Udo Barsuhn - ... und Coon zum Dritten
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Ich gehe zu Metzger Josef und seiner Frau Gerda. Mal sehen ob die beiden heute Nachmittag schon ausgeschlafen haben. Am Marktplatz 15 eingetroffen, kann ich im Hof bereits Geräusche aus der Küche des Anwesens hören. Irgendetwas brutzelt in einer Pfanne und ein angenehmer Geruch nach gebratenen Zwiebeln, Knoblauch und Curry, in Verbindung mit Fleisch, ist zu riechen. Auf mein Miauen wird die Küchentüre geöffnet und Josef erscheint, er hat eine hochstehende, weiße Kochmütze auf und lächelt mich an: „Hat es bis zu Dir gerochen“? fragt er lachend. Ich zucke kurz mit meinen Schultern und sein Lachen wird stärker. „Herein mit Dir“, fordert er mich auf und macht großzügig Platz, damit ich hinein schreiten kann. „Ich rufe noch Gerdilein, dann können wir Essen“. Sein Rufen ist nicht vergebens, denn schon kommt die gut gelaunte Gerda zu uns und begrüßt mich freudig: „Schön den besten aller Kater zu Besuch zu haben“ – und mit einem Blick zu ihrem Mann weiter: „na sagen wir mal den zweitbesten“. Josef lacht munter und entgegnet: „Dafür habe ich unser Essen auch besonders gewürzt, mein Scheißerchen“. Doch heute ist Gerda besonders gut gelaunt und nicht auf Krawall gebürstet und so entgeht Josef einer scharfen Bemerkung (Coon: „auf Krawall gebürstet“ bedeutet: Schon beim kleinsten Anlass ist jemand bereit einen großen, ausufernden Streit – zum Teil auch handgreiflich, vom Zaun zu brechen). Sie setzt sich auf einen Stuhl, ich daneben und Josef beginnt den Pfanneninhalt auf 3 Teller zu verteilen. Bei meinem Teller werden die Zwiebeln, Knoblauch und das Curryblatt entfernt und dafür noch etwas Fleisch, ohne Gewürze, nachgebraten damit mein Tellerinhalt nicht zu scharf gewürzt ist. Es ist zwar – für meinen Geschmack – immer noch etwas zu würzig, aber ansonsten, a` la bonne heure (recht so). Nach dem Essen räumt Gerda den Tisch ab, und Josef gibt uns einige Geschichten zum Besten, von denen er gelesen hat:
„In einem Berliner Restaurant ist es wegen Meinungsunterschieden über die Essensqualität zu einer großen Auseinandersetzung gekommen: Der Streit hat sich an einem zurückgegebenen Essen entzündet. Erst hat der Kellner gesagt das Essen wäre schlecht, daraufhin hat der 52 Jahre alte Koch dem 50-jährigen Kellner gesagt das Essen wäre nur zurückgekommen, weil er zu langsam das Essen serviert hat und deshalb alles kalt war. Der zunächst verbale Streit ging weiter, bis der Koch den Kellner mit einer Kiste beworfen hat und den Kellner sogar mit einem Messer am Daumen verletzte. Dann hat der Kellner auf den Koch eingestochen und diesen am Kopf, am Oberarm und an der Hand verletzt. Der Koch musste in der Klinik operiert werden. Ob die zwei mittlerweile noch im Restaurant beschäftigt sind, ist nicht geschrieben worden“. Gerda meint lachend: „Und da sagt man immer Berlin ist eine Reise wert“.
Ich sinniere darüber was wohl Voltaire als Abwandlung seines Spruches über England: „England ist das Paradies für Individualisten. Deshalb bleibt es mir unverständlich, dass man in diesem Land für alle Speisen nur eine Soße kennt“, hervorgebracht hätte. Vielleicht: „Berlin ist ein Paradies für sture Wirrköpfe, die so lange heftig, wegen Kleinigkeiten gegeneinander diskutieren, bis endlich die Waffen für klare Verhältnisse sorgen“.
Doch jetzt hat Josef noch eine Geschichte von der Stadt Siegen zu berichten: „Ein 25-Jähriger hat wegen Alkoholgebrauchs und dem Radau den er machte, von der Polizei einen Platzverweis erhalten. Der Mann hat sich jedoch daran nicht gehalten und sollte deshalb von der Polizei in Gewahrsam genommen werden. Gegen 4 Polizisten hat sich der Mann mit Schlägen und Tritten gewehrt und die Polizisten haben teilweise heftige Prügel bezogen, bevor sie dem Mann Handschellen anlegen konnten. Der junge Mann gab aber weiter keine Ruhe und verbog die Handschellen so stark, daß sich diese nicht mehr öffnen ließen. Die Feuerwehr musste dann kommen und die Handschellen aufsägen“. Gerda lacht und meint: „Was für Riesenkräfte muß der Kerl gehabt haben“! Auch Josef fällt ins Lachen ein, schaut auf mich und meint: „Ich glaube unser Freund Coon wäre allein mit dem jungen Mann zurechtgekommen“ – dann lachen die beiden wieder prustend los. Ich bin zwar auf der einen Seite etwas geschmeichelt über die Äußerung, weis aber nicht genau wie sie gemeint ist. Noch eine ganze Zeitlang leiste ich den beiden Gesellschaft und gehe erst aus dem Haus, als es bereits dunkel geworden ist.
