Frank Strick - Null Jahreszeiten

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Weihnachten in Berlin. Schmuddeliges Wetter,
Menschen ohne Zuhause, Temperaturstürze und ein
Auftrag. Corinna Tillmann soll vier Matrosen töten.
Weil sie als Kind von den Männern missbraucht
worden ist. Angeblich. Der Auftrag kommt von
der Frau Mama. Auch die wurde von den Männern
missbraucht. Angeblich. Corinna sieht nicht, dass sie
manipuliert wird. Weil sie es nicht sehen will. Weil
die Frau Mama recht hat. Weil sie die Frau Mama ist.
Gene, Erziehung, was auch immer. Am Neujahrstag
führt der Auftrag Corinna nach Hamburg.
Und was ist mit deiner Mama?

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„Wie jung, welches Geschäft?“

„Wir waren dreizehn und haben es neben der Schule betrieben. Das erste Mal auf dem Weihnachtsmarkt. Zwei haben Weihnachtsclown gespielt, zwei abkassiert.“ Corinnas Blick fordert mehr. „Die beiden sind Bilderbuchclowns, waren sie damals schon. Der Lange und der Dicke.“

„Und Sie waren der, der abkassiert hat?“

„Sailor und ich haben den Volksfestbesuchern die Taschen leergeräumt, bis wir an den Falschen geraten sind. Hausarrest, ein bisschen Prügel, ein Jahr später haben wir Ware verschoben. Anlagen, Fahrräder, alles. Bis wir wieder an den Falschen geraten sind.“

„Mit vierzehn?“

„Wir sind im Heim aufgewachsen. In Schöneberg.“ Es klingt nach Rechtfertigung.

„Und da darf man Sachen machen, die andere Jungs nicht machen dürfen?“

„Im Heim, da musst du dich durchsetzten, wenn du nicht vor die Hunde gehen willst.“

„Was kam danach?“

„Es hätte uns eine Lehre sein sollen.“

„War es aber nicht.“

„Sailor hatte eine neue Idee, und dann kam Peter dazu.“ Er winkt ab. „Schluss jetzt.“

„Ist es die Sache mit der Schutztruppe, ist es die?“ Bohr ein bisschen weiter, nur noch ein bisschen, gleich ist er soweit, er wird dir die Schweinerei beichten, und dann knallst du ihn ab, komm nur her du, Mama wird zufrieden sein.

„Ein Jahr später hat uns Sailor einen Job auf dem Schiff verschafft.“

„Und jetzt sind Sie wieder hier“, sagt Corinna, und dann: „Die Sache mit der Schutztruppe, Schleyer, los jetzt.“

Schleyer starrt in den Himmel. „Warum geht eine Frau wie Sie mit einem wie Sailor mit?“

„Er ist ihr Freund, und Sie reden gerade so, als wenn er es nicht wäre.“

„Sie müssen sich vor diesen Männern in Acht nehmen.“

„Und vor Ihnen?“

„Früher, da hätten Sie sich vor mir auch in Acht nehmen müssen. Heute bin ich Gärtner.“

„Die Gärtnerei ist ein brutaler Beruf.“

Ihn fröstelt. Er zieht den Mantel enger an seinen Körper. Er spürt die Narbe an der Hand. Er steckt die Hand in die Manteltasche. „Wenn ich in einem Baum stehe und seine Äste schneide, dann weiß ich, dass es das Beste für den Baum ist.“ Er sieht zu einem Baum hoch, der selbst die Kirche überragt. Über seiner Krone reißt die Wolkendecke auf. Die Zweige und Blätter, die der Herbst dem Baum gelassen hat, sind im nächtlichen Licht gut zu erkennen. Schleyer erhebt sich und tut einen Schritt zur Seite, um sich besser zu positionieren. Ein Windstoß fährt durch die Krone. „Erle“, sagt Schleyer, „ist gut zu besteigen, und bei Südwind hört sie sich nach einer Unzahl von Streichern an.“ Er sieht ihren zweifelnden Blick. „Südwind ist hier selten, und entsprechend hat der Baum sein Blattwerk ausgerichtet.“ Corinna starrt in die Baumkrone und versucht vergeblich, Nuancen in dem Geräusch auszumachen. „Es dauert, bis man es hört“, erklärt Schleyer, „und hier unten kommt man nicht weit.“

