Michael Revon - Japanische Literatur
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Mit einem Male verfinsterte sich die Ebene der Hohen Himmel gänzlich, und auch das Land in der Mitte der Schilfebene wurde in gleicher Art verfinstert. Während Nacht herrschte. Da erschienen, mit dem Lärm von zehntausend, wie die (Mücken) des fünften Monats wimmelnden Götter, zehntausend Plagen zu gleicher Zeit. Die achthundert Zehntausende der Gottheiten versammelten sich alle in einer göttlichen Versammlung in dem ausgetrockneten Flussbette des Stillen Himmelsflusses. Sie luden zu ihrer Beratung die Gottheit »Gedankenfülle«, den Sproß der Gottheit »Hochhehrer Schöpfer«. Sie versammelten auch alle Vögel des langgezogenen Rufs in der währenden Nacht und bewirketen deren Ruf; sie nahmen harte Himmelsblöcke aus dem ausgetrockneten Flussbett des Stillen Himmelsflusses, und sie entnahmen Erz aus den himmlischen Erzgängen; sie luden dazu den Schmied Amatsumara, den Einaug; sie geboten dem Erhaben-göttlichen »Steinschneider«, einen Spiegel herzustellen, und sie geboten dem Erhaben-göttlichen »Vater des Geschmeides«, ein Geschmeide herzustellen von fünfhundert gekrümmten Edelsteinen allzumal, von achthundert Fuß; sie luden auch den Erhaben-göttlichen Ahnherrn der Oberpriester (Nakatomi) und den Erhaben-göttlichen »Große Gabe«. Diesen hießen sie mit einer vollständigen Ausreissung die Schulter eines echten Damwildes vom himmlischen Kagu-Berge ausreißen und ein Orakel herstellen. Sie entwurzelten mit einer völligen Entwurzelung eine echte Ternstroemia (eine fünfhundertästige) vom himmlischen Kagu-Berge; darauf nahmen sie und taten in ihr oberes Gezweige das Geschmeide von allzumal fünfhundert gekrümmten Edelsteinen, acht Fuß lang; darauf nahmen sie und taten in das mittlere Gezweige den Spiegel von acht Fuß; darauf nahmen und taten sie in das untere Gezweige angenehme weiße Opfertuchgaben und angenehme blaue Opfertuchgaben. Alles dieses zusammen nahm der Erhaben-göttliche »Große Gabe« zusammen mit den großen und erhaben-göttlichen Opfergaben. Und der Erhaben-göttliche »Oberpriester« sprach mit Inbrunst die kräftigen, richtigen Worte. Die Gottheit »Mann-Hand-Kraft« hielt sich verborgen nahe dem Tore. Die Erhaben-göttliche »Schrecken(tänzerin)« nahm um sich als Tragband den himmlischen Bärlapp vom himmlischen Kagu-Berge, ihr Haupt umwand sie mit dem himmlischen Spindelzweig, und für ihre Hände wand sie Blätter vom Zwergbambus des himmlischen Kagu-Berges zu einem Strauß; sie brachte(n) ein tönendes Brett vor dem Tore der himmlischen »Felsenhöhle« an und trat(en) dagegen, so daß es tönte, gleich als ob sie von einem Gotte besessen wäre(n), und ihre Brustwarzen aus ihrem Busen hervorziehend, ließ sie den Saum ihres Gewandes fallen bis unterhalb des Gürtels. Da erzitterte die Ebene der hohen Himmel, da die achthundert Zehntausende der Götter alle zugleich auflachten. Die Große und erhabene Gottheit »Glanz im Himmel« erstaunte, sie öffnete zu einem Spalt das Tor der himmlischen Felsenhöhle und sprach also aus dem Innern: »Ich dachte, mit meiner Entfernung wäre die Himmelsebene gesetzmäßig verfinstert und würde das Land der Mitte der Schilfebene in gleicher Weise gesetzmäßig verfinstert, wie kann das nun sein, daß die himmlische Tänzerin Scherze treibt und daß alle achthundert Zehntausende der Götter dazu lachen? Ihr erwiderte sogleich die himmlische Tänzerin: »Wir haben hier eine erlauchte Gottheit, die erlauchter sogar als deine göttliche erhabene Person glänzet. Darum sind wir erfreut und treiben Scherz.« Zugleich, ohne zu verziehen, schoben der Erhabene »Oberpriester« und der Erhabene »Große Gabe« selbander den Spiegel vor und wiesen ihn, mit der schuldigen Ehrfurcht, der Großen erhabenen Gottheit »Glanz im Himmel«. Die Große erhabene Gottheit »Glanz im Himmel« verwunderte sich noch stärker. Also kam sie ein klein, klein wenig aus ihrer Türe hervor, um sich das Ding zu besehen. Da nahm sie der Gott »Oberpriester«, der sich verborgen hielt, bei ihrer erhaben-göttlichen Hand und zog sie hervor. Da nahm auch der erhaben-göttliche »Große Gabe« und zog hervor hinter seinem erhaben-göttlichen Rücken eine Schlinge, indem er redete: »Du sollst nicht weiter zurücktreten als nur bis hierher!« Und da also die Große und erhabene Gottheit »Glanz im Himmel« hervorgekommen war, da erhellten sich auch zugleich die Ebene der hohen Himmel und das Land der Mitte der Schilfebene beide gesetzmäßigerweise von ihrem Glanze ...
