Gemma Malley - Das letzte Zeichen
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»Aber Sie haben sich versteckt«, sagte Raffy, und seine Augen verengten sich. »Sonst wären Sie jetzt nicht hier, oder?«
Linus lachte. »Kluger Junge. Ja, ich habe mich versteckt, genau wie Dr. Fisher. Wir waren ja schon jahrelang im Untergrund gewesen; für uns war das nichts Neues. Als wir allmählich begriffen haben, was da vor sich ging, erkannten wir unsere Chance. Denn die einzige Möglichkeit, den Schrecken zu verstehen, dafür zu sorgen, dass er einen Sinn bekam, lag darin, eine neue Welt des Friedens und der Hoffnung aufzubauen. Eine Welt, wo die Menschen nicht mehr böse waren, wo man sich um ihre Bedürfnisse kümmerte und wo sie sich entspannen und einfach nur leben konnten, statt jede Minute Angst zu haben. Das war alles, was wir wollten. Das war alles, was wir umzusetzen versucht haben …«
Seine Stimme versagte und er räusperte sich. »Also haben wir die Stadt aufgebaut.«
»Sie?«, meinte Raffy ungläubig.
»Ich und Dr. Fisher«, bestätigte Linus.
»Aber warum wird Ihr Name nie erwähnt?« Raffy sah ihn zweifelnd an. »Warum kommen Sie in den Betrachtungen nicht vor?«
»Die Betrachtungen?« Linus lachte. »Glaubst du diesen Mist etwa?«
Evie war schockiert. Sie wurde von Furcht erfasst. Sie versuchte, sie wegzudrängen, doch sie schaffte es nicht. Nicht gänzlich.
Linus bemerkte ihre Reaktion. »Keine Sorge, euer System kann mich nicht hören. Es kann gar nichts mehr hören. Nicht mehr.«
»Wie meinen Sie das?«, fragte Raffy unsicher.
Linus seufzte. »Kann ich meine Geschichte zu Ende erzählen?«
Raffy zuckte mit den Schultern. »Nur zu. Erzählen Sie.«
»Danke«, sagte Linus mit gespielter Ehrerbietung. »Wir hatten also einige Anhänger. Die Schreckenszeit war vorbei und alle kämpften um Essen, Wasser, das Nötigste eben. Die Welt zerfiel in Chaos und in lauter Stammeskriege. Also haben Dr. Fisher und ich unsere Vision verkündet und die Menschen haben es uns abgekauft. Sie wollten einen anderen Weg, einen Neuanfang. Wir haben das besiedelt, was vor der Schreckenszeit London war, haben die Gebäude, die noch standen, und die verbliebenen Ressourcen übernommen. Da war ein Fluss. Damit hatten wir die Basis, auf der wir aufbauen konnten. Und wir hatten Männer, die uns helfen konnten. Sie haben die Mauer gebaut und Häuser, stoisch und unermüdlich, weil sie an uns geglaubt haben und an den Traum, den wir ihnen versprochen hatten. Ich habe angefangen, das System aufzubauen. Und Fisher …«
Er schluckte und sein Blick sprang unbehaglich hin und her.
»Und Fisher?«, half Raffy nach.
Linus starrte wieder zu Boden. »Dr. Fisher hat angefangen zu operieren.«
»Die Amygdala entfernen. Die Neutaufe«, sagte Evie. »Das wird bei jedem in der Stadt gemacht.«
»Das machen sie wirklich?«, fragte Linus mit sarkastischem Unterton.
»Ja«, sagte Raffy stirnrunzelnd. »Das wissen Sie doch.«
Linus schüttelte den Kopf. »Ich weiß nur, dass alle, die er operiert hat, danach willenlos dahinvegetiert haben. Aber er wollte das nicht zugeben. Er hat darauf beharrt, dass die Methode funktionieren würde, dass sie vorher schon funktioniert hätte, und als ich hinter die Wahrheit kam, da hatte er lauter Ausreden – schuld war die Ausrüstung, oder seine Helfer, alles Mögliche. Er hat mir gesagt, beim nächsten Mal würde es bestimmt klappen, dann wieder beim nächsten Mal. Und immer so weiter und ich habe ihn nicht aufgehalten. Erst als es zu spät war. Erst als …«
Er brach ab; es fiel ihm offenbar schwer, weiterzuerzählen.
»Aber es hat doch funktioniert«, widersprach Evie. »Wir sind kein dahinvegetierendes Gemüse.«
»Nein«, räumte Linus ein, »aber ihr habt auch noch nicht die Neutaufe erhalten.«
»Doch, das haben wir«, meinte Evie hitzig. »Dass wir geflohen sind, heißt noch lange nicht, dass wir böse sind oder dass wir keine Neutaufe erhalten haben, denn das haben wir. Ich weiß es ganz genau. Wir haben doch die Narben. Die, die Sie selbst aufgemacht haben, als Sie uns gefangen genommen haben.«
Linus antwortete nicht, er schaute sie nur traurig an.
