Frank Strick - Null Jahreszeiten

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Weihnachten in Berlin. Schmuddeliges Wetter,
Menschen ohne Zuhause, Temperaturstürze und ein
Auftrag. Corinna Tillmann soll vier Matrosen töten.
Weil sie als Kind von den Männern missbraucht
worden ist. Angeblich. Der Auftrag kommt von
der Frau Mama. Auch die wurde von den Männern
missbraucht. Angeblich. Corinna sieht nicht, dass sie
manipuliert wird. Weil sie es nicht sehen will. Weil
die Frau Mama recht hat. Weil sie die Frau Mama ist.
Gene, Erziehung, was auch immer. Am Neujahrstag
führt der Auftrag Corinna nach Hamburg.
Und was ist mit deiner Mama?

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„Du hast Klara gemacht, und dann hast du mich gemacht.“

„Du sollst deine Schwester aus dem Spiel lassen.“

„Du hast mich gemacht.“

„Vergiss das nie.“ Die Mutter lässt ein Glas volllaufen. „Du tust, was ich dir sage.“

„Er kauft mir die Seminararbeit nicht ab.“

„Diese Arbeit macht die Sache hieb- und stichfest, hörst du, so, dass ihr keiner etwas anhaben kann.“

„Hokuspokus.“

„Hokuspokus“, bestätigt die Mutter, „die Welt will getäuscht werden.“

„Und wenn sie es mir nicht abnehmen?“

„Wenn sie es dir nicht abnehmen, dann deshalb, weil sie es nicht verstehen, hörst du, und das ist gut, denn wenn jemand etwas nicht versteht, dann wird er es nicht hinterfragen, er wird es so akzeptieren, wie es ist, ich kenne diese Matrosen, sie ziehen den Hut vor Dingen, die sie nicht verstehen.“

„Ist gut, Mutter.“

„Und wenn du noch einmal von den Tabletten anfängst, dann muss ich mir etwas überlegen.“

„Zweiter Stock, Mutter, dritte Tür rechts.“ Corinna legt auf. Sie geht die Adalbertstraße runter und kauft einem Dealer am Kottbusser Tor eine Tageskarte für den Innenraum ab, die um diese Uhrzeit für zwei Euro hergeht. Sie steigt in die U-Bahn, sucht sich ein leeres Abteil, setzt sich ans Fenster und beobachtet die Gebäude, die an ihr vorbeihüpfen. Sie erinnert sich an einen türkischen Imbiss im Erdgeschoss, kann ihn aber nicht ausmachen. Am Görlitzer Bahnhof steigt sie um und fährt in die entgegengesetzte Richtung zurück. Auf der dritten Fahrt sieht sie den Imbiss. Dann glaubt sie, das Fenster zu seinem Zimmer zu erkennen. Vom Zimmer selber sieht sie nichts. Sie wird es bei Tageslicht noch einmal versuchen. Sie steigt am Kottbusser Tor aus, kauft eine Flasche Rotwein, fährt mit dem Taxi nach Hause, legt sich in die Badewanne und lässt sich volllaufen.

07. Mittwoch, 25.12.2013 |

07. Mittwoch, 25.12.2013 |

Corinna schreckt hoch. „Hast du etwas gesagt?“ Der Kater starrt ihr in die Augen. „Was siehst du, Konrad, das sind die Fenster zu meiner Seele.“ Die Temperatur des Wassers ist weit unter die ihres Körpers gesunken. „Siehst du meine Seele, Konrad, ist sie tot?“ Sie steigt aus der Wanne, trocknet sich ab und geht ins Bett. Der Kater rollt sich neben ihren Füßen zusammen. Vier Stunden später klingelt das Telefon.

„Hast du geschlafen?“

„Was willst du?“

„Deine Stimme hören?“

„Ich bin verabredet, und ja, es sind drei Männer.“ Julia macht ein Geräusch, das nach Lachen klingt. „Und Konrad?“ Corinna geht in den Flur. Der Kater hat das Futter nicht angerührt. „Zwei Tage, dann erzähle ich dir alles.“

