Gemma Malley - Das letzte Zeichen

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»Es gibt keine Mauer«, bemerkte er stirnrunzelnd, als sie sich Base Camp näherten. Es war ein passender Name, fand Evie – denn es war keine Stadt; die Aufbauten waren alle nur provisorisch. Und es lag ein Stück hügelaufwärts.

»Wir brauchen keine Mauer.« Linus wandte sich um und sah Raffy und Evie zum ersten Mal an diesem Tag mit seinem nun schon vertrauten Grinsen an. »Die natürliche Lage und die Wachtürme sind unser Schutz und wir sperren unsere Leute nicht ein. Das ist nicht unsere Art.«

Schweigend marschierten sie am ersten Wachturm vorbei und in das Lager. Überall liefen Menschen in Overalls herum, mit ernsten Gesichtern, auf denen sich ein Grinsen ausbreitete, als sie Linus erkannten. Sie hatten seltsame Begrüßungsrituale, die Evie noch nie gesehen hatte, sie klatschten die Hände zusammen und schlugen sich gegenseitig auf den Rücken. Sie wappnete sich, aber niemand klatschte gegen ihre Hand oder schlug ihr auf den Rücken; das taten sie nur bei Linus, Angel, George und Al. Martha hingegen umarmten sie, wirbelten sie herum und küssten sie auf den Kopf. Evie und Raffy wurden nur vorsichtig beäugt.

»Was ist das für ein Ort«, flüsterte Raffy.

»Dieser Ort?« Linus stand plötzlich hinter ihnen. »Mein Sohn, das ist das Hauptquartier der Armee. Wir machen uns bereit zur Schlacht und wir sind bald so weit. Ich habe das Gefühl, es könnte sogar schon ziemlich bald sein.«

Insgesamt waren in dem Lager ungefähr hundert Leute und alle machten sich irgendwie nützlich. Während in der Stadt die Viertel nach Berufsgruppen aufgeteilt waren, getrennt nach Geschlechtern – Männer als Steinmetze, Frauen in der Bäckerei –, war hier alles bunt zusammengewürfelt, und wo Evie auch hinschaute, unterhielten sich die Menschen, lachten, stritten. Manche sangen bei der Arbeit, Männer und Frauen machten Späße, erzählten sich Witze und neckten sich.

Und es gab keine Rangabzeichen.

Evie starrte wie gebannt, während sie einen Rundgang machte; Linus bemerkte es. »Nicht das, was du erwartet hast?«, fragte er.

Evie wurde rot. »Sie haben uns erzählt, dass alle außerhalb der Stadt Wilde sind«, sagte sie leise. »Dass die Menschen böse sind. Aber sie sind nicht böse, oder?«

»Nein, Evie, das sind sie nicht«, sagte Linus. Er legte die Arme um sie und Raffy. »Kommt mit. Ich möchte euch etwas zeigen.«

Er führte sie zwischen zwei großen Zelten hindurch auf einen Weg zu einem Zelt mit verstärkten Wänden und einem Wächter, der ein Gewehr trug.

»Die Stadt hat euch über viele Dinge belogen. Wahrscheinlich über die meisten«, sagte Linus.

»Der ganze Ort ist eine einzige Lüge, wenn du mich fragst«, antwortete Raffy düster.

Linus lächelte. »Du hast recht. Natürlich hast du recht. Aber …« Er sah sie prüfend an. »Aber das ist das Schlimmste. Das finde ich jedenfalls. Die Leute. In dem Zelt.«

»Da sind Leute in dem Zelt?«, fragte Evie unsicher. »Gefangene?«

»Keine Gefangenen.« Linus schüttelte den Kopf. »Zumindest nicht durch unser Zutun. Aber seht selbst.«

Evie näherte sich dem Zelt. Durch schmale Plastikfenster erkannte sie Gesichter, seltsame, schwermütige Gesichter. Eine Frau sah sie, stürzte heran und drückte das Gesicht so heftig gegen die Scheibe, dass ihre Züge entsetzlich verzerrt wurden. Evie unterdrückte einen Schrei, als sich immer mehr Leute dazudrängten, mit verdrehten Augen und mit Mündern, aus denen Speichel lief. Sie schrien, stöhnten und auch Evie schrie. Sie wollte weglaufen, aber Linus hielt sie fest.

»Weißt du, was das für Leute sind?«, fragte er.

Evie nickte. Sie kannte dieses Geräusch. Dieses Geräusch war das Zeichen, dass alles vorbei war. Dieses Geräusch hatte sie viele Male gehört und sich unter der Bettdecke verkrochen, wenn ihr Vater aus dem Haus gegangen war, um die Stadt zu schützen – um sie zu schützen. Auch Raffy erkannte das Geräusch. Er starrte Linus verständnislos an.

