeit.“

„Na, junger Mann, besuchen Sie einen Verwandten bei uns? Einen schönen Tag haben Sie sich dafür ausgesucht“, sagte eine weißhaarige Dame im Rollstuhl, die zu den abgestellt Wirkenden gehörte.

„Ja, ein sehr schöner Sonnentag. Das tut gut, nach der verregneten letzten Zeit. Wohnen Sie schon lange hier?“ Leon dachte durch eine neue Frage, die Beantwortung der an ihn gestellten Frage umschiffen zu können. Aber weit gefehlt.

„Sind Sie der Sohn von Frau Moritz im zweiten Stock? Sie sehen ihr ja so ähnlich.“

„Nein, junge Frau, ich wollte mich hier nur informieren.“

„So, na dann“, antwortete sie fast ein wenig beleidigt klingend.

„Ist es denn aus Ihrer Sicht empfehlenswert, einen lieben Verwandten hierher zu bringen?“ Das war doch eine gute Richtung dachte Leon. Quellenarbeit.

Doch dann näherte sich eine junge Dame in Weiß. „So, Frau Lesinsky, jetzt müssen wir aber zu Ihrem Friseurtermin. Dann machen wir Sie schick für unsere Tanzparty.“

Die nette junge Pflegerin holte die Dame ab und unterbrach somit das kaum begonnene Gespräch.

Jetzt fühlte sich Leon ein wenig wie bestellt und nicht abgeholt. „Das fing ja gut an. Vielleicht sollte ich einfach mal die Veranstaltung abwarten und hinterher weiterschauen. Es ist ja auch schon fast halb zehn. Auf ins Gefecht“, dachte er und stand auf.

Die Führung

Die Eingangshalle des Seniorenstifts wirkte von der Ausstattung her gar nicht wie ein Krankenhaus oder ein Altenheim, mehr wie die Lobby in einem Hotel. Einige Kolleginnen und Kollegen standen schon mit ihren Diktiergeräten und Notizblöcken bereit. Alle schauten gespannt hin und her. Offensichtlich war noch nicht klar, wo die Attraktion des Tages zu finden sein würde.

Auf einigen Tischen standen kleine Häppchen, Kekse, Kaffee, Tee, alles schön arrangiert und Pressemappen mit Hochglanzprospekten der Einrichtung und ihrer Leitsätze.

Pünktlich um 9:30 Uhr kam eine Dame im Hosenanzug zielstrebig auf die größte Menschentraube in der Empfangshalle zu. Schätzungsweise war sie etwa 165 Zentimeter groß, dürfte vielleicht 50 Kilogramm schwer oder leicht sein und schien mit sportlich durchtrainierter Figur Durchsetzungswillen, Gesundheit und Leistungsfähigkeit demonstrieren zu wollen. Ihre sexy Brille und das lange, gelockte blonde Haar, das zurückgebunden streng wirkte, sorgten ebenfalls dafür.

„Guten Morgen meine Damen und Herren, mein Name ist Anna Liebenstein, kaufmännische Direktorin der Seniorenstiftgruppe Gartenparadies und aktuell auch Leiterin des Seniorenstiftes Moselblick.

Ich freue mich, Sie heute hier so zahlreich begrüßen zu können und danke Ihnen für das Interesse an diesem sehr wichtigen Thema. Wir behandeln heute auch Ihre Zukunft und interessante Lösungsansätze, die ich Ihnen gerne vorstellen möchte. Im Laufe unseres Rundganges wird ausreichend Gelegenheit sein, Fragen zu stellen und diese natürlich, wenn möglich, auch zu beantworten. Ich bitte Sie, nicht zu vergessen, dass wir uns in einem Seniorenstift mit dort lebenden Bewohnern befinden. Bitte respektieren Sie weitestgehend die Privatsphäre und den Datenschutz. Bleiben Sie bei der Gruppe und halten Sie sich an Anweisungen unseres Personals. Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass an dieser Führung nur geladene Gäste der Presse mit Einladungsschreiben teilnehmen dürfen. Ich danke Ihnen. Bitte folgen Sie mir.“

