Frank Strick - Null Jahreszeiten

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Weihnachten in Berlin. Schmuddeliges Wetter,
Menschen ohne Zuhause, Temperaturstürze und ein
Auftrag. Corinna Tillmann soll vier Matrosen töten.
Weil sie als Kind von den Männern missbraucht
worden ist. Angeblich. Der Auftrag kommt von
der Frau Mama. Auch die wurde von den Männern
missbraucht. Angeblich. Corinna sieht nicht, dass sie
manipuliert wird. Weil sie es nicht sehen will. Weil
die Frau Mama recht hat. Weil sie die Frau Mama ist.
Gene, Erziehung, was auch immer. Am Neujahrstag
führt der Auftrag Corinna nach Hamburg.
Und was ist mit deiner Mama?

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„Einmal immer Matrose“, grölt Albers, „Schiff hin her.“

„Seemannsgarn“, sagt Schleyer, „dieses Einmal-Immer-Gefasel.“

„Sehe Bil-derb-uchm-atros-enfa-ssade“, grölt Albers und zerhackt das Wort in unvorhersehbare Einzelteile, „innen hohl, Profil blass.“

„Ruhig, Dicker.“

Corinna denkt sich, dass Albers recht hat. Schleyer ist ein Bilderbuchmatrose, so wie die Welt sich einen Matrosen vorstellt, mit Vollbart, wettergegerbter Haut, stahlblauen Augen, tätowierten Muskeln. So, wie Sailor einer war. „So mancher Matrose ist kein harter Mann“, macht Schleyer weiter, „die Matrosen der Lüfte wären da als Beispiel zu nennen.“

Fronzeks Gesichtsauszüge entgleisen. „Erkläre dich, Matrose!“

„Die haben ein Merkmal, ja das gibt es nicht nur in der Luft“, sagt Schleyer und weicht einen Schritt zurück.

„Schwule Matrosen?“, hakt Corinna nach, „etwas, das mal gesagt werden muss?“

„Ich?“ Albers wirft seinen Schädel zur Seite. „Schwul?“ Er macht einen schnellen Schritt auf Schleyer zu und schlägt zu. Die Nase explodiert.

„Harte Männer“, sagt Corinna.

„So etwas wird an Ort und Stelle geregelt“, erklärt Fronzek, „wegen der Unmittelbarkeit.“

„Sonst nachgedacht“, sagt Albers, „also vorsätzlich.“

„Bin Gärtner.“ Schleyer wischt sich mit dem Hemdsärmel das Blut aus dem Gesicht. „Gärtner.“

„Gärtner?“ Albers Faust droht Schleyer abermals und bleibt dann vor Corinna stehen. Er dreht die offene Handinnenfläche nach oben. „Schwielen, Profil, Arbeit, Salz. Anfassen, Dame!“ Er greift nach ihr. Corinna weicht aus. Der Kellner stellt ihr den Drink hin. Sie holt die braune Flasche aus der Handtasche und füllt mit der Pipette Chili in das Glas. Die Männer beobachten sie.

„Gott“, grölt Albers, „was das?“

„Wirst schon sehen“, sagt Schleyer.

„Sehe Bilderbuchbart mit Blut“, grölt Albers. Er greift erneut nach Corinnas Hand. Er ist schnell, und Corinna zu langsam. „Gut?“ Er reibt seine Schwielen an ihr. „Vertäuung, Kilometer, Salz. Sehe Finger mit Bluterguss.“ Corinna reißt sich los. Albers lacht und nimmt die Chiliflasche. „280.000 Scoville, was das?“ Er saugt mit der Pipette Flüssigkeit auf, legt den Kopf in den Nacken, kriegt den ersten Tropfen ab und spuckt aus. Fronzek wendet sich Corinna zu. „Was machen die Studien, Frau Studentin?“

„Eine Bilderbuchzielgruppe seid ihr. Ich muss telefonieren.“ Sie nimmt ihre Tasche und geht nach draußen. „Wenn sie telefoniert“, sagt Schleyer, „dann will sie nicht gestört werden.“

„Und das Geschäft?“, will Fronzek wissen, „was habt ihr gestern besprochen?“

„Chinesische Zigaretten suchen in Hamburg einen Abnehmer. Zwei Container im Monat.“

„Kontakt, Ursprung?“

„Sailor wollte heute mit uns reden.“ Corinna kommt zurück. Sie sieht von einem zum anderen. „Gärtner also“, sagt Fronzek an Schleyer gewandt, und dann dreht er sich unvermittelt zu Corinna hin. „Wo ist Sailor?“

„Frauen?“, versucht es Corinna.

Fronzek winkt ab. „Geschäfte gehen vor.“

„Und was war gestern?“

„Ausnahme“, erklärt Albers, „einmal keinmal.“

„Er ist ein grottenschlechter Liebhaber, das muss einmal gesagt werden.“

„Mann taugt“, erklärt Albers, „wenn Frau taugt.“

„Ein grottenschlechter Liebhaber“, wiederholt Corinna, „ist es das, was das Meer aus einem macht?“ Offensiv, und du musst sie von der Wohnung weghalten, bis Mama ihn rausgeschafft hat.

