A. A. Kilgon - Die Farbe der guten Geister

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Tilda Johannsen ist dreißig Jahre alt und steht mitten im Leben, als bei ihr plötzlich Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert wird. Den Empfehlungen ihrer Ärzte und ihrer Familie zum Trotz verweigert sie die empfohlene palliative Chemotherapie. Sie will nicht sterben. In ihrer Verzweiflung sucht sie stattdessen Zuflucht bei ihrer Schwester in Amerika, um sich dort in Ruhe darüber klar zu werden, was sie nun tun soll. Dort trifft sie auf einen Schäfer aus Island, der ihr erklärt, wie sie sich selbst behandeln kann. Tilda ergreift die Chance und auf einmal wandelt sich ihr Leben in vielerlei Hinsicht. Ein Roman, der stark genug ist, um nicht nur einen Gesundheitszustand , sondern ein ganzes Leben zu verändern, der die Augen öffnet und Mut macht, neue Wege zu gehen. Eine Geschichte, die stark genug und wahr genug ist, um nicht nur dieses eine Leben zu retten. Dieser Roman basiert auf einer wahren Begebenheit. Die Namen von Personen und die Orte der Handlungen wurden verändert, um ihre Privatsphäre zu wahren.

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„Horst, jetzt guck mal hier! Tilda hat ganz gelbe Augen. Hast du nicht irgendwann mal so einen Sanitäter-Schein gemacht?“ Horst nickte wichtig und schnaufte näher heran. Conny fuhr aufgeregt fort: „Was sagst Du denn dazu? Gelb? Oder bild´ ich mir das bloß ein?“ Horst murmelte etwas Undefinierbares in seinen stoppeligen, grauen Bart und beäugte kritisch die Farbe von Tildas Augenweiß in dem heruntergezogenen Unterlid. Dann schnaufte er erneut ratlos und brummte freundlich: „Bissel gelb is das schon! Aber das is doch nix. Man darf auch nicht alles überbewerten!“ Conny nickte reflexartig und bedankte sich artig für seinen fachmännisch geschnauften Rat. Horst und sein Wohlstandsbäuchlein entfernten sich gemächlich in Richtung Lehrerzimmer. Die Aktentasche baumelte noch immer festgewachsen an seiner rechten Hand.

Die beiden Frauen blieben allein zurück und Conny flüsterte leise: „Horst Söter – halb Mensch, halb Kö…..!“ Sie grinste. Sogar Tilda verzog ihr Gesicht zu einem Lächeln. Doch kurz darauf erstarb es schon wieder. Sie sah Conny erneut ratlos an, fühlte sich furchtbar unwohl in dieser bedrohlichen Ungewissheit. Jetzt wusste sie gar nicht mehr, woran sie eigentlich war. Ein kalter Schauer kroch ihr ins Genick und blieb dort sitzen. Jetzt war sie noch viel mehr verunsichert, als vorher. Eine eiserne Hand schien derweil wieder ihren Magen zusammen zu pressen. Sie wünschte sich nichts sehnlicher, als ihr altes Leben zurück zu bekommen. Sie wünschte sich ihre Unbefangenheit, ihre Sorglosigkeit, ihre Freude auf den nächsten Tag, das Vertrauen in das Leben und all das zurück. Plötzlich war alles so bedrohlich. Diese Veränderung war beängstigend. Ein ungutes Gefühl hockte schwer auf Tildas Schultern. Sie biss die Zähne zusammen und schwieg.

Noch einen Moment lang standen Tilda und Conny sich schweigend gegenüber. Ratlos suchte Conny nach Worten, um etwas zu sagen, vielleicht auch um ihre Freundin etwas zu beruhigen. Im selben Moment ertönte der durchdringende Gong der Schulglocke. Die verstreut stehenden Schüler in den Gängen verschwanden schwatzend, lärmend und schubsend in ihre Klassenräume. Die Flure leerten sich eilig. Ein paar Nachzügler rannten wie aufgescheuchte Hühner an ihnen vorbei. Nur einige ältere Schüler standen noch wie angewurzelt da und starrten demonstrativ auf die Displays ihrer Smartphones, wohl um damit kund zu tun, wie wenig sie der Unterricht interessierte.

