Gemma Malley - Das letzte Zeichen
Здесь есть возможность читать онлайн «Gemma Malley - Das letzte Zeichen» весь текст электронной книги совершенно бесплатно (целиком полную версию без сокращений). В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: Старинная литература, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.
- Название:Das letzte Zeichen
- Автор:
- Жанр:
- Год:неизвестен
- ISBN:нет данных
- Рейтинг книги:3 / 5. Голосов: 1
-
Избранное:Добавить в избранное
- Отзывы:
-
Ваша оценка:
- 60
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
Das letzte Zeichen: краткое содержание, описание и аннотация
Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Das letzte Zeichen»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.
Das letzte Zeichen — читать онлайн бесплатно полную книгу (весь текст) целиком
Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Das letzte Zeichen», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.
Интервал:
Закладка:
»Ich liebe dich, Evie«, flüsterte er, und sie spürte ein Ziehen im Herzen, ein Verlangen nach ihm, aber es war noch mehr. »Du bist der einzige Mensch auf der ganzen Welt, der mir etwas bedeutet. Du und ich, Evie. So wird es immer sein: du und ich.«
Sie nickte, fasste ihn um den Hals, fühlte seine Küsse und drängte sich an ihn. Aber die ganze Zeit hatte sie nur einen Gedanken. Lucas. Sie musste es Raffy sagen, das mit Lucas. Sie musste ihm die Wahrheit sagen.
»Raffy«, flüsterte sie. »Raffy, es gibt da etwas …«
Doch in diesem Moment hörten sie Schritte näher kommen und jemand rief nach Raffy. Es war Linus. Die Gelegenheit war vorbei. »Hey«, rief Linus. »Hier drüben. Pack mal mit an.« Evie rappelte sich hoch, damit auch Raffy aufstehen konnte. Linus blickte sich suchend um und sagte dann zu Evie: »Du, du hilfst Martha.« Offenbar kannte er ihren Namen nicht. Er war so begierig auf Antworten gewesen, aber nach ihren Namen hatte er sie nicht gefragt.
Evie lief zu Martha hinüber, die gerade ein Zelt abbaute. Wie die Zigeuner in den Geschichten ihrer Mutter, dachte Evie, als sie die Heringe aus dem Boden zog. Nie lange an einem Ort, immer auf der Flucht. War das nun ihr neues Leben? War sie unter die Zigeuner gegangen, so wie ihre falsche Mutter immer gewarnt hatte, dass es einmal so weit kommen würde mit ihr?
Sie zog die restlichen Zeltpflöcke heraus, rollte die Bodenplane auf und faltete das Zelt zusammen, so ordentlich sie konnte. Voller Bewunderung sah sie zu, wie Martha es in einem Beutel verstaute, der eigentlich viel zu klein dafür ausgesehen hatte. Während sie zusah, fuhr sie sich mit der Hand versehentlich an die Schläfe, an die neue Narbe, die dort pochte – es war kein Schmerz, es war irgendetwas anderes, etwas, das sie nicht benennen konnte.
Und dann erkannte sie, was es war. Es war Angst. Denn trotz seines Lächelns und dem Gerede von Antworten und Erklärungen traute sie Linus nicht. Sie traute keinem von ihnen.
In Wahrheit traute sie kaum sich selbst.
»Tut dir der Kopf weh?«, fragte Martha mit einem Ausdruck von Mitgefühl.
Evie schüttelte den Kopf. »Nein. Na ja, ein bisschen. Aber es geht.« Sie wollte diese Medikamente nicht. Martha schien in Ordnung zu sein, aber Evie wollte lieber die Schmerzen fühlen, wollte lieber die ganze Wahrheit wissen, als sie mit Drogen zu verschleiern. In der Stadt gab es kaum Medikamente, denn Krankheiten hatten ihre Ursache in der Schwäche oder im Hochmut eines Menschen. Deshalb mussten Männer und Frauen ihre Krankheiten aushalten, sagte der Bruder immer, denn sonst würden sie nicht daraus lernen und nicht stärker werden.
Doch andererseits war sie nicht mehr in der Stadt, dachte Evie, und es traf sie wie ein Schlag.
»Fertig?« Linus stand plötzlich vor ihr, zusammen mit Raffy. Nach dem Schweiß auf seiner Stirn zu schließen, hatte er den Männern beim Aufladen geholfen. »Wir müssen bald los. Wenn es dunkel ist, dann sind wir zu angreifbar. Könnt ihr die da tragen?« Er hielt ihnen zwei Rucksäcke hin. Raffy wog sie in der Hand und gab einen an Evie weiter.
»Angreifbar?«, fragte Raffy, als er den Rucksack auf den Rücken schwang und Evie mit ihrem half.
»Wilde Tiere. Oder noch etwas Schlimmeres«, meinte Linus und zuckte die Achseln. »Also los. Brechen wir auf.«
Raffy streckte Evie die Hand hin und sie nahm sie dankbar.
»Wie lange wart ihr hier?«, fragte sie Linus.
»In diesem Lager? Oh, eine Woche oder so«, sagte er und trommelte die anderen zusammen.
Sie ließ sich seine Antwort durch den Kopf gehen. Aber sie verstand immer noch nicht. »Und warum wart ihr hier? Warum seid ihr nicht dort geblieben, in …«
Sie versuchte, sich an den Namen von deren Stadt, deren Heimat zu erinnern.
