Gemma Malley - Das letzte Zeichen

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Sie kamen bei Sonnenuntergang an, oder sie machten zumindest halt, aber Evie wusste nicht, ob Linus den Platz für ihr Nachtlager angesteuert und ihn rechtzeitig erreicht hatte, oder ob sie einfach gewartet hatten, bis die Sonne unterging, und dann Rast machten. So oder so, es spielte eigentlich keine Rolle, sagte sich Evie. Wichtig war nur, dass sie und Raffy schon bald wieder auf der Flucht sein würden und sich allein durchschlagen mussten. Raffy musste denselben Gedanken gehabt haben, denn schon bei der Mittagsrast hatte er, genau wie Evie, alles gegessen und getrunken, was er bekommen konnte. Und als sie zu der Lichtung kamen, wo das Zelt aufgeschlagen wurde, vermieden sie jeden Blickkontakt miteinander, stellten keine Fragen und bemühten sich, keine unguten Gefühle aufkommen zu lassen. Stattdessen beobachteten sie aufmerksam, hörten zu und halfen mit, das Lager aufzubauen.

Keiner schien besonders auf sie zu achten; ab und zu wurden sie geholt, um mitzuhelfen – Evie ging Martha beim Essen zur Hand, und Raffy machte sich mit Angel und Linus auf die Suche nach Feuerholz. Ansonsten sah es so aus, als hätte man sie angenommen, als wäre die merkwürdige kleine Gemeinschaft zu ihrer kleinen Gemeinschaft geworden. Evie hatte allerdings nicht vergessen, wie Angel Raffy geschlagen und wie höhnisch Linus ihn angesehen hatte, als sie Antworten aus ihm hatten herauspressen wollen. Aber allmählich verblassten diese Erinnerungen, waren weniger wirklich als die Kameradschaft und der Schutz, den sie inzwischen in der Gruppe genossen.

»Wir essen, und wenn alle sich schlafen legen, warten wir. Wenn alle eingeschlafen sind, hauen wir ab.«

Raffy war neben ihr aufgetaucht. Er redete leise und eindringlich und blickte geradeaus, so als spreche er gar nicht zu ihr.

Evie schluckte. Ihre Kehle war schon wieder ganz ausgetrocknet. »Sollen wir wirklich fliehen?«, flüsterte sie.

»Was?« Raffy vergaß alle Vorsicht und sah ihr ungläubig ins Gesicht. »Was redest du da?«

»Ich denke nur, dass es zu mehreren sicherer ist«, sagte sie ängstlich; sie hatte ganz feuchte Hände vor Sorge. »Und wo sollen wir überhaupt hin?«

»Wohin wir wollen«, sagte Raffy, und seine Augen verengten sich zu schmalen Schlitzen. »Nach unseren eigenen Vorstellungen.«

»Aber bei ihnen haben wir etwas zu essen und Unterschlupf«, wandte Evie ein. Sie sah, dass Raffy wütend wurde, aber sie konnte nicht anders.

Raffy verschränkte die Arme und drehte sich weg. »Wenn du bei Linus bleiben willst mit seinen Lügen, seinen Regeln und seinen Drohungen, dann tu das.« Er schäumte vor Wut. »Ich mache jedenfalls, dass ich wegkomme.«

Evie holte tief Luft und packte Raffy am Arm. »Dann komme ich mit dir«, sagte sie leise.

»Bist du dir sicher?«, fragte Raffy und blickte sie eindringlich an. »Also du und ich? Und du willst nicht hierbleiben, weil Lucas es dir gesagt hat?«

Evie achtete nicht auf seinen spöttischen Ton. Sie hatte es verdient, auch wenn Raffy das nicht wusste. »Wir beide«, sagte sie. »Nur du und ich. Wenn du gehst, dann gehe ich auch.«

Die Worte machten ihr Mut, nahmen ihr etwas von der Sorge über das, was vor ihnen lag. Auch auf Raffy schienen sie eine Wirkung zu haben. Seine Augen wurden weicher, sein ganzes Gesicht entspannte sich.

»Also gut«, meinte er. »Warte auf mein Zeichen.«

»Habt ihr beide Hunger? Wir essen jetzt«, rief Linus, der wie aus dem Nichts aufgetaucht war. Vor einer knappen Stunde war die Sonne untergegangen. Jetzt hatte die dunkle Nacht sich herabgesenkt, ohne dass Evie es bemerkt hatte.

»Aber sicher«, antwortete Raffy sofort. »Danke.«

Er ging zum Lagerfeuer, Evie folgte ihm, zögernd allerdings. Linus ging neben ihr. »Ein ungestümer junger Mann, dein Freund«, sagte er. »Mutig, aber ungestüm. Das ist nicht immer eine gute Kombination.«

Evie biss sich auf die Lippen und schwieg.