„Jeder, wie er will“, sagt Corinna, und dann versucht sie es erneut: „Was ist passiert, bevor Sie angeheuert haben? Was ist hier in Berlin passiert?“ Schleyer starrt Richtung Osten. „Es wird Winter.“ Sie sieht ihm hinterher und denkt sich, dass das Matrosendasein vielleicht eine schöne Sache wäre, wenn da nicht die anderen Matrosen wären. „Der Winter kommt aus dem Osten und wird nicht haltmachen, bevor er das offene Meer erreicht.“ Er dreht sich zu ihr hin. „Sie sollten sich jetzt einen Ort suchen, der nach Weihnachten aussieht, und morgen Abend, wenn Sie uns dann immer noch verstehen wollen, dann kommen Sie ins Radieschen.“ Corinna wendet sich ab. „Zum Henker mit der Jahreszeit, Hauptsache, das Wetter passt.“ Sie geht. Seine Antwort kriegt sie nicht mehr mit. Am Heinrichplatz stehen die Raucher wie vorher auf der Straße. Die meisten rauchen schweigend. Und frieren. Schlagen mit den Armen um sich und stoßen Rauch aus ihren Lungen. Sie wechselt die Straßenseite und betrachtet die Auslage des Tätowierstudios. Eine Fotoserie zeigt dem Betrachter, wie das Tätowieren funktioniert. Das elektrische Schwinggerät macht 3000 Stiche pro Minute. Die Farbe wird mit einem Farbblock von sieben Nadeln in die zweite Hautschicht injiziert. Es wird davor gewarnt, selber Hand anzulegen. Sie betrachtet die Motive. Es gibt Old School, Asiatisch, Schriften, Fantasy, Blüten, Keltisch, Christlich, Tribals. Den Berliner Bären gibt es nicht. Sie geht weiter, tritt nach einer Zigarettenschachtel. Wer Schutz braucht, wird angegriffen, da geht es schon mal los. Sie wählt Julias Nummer und legt auf, bevor die Freundin abhebt. Das Telefon klingelt.

„Du hast mich angerufen.“

„Es ist nichts.“

„Wieso hast du mich angerufen?“

„Lass gut sein.“ Corinna bleibt vor einem Schaufenster stehen, in dem ein Weihnachtsmann den Kindern einen Sack voll Holzbausteine vor die Füße schüttet. Die Kinder machen große Augen.

„Du rufst an, und dann ist da nichts und ich soll es gut sein lassen?“

„Ich wollte deine Stimme hören.“

„Schön, da ist sie, sie ist ein bisschen erkältet.“

„Wer Schutz braucht, wird angegriffen, da geht es schon mal los.“

„Ist alles in Ordnung?“

„Wirklich, ich wollte nur deine Stimme hören.“

„Das sagst du, damit ich es gut sein lasse.“

Vor dem Schaufenster steht ein Stuhl. Corinna setzt sich, spürt augenblicklich die Kälte, die durch den Stoff ihrer Kleidung dringt und hat augenblicklich Angst um ihre Blase. Sie legt auf und geht weiter. Erreicht die Oranienstraße. Das Telefon klingelt erneut. Es ist ihre Mutter. „Und?“

„Ich werde sie morgen in dem Restaurant treffen.“

„Was ist mit dem Koch?“

„Er liebt das Rauschen der Bäume.“

„Bäume interessieren mich nicht. Du hast ihn erledigt?“

„Ich komme über ihn an die anderen ran. Und dann spiele ich sie gegeneinander aus, ja genau.“

„Du bist ein Kind.“

„Die können so etwas am besten.“

„Kinder?“ Sie hört die Mutter lachen. „Kinder?!“ Das Lachen entfernt sich, kommt wieder. „Mutter?“ Corinna sieht auf das Display. „Mama?“ Es ist 21 Uhr 30. „Mama?!“ Sie fährt herum. Ein Zeitungsverkäufer parkt sein Moped am Eingang zur U-Bahn und trägt die Zeitung von morgen in das Untergeschoss. Er macht sich nicht die Mühe, den Motor abzustellen. Die Abgase lassen die Luft kondensieren. Eine Frau stochert mit einem Stock im Mülleimer. „Mutter?“

„Kinder“, meldet sich die Mutter zurück, „tun das, was sie tun sollen, hörst du, das, was man ihnen sagt, dass sie tun sollen.“ Sie macht eine Pause. Betonungspause, denkt Corinna, je länger sie dauert, desto weniger darf ich's verbocken. „Ich will, dass du sie erledigst, hörst du, und ich will, dass du es gründlich tust.“

„Morgen“, sagt Corinna, „ich treffe sie im Radieschen, oder denkst du, dass es zu gefährlich ist?“

„Du bist den Schritt voraus, Liebes.“ Sie würde sich wünschen, dass die Mutter ihr zur Vorsicht rät, wenigstens das. „Er hat gesagt, dass sich die Erle bei Südwind anhört wie ein Streichorchester.“ Die Mutter zündet sich eine Zigarette an. Inhaliert. Drückt die Zigarette aus und zündet sich eine neue an. „Zum Henker mit dem Streichorchester. Ich gehe jetzt trainieren.“

„Morgen Abend, Mutter, im Radieschen.“

„Ich bin bei fünfunddreißig Kilo, meine Liebe, ich komme in Fahrt, deine Mutter ist eine Macherin.“

„Vergiss nicht die Tabletten.“ Corinna legt auf. Ihr kommt sein Zimmer in den Sinn. Sie ruft noch einmal an. „Er liegt in dem Zimmer.“ Die Mutter atmet schwer. „Du hast mich aus dem Rhythmus gebracht.“

„Er ist noch im Zimmer, Mutter, und der Koch weiß, dass ich mit ihm dort war.“

„Du hättest den Koch erledigen sollen.“ Die Mutter nimmt den Hörer in die andere Hand. „Erwartest du, dass ich da reingehe und den Kerl raushole? Ist es das, was du von mir erwartest?“ Corinna antwortet nicht. „Wer hat hier wen gemacht, meine Liebe?“

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