Marlene Streeruwitz - Die Schmerzmacherin

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Die Schmerzmacherin: краткое содержание, описание и аннотация

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Leute werden verschleppt, verschwinden, werden eingesperrt oder gefoltert. Amy arbeitet für einen privaten Sicherheitsservice, sie kann die Korruption und Gewalt nur ahnen, die sich als Abgrund hinter den geheimen Operationen abzeichnet. Als sie beschließt auszusteigen, gerät sie endgültig in die Fänge einer undurchsichtigen, aber brutalen Organisation.
Amys Verlorenheit korrespondiert mit dem Ringen um die Wahrnehmung der Realität. Was kann sie glauben? Wer ist sie selbst? Und vor allem: Was passierte an dem Tag, an den sie sich nicht erinnern kann?
Marlene Streeruwitz entwirft in ihrem meisterhaften Roman ein unheimliches und unvergessliches Szenario und fragt nach dem Ort des Individuums in einer zunehmend privatisierten Öffentlichkeit.
>Die Schmerzmacherin.< wurde mit dem Bremer Literaturpreis ausgezeichnet und stand auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis.

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Sie stieg die Stufen hinunter. Sie hörte die Tür vom Sitzungssaal. Dann Getrampel. Dann kam Cindy gelaufen. Sie stürzte die Stufen gegenüber hinunter. Die Haupttreppe und durch den Gang nach vorne. Hinter ihr kamen Boris und Schulz in einem schnellen Trab. Sie sprangen die Stiege hinunter und verschwanden durch die kleine Seitentür zum Turnsaal. Heinz kam hinter ihnen. Er lief. Kurzatmig und schwer, musste er jede Stufe nehmen. Er lief den Gang zur Rezeption hinunter. Sie schaute hinauf. Anton stand oben an der Balustrade. Gregory begann die Stufen hinunterzusteigen. Er trug sein notebook unter dem Arm. Gregory schaute starr vor sich hin. Er sah sie gar nicht und ging auf den gegenüberliegenden Stufen hinunter und dann nach vorne. Von draußen war ein Hubschrauber zu hören. Sie blieb auf dem Halbstock stehen und schaute durch das Fenster hinaus. Von da war aber nur der Parkplatz zu sehen und der Vorbau der Rezeption. Ihr Auto stand da. Die Fenster matt vereist. Sie sollte zu ihrem Auto gehen und wegfahren. Das Eis abkratzen und davonfahren. Sie wäre gerne zu ihrem Auto gegangen und davongefahren. Aber es war etwas los. Etwas Aufregendes. Etwas sehr Aufregendes, und das Geräusch des Hubschraubers kam näher. Sie konnte das Kreisen der Rotorblätter des Hubschraubers in der Magengrube spüren. Sie trat ganz ans Fenster und schaute in den Himmel hinauf. Dieser Hubschrauber musste gerade über dem Gebäude stehen. Die Fensterscheiben vibrierten, und die Fensterflügel schepperten gegeneinander. Sie lief den breiten Stiegenaufgang hinunter. Lief zur kleinen Tür. Die Tür stand offen. Die Türklinke lag am Boden. Sie hob sie auf und zog die Tür hinter sich zu. Im Gang zum Turnsaal. Durch diese Fenster konnte sie nichts sehen. Sie lief den Gang hinunter. Der Hubschrauber schien nun links zu landen. Auch hier klirrten die Fenster, und Staub rieselte von der Decke. Alles vibrierte. Der Lärm durchdrang alles. Sie fühlte sich leicht. Als könnte sie in diesem Lärm sehr hoch springen. Fliegen vielleicht. Sie lief lachend zum Umkleideraum. Aber dann war ihr der Mantel gleichgültig. Sie probierte die Tür zum Turnsaal. Die Tür ließ sich öffnen. Sie hatte recht gehabt. Es war ein regulärer Turnsaal. Die Seile an Schnüren