Johann Widmer - Sandra

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Misserfolge gehören auch zu unserem Leben, das erfährt man schon in jungen Jahren. Da genügen ein paar Bauklötze, die den Gesetzen der Statik nicht trotzen können.
Ich kann nun die Bauklötze voller Wut in die Ecke schmeissen, aber ich kann auch geduldig mein Bauwerk nochmals aufbauen, diesmal die Gesetze der Schwerkraft beachtend und gelange zu einem Erfolgserlebnis.
Es kommt sehr darauf an, wie ich mit Erfolg, Misserfolg, Tiefschlägen, Lob und Tadel oder Schicksalsschlag umgehe. Ich kann kapitulieren, den Kopf in den Sand stecken und im Sumpf des Selbstmitleids ertrinken, aber ich kann auch wieder aufstehen, kann mich wehren, kann dem Schicksal trotzen. Dabei riskiere ich vielleicht alles, aber ich habe auch die Chance, alles zu gewinnen.
Wir haben die Wahl: Spieler oder Spielball zu sein.
Und wenn das Leben seine eigenen Wege geht kann man immer noch träumen.
In der Erinnerung liegen Traum und Wirklichkeit oft sehr nahe.
Bitte, lesen (träumen) Sie weiter …

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„So komm doch endlich,“ lockte sie weiter, dann zeigte sie mir ihr Butterbrot und rief, ob ich auch eins möchte.

Das half. Ich lief zur Treppe und kroch auf dem Bauch liegend, Beine voran Stufe um Stufe hinunter.

Als ich bei Ida war, wurde ich plötzlich verlegen, aber sie bot mir gleich ihr Butterbrot an und sagte sie hätte keinen Hunger.

Ich habe in meinem ganzen Leben nie wieder etwas so Köstliches gegessen, wie damals dieses Stück Brot, würzig duftendes Bauernbrot mit richtiger Butter bestrichen und mit einem hellgelben Schimmer von Honig überzogen. Das schmeckte so gut und weckte eine animalische Fresslust in mir, dass ich das Brot so gierig und schnell verschlang, dass ich dabei fast erstickt wäre.

Ida amüsierte sich köstlich über mein sonderbares Verhalten und sagte mir dann im Vertrauen, wenn sie so gierig „fressen“ täte am Tisch, so kriegte sie eins hinter die Ohren vom Vater.

Ich erinnere mich nicht mehr, was so kleine Knirpse sich zu sagen und zu erzählen haben, ich weiss nur noch, dass mir plötzlich übel wurde und ich nach Hause wollte.

Ich höre nur noch wie sie mir im Weglaufen fragend zurief, weshalb ich so dünne Beine hätte.

„Tschüss Spatzenbein, Spatzenbein,“ lachte sie hinter mir her.

Bevor ich unsere Treppe verkotzte, schwor ich, dass ich diese blöde „Babe“ nie, nie, nie wieder besuchen werde.

Die Strafpredigt meiner Mutter hatte etwa den Inhalt, dass ich nun gesehen hätte, dass so fette und süsse Nahrung schädlich sei und dass ich von niemanden etwas zu essen annehmen sollte, die meinten sonst noch wir seien Hungerleider.

Von diesem Tag an war die Haustüre immer verschlossen, wenn Mutter weg war und ich blieb in der Wohnung eingeschlossen mit meinen Bauklötzen, allein.

Abwechslung bot aber auch der Blick aus der breiten Fensterfront nach Süden.

Unter mir lag der grosse Hofplatz mit seinen Bretterstapeln, Balken und den Silos für die Hobelspäne und dem Sägemehl. Auf diesem Platz war immer etwas los.

Spannend war zum Beispiel, wenn im Raum neben unserer Wohnung neues Holz eingelagert wurde. Die Bretter oder Balken wurden dann mit einem Flaschenzug heraufgezogen und dann lehnte sich ein Arbeiter aus der Luke und packte die Holzbeige und zog sie in den Lagerraum.

Bei der ganzen Prozedur faszinierte mich vor allem der Flaschenzug mit seinen Rollen und mit dem Seil das durch die Rollen lief. Ich versuchte das Prinzip auf einem Stück Papier aufzuzeichnen und scheinbar war es mir gelungen, denn als mein Vater am Abend die Zeichnung betrachtete strich er mir mit seiner rauen Hand über meine Haare und lobte mich. Ich muss damals etwa vier Jahre alt gewesen sein, aber die Szene hat sich in meine Seele eingeprägt.

Mein Vater war keine imposante oder eindrückliche Erscheinung und meine Erinnerung an ihn sieht ihn nur als kleinen unbedeutenden Schatten, der weder Gesicht noch Stimme hatte. Meine einzige Erinnerung war der dichte Schnauzbart, der über die Mundwinkel hing.

Gestalt und Stimme hatte nur meine Mutter. Sie war eine liebe Frau und fürsorglich aber sie brauchte Härte und eiserne Durchsetzungskraft um ihren Mann vor grösseren Schäden zu beschützen, denn er war sehr willensschwach wenn es um Alkohol ging. Das war sein grosses Problem, das ihn auch vor Jahren erledigt hatte. Die Schreinerei war einst in seinem Besitz gewesen und er war damals ein allseitig geachteter Mann, wohlhabend und auch fachlich kompetent.

