Gemma Malley - Das letzte Zeichen 02 - Die Verschwundenen
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- Название:Das letzte Zeichen 02 - Die Verschwundenen
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- Издательство:E-Books der Verlagsgruppe Random House GmbH
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- Год:2013
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»Sehen wir uns am Mittwoch?«, fragte Neil, und Evie nickte und strahlte ihn an.
»Also, bis dann«, sagte sie, öffnete ihre Tasche und steckte das Buch hinein. Es hatte den Titel Alle Menschen sind sterblich. Als sie das Buch in die Tasche schob, streiften ihre Finger einen harten, metallenen Gegenstand, und sie errötete schuldbewusst. Sie beschleunigte den Schritt, so als hätte sie Angst, jemand könnte ihr folgen, könnte wissen, was das war.
Es war eine Uhr.
Lucas’ Uhr.
Die Uhr, die er ihr an dem Tag gegeben hatte, als sie und Raffy die Stadt für immer verlassen hatten.
Die Uhr, die Lucas’ und Raffys Vater gehört hatte. Lucas hatte sie gebeten, sie Raffy zu geben, und dann hatte er ihr gesagt, dass er sie liebe und dass er sie immer geliebt habe.
»Alles okay, Evie?« Neil ging mit besorgtem Gesicht auf sie zu. Evie spürte, dass sie heftig errötete.
»Alles in Ordnung«, erwiderte sie rasch, obwohl sie wusste, dass sie alles andere als überzeugend klang. »Wirklich, mir geht es gut.«
Es hatte einige Wochen gedauert, bis sie den Moment für gekommen hielt, Raffy die Uhr zu geben. Sie hatte gewartet, bis sie dachte, Raffy würde es verstehen, er würde seinem Bruder vergeben und Lucas so sehen, wie er wirklich war, und nicht als den unterdrückerischen älteren Bruder, als der er sich gab.
Evie hatte Raffy die Uhr in die Hand gedrückt, so wie Lucas es bei ihr getan hatte, und ihm erklärt, dass Lucas wollte, dass er sie bekäme. »Er hat gesagt, sie hat immer dir gehört. Euer Vater hatte ihn gebeten, für dich darauf aufzupassen. Er konnte sie dir nicht früher geben. Aber jetzt … jetzt sollst du sie tragen.«
Raffy betrachtete die Uhr eine Weile und stopfte sie dann in seine Tasche.
»Willst du sie nicht umtun?«, fragte Evie, fing sich aber nur einen wütenden Blick ein.
»Umtun? Nein«, entgegnete Raffy schroff.
Und damit war die Sache erledigt – dachte Evie zumindest. Ein paar Wochen später nahm sie noch einmal ihren ganzen Mut zusammen und fragte Raffy, ob er sich vorstellen könnte, die Uhr zu tragen.
»Lucas’ Uhr?«, meinte Raffy spöttisch. »Die hab ich gar nicht mehr. Ich hab sie beim Bäcker gegen Kuchen eingetauscht. Erinnerst du dich an den Schokoladenkuchen? Der ist mehr wert als eine goldene Uhr.«
Evie hatte ihn ungläubig angestarrt. »Aber Lucas hat die Uhr extra für dich aufgehoben. Jahrelang. Sie hat doch deinem Vater gehört. Er … «
»Nicht«, unterbrach Raffy sie. Er ging auf Evie zu mit einem Gesichtsausdruck, der ihr völlig fremd war. Sein Blick war so kalt, als wäre er jemand anders, jemand, den sie nicht kannte und den sie auch nicht kennen wollte. »Erwähne Lucas mir gegenüber nie wieder. Oder meinen Vater. Oder diese Uhr. Hast du verstanden?« Sein Gesicht war ganz nah, aber es lag keine Vertrautheit, keine Zärtlichkeit in seinem Blick. Er nahm sie überhaupt nicht wahr. Er sah nur seinen Groll, sah nur seine eigene selbstsüchtige Wut.
Evie hatte nur genickt. Sie schäumte innerlich vor Wut und konnte Raffy kaum ansehen, geschweige denn mit ihm reden. Doch vier Monate später hatte der Bäcker eine ganze Garnitur Vorhänge und Kissenbezüge bekommen, die Evie selbst aus Stoffresten aus den Arbeitsräumen genäht hatte, und sie hatte die Uhr wieder.
Jetzt brachte sie die Uhr regelmäßig zu einem Versteck und ließ sie nie längere Zeit am selben Ort. Noch etwas, was sie vor Raffy geheim halten musste, eine Zeitbombe, die jeden Moment hochgehen konnte. Aber dieses Risiko ging sie ein. Raffy war ja vielleicht froh, wenn er nicht mehr an Lucas denken musste, wenn er dessen Opfer vergessen und so tun konnte, als hätte Lucas nie existiert. Aber Evie konnte das nicht. Und sie wollte es auch nicht.