hinaufgezogen an der Decke unter den vergitterten Leuchtröhren. Sprossenwände rundum. Sie lief auf die andere Seite und kletterte eine Sprossenwand hinauf und schaute durch eines der Fenster hoch oben auf dieser Seite. Aber hier passierte nichts. Schnee und der Betonzaun weit hinten mit den Peitschenleuchten und den Glasscherben obendrauf. Dann gleich wieder Felder. Sie stieg hinunter. Der Lärm des Hubschraubers nun so dröhnend und heftig, als landete er im Turnsaal. Der Boden unter ihren Füßen bebend. Sie lief zurück auf die Seite beim Eingang und stieg hier hinauf. Durch diese Fenster sah man auf den schmalen Gang hinunter und auf die großen Fenster des Gangs, und wieder versperrte das Rissglas die Sicht. Ein riesiger Schatten verdunkelte die Sicht. Sie hätte schreien können vor Vergnügen über dieses Chaos, in das der Hubschrauberlärm alles warf. Aber was da geschah. Was vor sich ging. Es war nicht auszumachen. Sie konnte nichts sehen. Sie stieg hinunter. Hüpfte von der Sprossenwand weg und schaute sich um. Hier gab es keine Türen mehr. Es gab nur diese eine vom Gang her. Der Hubschrauberlärm hing im Raum und hatte kaum Platz. Sie rannte auf den Gang. Hier war eine Tür. Ganz am Ende. Aber es war gleich zu sehen. Diese Tür war seit langem nicht geöffnet worden. Sie rüttelte an dem Metallbalken, der quergespannt die Tür absicherte. Der brüchige Lack zerkratzte ihr die Hände. Lackfetzchen und Staub rieselten zu Boden. Es war sinnlos. Sie stampfte mit dem rechten Bein auf und begann zu schreien. Sie hielt sich die Ohren zu und schrie. Es war wunderbar. Ihr Schreien verhallte im Dröhnen des Hubschraubers im Hof draußen. Sie trampelte auf der Stelle und schrie. Dann lief sie in den Turnsaal zurück und begann sich zu drehen. Schreiend hielt sie die Tasche in der rechten Hand und schwang die Tasche im Kreis, bis sie von der Tasche gezogen im Kreis gedreht wurde. Sie musste zu schreien aufhören und lachen. Sie musste sich zu drehen aufhören. Vom Schreien war ihr Hals trocken. Sie hustete. Lachte. Hustete. Sie setzte sich auf den Boden. Der Hubschrauberlärm war einen Augenblick noch stärker. Sie fühlte die Vibrationen zwischen den Beinen. Sie streckte die Beine aus und drückte die Scheide gegen den Boden. So sitzend fischte sie den Flachmann aus der Tasche. Wenn sie ordentlich ihre Übungen machen würde, hätte sie im Spagat sitzen können und hätte den ganzen Hubschrauber so spüren können. Sie schraubte die Flasche auf und trank. Sie musste den Bauch nach vorne durchstrecken, damit die Scheide so auf dem Boden aufgepresst blieb, und den Kopf nach hinten legen, damit sie trinken konnte. Sie saß trinkend in diesem alles erfüllenden Lärm und bekam ihn über ihre Schamlippen in den Körper signalisiert. Sie war der Lärm, und sie dachte mit dem Wodka mit. Wie er in sie hineinrann und vom Lärm ins Vibrieren mitaufgenommen wurde. Der Hubschrauber dröhnte auf. Noch eine Steigerung, und dann zog sich alles zurück. Die Vibrationen waren sofort weniger. Kleiner. Entfernter. Leiser. Sie zog die Beine an. Verschloss den Flachmann. Steckte ihn in die Tasche zurück. Sie stand auf. Sie brauchte die Sprossenwand dazu. Ganz kurz ging das mit dem Gehen überhaupt nicht. Sie musste lachen. Sie stand da. Hielt sich mit der linken Hand an einer Sprosse fest und sah sich selbst baumelnd dastehen. Vollkommen unsicher an ihrer Hand baumelnd. Das war sehr lustig.

