Valerio Manfredi - Alexander König von Asien

Здесь есть возможность читать онлайн «Valerio Manfredi - Alexander König von Asien» весь текст электронной книги совершенно бесплатно (целиком полную версию без сокращений). В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: Историческая проза, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Alexander König von Asien: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Alexander König von Asien»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Alexander König von Asien — читать онлайн бесплатно полную книгу (весь текст) целиком

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Alexander König von Asien», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Damit nicht genug: Auf schwimmenden Plattformen wurden weitere, mit Rammböcken ausgestattete Türme an die tyrische Mauer herangerudert, auch sie sollten versuchen, eine Bresche in das Bollwerk zu legen; von anderen Schiffen wurden unterdessen mehrere tausend Mann starke Sturmabteilungen vor eins der Stadttore gebracht, um dort einen Brückenkopf zu errichten.

Die Reaktion der Belagerten ließ nicht lange auf sich warten und fiel alles andere als harmlos aus. Auf den Mauerzinnen wimmelte es von Kriegern wie in einem aufgescheuchten Ameisenhaufen; auch sie hatten Dutzende von Katapulten in Stellung gebracht und bombardierten die Angreifer mit einem Hagel von Geschossen. Als sie merkten, daß die makedonischen Sturmtruppen ihr Stadttor in Brand stecken wollten, schütteten sie glühenden Sand von der Mauer herab, den sie vorsorglich in bronzenen Schilden über dem Feuer »geröstet« hatten.

Der heiße Sand drang in die Kleider und Rüstungen der An-greifer ein, viele von ihnen sprangen unter lautem Schmerzgebrüll ins Meer, andere rissen sich die Panzer vom Leib, um den Höllenqualen zu entgehen, wurden jedoch sofort von Pfeilen durchbohrt, und wieder andere fielen Widerhaken zum Opfer, die noch nie gesehene Maschinen von den Mauerzinnen herabließen - sie bohrten sich in das Fleisch der Unglückseligen und hievten sie in die Höhe, wo man sie strampeln und schreien ließ, bis sie starben. Ihr entsetzliches Gebrüll drang dem König durch Mark und Bein und ließ ihn weder bei Tag noch bei Nacht zur Ruhe kommen. Rastlos wanderte er umher und betrachtete die widerspenstige Insel wie ein Löwe einen Schafstall. Auch seine Soldaten gerieten beim Anblick dieser Greuel immer mehr in Rage.

Trotzdem scheute Alexander noch vor einer Großoffensive zurück, die nur in einem Blutbad enden konnte, und sann über andere, weniger drastische Lösungen nach. Er wollte seine Ehre retten, gleichzeitig aber auch den Tyrern, deren Mut und Widerspenstigkeit er insgeheim bewunderte, ein Hintertürchen offenlassen.

Also beriet er sich mit Nearchos, der ihm in dieser Lage als der geeignete Mann erschien; keiner konnte so gut wie er als Seemann die Mentalität einer Stadt von Seeleuten verstehen.

»Wenn du mich fragst«, sagte der Admiral, »ich finde, du solltest mit dem Heer weiterziehen und mich die Stadt alleine weiterbelagern lassen - wir haben hier schon beinahe sieben Monate verloren, von unseren Verlusten ganz zu schweigen. Ich verfüge jetzt über hundert Kriegsschiffe, und aus Makedonien erwarten wir noch mehr. Damit kann ich Tyros abriegeln, bis es die Waffen streckt - und dann werde ich ihm einen ehrenvollen Friedensvertrag anbieten.