»Du dagegen … Na ja, du bist anders«, fuhr er nachdenklich fort. »An dir liegt es nicht, dass ihr jetzt auf dieser Seite der Stadtmauer seid, oder?« Evie sagte nichts, aber Linus schien auch keine Antwort zu erwarten, er fuhr unbekümmert fort. »Du bist hier, um ihn zu beschützen, was natürlich eine Ironie ist, weil er sich für den großen Beschützer hält. Aber Schutz hat nichts mit Kraft zu tun. Da geht es um Intelligenz und Verstehen. Darum, zu wissen, wann man weglaufen muss und wann bleiben. Meinst du nicht auch?«

Evie starrte ihn an und war froh, dass es dunkel war, denn ihre Wangen waren feuerrot angelaufen. Konnte er wirklich in sie hineinsehen? Wieso wusste er immer genau, was sie dachte, obwohl sie ihre Gefühle doch tief in ihrem Herzen verbarg.

Linus lachte in sich hinein. »Er ist ein guter Junge. Das sehe ich. Aber er wird sich in große Schwierigkeiten bringen, wenn du ihn nicht daran hinderst. Du weißt, was du zu tun hast, und ich glaube, ich kann darauf zählen, dass du es tust. Genau wie Raffys Bruder auf dich gezählt hat.«

Evie fühlte sich benommen. Er wusste es. Er wusste Bescheid über Raffys Plan.

Linus drückte ihr sanft die Hand. Gleich darauf war er fort und ging zu Angel und Martha ans Lagerfeuer. Er reichte Raffy einen Teller weiter und ließ sich nieder. Evie ging hinüber und setzte sich neben Raffy. Ihr Gesicht fühlte sich immer noch heiß an. Sie wagte nicht, ihm in die Augen zu sehen, weil sie nicht wusste, ob überhaupt noch irgendjemand auf sie zählen konnte. Besonders Raffy.

15

Evie versuchte, etwas zu essen, und löffelte die porridgeartige Pampe, die Martha gekocht hatte. Ihr Magen war allerdings nicht interessiert an Essen. Er war viel zu sehr damit beschäftigt, sich umzudrehen und sich zusammenzuziehen, immer wenn Raffy sie ansah oder wenn Linus ihrem Blick begegnete.

Doch obwohl sie nichts essen konnte, trotz Raffys Versuchen, sie dazu anzuhalten, wünschte sie sich, die Mahlzeit würde nie enden, Linus und Angel und Martha und auch George und Al, wie die beiden schweigsamen Männer hießen, würden nie zu Bett gehen und einschlafen, damit sie nicht dazu gezwungen wäre, sich entscheiden zu müssen. Mit Raffy zu fliehen oder ihn von der Flucht abzubringen. Ihn zu verraten oder zuzulassen, dass er in den Tod ging – ihrer beider Tod.

Linus stand als Erster auf. »Na dann, ich geh ins Bett«, verkündete er. »Ich schlage vor, dass wir uns alle gut ausschlafen.« Hatte er Evie direkt angesehen, als er das sagte? Sie war sich nicht sicher. Sie hatte das Gefühl gehabt, als würden seine Augen sich in ihre Seele bohren.

Angel ging kurz darauf. Martha räumte erst auf, unterstützt von Evie, die sich unbedingt irgendwie beschäftigen musste. Dann grunzten George und Al Gute Nacht und folgten ihr ins Zelt. Raffy stand auf.

»Schlafenszeit«, sagte er laut und gähnte. »Ich bin müde.«

Evie nickte. Er wollte, dass sie die Scharade mitspielte, aber sie konnte nicht. Stattdessen folgte sie ihm schweigend. Sie stieg über Al und George hinweg, die sich mit ihren Schlafsäcken am Zelteingang eingerichtet hatten, zu dem für sie und Raffy freigehaltenen Platz.

Dann warteten sie.

Sie warteten eine Stunde, bis ringsum nur noch tiefe Atemzüge und leises Schnarchen zu hören waren. Dann griff Raffy zu Evie hinüber und rüttelte sie kurz an der Schulter. Evie hatte sich die ganze Zeit nicht einmal getraut zu blinzeln und setzte sich sofort auf. Ihr Herz klopfte heftig.

Vorsichtig stemmte sich Raffy hoch und arbeitete sich in der Hocke langsam Richtung Zeltöffnung. Evie folgte ihm. Sie wagte kaum zu atmen oder darüber nachzudenken, was sie gerade taten und was ihnen bevorstand. Vorsichtig, ganz sachte tasteten sie sich weiter über die Schlafenden hinweg, durch die warme, stickige Luft im Zelt. Raffy stieg über Al hinweg und machte sich ans Öffnen der Verschlüsse. Da waren drei Lagen Stoff mit verschiedenen Reißverschlüssen und Vorhängeschlössern, wie bei den anderen Zelten auch. Um die wilden Tiere fernzuhalten, hatte Martha erklärt, als Evie ihr beim Abbauen geholfen hatte. Ab jetzt würden sie beide diesen Schutz nicht mehr haben.

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