Robert Wilson - Quarantäne

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Blind Lake ist eine weitläufige Forschungseinrichtung im Norden Minnesotas, streng abgeschottet von der Öffentlichkeit. Denn hier arbeiten Wissenschaftler mit einer Technologie, die sie selbst kaum verstehen: Sie beobachten intelligentes Leben auf einem Millionen von Lichtjahre entfernten Planeten. Sie können dabei keinen Kontakt mit den Außerirdischen aufnehmen oder sonstwie Einfluss nehmen — sie können nur beobachten. Doch dann wird Blind Lake vom Militär plötzlich unter Quarantäne gestellt, niemand darf das Gelände betreten oder verlassen. Haben die Aliens herausgefunden, dass sie beobachtet werden? Und fühlen sie sich dadurch so gestört, dass sie Gegenmaßnahmen ergreifen? für die Wissenschaftler beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit …
Nach seinem preisgekrönten Bestseller »Spin« stellt Robert Charles Wilson auch mit »Quarantäne« unter Beweis, dass er einer der aufregendsten Science-fiction-Autoren unserer Zeit ist.

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Die O/BEK-Kammer, drei Stockwerke tief in der Erde, war vorher ein partikelfreier Reinraum im NASA-Stil gewesen. Normalerweise konnte dort nichts leben (von den O/BEKs abgesehen). Ray allerdings hatte in dem trüben Licht den Eindruck, dass die Kammer wimmelte von irgendetwas — wenn nicht etwas Lebendigem, so doch etwas, das sich eigenständig vermehrte, ein transparenter Wildwuchs, der die O/BEK-Räumlichkeit schon teilweise ausfüllte und an den Wänden emporstieg wie Frost an einem winterlichen Fenster. Der Boden der Kammer, zehn Meter weiter unten, war von einer gallertartigen kristallinen Flüssigkeit bedeckt, die glitzerte und sich bewegte wie an den Strand gespülte Gischt.

»Das ist so, damit die O/BEKs sich auch ohne Strom von außen erhalten können«, sagte Tess. »Die Wurzeln gehen bis tief unter die Erde. Um Hitze zu zapfen.«

Wie tief mussten sie wohl unter die Erde gehen, um in einer verschneiten Prärie »Hitze zu zapfen«? Dreihundert Meter, fünfhundert, fünftausend? Bis ganz runter zum geschmolzenen Magma? Kein Wunder, dass die Erde gezittert hatte.

Und woher wusste Tess das?

Tess hatte offensichtlich ein gewisses Einfühlungsvermögen für die O/BEKs entwickelt. Eine ansteckende Geisteskrankheit, dachte Ray. Tess war schon immer labil gewesen. Vielleicht machten die O/BEKs sich diese Schwäche zunutze.

Und es gab nichts, was er dagegen tun konnte. Die Zylinder befanden sich außerhalb seiner Reichweite und seine Tochter war hoffnungslos kompromittiert. Die Erkenntnis traf ihn mit der Wucht eines Faustschlags. Er sank rückwärts gegen die Wand und glitt an ihr hinunter, saß auf dem Boden, das Messer in der schlaffen rechten Hand.

Tess kniete sich hin, um ihm in die Augen zu sehen.

»Du bist müde«, sagte sie.

Das stimmte. Noch nie hatte er sich so müde gefühlt.

»Weißt du«, sagte Tess. »Es war nicht ihre Schuld. Und deine auch nicht.«

Was war nicht wessen Schuld? Ray warf seiner Tochter einen hoffnungslosen Blick zu.

»Als du aus dem Auto ausgestiegen bist«, sagte sie. »Dass du überlebt hast. Du warst noch ein Kind.«

Sie sprach vom Tod seiner Mutter. Aber Ray hatte Tess davon nie erzählt. Auch Marguerite hatte er nichts erzählt, oder sonst irgendwem aus seinem Erwachsenenleben. Rays Mutter (sie hieß Bethany, aber Ray hatte sie nie anders als Mutter genannt) hatte ihn im großen Ford der Familie zur Schule gefahren, ein Auto, wie man es heutzutage gar nicht mehr zu sehen bekam, von einem jener Motoren durch eine Kombination aus Biodieselkraftstoff und wiederaufladbaren Zellen angetrieben, die nach dem Saudi-Konflikt allgemein gebräuchlich geworden waren, ein patriotischer Wagen also, in dem er sich immer voller Stolz gezeigt hatte. Das Auto war leuchtend rot, wie Ray sich erinnerte, rot wie ein begehrenswertes neues Spielzeug, teflonglatt und emailglänzend. Ray war zehn und sehr an Farben und Texturen interessiert. Seine Mutter hatte ihn also mit dem Auto zur Schule gebracht, er war hinausgehüpft und schon fast am Schulhofzaun angelangt (Schnappschuss: Baden Academy, eine private Grundschule in einem von Bäumen gesäumten Chicagoer Randbezirk, ein modisch altmodisches gelbes Backsteingebäude, das in der Wärme des Septembermorgens schlummerte), als er sich umdrehte, um zum Abschied zu winken (die Hand schon erhoben, im Ohr das Geschrei von Kinderstimmen und das Hochspannungszirpen der Zikaden), gerade rechtzeitig, um zu sehen, wie ein in Gegenrichtung durch die Duchesne Street fahrender Transporter der Mobilen Krankenversorgung Modesto & Fuchs — geklaut, wie er später erfuhr, von einem Oxycontin-Abhängigen, der sich Zugang zu den an Bord befindlichen Narkotika verschaffen wollte — aus der Spur schleuderte und genau in die Seite des leuchtend roten Fords krachte.