Der nächste Tag führt mich zu der fast 80 jährigen Gisela, einer ehemaligen Lehrerin, die sich besonders für Geschichte und Pflanzenkunde interessiert und ihrem kleinen, weißen Malteserhund Maxl, der mich freudig begrüßt. Gisela ist bereits beim Frühjahrsputz und will gerade die Fenster putzen. Als sie auf die kleine Leiter steigt, erläutert sie: Laut Versicherungen ist der Haushalt nach wie vor der größte Unfallschwerpunkt der sich weltweit finden lässt. Was sich die Leute dabei einfallen lassen um ihre Arbeiten zu erledigen ist schon abenteuerlich. Da habe ich vom „Hamburger Anwaltsverein“, eine bereits 1984 in einem Rundschreiben veröffentlichte Schadensmeldung gelesen, die an die Versicherung gegangen ist: „Ich wollte die Fenster im 1.Stock putzen. Damit ich auch von außen an die Fensterscheiben herankommen konnte, legte ich mein Bügelbrett auf die Fensterbank. Mein Mann, ist schwerer als ich und setzte sich deshalb innen auf das Bügelbrett, während ich außen auf dem Brett gestanden bin und das Fenster geputzt habe. Plötzlich klingelte es an der Haustüre. Als mein Mann die Haustüre öffnete, fand er mich vor dem Eingang liegend vor. Wir wissen bis heute nicht, wer geklingelt hatte“.
Gisela schmunzelt und auch Kater können lachen. Als Gisela ihre Fenster, auch mit Hilfe von Zeitungspapier, wieder streifenlos sauber bekommen hat, sind die Reinigungsmittel weggestellt worden und dann hat Gisela uns ein kleines Essen zubereitet. Gebratene Hähnchenstücke hat sie gewürfelt und dann eine helle Soße, mit Erbsen, Spargeln und Karotten darüber gegeben, die sie in der Tiefkühltruhe aufbewahrt hatte. Sich und Maxl hat sie noch Reis gekocht. Als sie die Portionen verteilt, habe ich einige Fleischstückchen mehr bekommen. Sie und Maxl scheinen lieber Reis und die Soße zu bevorzugen. Gisela öffnet noch eine Flasche Weißwein und beginnt über den Gesundheitsaspekt des Weines zu philosophieren: „Jungs, früher hat Wein als Medikament die größte Hochachtung bekommen. Der Arzt namens Horn schilderte in seinem „Handbuch der praktischen Arzneimittellehre für Ärzte und Wundärzte“, im Jahr 1803, Wein als das wirksamste Arzneimittel überhaupt. 1816 hat dann ein Herr Löbenstein-Löbel in der schriftlichen Darstellung: „Die Anwendung der Weine bei lebensgefährlichen Krankheiten“ nochmals eine Lanze für die Wirksamkeit des Weines gebrochen. Doch leider wurde das Medikament „Wein“, wegen Alkoholmissbrauchs mit der Zeit aus der Medizin verbannt. Einer der letzten Weinärzte, der Bodenheimer Winzer und Arzt Ferdinand von Heuss, veröffentlichte im Jahr 1906 noch eine Studie, in der er seine Behandlungserfolge mit Hilfe des Weines beschrieben hat. So hat er sich selbst 1884, bei einer Typhusepidemie, mit 80 Flaschen Bodenheimer, des Jahrgangs kuriert. Eine von seinen Kollegen bereits aufgegebene Winzergattin, mit schwerer Unterleibserkrankung hat er in drei Wochen mit 120 Flaschen seines Weines, der Jahrgänge: 1868, 75, 95 und 97 geheilt. Es sollen dabei auch keine Leberschäden aufgetreten sein und das bei fast 6 Flaschen Wein am Tag für die Patientin“. Gisela schmunzelt wieder und meint: „Ich trinke ja nur maximal 1 bis 2 Gläser am Tag und die tun mir einfach gut. Maxl bellt bejahend und auch ich bin immer wieder über die körperliche Verfassung von Gisela erstaunt. Scheint also wirklich etwas dran zu sein, daß im Wein auch die Sonne mit eingefangen worden ist. Hoffen wir nur, daß die Winzer nicht zu viel Chemie verwenden, denn dann könnte aus ihrem Naturprodukt ein Chemiecocktail entstehen. Dann wollen wir mal alle gemeinsam die Daumen drücken und das Beste hoffen. Wir bleiben nach dem Essen noch einige Zeit zusammen, bis ich dann wieder auf meine Runde gehen muß und mich freundlich verabschiede.
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