Der Hubschrauber flog weg. Dann war es überhaupt vorbei. Das Dröhnen wurde zu einem Geklapper und weit weg, und sie musste ins Bett zurück. Sie musste ins Hotel fahren und schlafen gehen und bis morgen früh schlafen und dann wieder alles normal. Nach Wien zurück. Nach London. In der Mansarde bei der Marina und einen Job da. Irgendetwas. Aber jetzt einmal schlafen. Wie kam sie aus diesem Haus hinaus. Sie ging die Sprossenwand entlang. Hielt sich fest. O.k., dachte sie. O.k. Den Mantel holen. Zuerst den Mantel holen. Jetzt. Jetzt hätte sie diesen Gregory brauchen können. Dass er ihr den Mantel holte. Dass er zu diesem Blechkasten ging und dieses Schloss aufdröselte. Aufdröseln. Das kam davon, dass sie in diesem bayrischen Hotel da wohnte und jeden Tag über die Grenze nach Tschechien pendelte. Pendeln. Das Wort gefiel ihr. Pendeln, dröseln. Wie hätte das Mammerl gesagt. Das süße alte Mammerl. Das war wieder sehr traurig, dass das Mammerl so alt und süß war. Es war eine Gemeinheit, dass die heute dieses Gruppentraining nicht gemacht hatten. Sie hätte perfekt zusammenbrechen können und ein für alle Mal das Opfer von Cindy sein. Am Ende hätte die Cindy sich dann in einer Woche bei ihr entschuldigen müssen. Das wussten die Cindys dieser Welt nämlich nicht, dass die schönen Mädchen, wie sie eines war, am Ende immer gewannen. In so einer Gruppe endete das immer mit der Unschuld des schönen Mädchens. Das war gar nicht lustig. Das war sogar ein bisschen langweilig. Aber die Cindys dieser Welt sollten sich nicht gar so sicher fühlen. Es war nicht immer genug, den Männern ihre Unfähigkeit vorzuführen und sie trotzdem gewinnen zu lassen. Es gab auch noch andere Wege an die Spitze.

Sie hantelte sich die Sprossenwand entlang zur Tür. Sie war stockbetrunken. Sie stand an der Tür und überlegte, wie sie die Sprossenwand loslassen sollte und die Türklinke ergreifen. Sie befahl sich die Bewegungen. Es ging. Sie fühlte sich stelzen. Die Beine waren steif und stackelig und befolgten die Befehle verspätet. Sie war schon für den nächsten Schritt vorgebeugt, und die Beine waren noch beim vorletzten.

Im Umkleideraum. Locker room. Locker room. Hoffentlich war die nackte Frau nicht da. Wo war diese Frau. Wo war die hingeraten. Die war doch gerade noch da gewesen. Das war nicht so lange her. Oder hatten sie über diesen Mann. Hatte das so lange gedauert. Grotowski. Das war sicherlich ein angenommener Name. Sie hätte sich auch einen Namen aussuchen können. Die hier. Die wussten gar nicht, dass sie in eine Namenskette gezwungen war und da nicht hinauskonnte. Sie musste schon die Amalie bleiben. Keine Kurzformen. Das brachte das schlimmste Unglück. Aber auch keinen anderen Namen. Dann wurde das Erbe gestrichen. Die hatten hier alle Decknamen. Boris und Schulz. Oder hieß der Kunz. Kunze. Sie ging die Garderobekästen entlang. Hier war alles so zerbeult und abgebraucht. Wie in der Wohnung vom Mammerl. 60er Jahre. Hier war es sicher auch so gewesen, dass in den 60er Jahren das letzte Mal ein Geld da gewesen war. Das Mammerl hatte 66 die Bibliothek ihres Vaters an die Nationalbibliothek verkauft und sich einen neuen Küchenherd damit kaufen können. Die Marina bekam jetzt noch einen asthmatischen Anfall, wenn davon die Rede war. Das war ihr Kasten. Kästchen. 37. Das war eine schöne Zahl.

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