Ein wenig hilflos berührte Conny Tildas Schulter mit der Hand. Sie lächelte aufmunternd. Tilda´ s Blick glitt ratlos über das Gesicht der Freundin. Sie brachte es nicht fertig, auch nur eine Miene zu verziehen. Sie war noch eine Spur blasser geworden, als vordem. Nach einer schnellen Verabschiedung eilten die beiden Frauen in entgegengesetzte Richtungen davon. Tilda war bedrückt. Kurz bevor sie um die Ecke bog, sah sie noch einmal zurück, den langen, leeren Flur entlang. Conny war nicht mehr zu sehen. Ein lähmendes Gefühl von Hilflosigkeit überkam sie. Während alle um sie herum weiter ihr ganz normales Leben lebten, war bei ihr plötzlich nichts mehr, wie vorher. Tilda fühlte sich wie in einer Parallelwelt. Sie spürte, dass irgendetwas Schreckliches auf sie zukam. Sie konnte es förmlich mit Händen greifen. Es fühlte sich so an, als stünde sie mutterseelenallein in einem Tal und hörte von Ferne das Grollen einer Lawine immer näher auf sich zukommen, ohne zu wissen, aus welcher Richtung das Unheil sich näherte, geschweige denn, wohin sie fliehen konnte. Sie war überwältigt von diesem Gefühl innerer Hilflosigkeit und Leere. Es fiel ihr ungeheuer schwer, die Gedanken daran abzuschütteln, während sie langsam auf das Klassenzimmer am Ende des Flures zuging.

In diesem Moment war Tilda klar, dass es so nicht bleiben konnte. Sie würde noch einmal zum Arzt gehen müssen. Am besten zu einem anderen, der gar nichts über sie und ihre Vorgeschichte wusste. Allein bei dem Gedanken daran wurde ihr flau im Magen. Sie hatte Angst davor. Was, um Himmels Willen, würde dabei wohl herauskommen? Doch es musste sein. Aussitzen war keine Lösung mehr. Sie musste jetzt irgendwie reagieren, ob sie wollte oder nicht. Aber da war auch diese andere Stimme in ihr, die sich weigerte, sich überhaupt mit irgendeiner Krankheit auseinanderzusetzen. Tilda versuchte, über sie hinweg zu hören oder sie zum Schweigen zu bringen. Wie auch immer ihre Situation sein mochte und was auch immer sie erfahren würde. Es gab jetzt wirklich keinen anderen Weg mehr. Sie musste sich stellen. Sie würde diesmal einfach zu Ludwigs Hausarzt gehen. Ludwig hatte ihr das schon mehrmals vorgeschlagen. Bisher hatte sie die Idee immer wieder verworfen. In der Tat war sie aber doch nicht so übel.

Ludwigs Hausarzt war ebenfalls ein älterer Herr, dessen Name Dr. Hubertus Umlauf war. In der Vergangenheit war Ludwig immer voll des Lobes über ihn gewesen. Er kannte ihn bereits seit damals, als er noch Student war. Natürlich war klar, dass Ludwig in der ganzen Zeit kaum mehr als Grippe gehabt hatte. Und selbst das war selten gewesen. Insofern sagte sein Lob über die Fähigkeiten seines Hausarztes nicht allzu viel aus. Tilda hoffte trotzdem inständig, dass er herausfinden möge, unter welcher merkwürdigen Krankheit sie litt.

Aber im Grunde genommen war es ihr inzwischen ziemlich egal, wohin sie sich wenden würde. Irgendwie hatte sie nach Connys spontaner Feststellung im Schulkorridor das Gefühl, jetzt sofort handeln zu müssen. Sie spürte plötzlich eine ungeheure Unruhe in sich. Angst beschlich sie. Es kam ihr plötzlich so vor, als liefe ihr die Zeit davon. Es stimmte schon. Sie brauchte dringend die unabhängige Diagnose eines fremden Arztes. Eines Arztes, der nichts über sie wusste. Es mochte schon sein, dass die Krankheiten der Pädagogen oft psychische Ursachen hatten. Sie war sich aber ziemlich sicher, dass das bei ihr nicht der Fall war.

