Udo Barsuhn - ... und Coon zum Dritten

Здесь есть возможность читать онлайн «Udo Barsuhn - ... und Coon zum Dritten» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

... und Coon zum Dritten: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «... und Coon zum Dritten»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Der Maine Coon Kater «Coon» lebt in einem kleinen pfälzischen Städtchen. Von den Erlebnissen und Begegnungen die Coon mit Menschen und Tieren hat erzählt er uns. Seine Freunde sind ihm wichtig, gleich ob es sich um Mensch oder Tier handelt. Durch Katzenaugen wird die Welt betrachtet und durch diesen veränderten Blickwinkel werden oft unsere «menschlichen Denkweisen» hinterfragt. Ach – und übrigens: Coon übersetzt so nebenbei auch die pfälzische Sprache ins Hochdeutsche.

... und Coon zum Dritten — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «... und Coon zum Dritten», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Ich schaue Horst an und nicke zögernd, der lachend darauf meint: „Natürlich wirst du eine Extrasoße, ohne Alkohol angerichtet bekommen, auch wenn ich mich bestimmt über die Reaktionen eines betrunkenen, schwarzen Katers amüsieren würde“. Ich zeige kurz meine Pfote, mit ausgefahrenen Krallen, ganz nach dem Motto: Trau Dich, Du wirst doch bestimmt nicht so leichtsinnig sein und deine Gesundheit ruinieren wollen. Horst lacht: „War natürlich nur Spaß, das mit dem Alkohol meine ich, aber die Einladung zum Essen steht“. Ich nicke zustimmend, denn wenn es Horst besser schmeckt, wenn ein Kenner von guten Speisen mit am Tisch sitzt, will ich ihn nicht enttäuschen. Zudem kocht der Kerl im Normalfall auch richtig schmackhaft und die Portionsgrößen sind auch nicht zu verachten.

Im Wohnzimmer hat er aus dem Jahr 1976 eine Langspielplatte von Harpo aufgelegt und erklärt kurz während er am Herd hantiert: Harpo war ein schwedischer Sänger, der fast immer in Blue Jeans und barfuss aufgetreten ist. Einige seiner Lieder wie beispielsweise „Horoscope“ haben sich in Europa phantastisch verkauft. Nachdem Harpo einige sehr erfolgreiche Hits geschrieben hatte, ist er nach einigen Jahren nicht mehr selbst aufgetreten, sondern hat für andere Künstler Lieder geschrieben und ansonsten zurückgezogen gelebt. Während die Musik zu hören ist, kleingeschnittene Zwiebelchen in einer Pfanne brutzeln und gerade Schnittlauch und Petersilie gehackt werden, erzählt mir Horst lachend einige Geschichten über die er jüngst gelesen hat: „Das afrikanische Land Simbabwe hat die Viktoria-Wasserfälle, Elefanten und viele Sonnenstunden. Die Durchschnittstemperatur liegt bei fast 19° C. Wenn wirklich das Thermometer mal auf 10° C fallen sollte, ziehen sich die Einheimischen bereits dicke Pullover an. Schnee wurde allerdings in diesem Land noch nie gesehen. Welche Überraschung muß es bei der Stadtverwaltung der Provinzhauptstadt Marondera deshalb gegeben haben, als auf dem Hof des Straßenbauamtes ein gutes Dutzend Schneepflüge abgeladen wurden. Diese Schneepflüge waren Bestandteil einer Charge von 40 „Straßenhobeln“, obwohl eigentlich Planierraupen für die Straßenbauprojekte notwendig gewesen wären. Die chinesische Firma „Samy Heavy Industry Co“ hatte geliefert wie bestellt. Rücksendeversuche schlugen fehl und so versuchten die Mitarbeiter des Straßenbauamtes die Gerätschaften anders zu nutzen. Aber es gab keine Möglichkeit die Maschine für andere Zwecke zu nutzen. Eine Untersuchung der ganzen Angelegenheit ergab, daß der Chef der simbabwischen Straßenbaubehörde Frank Chitukutuku, die Schneepflüge bestellt hatte. Eine Ausschreibung hatte nicht stattgefunden und so waren die falschen Gerätschaften auch noch außerordentlich überteuert: Statt um die 100.000 Euro die normalerweise ein Schneepflug kostet, war ein Stückpreis von 160.000 Euro zu zahlen. Zufälligerweise sind korrupte Machenschaften sind in diesem Teil Afrikas übrigens nichts Neues. Zwei Jahre zuvor hatte die staatliche Eisenbahngesellschaft Südafrikas vom spanischen Hersteller Vossloh Espana, für 40 Millionen, 13 Diesel-Lokomotiven, unter dem Markennamen „Afro 4000“, erworben. Die Lokomotiven konnten jedoch allesamt nicht eingesetzt werden, weil sie fast 30 Zentimeter zu hoch waren. Während deshalb in Südafrika die Besteller entlassen wurden, blieb der Besteller in Simbabwe unbehelligt, da er gute Beziehungen zum Verkehrsminister Joram Gumbo hat. Der Minister hat sogar angeordnet die „Vergangenheit ruhen zu lassen“, denn man habe nun die Schneepflüge, deshalb solle man sie auch benutzen. Nur für was sie benutzt werden sollen, hat auch er nicht sagen können“.