»Aber …« Raffy fuhr sich, genau wie Evie, mit der Hand über die Narbe an der Schläfe. Seine Augen blitzten vor Wut. »Warum hat er weitergemacht? Warum hat man ihn gelassen?«
»Weil wir schwach waren. Weil wir seine Ausreden hingenommen haben. Weil wir uns den Erfolg genauso gewünscht haben wie er. Er hat allen gesagt, die Operation würde nicht klappen, wenn die Patienten zu viel Böses in sich hätten«, sagte er bedauernd. »Und die, die er mit seinen Experimenten zu dahinvegetierenden Wesen gemacht hat, die hat er versteckt. Wir haben sie versteckt.« Er vergrub das Gesicht in den Händen, dann sah er wieder auf. »Versteht ihr nicht? Die Leute, die euer Großer Anführer operiert hat … das sind die Bösen, vor denen ihr alle solche Angst habt. Er hat sie erschaffen. Das waren diejenigen, die an ihn geglaubt haben, die für ihn gearbeitet haben. Und er …« Linus stand auf, ging ein paar Schritte, beugte sich vor und stützte für einige Sekunden die Hände auf die Knie. Dann kam er zurück, offenbar bereit, fortzufahren.
»Schließlich hat er aufgehört. Er musste. Aber die Menschen glaubten an die Neutaufe, sie brauchten sie, damit sie daran glauben konnten, dass das Böse ausgemerzt war. Und deshalb …« Er trat von einem Fuß auf den anderen und sah ihnen nicht in die Augen. »Und deshalb wurde die Neutaufe nur noch vorgetäuscht. Jeder glaubte, dass er sie erhalten hätte. Ein kleiner Schnitt an der Schläfe … das dachte ich zumindest …« Er seufzte. »Wichtig war nur, dass die Leute überzeugt waren. Und es hat sogar gewirkt – durch den Placebo-Effekt.«
»Placebo?«, fragte Evie und zog die Nase kraus.
»Du sagst jemandem, dass er ein Medikament bekommt und dass es ihm dann besser geht, auch wenn du ihm nur Sägemehl gegeben hast«, erklärte Linus. »Oder du sagst den Leuten, sie sind nicht fähig zum Bösen, und sie glauben auch das.«
»Dann hat also keiner von uns eine Neutaufe bekommen?« Evie fasste sich unwillkürlich an den Kopf. Ihre Gedanken rasten. Konnte das wirklich stimmen? Die ganze Zeit war sie voller Angst gewesen, ihre Amygdala könnte wieder nachwachsen, und dabei war sie nie entfernt worden? Auch nicht bei ihren Eltern? Bei niemandem?
»Nicht einmal der Bruder? Und auch nicht die As?«
»Vor allem nicht der Bruder«, sagte Linus finster. »Und was die As angeht …« Er atmete tief aus. »Damals gab es noch keine As. Das System war nicht dazu aufgebaut worden, um die Leute einzuteilen oder ein Urteil über sie zu fällen. Es sollte dafür sorgen, dass sie das hatten, was sie brauchten, und dass ihr Leben erfüllt war.«
»Dann hat also gar niemand die Neutaufe erhalten?« Es fiel Evie immer noch schwer, damit klarzukommen.
»Gar niemand. Natürlich war Fisher nicht begeistert, dass er nicht operieren durfte. Er war überzeugt, dass er es irgendwann schaffen würde, wenn er es nur weiter versuchen könnte. Er hat anscheinend nicht verstanden, dass er das Leben der Leute zerstörte. Wir mussten ihn aufhalten, ihn einsperren. Der Bruder – damals hieß er einfach Mark – hat uns sehr geholfen. Ich dachte, er wäre ein Freund. Ich … ich habe ihm die Wahrheit gesagt. Und er war großartig. Hatte jede Menge Ideen. Er wollte den Placebo-Effekt durch spirituelle Versammlungen verstärken; er wollte der geistige Führer der Stadt sein und dafür sorgen, dass die Menschen auf dem rechten Weg blieben. Er und ich waren die Einzigen, die wussten, dass die Neutaufe nicht echt war, die Einzigen, die überhaupt irgendetwas wussten. Aber dann …«
»Dann?«, half Evie nach.
Linus stand auf und ging im Raum auf und ab. »Ich hatte ein Team von Leuten, die sich mit dem System auskannten. Ich hatte alle selbst angelernt. Es war mein System. Alles andere war mir egal. Aber er konnte es einfach nicht lassen; er konnte der Macht nicht widerstehen, die es ihm verliehen hat.« Seine Stimme war bitter geworden, sein Gesicht mit einem Mal wutverzerrt.
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