Der Colonel wischte den Einwand mit einer Handbewegung zur Seite. »Es geht ja nur um ein paar Tage ... was wäre, wenn dieser Typ tatsächlich einen Beweis gefunden hat?«
Chris rückte sich die Brille zurecht, deren dicke Gläser wie immer beschlagen waren. »Das wäre natürlich eine Katastrophe, vor allem, wenn ihn nur die Russen besäßen. Aber das ist in etwa so wahrscheinlich, wie –«
»Ich komme mit«, unterbrach Veronica ihren Freund und Kollegen und fügte mit einem Grinsen hinzu: »Wollte schon immer mal München sehen.«
»Sind sie sich sicher?«, hakte Colonel Lewis nach.
Sie lächelte. »Wohin die Pflicht ruft ...«
Lewis nickte zufrieden und schloss seinen Aktenordner. »Prima, ich habe nichts anderes erwartet, schließlich waren sie mal bei der Navy. Ich wollte sie bloß nicht unter Druck setzen. Ich bin erleichtert, denn der Vizedirektor hat mich in dieser Sache ein wenig gelöchert. Ich gebe zu, dass es auch darum geht, unser Image beim Präsidenten und seinem Beraterstab ein bisschen aufzupolieren.« Er grinste breit und wies auf die Wände um sie. »Im abhörsicheren Raum kann ich das ja sagen: Wir sind nun mal der intelligenteste Geheimdienst, und wir wissen ja alle, was der POTUS und seine Freunde von Intelligenz halten ...«[Fußnote 3]
Auch Chris lachte mit, obwohl er prinzipiell in der politischen Streitfrage um ihren Präsidenten eher ins Lager der Zwiegespaltenen fiel. Aber wo der Colonel recht hatte, hatte er recht. Damit war der Entschluss besiegelt. Veronica würde noch am selben Tag als erste festangestellte zivile Mitarbeiterin in der Geschichte des Puzzlepalastes als Agentin an einem Feldeinsatz teilnehmen.
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