„Ich kenne dich.“ Corinna zuckt zurück. Fronzek nickt. „Muss eine Weile her sein.“

„Hat einer von euch sehr viel Geld?“, geht Schleyer dazwischen, „ich habe Sailor schon gesagt, dass unsereins diese Frau nur mit sehr viel Geld beeindrucken kann.“ Corinna presst die Hände auf die Oberschenkel, um das Zittern zu verbergen. Julia sitzt an der Bar, trinkt Cola und beobachtet. „Ist lange her“, sagt Fronzek, „und du warst noch klein.“

„Was tun?“, sagt Albers.

„Kennen wir uns?“ Julia hat ihren Platz verlassen und steht vor Fronzek. „Spielt ihr Rätselraten?“

„Spielst du Skat?“

„Ich beschütze diese Frau.“ Julia wirft einen Blick Richtung Corinna. „Vor solchen wie dir.“

Fronzeks Gesichtsmuskulatur verspannt sich, der Anker am Ohr zittert, die Lust, die er vorher für die Frau empfunden hat, zählt nicht mehr. „Und ich, ich will jetzt wissen, was hier los ist.“

„Meine Freundin studiert Männerfreundschaften, und ich begleite sie im Hintergrund. Wie findest du das?“

„Siehst nicht nach Hintergrund aus, und ich gehe jede Wette ein, dass zumindest deine Freundin Skat spielt, denn wenn sie das nicht tut, wird sie uns nie begreifen.“

„Und jetzt?“, fragt Julia an Corinna gewandt.

„Wir suchen Sailor“, sagt Fronzek, „und du zeigst uns den Weg.“ Sein Finger zeigt auf Corinna. Corinna starrt auf den Finger. Ein Ruck geht durch ihren Körper. „Pimpern, Zigarette, Haustüre, Matrose Fronzek, und wenn ich Sailor finde, kann er was erleben.“ Fronzek winkt dem Kellner. „Rechnung und Taxi.“ Er zählt die Fahrgäste ab. „Ein Großraumtaxi.“

„Schnell Pinkeln“, sagt Corinna, „und dann los.“

„Männlich“, findet Albers, „Bingo.“

Julia folgt ihr. Corinna zieht sie zu sich heran. „Ich habe Sailor erschossen.“ Julia sieht ihre Freundin an. Ihr Blick transportiert Unverständnis. „Sailor, ich habe ihn erschossen.“ Julia erkennt, dass es die Wahrheit ist. Sie wartet darauf, dass der Gesichtsausdruck sich zurückverwandelt und dass es doch nicht die Wahrheit ist. Sie wartet vergeblich. Sie geht zum Waschbecken und wirft sich Wasser ins Gesicht. Sie sucht über den Spiegel Corinnas Blick. „Warum?“

Corinna greift nach Julias Hand. „Die haben mich gefickt, alle vier, als ich noch ein Kind war. Kannst du dir vorstellen, wie das ist, wenn man ein Kind ist und nichts davon wissen will?“ Das Handy klingelt. Es ist die Mutter. „Gib mir eine halbe Stunde, Kind.“

08. Mittwoch, 25.12.2013 |

08. Mittwoch, 25.12.2013 |

Der Schneefall ist stärker geworden. Das Taxi steht am Bordsteinrand. Motor und Scheibenwischer laufen. Fronzek und Albers reden. Schleyer raucht und hält sich abseits. Auch die Frauen rauchen. Der Fahrer beugt sich über den Beifahrersitz und stößt die Tür auf. „Können wir dann?“

„Sehe Mann ohne Erinnerung“, sagt Albers. „Du kennst das Mädchen. Woher?“

„Wir müssen Sailor finden, und alles andere passiert später, kapiert?“ Fronzek setzt sich ins Taxi. Der Fahrer wirft ihm einen auffordernden Blick zu. „Was ist mit den anderen?“

„Die rauchen.“ Fronzek gibt Schleyer ein Zeichen. Schleyer tritt die Zigarette aus und steigt ein. Alle steigen ein.

„Also?“ Die Frage kommt von Fronzek und ist an Corinna gerichtet.

„Görlitzer Bahnhof.“ Corinna klammert sich an die Handtasche. Sie hat Angst. Von der halben Stunde, die sich die Mutter gesetzt hat, sind erst zwanzig Minuten um. Bleiben zehn.

„Zum Görlitzer Bahnhof“, sagt Fronzek. Der Fahrer fährt los. Auf der Fahrbahn liegt Schnee.

„Tempo“, sagt Albers, „oder Schmerzen.“

„Sommerreifen“, sagt der Fahrer, „der Chef hat noch nicht auf Winter umgestellt.“

„Ist überall vorhergesagt worden“, sagt Schleyer, „das Internet wäre da als Beispiel zu nennen.“

„Görlitzer Bahnhof“, sagt Fronzek mit einer Stimme, die alle anderen verstummen lässt, „so schnell, wie es das Wetter zulässt.“ Sein Handy klingelt. Die Nummer ist unbekannt. Fronzek nimmt den Anruf entgegen. Er sagt nicht viel. Schließlich legt er auf. „Seine Vermieterin.“ Er dreht sich zum Fahrer hin. „Skalitzer 32.“ Dann wendet er sich an Corinna. „Ist das die Adresse?“

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