Leon war zufällig an der Spitze der etwa 20 Personen umfassenden Gruppe. Sie gingen einen langen Korridor entlang. Überall an den hellen Wänden hingen freundliche Bilder mit bunten Farben und fast ins Kitschige gehenden Motiven. Blumen, spielende Kinder, schmusende Katzen, tollende Hunde, Landschaften am Meer und in den Bergen.

„Heile-Welt-Bilder“, dachte Leon.

„So, meine Damen und Herren, unsere erste Station. Bilden Sie bitte einen Halbkreis, damit jeder etwas sehen kann. Hier sehen Sie den sogenannten AWA 3000, den Altenwaschautomaten mit computer- und sensorgesteuerter Waschstraße.“

Fotoapparate blitzten und Diktiergeräte wurden mit langgestrecktem Arm entgegengehalten.

„Was Sie früher nur Ihrem liebsten Spielzeug, Ihrem Porsche oder Ferrari gönnten, dürfen heute auch unsere Senioren hier genießen. Schon bei Autos war ja klar, dass Waschstraßen viel schonender mit dem Lack umgehen, als eine Handwäsche. Und haben Sie einmal einen ganzen Tag lang im Minutentakt alte Menschen gewaschen? Das macht keine Altenpflegerin oder eine Krankenschwester länger als ein paar Jahre, dann ist der Rücken kaputt und die Senioren beschweren sich auch über die Waschaktion. Im AWA 3000 wird das Waschen zum reinsten Vergnügen. Sehen Sie hier unseren Holger.“

Ein junger, schlanker Mann mit verkehrt herum aufgesetzter Baseballkappe stand kurz auf und nickte.

„Mühelos kann er am Computerbildschirm jeden einzelnen Schritt verfolgen und könnte notfalls auch eingreifen. Über Lautsprecher und Mikrofon sind beide miteinander verbunden. Bewohnerorientiert kann die Lieblingsmusik eingespielt und die Intensität der Waschbürsten reguliert oder sogar das Lieblingsshampoo eingestellt werden. Das ist alles in einer Datenbank aus langjährigen Erfahrungen mit den Bewohnern gespeichert. „AWA und – Alles-wird-angenehmer, früher hieß es Anneliese wäscht Anton.“

Alle lachten.

„Doch, das mag auch nicht jeder. Beim AWA wird auch die Intimsphäre besser gewahrt. Die Waschaktion wird zwar aus juristischen Gründen auf Film mitgeschnitten, doch damit erklären sich alle Bewohner schriftlich im Aufnahmevertrag einverstanden. Es gibt also keine versteckte Datensammlung und es ist ja auch zu ihrer Sicherheit. Und medizinisch ist der AWA individuell einsetzbar. Fehlt ein Bein, erkennt das der Sensor. Gibt es Läuse- oder Pilzbefall wird automatisch das richtige Medikament im Waschschaum appliziert. Hierfür haben die Bewohner natürlich vorher ihr Einverständnis schriftlich gegeben. Bei uns läuft nichts hinten herum. Ist das nicht Fortschritt? Sie sehen, Sie können sich auf Ihren eigenen Seniorenstiftaufenthalt freuen.“

Leon spürte zwar eine gewisse Faszination von dem Gerät und der sprühenden Energie von Anna Liebenstein ausgehen, aber er entwickelte das Bedürfnis, einen Satz mit einem Aber am Anfang einzustreuen. Und wenn es einfach nur als Gegenpol für die fast schon euphorische Stimmung in der Journalistengruppe formuliert werden musste. Und er wollte gerne die Spontaneität von Anna Liebenstein testen. Das wirkte doch alles sehr auswendig gelernt und künstlich.

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