Aber zur Zeit der Weltwirtschaftskrise ging es mit der Firma abwärts. Es kamen nur noch wenige Aufträge herein, die Kunden bezahlten ihn nicht mehr und schliesslich musste er seine Arbeiter entlassen und Konkurs anmelden.

Sein Bruder, ein kaufmännischer Angestellter in der Suppenfabrik kaufte die Schreinerei für ein „Butterbrot“, stellte wieder Leute ein, auch meinen Vater als Schreinermeister und Leiter des Betriebes und übernahm Grossaufträge ( meistens sogenannte „Spekulationsaufträge“), lebte selber auf grossem Fuss und mit grossen Bankkrediten. Aber die Rechnung ging auf.

Im Geldeintreiben bei Kunden war er knallhart und daher auch erfolgreich, beim Bezahlen der Löhne war er ein Schuft. Stets war er im Verzug, mal ein paar Wochen manchmal sogar zwei drei Monate. Kam eine Reklamation eines Kunden, bestrafte er die Arbeiter mit Lohnabzügen, die er als „Konventionalstrafe“ bezeichnete und bei Krankheit stellte er die Zahlungen ganz ein, obschon die Krankenversicherung ihm einen Teil des Lohnes vergütete.

In der Werkstatt war mein Vater ein ruhiger, besonnener Mensch und geachteter Meister. Er kannte sein Metier und die Kunden waren mit den Arbeiten die er ausführte sehr zufrieden.

Manchmal, leider nur zu oft, machte er Arbeit „ausser Haus“ bei Kunden, er nannte es „Störarbeit“. Und dann hatte er die schlechte Angewohnheit auf dem Heimweg noch rasch im „Rössli“ oder in der „Linde“, der zweiten Kneipe im Dorf einzukehren um mit einem kleinen Bierchen den „Holzstaub wegzuwaschen“.

Aus dem kleinen Bier wurde immer ein grosses, vielleicht kam sogar noch eine Flasche Wein dazu aber immer wurde die Halswäsche mit ein paar Schnäpsen beendigt. Hatte er zu wenig Geld bei sich, so konnte er problemlos „anschreiben“ und später bezahlen.

Schwankend und torkelnd schob er sein Fahrrad neben sich her und wenn er endlich unten an der Treppe war, verliessen ihn die Kräfte und er setzte sich singend oder grölend auf die untersten Stufen und wartete bis Mutter ihn heraufholte. Ich habe diese Szenen nur selten mitbekommen, weil sie sich immer nach Mitternacht abgespielt haben, aber ich bin häufig erwacht, wenn im Zimmer nebenan meine Mutter ihn heulend bat, doch endlich diese verdammte Sauferei aufzugeben. Meistens heulte er mit und versprach dann feierlich, dass es das letzte Mal gewesen sei. Aber wenn er am folgenden Tag wieder auf „Stör“ musste hatte er schon wieder alle Schwüre und Beteuerungen vergessen.

Aber da ist noch eine andere Erinnerung an meinen Vater, die ich immer gerne verdränge.

Im Winter zog eine fahrbare Schnapsbrennerei von Hof zu Hof und jeder Bauer liess sich dann seinen Schnaps brennen aus dem Obsttrester oder auch aus einer Pflaumen– oder Zwetschgenmaische. Das hatte immer etwas Geheimnisvolles an sich. Unter einem grossen Leinendach stand eine Art von Dampfmaschine mit rauchendem Kamin und dampfenden Kupferkesseln und irgendwo am Ende der Maschine tröpfelte der glasklare Schnaps aus einem Kupferröhrchen in einen grossen Kupferkessel.

Hinter der Destille türmte sich ein dampfender Haufen ausgekochter Maische.

Wenn die „Schnapserei“ irgendwo im Dorf vor einem Bauernhof stand, zog sie immer eine Gruppe von Schaulustigen an, die gerne immer wieder ein Pröbchen des edlen Wässerchens verkosteten um dann fachmännisch über Alkoholgehalt, Geschmack und Geruch zu diskutieren.

Wir Kinder durften nur aus der Ferne die Höllenmaschine bestaunen. Ich stand, mit Ida an der Hand an einer fernen Hausecke und wir bewunderten diese Fabrik auf Rädern als ich meinen Vater sah, der, sein Fahrrad vor sich her schiebend, wahrscheinlich aus der Kneipe kam, denn er schien angetrunken zu sein.

Die Männer, die da vor der Brennerei herumstanden riefen ihn nun zu sich heran.

Mit einem kleinen Glas gaben sie ihm Proben von den verschiedenen Destillationsvorgängen des Tages, das Glas immer schön voll. Sie schienen angeregt zu diskutieren und mir fiel dabei auf, dass sich die anderen immer wieder mit den Ellenbogen anstiessen, wenn sie meinem Vater ein neues Gläslein vor die Nase hielten, aber selber tranken sie nicht. Mir war sofort klar, was da gespielt wurde und ich überlegte mir, ob ich hingehen und meinen Vater warnen sollte. Aber ich wagte mich nicht. Auch als Ida mich anstiess und mir sagte, ich solle meinen Vater holen, schüttelte ich nur den Kopf. Daraufhin sagte das Mädchen zu mir ein Wort, das sich mir in die Seele gebrannt hatte, sie sagte „Feigling“ zu mir und rannte dann nach Hause.

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