Lucas existierte. Und Evie hoffte, dass er glücklich war, dass er endlich in der Stadt den Frieden gefunden hatte, den er gesucht hatte. »Gut, dann sehen wir uns am Mittwoch«, meinte Neil achselzuckend, lächelte ihr ein letztes Mal zu und ging davon.
4
Lucas atmete tief durch und musterte die Frau, die ihm gegenübersaß. Amy Jenkins. Er hatte schon oft mit ihr gesprochen; er hatte dafür gesorgt, dass ihre Zeitung The City News erscheinen konnte, weil er dachte, die Bürger der Stadt würden die Einführung der Pressefreiheit, des eigenständigen Denkens, begrüßen und dadurch ermutigt, wieder an sich selbst zu glauben und gemeinsam eine neue Welt aufzubauen.
Das war vor einem Jahr gewesen. Vor einer Ewigkeit.
Doch jetzt war alles anders.
Jetzt durchstreiften Suchmannschaften die Straßen der Stadt; vor seinen Büros versammelten sich Menschenmassen und forderten seinen Kopf. Er sah überall nur noch wütende Gesichter und hörte verzweifelte Appelle. Und alle wollten nur das eine: das System sollte wieder errichtet werden, die Neutaufe sollte wieder eingeführt werden. Zurück zum Bruder. Zur Unterwürfigkeit.
Lucas spürte, wie es ihm die Kehle zuschnürte.
»Wir sollten nicht vergessen«, sagte er betont kühl, ohne sich seine innere Unruhe anmerken zu lassen, »dass das System uns zu Sklaven gemacht hat. Die Urteile waren willkürlich, sie wurden vom Bruder kontrolliert, um den Menschen Angst zu machen, um sie auseinanderzubringen, um seine Freunde zu belohnen und seine Feinde zu bestrafen. Das System war korrupt.«
»Aber trotzdem«, erwiderte Amy und kniff die Augen zusammen, »war die Stadt ein Ort der Sicherheit und des Friedens. Heute verschwinden unsere jungen Leute einfach. Jede Woche wird jemand entführt, zu Hause oder auf der Straße, und ist wie vom Erdboden verschluckt. Sie haben dir vertraut, ihre Familien haben dir vertraut. Sie haben gedacht, sie wären sicher und du würdest die Bösen von der Stadt fernhalten. Aber du hast sie enttäuscht und du enttäuschst sie immer noch. Was sagst du dazu?«
Lucas schloss die Augen. Man nannte sie die Verschwundenen. Jungen und Mädchen, Teenager, alle vermisst. Noch vor ein paar Wochen hatten Jane Anderson, Bill Grainger, Edward Ashleigh und all die anderen ganz normal gearbeitet, gegessen, geschlafen … Und dann war plötzlich einer nach dem anderen verschwunden. Sechs Jugendliche, in einer Stadt mit hohen Mauern, die zum Schutze aller errichtet worden waren. Verschwunden in einer Stadt, die jahrelang als sicher galt und in der es angeblich nichts Böses mehr gab. Verschwunden ohne eine Erklärung, ohne irgendeinen Hinweis darauf, was mit ihnen passiert war.
Lucas öffnete die Augen wieder, stand auf und ging zum Fenster, eine schmale Öffnung, die genügend Tageslicht hereinließ, aber die Kälte draußen hielt. Zweckmäßig eben, wie alles andere in der Stadt. Bis vor Kurzem war es Lucas gar nicht aufgefallen, wie trostlos alles war und dass es innerhalb der Stadtmauern kaum etwas Schönes gab. Er hatte sich viel zu sehr auf die Machenschaften der Regierung konzentriert und darauf, Raffy und Evie zu schützen und mit einem alten Kameraden seines Vaters irgendwo da draußen heimlich zu kommunizieren. Aber jetzt waren sein Bruder und Evie fort, jetzt gab es keine Tricks, kein Doppelleben und keine Geheimnisse mehr. Lucas hatte gehofft, er würde sich jetzt besser fühlen und wäre glücklicher, aber stattdessen fühlte er sich einfach nur leer.
Und jetzt das. Früher war Lucas den anderen immer einen Schritt voraus gewesen und wusste Bescheid über Dinge, von denen sie nichts wussten. Doch jetzt fühlte er sich hilflos, aber Hilflosigkeit passte nicht zu ihm.
»Wir suchen Tag und Nacht nach ihnen«, erklärte er. »Wir haben schon jeden Quadratzentimeter dieser Stadt abgesucht.«
»Und trotzdem habt ihr sie nicht gefunden«, erwiderte Amy mit brüchiger Stimme. »Meine kleine Schwester zum Beispiel. Sie ist seit drei Wochen verschwunden. Sie war zu Hause. Ich hab ihr noch Gute Nacht gesagt, und am nächsten Morgen war sie weg. Und du erzählst mir was von Suchmannschaften? Was nützen Suchmannschaften, wenn sie nichts finden? Wenn du, unser selbst ernannter Anführer, uns so etwas antust? Bist du froh, wenn wir alle verschwunden sind? Ist es das, was du willst?«
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