Carlos Zafón - Der Schatten des Windes

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Der Schatten des Windes: краткое содержание, описание и аннотация

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Daniel Semperes Leben im grauen Barcelona der Nachkriegszeit erfährt eine drastische Wende, als er die Schicksalsbahn eines geheimnisvollen Buches kreuzt. Er gerät in ein Labyrinth abenteuerlich verknüpfter Lebensläufe, und es ist, als wiederhole sich vergangene Geschichte in seinem eigenen Leben. Die Menschen, denen er bei seiner Suche nach dem verschollenen Autor begegnet, die Frauen, in die er sich verliebt — sie alle scheinen Figuren in einem großen Spiel, dessen Fäden erst ganz am Schluß sichtbar werden.

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»Francisco Javier war verrückt nach Penélope Aldaya. Niemand wußte das. Ich glaube, nicht einmal Penélope selbst hat die Existenz des Jungen wahrgenommen. Er hat das Geheimnis jahrelang für sich behalten. Anscheinend folgte er Julián, ohne daß der es wußte. Ich glaube, eines Tages hat er gesehen, wie er sie küßte. Ich weiß es nicht. Hingegen weiß ich, daß er ihn am hellichten Tag umzubringen versucht hat. Miquel Moliner, der Fumero nie über den Weg getraut hatte, hat sich auf ihn gestürzt und ihn im letzten Moment daran gehindert. Neben dem Eingang kann man noch das Einschußloch sehen. Jedesmal, wenn ich daran vorbeigehe, erinnere ich mich an diesen Tag.«

»Was ist mit Fumero geschehen?«

»Er und seine Familie erhielten Hausverbot. Ich glaube, Francisco Javier hat man eine Zeitlang in ein Internat gesteckt. Wir haben erst zwei Jahre später wieder von ihm gehört, als seine Mutter bei einem Jagdunfall ums Leben kam. Einen solchen Unfall hat es aber nicht gegeben. Miquel hatte von Anfang an recht gehabt. Francisco Javier Fumero ist ein Mörder.«

»Wenn ich Ihnen erzählen würde…«, murmelte Fermín.

»Nun, es wäre gar nicht so schlecht, wenn Sie mir etwas erzählen würden, zur Abwechslung vielleicht etwas Wahres.«

»Wir können Ihnen sagen, daß es nicht Fumero war, der Ihre Bücher verbrannt hat.«

»Wer war es denn dann?«

»Mit absoluter Sicherheit war es ein Mann mit vom Feuer entstelltem Gesicht, der sich Laín Coubert nennt.«

»Ist das nicht…?« Ich nickte.

»Der Name einer Figur von Carax. Der Teufel.« Pater Fernando stützte sich in seinem Sessel auf, beinahe so verwirrt wie wir.

»Was immer klarer zu werden scheint, ist, daß Penélope Aldaya der Mittelpunkt dieser ganzen Geschichte ist, und gerade von ihr wissen wir am allerwenigsten«, bemerkte Fermín.

»Ich glaube nicht, daß ich Ihnen da behilflich sein kann. Ich habe sie kaum gesehen, zwei-, dreimal aus der Ferne. Alles, was ich von ihr weiß, hat mir Julián erzählt, und das war nicht viel. Die einzige Person, die ich den Namen Penélope seither habe erwähnen hören, war Jacinta Coronado.«

»Jacinta Coronado?«

»Penélopes Kinderfrau. Sie hatte Penélope und Jorge großgezogen. Sie hat sie wahnsinnig geliebt, besonders Penélope. Manchmal hat sie Jorge von der Schule abgeholt — Don Ricardo Aldaya mochte es nicht, wenn seine Kinder auch nur eine Sekunde ohne Aufsicht von zu Hause waren. Jacinta war ein Engel. Sie hatte gehört, daß ich, genau wie Julián, ein ziemlich mittelloser Junge war, und immer hat sie uns einen kleinen Imbiß mitgebracht, weil sie dachte, wir litten Hunger. Ich habe ihr gesagt, mein Vater sei der Koch, sie solle sich keine Gedanken machen, zu essen hätte ich genug. Aber sie war nicht davon abzubringen. Manchmal habe ich auf sie gewartet und mich mit ihr unterhalten. Sie war die beste Frau, die ich je kennengelernt habe. Sie hatte keine Kinder, und auch von einem Freund war nichts bekannt. Sie war ganz allein auf der Welt und hatte ihr Leben geopfert, um Aldayas Kinder aufzuziehen. Sie hat Penélope von ganzer Seele angebetet und spricht noch immer von ihr…«

»Sie haben noch Kontakt zu Jacinta?«

»Ich besuche sie manchmal im Santa-Lucía-Altenheim. Sie hat niemanden. Aus Gründen, die unserem Begriffsvermögen nicht zugänglich sind, belohnt uns der Herr nicht immer bei Lebzeiten. Jacinta ist schon sehr alt und noch so allein, wie sie es immer war.« Fermín und ich wechselten einen Blick.

»Und Penélope? Haben Sie sie nie besucht?« Pater Fernandos Blick war ein schwarzer Abgrund.

»Niemand weiß, was aus Penélope geworden ist. Dieses Mädchen war Jacintas Leben. Als die Aldayas nach Amerika auswanderten, hat sie mit ihr alles verloren.«

»Warum haben sie sie denn nicht mitgenommen? Ist Penélope ebenfalls nach Amerika gegangen, mit den übrigen Aldayas?« fragte ich.Der Priester zuckte die Achseln.

