Gemma Malley - Das letzte Zeichen
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Raffy hörte die Stimme und wurde kreidebleich. Evie sah ihn verzweifelt an. Es gab nichts zu sagen.
Raffy trat ans Fenster. »Ich werde ihm sagen, dass das alles meine Schuld ist«, sagte er. »Dass ich hier eingedrungen bin. Ich sage ihm, du hast versucht, mich dazu zu bringen, dass ich gehe …«
Evie schüttelte den Kopf. »Er weiß alles«, sagte sie. »Er hat uns gesehen.«
Raffy nahm ihre Hand und drückte sie so fest, dass sie aufschrie vor Schmerz. »Es tut mir leid, Evie«, sagte er stockend. »Ich liebe dich. Es tut mir so leid.«
»Es braucht dir nicht leidzutun. Ich liebe dich auch«, brachte sie mit belegter Stimme heraus. Raffy kletterte aus dem Fenster und an der Hauswand hinunter in den Garten, wo Lucas auf ihn wartete. Sie sprachen kein Wort. Lucas legte seinem Bruder gebieterisch die Hand auf die Schulter und schob ihn Richtung Gartentor.
Er sah nicht zurück zu Evie, die sich ins Bett legte und die Decke über sich zog und wartete, bis der Morgen kam und alles anders wurde. Doch trotz ihrer Angst spürte sie fast so etwas wie Erleichterung, dass die Wahrheit heraus war, dass alle sie nun als die sehen würden, die sie wirklich war, und dass die Verstellung ein Ende hatte. Und mit diesem Gedanken schlief sie ein.
Als sie am Morgen nach unten ging, war sie seltsam gefasst. Lucas musste es jemandem erzählt haben. Bestimmt wussten ihre Eltern Bescheid.
Ihre Mutter war gerade dabei, sich fertig zu machen, und schien kaum Notiz von Evie zu nehmen, die versuchte, ein bisschen etwas zum Frühstück zu essen.
Besorgt ging sie wieder hinauf, wusch sich und zog sich an. Dann verließ sie das Haus und wartete darauf, dass jemand auf sie zeigte, sie anschrie oder sie wegbrachte. Doch nichts geschah. Es war fast so, als wäre das, was letzte Nacht vorgefallen war, nur ein weiterer Traum gewesen, so als wäre es gar nicht passiert. Als die Aufseherin bei ihrer Ankunft kaum aufblickte und auch Christine ihr nur kurz zulächelte wie sonst auch, dachte Evie schließlich, dass es vielleicht doch ein Traum war, dass vielleicht doch gar nichts passiert war.
Raffy war nirgends zu sehen, aber das war nicht ungewöhnlich. Wahrscheinlich war er schon bei der Arbeit, vielleicht sogar in der Frühschicht. Auch während der Mittagspause in der Regierungskantine, wo sie für ihre Wertmarken einen Gemüseteller mit Brot und Käse bekam, sah sie ihn nicht, und sie sagte sich, dass alles tatsächlich ein Traum gewesen war. Raffy war nicht zu ihrem Haus gekommen; er hatte sich mit der Situation abgefunden und ging ihr aus dem Weg, um es leichter zu machen. Alles würde in Ordnung kommen.
Doch sosehr sie sich auch bemühte, sie konnte die Wahrheit nicht verdrängen. Raffy war in ihrem Zimmer gewesen und Lucas hatte es gesehen. Wenn Lucas es noch niemandem erzählt hatte, dann musste es dafür einen Grund geben. Sie hatte die Wut in seinen Augen gesehen. Sie hatte ihn betrogen. Sie hatte gegen die Gesetze der Stadt verstoßen und mit seinem Bruder Umgang gehabt. Egal was passieren würde, es würde nicht gut werden, und darauf zu warten, machte es nur noch schlimmer.
»Abweichler! Willst wohl zu Hause etwas aushecken? In gefährlichen Gedanken schwelgen?«
Evie sprang auf. Von hinten kamen Männer mit hasserfülltem Gesicht auf sie zugestürmt. Sie erstarrte. Sie wusste, dass sie kamen, um sie zu holen, dass irgendwie zwischen Arbeitsende und jetzt die Wahrheit herausgekommen war. Und jetzt wusste jeder, was sie für eine war.
Doch während sie stocksteif dastand, rannten die Männer an ihr vorbei. Wie betäubt sah sie, wie die Männer auf ihr eigentliches Ziel losgingen, es umringten, blutrünstig und laut schreiend. Bevor sie ihn einkreisten, sah sie das Gesicht des Mannes und das Entsetzen in seinen Augen. Es war Mr Bridges, der vorige Woche auf D herabgestuft worden war, der Mann, vor dem der Bruder sie alle gewarnt hatte.