Dieser, den deutschen Leser gewiß zunächst an germanischen Humor gemahnende Mythenbericht von der Überlistung der Sonne durch ihr Spiegelbild enthält das Zentrum der Shintoanschauungen, des Shintodienstes, in dem noch heute der heilige Spiegel [das Original verhüllt im alten Ise-Tempel] das wichtigste Heiligtum bildet, gelegentlich seit zwei Jahrhunderten in Japan wie von Europäern als eine Art Ideal und Symbol einer reinen und ungetrübten Kirche angesehen. Indessen ist der ganze Mythos offenbare Magie und die himmlische Tänzerin wie der himmlische Oberpriester [Sühnepriester] u-a- als Ahnen der die entsprechenden Riten wirklich vornehmenden Priester und Tänzerinnen aufgefaßt. So auch weiter unten der Überschwemmungs- und Fruchtbarkeitszauber in Nachahmung des Gottes »Glanzfeuer«. Der »himmlische Kagu« ist demnach das Abbild des in Yamato gelegenen Berges, nach dem er benannt wird, in derselben Art, wie schon in frühester Antike die Sumerer am Euphrat die Theorie der himmlisch-irdischen Entsprechungen erfanden, die noch in dem himmlischen Jerusalem der »Offenbarung« anklingt.
Daraufhin berieten sich die achthundert Zehntausende der Götter alle miteinander und erlegten dem erhaben-göttlichen Mann-Gott »Sturm-Recke« eine Buße von einem Tausend Bußtischen auf. Dazu schoren sie ihm den Bart und ließen sie ihm die Nägel von seinen Fingern und von seinen Füßen ausreißen. Danach verbannten sie ihn noch mit einer göttlichen Verbannung.
Der »Mann-Gott«, geächtet, bittet darauf die »Göttin der Speise« um etwas Nahrung. Diese zieht allerlei Leckerbissen aus ihrem Munde und den anderen Körperhöhlen hervor und bietet sie dem »Mann-Gott« an, wofür er sie auf der Stelle niederschlägt. Aus ihrem Leibe entstehen der Seidenwurm und die »Fünf Getreidegeschlechter«. Der Gott »Hochhehrer Schöpfer« bewirkt ihre Ernte und neue Aussaat. Der Mann-Gott »Sturm-Recke« gerät dann an den achtköpfigen Drachen (das mythische Symbol eines Flusses, wie man besonders aus der folgenden Beschreibung erkennt) und zugleich in erste Berührung mit den später von dem »Himmelsenkel« (Kaiser), dem Nachkommen der Sonne, vertriebnen »Landes«gottheiten der Autochthonen. Sein Schwert »Mähegras«, trotz der harmloseren Bezeichnung ein echtes Siegfriedschwert, gehört dann mit dem Spiegel und dem »Geschmeide der Sonne« zu den Kultgegenständen des Shinto.