»Ich weiß es nicht. Nach 1919 hat niemand Penélope wiedergesehen oder von ihr gehört.«

»Das Jahr, in dem Carax nach Paris gegangen ist«, stellte Fermín fest.

»Sie müssen mir versprechen, daß Sie diese arme Greisin nicht belästigen werden, um schmerzhafte Erinnerungen auszugraben.«

»Wofür halten uns Herr Pfarrer?« fragte Fermín.In der Vermutung, er werde nichts mehr aus uns herausbringen, ließ uns Pater Fernando schwören, daß wir ihn über die Ergebnisse unserer Nachforschungen auf dem laufenden halten würden. Um ihn zu beruhigen, wollte Fermín unbedingt auf ein Neues Testament schwören, das auf seinem Schreibtisch lag.

»Lassen Sie die Evangelien in Frieden. Ihr Wort genügt mir.«

»Sie lassen sich nicht über den Tisch ziehen, wie, Pater? Sehr clever!«

»Kommen Sie, ich bringe Sie zum Ausgang.« Er führte uns durch den Garten zum Tor und blieb in angemessenem Abstand zum Ausgang stehen, während er die Straße betrachtete, die sich zur realen Welt bergab schlängelte, als fürchtete er, sich zu verflüchtigen, wenn er sich einige Schritte weiter vorwagte. Ich fragte mich, wann er zum letzten Mal das Gelände der San-GabrielSchule verlassen haben mochte.

»Es hat mir sehr leid getan, als ich erfuhr, daß Julián gestorben war«, sagte er leise.

»Trotz allem, was nachher geschehen ist, und obwohl wir uns mit der Zeit voneinander distanziert haben, waren wir gute Freunde: Miquel, Aldaya, Julián und ich. Sogar Fumero. Ich habe immer gedacht, wir wären unzertrennlich, aber das Leben scheint etwas zu wissen, was wir nicht wissen. Ich habe nie wieder Freunde gehabt wie diese und glaube auch nicht, daß ich noch einmal welche haben werde. Hoffentlich finden Sie, was Sie suchen, Daniel.«

12

Es ging gegen zehn Uhr, als wir auf den Paseo de la Bonanova gelangten, jeder in seine Gedanken zurückgezogen. Ich hatte keinen Zweifel, daß diejenigen Fermíns um das unselige Erscheinen Inspektor Fumeros in der Geschichte kreisten. Ich blickte ihn verstohlen an und sah, daß sein Gesicht von Unruhe zerquält war. Ein dunkelvioletter Wolkenschleier breitete sich aus und gab den Lichtstrahlen die Farbe dürren Laubs.

»Wenn wir uns nicht sputen, werden wir ordentlich naß«, sagte ich.

»Noch nicht. Diese Wolken sehen nach Nacht, nach Quetschwunde aus. Sie gehören zu denen, die sich Zeit lassen.«

»Sagen Sie nicht, Sie verstehen auch von Wolken etwas.«

»Das Leben auf der Straße lehrt einen mehr, als man eigentlich wissen möchte. Was meinen Sie, wenn wir in das Lokal auf der Plaza de Sarriá gehen und zwei TortillaSandwiches mit ganz viel Zwiebeln futtern? Der bloße Gedanken an Fumero hat mich schrecklich hungrig gemacht.« Wir schlugen den Weg zum Platz ein, wo eine Schar Opas mit dem örtlichen Taubenschlag kokettierte und das Leben auf ein Spiel von Brosamen und Warten reduzierte. Wir setzen uns an einen Tisch neben der Kneipentür, und Fermín verschlang die beiden Sandwiches, seines und meines, trank ein Bier vom Faß, einen Espresso mit Milch und Rum und dazu die zwei Schokoladenplätzchen. Als Nachspeise lutschte er eins seiner Bonbons. Am Nachbartisch beobachtete ein Mann Fermín über den Rand der Zeitung hinweg und dachte wahrscheinlich dasselbe wie ich.

»Ich weiß nicht, wo Sie das alles hintun, Fermín.«

»Ich hatte schon immer einen enormen Stoffwechsel. Meine Mutter hat mich oft gefragt, ob vielleicht ein Zwilling in mir mitißt. Sie mußte immer doppelt auftischen.«

»Vermissen Sie sie?«

»Meine Mutter«? Mit einem Lächeln zuckte er die Schultern.

»Was weiß ich. Wenige Dinge sind trügerischer als die Erinnerungen. Und Sie? Vermissen Sie Ihre Mutter?« Ich senkte die Augen.

»Sehr.«

»Wissen Sie, woran ich mich bei meiner am besten erinnern kann? An ihren Geruch. Sie hat immer ganz sauber gerochen, nach süßem Brot, egal, ob sie auf dem Feld gearbeitet hatte oder tagaus, tagein dieselben Kleider trug. Sie hat immer nach allem Guten gerochen, das es auf dieser Welt gibt. Dabei war sie ein Grobian. Sie hat geflucht wie ein Fuhrmann, aber gerochen wie eine Märchenprinzessin. Wenigstens ist es mir so vorgekommen. Und Sie? Woran erinnern Sie sich am meisten bei Ihrer Mutter?« Ich zögerte einen Augenblick und klaubte die Worte zusammen.

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