Der patriotische Ford steckte den Aufprall recht gut weg, aber Rays Mutter hatte den Laster kommen sehen und unklugerweise versucht, das Auto zu verlassen. Der Modesto-&-Fuchs-Laster hatte sie zwischen Tür und Rahmen gequetscht und war dann mehrere Meter zurückgeprallt, während Bethany Scutter auf der Straße lag, ihr Unterleib geöffnet wie die Mittelseiten eines roten und blauen Buches.

Ray, der dies vom Olymp des einsetzenden Schocks aus beobachtet hatte, stellte gewisse Betrachtungen über das Allgemein-Menschliche an, die ihn Zeit seines Lebens begleiten sollten. Menschen waren, ebenso wie ihre Versprechungen, zerbrechlich und unverlässlich. Menschen waren Beutel, gefüllt mit Gas und Flüssigkeiten, die eine Maskerade aufführten, um bestimmte Rollen zu bekleiden (Elternteil, Lehrer, Therapeut, Ehefrau), jedoch jederzeit in ihren Naturzustand zurückfallen konnten. Der Naturzustand biologischer Materie aber war es, zermalmt und totgefahren auf der Straße zu liegen.

Ray blieb der Baden Academy ein Jahr lang fern und erhielt während dieser Zeit, auf Veranlassung seines Vaters, jede pharmazeutische und metaphysische Medizin gegen Melancholie, die in den besseren Kliniken angeboten wurde. Seine Genesung verlief zügig. Eine Neigung für die Mathematik hatte er schon seit Längerem gezeigt, und nun versenkte er sich auch in die anorganischen Wissenschaften — die Astronomie und später die Astrophysik, bei denen die Dimensionen von Zeit und Raum groß genug waren, um angenehme Perspektiven zu gewährleisten. Als nachgewiesen wurde, dass es kein Leben auf dem Mars und auf Europa gab, war ihm das eine heimliche Genugtuung gewesen: Wie viel beunruhigender war doch die Vorstellung, sie wären mit Biologie durchwuchert, verdorben wie eine Kiste Weihnachtsapfelsinen, die irgendwo in einer Kellerecke verschimmeln.

Silbergraue Frostfinger zogen in Kaskaden an den Fenstern der O/BEK-Galerie hinauf, dämpften das Licht noch mehr, fanden sich zu Formen zusammen, die an Säulen und Bögen erinnerten. Ray kam zu dem Schluss, dass er Tess diese Geschichte nicht hätte erzählen sollen. Sofern er es denn überhaupt getan hatte. In seiner Verwirrung kam es ihm so vor, als hätte sie ihm die Geschichte erzählt.

»Du hast Unrecht«, sagte Tess. »Sie ist nicht gestorben, um dich dazu zu bringen, sie zu hassen.«

Seine Augen weiteten sich. Entsetzt und wütend über das, was aus seiner Tochter geworden war, nahm Ray das Messer fest in die Hand.

Fünfunddreißig

Sie ist hier, dachte Chris und stürmte die Fluchttreppe hinunter in Richtung O/BEK-Galerie, angetrieben von einem Gefühl der Dringlichkeit, das er sich selbst nicht so recht erklären konnte. Wie Gewehrfeuer knallten seine Schritte durch die hohle Betonsäule des Treppenhauses.

Sie war hier. Diese Erkenntnis war so unabweisbar wie Kopfweh. Tessas in Luft sich auflösende Schneespur war zwar ein allenfalls zweideutiger Hinweis gewesen. Dennoch war er sich vollkommen sicher, dass sie in der O/BEK-Galerie war, ebenso wie er damals genau gewusst hatte, wo Porry am Abend der Kaulquappen hingegangen war. Es war mehr als Intuition; es war, als wäre die Information direkt in seinen Blutkreislauf geleitet worden.

Vielleicht war es ja so. Wenn Tess spurlos von einem verschneiten Parkplatz verschwinden konnte, was mochte dann noch alles möglich sein? Was hier passierte, musste große Ähnlichkeit mit dem haben, was in Crossbank geschehen war, musste etwas sehr Schwerwiegendes, offenbar Katastrophales, möglicherweise Ansteckendes und jedenfalls überaus Sonderbares sein.

Tess steckte mitten drin, und das galt, mehr oder weniger, jetzt auch für ihn. Er gelangte an eine Tür mit der Aufschrift GALERIEEBENE — ZUTRITT VERBOTEN. Sie öffnete sich selbsttätig auf seine bloße Berührung hin, dank Charlie Grogans Transponder.

Rings um ihn ächzte und stöhnte die Alley noch unter der Erschütterung des Morgens, suchte, unbekannten Belastungen ausgesetzt, ihren Platz. Chris wusste, dass das Gebäude potenziell unsicher war, doch die Sorge um Tess überwog seine nicht unbeträchtliche Furcht. Nicht, dass er hier etwas zu suchen gehabt hätte. Porrys Tod hatte ihn gelehrt, dass gute Absichten genauso tödlich sein können wie Bösartigkeit, dass Liebe ein plumpes und wenig verlässliches Werkzeug ist. Jedenfalls glaubte er, diese Lektion gelernt zu haben.

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