Einerseits war Tilda bei dem Gedanken an eine Diagnose für sich voller Hoffnung. Andererseits wiederum war da auch ganz viel Angst. Sie hatte keine Ahnung, wie es für sie weitergehen sollte. Nur eines stand fest: Der Alptraum mit ihrer merkwürdigen Krankheit musste endlich ein Ende haben. Die Ungewissheit war das Allerschlimmste für sie. In diesem Moment entschloss sich Tilda dazu, sofort nach ihrem Unterricht in die Sprechstunde zu diesem Dr. Umlauf zu fahren. Alle anderen Termine waren nicht so wichtig.

Mit diesem Entschluss schlüpfte sie in die Klasse und schloss die Tür geräuschvoll hinter sich. Ihre Schüler trotteten langsam auf ihre Plätze und die Geräuschkulisse ebbte ab. Der Physik-Unterricht in der 8. Klasse erforderte ihre ganze Aufmerksamkeit und lenkte sie ab. Tilda empfand diese andere Art von Anspannung, die sie erfasste, wenn sie unterrichtete, jetzt als wohltuend. Sollte ihre Krankheit am Ende tatsächlich psychisch sein?

Bereits am frühen Nachmittag saß sie weder in der anberaumten Lehrerkonferenz, noch korrigierte sie Hefte, so wie sie es eigentlich vorgehabt hatte. Stattdessen saß sie im Wartezimmer der Hausarztpraxis von Dr. Umlauf. Mehrere weinerliche, kreischende und hustende Kleinkinder turnten um sie herum. Deren Mütter waren zwar anwesend, taten aber mehrheitlich so, als würde es sich keineswegs um ihren eigenen, quengelnden Nachwuchs handeln. Sie unterhielten sich vollkommen entspannt miteinander. Die Wartezeit schien Tilda zur Ewigkeit zu werden. Ihr Blick ging hinüber zu den Frauen, die fast alle deutlich jünger zu sein schienen, als sie selbst es war. Je länger sie sie beobachtete, desto mehr fiel ihr deren Mangel an Intelligenz auf, der unübersehbar war. Tilda war ein wenig entsetzt über ihre eigenen Gedanken, wusste aber gleichzeitig auch, dass sie ihrer Wahrnehmung vertrauen konnte.

Unkonzentriert blätterte sie in einer Illustrierten herum, die sie sich von dem kleinen Tischchen in der Ecke des Wartezimmers geholt hatte. Sie dachte darüber nach, warum gerade solche Mädchen so früh Kinder bekommen mussten. Unauffällig sah sie von einer zur anderen. Eine von ihnen, die ihr genau gegenüber saß, war eine wohl knapp Zwanzigjährige, mit pechschwarz gefärbtem Haar und auffällig ungesundem Teint. Sie präsentierte ungeniert einen unter ihrem T-Shirt hervorquellenden Bauch, bunt tätowierte Unterarme und krude Umgangsformen. Gerade in diesem Moment bat sie die neben ihr sitzende darum, mal kurz auf ihren „Timossi“ aufzupassen. Sie wollte offenbar rauchen gehen. Bei der Ansage seiner Mutter plärrte „Timossi“ augenblicklich los, was die junge Mutter aber ignorierte. Sie verließ trotzdem ungerührt das Wartezimmer. Ihr zweites Kind, einen Säugling in einer Babytrage vor ihrer Brust, nahm sie zum Rauchen mit nach draußen. Tilda war entsetzt. Der Mikrokosmos Wartezimmer schockierte sie. Sah so die Realität an der Basis der Gesellschaft aus? Bei Dr. Pfeifer hatte sie nie lange warten müssen. Jetzt fragte sie sich, ob das hier die Errungenschaften der modernen Wohlstandsgesellschaft waren, die keinen fallen ließ. Waren diese jungen Mütter nicht die Kinder von gestern, über die sie selbst gemeinsam mit ihren Pädagogen-Kollegen immer gesagt hatten, man müsste ihnen noch mehr Angebote machen? War sie nicht selbst auch immer eine derjenigen gewesen, die diese Strategie für die Beste gehalten hatte? Das Ergebnis dieser vielen Angebote machte einen ernüchternden Eindruck. Es sah so aus, als hätten diese Mädels schon viel zu viele Angebote bekommen. Angebote, die offensichtlich zu nichts geführt hatten. Vermutlich wäre es besser gewesen, stattdessen etwas von ihnen zu fordern.

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