»Das sind die Opferlämmer der Stadt«, sagte er, führte sie ein Stück weg vom Zelt und sagte mit ernster Miene: »Sie haben irreparable Hirnschäden. Sie sind Opfer eurer großartigen Stadt und deren großartigen Errungenschaften.«

»Hirnschäden? Aber …« Evie runzelte die Stirn. »Aber das stimmt nicht. Sie sind … Sie sind …«

»Natürlich«, sagte Linus mit einem Lächeln, das seine Augen nicht erreichte. »Ihr kennt diese Menschen als die Bösen.«

16

Eine Weile sagte niemand ein Wort. Dann brach Evie das Schweigen.

»Ihr … ihr behaltet die Bösen hier? Sie sind eure Gefangenen?«

Linus schüttelte den Kopf und führte sie über einen überdachten Korridor auf einen Hof und weiter zu einer großen Ansammlung von Zelten. »Hier hinein«, sagte er. Sie traten in einen gemütlichen Raum voller Teppiche und Kissen. Am anderen Ende stand ein großer, mit grünem Leder bezogener Schreibtisch aus dunklem Holz. Evie konnte die Augen kaum davon wenden.

»Schön, nicht wahr?«, sagte Linus, als er ihren Blick bemerkte. »Das Schmuckstück habe ich retten können. Setzt euch doch bitte.«

Er ließ sich auf einem großen Kissen nieder und auch die beiden setzten sich. Linus sah sie an, als würde er in ihnen lesen, tief in ihr Inneres schauen wollen. Schließlich atmete er tief aus und fragte: »Tee?«

Evie nickte, und Linus sprang auf, steckte den Kopf hinaus, rief irgendetwas und nahm wieder Platz. Kurz darauf trug ein Mann ein Tablett mit einer Teekanne, Milch und Keksen herein. Linus schenkte ihnen ein und Evie griff dankbar nach der Tasse.

»Die Bösen sind nicht unsere Gefangenen«, erklärte Linus, nachdem er an seinem Tee genippt und die Tasse vorsichtig wieder abgestellt hatte.

»Aber …«, warf Evie ein, noch bevor sie sich daran hindern konnte.

»Wir haben ein paar Gefangene, das stimmt«, meinte Linus, »aber es ist nicht so, wie ihr denkt.«

»Wie ist es dann«, fragte Raffy und blickte Linus unerschrocken und furchtlos ins Gesicht.

Linus lächelte. »Würdet ihr ein bisschen Geduld mit mir haben?«, fragte er. »Ich würde euch gern eine Geschichte erzählen.«

»Eine Geschichte?«, fragte Raffy argwöhnisch. »Warum?«

»Weil ihr dann alles verstehen werdet«, antwortete Linus milde. »Dann werdet ihr die Welt genauso sehen wie ich.«

»Und wenn ich die Welt nicht so sehen will wie Sie?«, fragte Raffy schroff. »Sie sind ein Lügner. Sie erzählen nur lauter Lügen und jetzt erzählen Sie wahrscheinlich eine Lüge über meinen Vater. Ich habe es satt, dass die Leute mich anlügen, so satt.«

»Raphael, ich belüge dich nicht.« Linus’ Augen hatten plötzlich einen traurigen Ausdruck angenommen. »Und es tut mir leid, wenn du das denkst. Ich habe euch vielleicht nicht alles gesagt, aber das war nur zu unserem Schutz. Ich musste mir erst sicher sein, dass ihr wirklich … Ich musste vorsichtig sein, das ist alles. Aber ich werde dich nicht belügen.«

»Dann sagen Sie mir, wie Sie das mit meinem Vater gemeint haben«, sagte Raffy und sah ihn unverwandt an.

»Lass mich die Geschichte erzählen. Falls du danach noch Fragen hast, werde ich sie dir beantworten«, versprach Linus.

Raffy überdachte das für einen Augenblick; er sah argwöhnisch aus und unsicher.

»Erzählen Sie«, warf Evie ein. Sie ergriff Raffys Hand. »Erzählen Sie uns die Geschichte.«

»Danke.« Linus lächelte. »Es war einmal ein Mann. Manche hielten ihn für einen bedeutenden Mann, manche dachten anders. Er war ein Mann der Wissenschaft, er war Arzt. Er hatte eine Idee, die seiner Ansicht nach die Menschheit retten konnte. All die schönen, unglaublichen Dinge, die die Menschen geschaffen hatten, wurden ständig von Gewalt und Terror bedroht, und er wollte diese ein für alle Mal aus der Welt schaffen. Er sah ein friedliches Nirwana vor sich, in dem die Menschen in Harmonie miteinander lebten, wo sie nicht mehr den Willen hatten, einander zu bekämpfen.«

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