Horst lacht nachdem er den Bericht über die Schneepflüge beendet hat und ich muß an den römischen Politiker und Philosophen Marcus Tullius Cicero (106 – 43 v. Chr.) denken, der gesagt hat: „Nicht ist, wenn es erfunden wird, zugleich auch vollendet“. Während den Erzählungen hat Horst sowohl den Reis gekocht, als auch die Soße und den Fisch fertig zubereitet und bereits von den Herdplatten genommen. Jetzt wird im Wohnzimmer gedeckt und Horst teilt die Fischportion gerecht mit mir. Auf seinem Tellerrand häuft er Reis an und gibt die Weißweinsoße darüber. Bei mir wird mit einem Löffel nur wenig Reis auf den Teller platziert und mit einer anderen Soße etwas beträufelt. Während der Essensgeruch appetitlich durch Zimmer streicht, warte ich noch ein wenig, bis Horst eine Flasche Chablis geöffnet hat und sich ein Glas davon eingegossen hat. Horst testet den Glasinhalt und bemerkt mit spitzem Mäulchen: „Kleines, französisches Weingut, Chablis 1er Cru, Geschmack nach leichten Zitrusfrüchten und doch Mineralisch, guten Appetit mein Großer“. Dann hört man nur noch das Schmatzen von Horst und vielleicht auch mich ein klein wenig. Nach dem Essen miaue ich zustimmend und zeige dem Koch, wie toll er seine verantwortungsvolle Aufgabe gemeistert hat. Horst lacht und ist mit meiner Reaktion zufrieden. Er räumt den Tisch ab, säubert die Reste auf den Tellern etwas mit Zeitungspapier und stellt dann die Teller in seine Spülmaschine, die immer noch ziemlich leer aussieht. Er überlegt kurz, legt dann eine Langspielplatte von Simon und Garfunkel auf und setzt sich dann zusammen mit mir auf seine Couch. Das letzte Lied bevor ich eingeschlummert bin war „El Condor Pasa“, dann hat mich erst wieder das „Aus“- Geräusch des Schallplattenspielers geweckt, als die Platte zu Ende war. Ich verabschiede mich vom schlaftrunkenen Horst und werde mich auf einen gemütlichen Rückweg zu meinem Domizil machen. Die meisten Orte in meinem Bezirk werde ich erst die nächsten Tage wieder inspizieren, wenn die Glasscherben und der Unrat von den Straßen wenigstens grob entfernt wurden.

Durch die Katzenklappe gelange ich ins Haus und schon im Flur kann ich einen säuerlichen Geruch wahrnehmen. Manfred werkelt sich übermüdet und mit verkniffenem Gesicht, aus dem Sessel, auf dem er bisher geschlafen hat. Aus dem Obergeschoss höre ich komische Geräusche, ein unterdrücktes, schmerzvolles Stöhnen und der saure Geruch, der sich noch verstärkt hat, machen mir doch Sorgen. Kurz nach Manfred gelange ich ins Obergeschoss und sehe von der offenen Badtüre Richtung Toilettenschüssel, vor der Martina kniet und die sie mit beiden Armen umfangen hat. Und jetzt ist mir auch klar, woher der Geruch kommt, denn Martina bricht wie ein Reiher und der nächste Geruchsschwall kommt in meine Richtung. Magenkrämpfe scheint sie auch schon zu bekommen, denn jetzt hält sie sich mit beiden Händen den Bauch. Bestimmt hat sie etwas verbotenes gegessen. Wir Katzen essen beispielsweise Gras, damit sich dieses mit den geschluckten Haaren verbindet und wir diese Mischung hervorwürgen können. Doch es ist mir neu, daß Menschen ihre eigenen Haare, beim Säubern, oder nach dem Kämmen auch noch in den Mund nehmen und herunterschlucken, - das scheint also zumindest nicht der Grund der Überkeit zu sein. Manfred meint mit verzogenem Mund, fast teilnahmslos: „Das riecht ja richtig eklig. Das kommt davon wenn man mit jedem säuft und sich den ganzen Abend daneben benimmt!“ Martina blickt ihn von unten wütend an, aber bevor sie eine bissige Bemerkung machen kann, muß sie sich erneut übergeben. Manfred hilft dann doch etwas und holt eine weiße Tablette aus einer Packung, die er zusammen mit einem Glas Wasser an Martina übergibt. „Trink das Wasser und spüle damit die Tablette herunter, das hilft mir auch immer wenn ich einen nervösen Magen habe“! Typisch, denke ich mir, Manfred trinkt auch manchmal über den Durst, aber für ihn ist es nur ein nervöser Magen und nicht sein übermäßiges Alkoholverhalten welches die Schuld trägt. Und wieder fällt mir Wilhelm Busch ein: „Ich nahm die Wahrheit mal aufs Korn, und auch die Lügenfinten. Die Lüge machte sich gut von vorn. Die Wahrheit mehr von hinten“. Ich sehe noch einige Stunden Leidenspotential auf der Toilette voraus und entschließe mich dem säuerlichen Geruch zu entgehen und dafür noch einen menschlichen Freund zu besuchen:

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «... und Coon zum Dritten»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «... und Coon zum Dritten» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «... und Coon zum Dritten»

Обсуждение, отзывы о книге «... und Coon zum Dritten» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x