Also geächtet, begab (der Mann-Gott) sich hinab nach dem Ort Torikami an den Quellen des Flusses Hi, in der Landschaft Idsumo. Da sah er ein Stäbchen das Wasser hinabschwimmen. Alsobald dachte der Erhaben-göttliche Mann-Gott, Sturmrecke, Susanowo: »Hier müssen Leute sein, an der Quelle.« Er stieg aufwärts, um sie zu suchen. Da begegnete ihm ein Greis mit einer Greisin, es waren ihrer zwei, die eine Jungfrau zwischen sich führten, und sie weinten. Da geruhte der Mann-Gott sie zu fragen: »Wer seid Ihr?« Der Greis erwiderte ihm mit den Worten: »Dein Diener ist ein Landgott, Sohn des Gottes genannt. Der Herr vom Großen Berge. Man nennt mich mit Namen Ashinadsuchi, und mein Weib nennt man mit Namen Tenadsuchi und diese, meine Tochter, nennt man mit Namen Prinzeß Kushinada, ›Kammschönchen‹ «. – Wiederum fragte er: »Welches ist die Ursache Eures Weinens?« – Er erwiderte mit den Worten: »Ehmals besaß ich acht junge Töchter, doch der achtköpfige Drache von Koshi kam Jahr um Jahr und verzehrte ihrer eine. Weil jetzt wiederum seine Zeit ist, so weinen wir.« – Da fragte er ihn: »Wie sieht der Drache aus?« Da erwiderte er ihm mit den Worten: »Seine Augen sind wie riesige (Bohnen) und er hat einen Rumpf mit acht Köpfen und acht Schweifen. Dazu wächst auf seinem Leib Moos, und auch noch Thuyen und hohe Zedern. Seine Länge erstreckt sich über mehr als acht Täler und acht Berge. Schaust du seinen Bauch an, so ist er ganz rot entzündet.« Darauf sagte der göttliche Mann-Gott ›Ansturm-Recke‹ zu dem Alten: »Diese deine Tochter, willst du mir sie geben?« – Er erwiderte ihm mit den Worten: »Es ist mir eine große Ehre, doch kenne ich deinen Erhaben-göttlichen Namen nicht.« – Er erwiderte ihm mit den Worten: »Ich bin der Älter-Bruder der Großen erhabenen Gottheit, ›Glanz im Himmel‹ und bin soeben aus dem Himmel herabgekommen.« Da redeten die Gottheiten Ashinadsuchi und Tenadsuchi beide miteinander: »Ist es also, so ist es uns eine große Ehre, sie dir zu geben.« Da nahm der erhaben-göttliche Mann-Gott Ansturm-Recke alsogleich die Jungfrau und verwandelte sie in einen vielzackigen dichten Kamm, den steckte er sich in den erhaben-göttlichen Knoten seines Haarschmuckes, und er gebot den beiden Gottheiten Ashinadsuchi und Tenadsuchi: »Bereitet von Reiswein einen achten Aufguss, auch stellet eine runde Hecke her. In die Hecke hauet acht Eingänge! An diese Eingänge befestiget acht Schemel. Auf jeglichen Schemel setzet einen Eimer für Reiswein und in jeglichen Eimer gießet den Reiswein des achten Aufgusses! Alsdann harret!« Nachdem sie also jegliches nach seinem Befehl angeordnet hatten und harrten, da kam auch wirklich der Drache mit den acht Mäulern, wie geredet war, und ohne Verzug tauchte er je ein Haupt in je einen Eimer und schlürfte den Reiswein. Darauf legte er sich, von dem Trank betrunken, nieder zu seinem Schlummer. Alsobald zog der Erhaben-göttliche Mann-Gott ›Sturm-Ungestüm‹ sein Schwert von zehn Hand Breite (das ihn erhaben-göttlich umgürtete) und er hieb den Drachen in Stücke, also daß der Fluß als ein roter Blutfluss weiterfloss. Als er ihm den mittlern Schweif abhieb, wurde die Schneide seines erhaben-göttlichen Schwertes schartig. Darüber verwunderte er sich, wie er da hineintauchte, und hieb mit der Spitze des erhaben-göttlichen Schwertes, und er es da besah, und es war doch ein gewaltiges Schwert. Also nahm er dieses gewaltige Schwert und bedenkend, daß die Sache verwunderlich war, gab er es in schuldiger Ehrfurcht der Groß-erhabenen Gottheit ›Glanz im Himmel‹. Das ist das große Schwert, »Mähegras«.
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