Sie wollte weglaufen, doch sie konnte nicht; irgendetwas in ihr musste den Angriff miterleben, damit sie wusste, was ihr selbst bevorstand.
»Nein«, rief Mr Bridges. »Es tut mir leid. Ich …«
»Was?«, fiel einer der Männer ihm ins Wort. »Gar nichts tut dir leid. Du bist ein D. Du bist ein Abweichler.«
»Du hast das Böse in die Stadt gebracht«, schrie ein anderer Mann, während sie Mr Bridges zu Boden stießen.
»Du verdirbst unsere Familien«, brüllte ein anderer.
Einer der schreienden Männer fing Evies Blick auf. Es war Mr Adams, der nur ein paar Häuser weiter von ihnen wohnte. Ein Jahr zuvor noch war er selbst ein D gewesen. Er wusste, wie das war. Er wusste es …
Evie überquerte die Straße; sie konnte es nicht mehr mitansehen. Ihr wurde übel. Sie musste gehen, weit weg.
Mr Adams sah sie noch immer an. »Siehst du«, krähte er. »Sogar die junge Evie wechselt die Straßenseite, um dich zu meiden. Keiner will dich auch nur ansehen.«
Evie zögerte. Wenn sie waghalsig wäre, so wie Raffy, dann würde sie Mr Bridges jetzt sagen, dass sie nicht seinetwegen die Straßenseite gewechselt hatte, sondern wegen seinen Peinigern. Aber sie war nicht mutig, sie hatte Angst. Solche Angriffe waren allgemein akzeptiert in der Stadt, ja sie wurden sogar befördert. Sie waren zwar nicht rechtens, aber die Polizeigarde schaute normalerweise weg, wenn ein D in Bedrängnis war. »Gewalt ist der falsche Weg«, sagte der Bruder und schüttelte traurig den Kopf, wenn er von so einem Vorfall erfuhr, »aber manchmal müssen wir dem Bösen auf seiner eigenen Ebene begegnen, wenn wir es zerstören wollen.«
Also rannte Evie in die Bäckerei an der Ecke und tat so, als würde sie die Brotlaibe begutachten, damit sie nicht mitansehen musste, was vor sich ging, nicht daran beteiligt war.
»Möchten Sie etwas?«, fragte die Frau hinter dem Tresen. »Wir haben heute wunderbares Fladenbrot, bloß drei Wertmarken pro Stück. Oder Vollkornbrot, falls Sie so etwas mögen. Vier Wertmarken, leider, weil das Mehl teurer ist. Dafür sind die Laibe ziemlich groß, sehen Sie?« Sie hielt einen in die Höhe und Evie starrte verständnislos darauf. Sie konnte jetzt nicht an Brot denken, nicht an Essen; sie konnte nur daran denken, was wohl mit Mr Bridges geschehen würde und früher oder später auch mit ihr.
»Ich … ich weiß nicht«, antwortete sie. »Ich muss meine Mutter fragen …«
»Da haben Sie recht.« Die Frau zuckte etwas enttäuscht die Schultern. Dann spähte sie durchs Schaufenster hinaus auf die Attacke gegen Mr Bridges. »Schreckliche Sache«, murmelte sie. »Man sieht’s den Leuten einfach nicht an, was? Da meint man, man kennt die Leute, und dabei sind es Abweichler, die uns ins Verderben reißen wollen. Jeden Tag hat er hier Brot gekauft. Hätte nie gedacht, dass er ein … na ja, Sie wissen schon … einer von denen ist.«
Evie nickte unbehaglich, dann drehte sie sich um und blickte auf die Straße, wo die Männer Mr Bridges noch immer quälten. Einer hatte einen Stecken aufgehoben und schlug damit auf ihn ein, ein anderer tat es ihm nach. Wie lange würde sie hier noch festsitzen und wie lange würde sie diese Folter noch mitansehen müssen?
Dann schnitt mit einem Mal eine andere Stimme durch das Gejohle der Männer und sie hielten augenblicklich ein mit dem Schlagen. »Ich nehme an, dass euch der Große Anführer selbst zu dieser Bestrafung ermächtigt hat, oder?«
Der barsche und so charakteristische Klang der Stimme ließ keinen Zweifel. Das konnte nur einer sein. Evie spähte zur Ladentür hinaus und sah Lucas herankommen. Sein Blick war wie versteinert vor Wut.
Die Männer blickten ihn feindselig an, doch als sie sein gelbes Rangabzeichen erkannten, wurden sie etwas vorsichtiger. »Was geht dich das an«, knurrte einer und ging argwöhnisch auf Lucas zu. »Das ist ein D. Er ist gefährlich und er wohnt in unserer Straße. Und wir wollen ihn hier nicht.«
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