„Und dann ziehen wir zusammen, du und ich?“

„Abwarten, was passiert.“

„Deine Wohnung ist groß. Ich mag deine Wohnung. Und was soll schon passieren?“

„Alles Mögliche, und das hat dich dann am Wickel.“ Corinna steckt das Telefon in die Ladestation. Aussöhnung, die passiert, genau, kann ein jeder zu sagen, wie er will. Jemand hat einen Anruf hinterlassen. Es ist die Frau Mama. Du erledigst die Sache im Restaurant, und ich mach das Zimmer sauber, hörst du. Eine Pause. Schläfst du oder was? Hör zu, es geht nicht darum, wie wahr eine Sache ist, sondern darum, wie glaubhaft du sie vermittelst, so ist das, die Wahrheit ist das, was man dafür hält, ja genau. Corinna hört, wie sich die Mutter ein Proteingetränk einschenkt. Sie glaubt, dass es ein Proteingetränk ist. Ich gehe jetzt trainieren. Es ist 6 Uhr 30, ich gehe um 6 Uhr 30 trainieren. Corinna löscht die Aufnahme. Sie läuft durch den langgestreckten Flur in das hintere Zimmer. Die Bettdecke liegt zerwühlt auf der Matratze, Rock und Lacklederstiefel liegen daneben. Sie tastet nach der Kuhle, in der Konrad gelegen hat, findet Katzenhaare, warum haben Katzen diese Haare überall, Kernobst gibt es auch ohne Kerne, den Samen ohne Mann. Sie stellt sich auf das Laufband, macht eine paar Schritte und spürt den Widerstand der Rolle. In der Hasenheide war sie nicht mehr joggen, seit der Mann ihr den Hund vorgestellt hat. Gnädiges Fräulein, mein kleiner Freund hier heißt Klitschko ... Ihre Schritte werden schneller, der Widerstand der Rolle verstärkt sich. Sie sollte sich Schuhe anziehen. Klitschko würde Ihnen gern ein Plätzchen zeigen, gnädiges Fräulein, schön lauschig und nicht weit von hier ... Ihre nackten Füße hämmern auf das Band ein. Sie sollte in den Rhythmus finden. Er würde sich wünschen, dass Sie vorangehen, gnädiges Fräulein, hier geht es lang ... Ihr Blut rast durch den Körper, sie fällt in Schritttempo zurück, starrt auf die Füße, die auf der Stelle treten. Schweiß tropft auf das Band und rollt an ihr vorbei und taucht wieder auf, mehr Schweiß, sie zieht nochmal an, noch mehr Schweiß, sie zieht an, bis die Lunge nichts mehr hergibt. Das Blut rast, das Herz rast, Band und Füße stehen still. Sie wird rausgehen und joggen, sobald die Sache vorbei ist, mit den richtigen Schuhen und dem richtigen Rhythmus, und dann wird sie mit Julia die Wohnung teilen, und die Schwester wird sie nie wieder erwähnen. Konrad, wo ist Konrad? Sie wechselt in den ungenutzten Raum mit der Katzenklappe im Fenster. Die Klappe ist nach außen geschoben. Also ist der Kater unterwegs und wird sich sein Essen von den Resten des Restaurants holen, das mit ihr den Hinterhof teilt. Sie duscht sich den Schweiß vom Körper, räumt die Weinflasche weg und stellt das Glas in die Spüle. Der Dielenboden in der Wohnküche bewegt sich unter ihren Füßen. Sie mag die Bewegung, und sie mag das Geräusch, das das Holz dabei macht. An dem Küchentisch haben sie vor einem Monat Canasta gespielt. Sie sieht aus dem Fenster. Der Asphalt verliert sich Richtung Hasenheide im Nebel. Die Feuchtigkeit hat sich auf den parkenden Autos niedergeschlagen. Die Gehsteige sind verlassen. Die Stadt wartet darauf, dass der Nebel sich auflöst.

Sie zieht eine Jogginghose an, Kapuzenpullover, eine leichte Jacke und feste Schuhe. Am Görlitzer Bahnhof steigt sie in die U-Bahn. Sie entdeckt das Fenster sofort. Die Sonne hat ein Loch in die Nebeldecke gerissen, spiegelt sich im Glas und verhindert so den Blick in das Zimmer. Sie steigt am Kottbusser Tor aus, trinkt Kaffee, isst ein Croissant und sieht sich in einem Buchladen um. Dann macht sie weiter. Die Sonne steht jetzt so, dass sie sich nicht mehr im Fenster spiegelt. Das Fenster hüpft an ihr vorbei, sie kann das Innere des Zimmers erahnen. Beim zweiten Mal sieht sie die Tür. Dann die Matratze, und schließlich sein Bein, das von der Matratze auf den Boden fällt. Sie haben ihn noch nicht entdeckt. Das ist gut. Die Mutter hat ihn noch nicht weggeschafft. Das ist schlecht. Sie fährt die Strecke nochmal. Sieht: Matratze, Oberkörper, Zimmertür. Dass das Bein jetzt anders liegt, das sieht sie nicht.

Mit den Sonnenstrahlen tanzt der Staub durch ihre Wohnung. Vor einem Monat, da hätte sie mitgetanzt. Heute tanzt sie nicht mit. Denn der Rest des Lebens ist ein Trauerspiel. Sie bewegt sich langsam. Sieht Löcher in den Dielen. Bückt sich. Tastet nach Projektilen. Findet keine Projektile. Geht von Zimmer zu Zimmer. Die Dielen knarzen. Es klingelt. Durch den Spion sieht sie Julia. Die Freundin schneidet Grimassen. Sie macht einen Spaltbreit auf.

„Geht es dir gut?“ Corinna antwortet nicht. „Du siehst irgendwie gut aus, nein, nicht irgendwie, einfach gut, wie machst du das bloß?“ Julia trägt Ausgehkleidung. Einen knielangen Rock, Stiefeletten, Lederjacke, Makeup. Der Rock ist mit bunten Motiven bedruckt: Blumen, Sonnen, Tauben, Obst. Ein selbstgestrickter Schal verdeckt das Kinn. Auf der Nase, die Julia für zu klein und Corinna für gerade richtig hält, sitzt eine John-Lennon-Brille mit beschlagenen, rosaroten Gläsern. Das Haar ist hochgesteckt. Corinna macht keine Anstalten, die Freundin in die Wohnung zu lassen. Julia zieht den Schal vom Kinn. „Ich mache mir Sorgen um dich.“

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