»In Base Camp?«, fragte Linus. Mit leichtem Kopfnicken zählte er Personen und Gepäckstücke ab, bis er zufrieden feststellte, dass alle bereit waren. »Gute Frage.« Er sah sie lächelnd an. »Aber ich werde sie erst später beantworten, wenn’s recht ist. Wenn wir euch besser kennen.« Er zwinkerte ihr zu und ging nach vorn. »Also, Leute. Auf geht’s.«
Er marschierte los und die anderen folgten ihm, jeder mit einem Rucksack auf dem Rücken; zwei Männer am Schluss trugen einen großen Leinensack an einer Stange. Beide hatten in der freien Hand ein Fernglas; Evie erkannte es wieder, weil ihr Vater auch eines hatte. Ihr angeblicher Vater. Er hatte ihr gezeigt, wie man durchschauen musste, und sie hatte gestaunt, dass der Himmel plötzlich so nah war und dass man die Vögel, die dort flogen, fast berühren konnte.
Aber man konnte sie nicht wirklich berühren, hatte sie zu ihrer großen Enttäuschung erfahren müssen.
Sie machte Raffy auf die Ferngläser aufmerksam und er zog die Augenbrauen hoch. »Das sind die Späher«, flüsterte er.
Die Späher. Die sie vor wilden Tieren beschützen sollten. Oder vor noch etwas Schlimmerem. Sie schauderte, obwohl die Sonne auf sie herabbrannte. Sie wünschte, sie könnte all diese Dinge mit Raffy besprechen, allein, so wie sie es immer getan hatten. Aber das war nicht möglich; jemand hätte es hören können. Aber sie waren zusammen, immerhin etwas, eine Verbesserung gegenüber der Stadt. Aber ohne ihre Gedanken auszutauschen und sich ihre Ängste einzugestehen, war es, als wäre ein riesiger unsichtbarer Keil zwischen ihnen. Ob Raffy es genauso schmerzhaft empfand wie sie? Sein entschlossener Gesichtsausdruck legte etwas anderes nahe. Überhaupt hatte doch meistens sie das größere Bedürfnis verspürt, sich mitzuteilen; sie hatte geredet, bis sie heiser war. Ihr fehlte Raffy als Zuhörer, sein stummes Nicken, seine dunklen, seelenvollen Augen, die ihr sagten, dass er verstand, dass er nicht urteilte, sondern dass er sie so nahm, wie sie war.
Sie marschierten zügig. Bald lagen die verfallenen Gebäude und Ruinen hinter ihnen, und sie gingen durch eine Landschaft, die noch kahler war als das Umland der Stadt.
Raffy zupfte an Evies Hand; als sie sich umdrehte, zog er sie zu sich. »Okay«, flüsterte er so leise, dass sie ihn kaum verstehen konnte. »Ich habe einen Plan.«
Ihr Herz schlug schneller vor Aufregung und vor Angst.
Raffy ging schneller und zog Evie mit sich. Sie überholten zuerst Martha, dann Angel und gingen nun direkt hinter Linus. Linus hörte sie näher kommen, drehte sich um und ließ ein freundliches Grinsen aufleuchten. »Ja?« Er war auf eine Frage gefasst.
»Schaffen wir es heute bis Base Camp?«, fragte Raffy.
»Schaffen wir es heute bis Base Camp«, sagte Linus nachdenklich. »Und warum willst du das wissen?«
»Weil Evie sich nicht gut fühlt«, antwortete Raffy und kniff sie in die Hand. »Ich würde nur gern wissen, wie lange wir noch marschieren müssen.«
»Was fehlt dir?«, fragte Linus, blieb unvermittelt stehen und wandte sich Evie zu.
Sie spürte, dass sie rot anlief, und sie stammelte: »Ich … ich weiß nicht …«
»Der Magen«, schaltete Raffy sich ein.
»Ach«, sagte Linus. »Liegt vielleicht am Wasser. Okay. Wir machen Rast, wann immer das nötig ist, Evie. Du musst es mir nur sagen, okay?«
»Okay.« Ihre Wangen glühten.
»Und Base Camp?«, hakte Raffy nach. »Schaffen wir es heute noch bis dorthin?«
Linus überlegte, ohne den Blick von Raffy zu wenden. Dann zuckte er mit den Schultern. »Nein. Erst morgen. Für die Nacht stellen wir ein Zelt für uns alle auf. Zahlenmäßige Überlegenheit.«
Sein Gesicht verzog sich wieder zu diesem Grinsen, das einen zur Weißglut brachte, dann drehte er sich um und marschierte weiter. Evie und Raffy tauschten einen Blick und ließen sich wieder hinter Angel und Martha zurückfallen. »Heute Nacht«, flüsterte Raffy. »Wenn es dunkel ist. Wenn wir in Base Camp ankommen, dann ist es zu spät für eine Flucht.«
»Heute Nacht«, formte Evie stumm mit den Lippen, aber ihre Kehle war plötzlich ganz trocken, und ihr Herz hämmerte laut in der Brust. Doch sie marschierte weiter neben Raffy her, fiel in einen gleichmäßigen Trott und versuchte, nicht an den schweren Rucksack auf ihrem Rücken zu denken und an die Gefahr, die vor ihnen lag.
Читать дальшеИнтервал:
Закладка:
Похожие книги на «Das letzte Zeichen»
Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Das letzte Zeichen» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.
Обсуждение, отзывы о книге «Das letzte Zeichen» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.