Tyros ist eine wundervolle Stadt; seine Seeleute sind bis an die Herkulessäulen und darüber hinaus vorgedrungen; es heißt, sie kennen Länder, die vor ihnen noch kein menschliches Auge gesehen hat - sie sollen sogar die Route zu den Inseln der Seligen kennen, die jenseits des Ozeans liegen. Überleg mal, Alexander: Früher oder später wird diese Stadt auf alle Fälle zu deinem Reich gehören; ist es da nicht besser, sie zu erhalten als zu zerstören?«

Der König dachte über die Worte seines Flottenführers nach, aber dann erinnerte er sich wieder an andere Nachrichten, die er während der letzten Tage erhalten hatte: »Eumolpos von Soloi läßt mich wissen, daß die Karthager den Tyrern Unterstützung angeboten haben - ihre Flotte könnte jeden Moment hier aufkreuzen. Und vergessen wir eins nicht: Die Perser befinden sich auch noch in der Ägäis und könnten ebenfalls jeden Augenblick über dich herfallen, wenn ich das Heer von Tyros abziehe. Nein, die Stadt muß sich ergeben. Aber ich gebe ihr eine letzte Chance, mit heiler Haut davonzukommen.«

Noch am selben Tag beschloß er, eine Gesandtschaft aus den ältesten und weisesten seiner Männer auf die Insel hinüberzuschicken. Als der alte Leonidas davon hörte, eilte er augenblicklich zu ihm.

»Laß mich auch mit, mein Junge«, sagte er zu Alexander. »Du weißt das vielleicht nicht, aber dein Vater Philipp hat mich mehrmals mit höchst delikaten Geheimmissionen betraut, und bei aller Bescheidenheit: Ich glaube nicht, daß ich ihn je enttäuscht habe.«

Der König schüttelte den Kopf. »Kommt nicht in Frage, Di-daskale. Dies ist ein sehr riskantes Unternehmen, und ich möchte dich keinen unnötigen Gefahren aussetzen . ..«

»Unnötige Gefahren?« polterte Leonidas und stemmte die Fäuste in die Hüften. »Du weißt nicht, was du sagst, mein Sohn! Ohne deinen alten Leonidas kann diese Mission niemals gelingen, ich bin der erfahrenste und fähigste Mann, der dir zur Verfügung steht! Ich habe schon Gesandtschaften angeführt, als du noch ins Bett gemacht hast! Einmal hat mich dein Vater, dessen Name ewig währe, sogar zu den wilden Tri-ballern geschickt, die ich ohne einen einzigen Schwertstreich zur Vernunft bringen konnte . . . Liest du eigentlich noch in der Ilias?«

»Aber sicher, Didaskale. Jeden Abend«, erwiderte der König.

»Dann weißt du ja, wen Achilleus als Gesandten zu den A-chaiern geschickt hat, oder? War das etwa nicht sein alter Lehrer Phoinix? Und wenn du der neue Achill bist, dann ist doch klar, daß ich der neue Phoinix bin. Laß mich mitgehen, und ich verspreche dir, daß ich diese verdammten Dickköpfe überzeuge.«

Leonidas war so entschlossen, daß Alexander nicht den Mut hatte, ihm diesen Augenblick des Ruhmes zu verweigern, und so schickte er ihn schweren Herzens mit den anderen Gesandten los, die Übergabe von Tyros auszuhandeln. Als das Schiff mit gehißter Friedensfahne die Meerenge zur Insel überquerte, zog der König sich in sein Zelt am Ende des Damms zurück und wartete gespannt und besorgt auf den Ausgang der Mission. Aber die Stunden vergingen, ohne daß etwas geschah.

Gegen Mittag kam Ptolemaios mit finsterer Miene ins Königszelt.

»Was ist los?« fragte Alexander. »Was haben sie geantwortet?«

»Komm raus und sieh es dir selbst an«, erwiderte Ptolemaios, indem er ihn vors Zelt zog und auf die Türme von Tyros deutete, die so hoch waren, daß sie die Stadtmauer überragten: An fünf

Kreuzen hingen dort die nackten, blutüberströmten Körper seiner Gesandten. Leonidas war an seiner Glatze und an seiner knochigen Gestalt sofort zu erkennen.

»Gefoltert und ans Kreuz geschlagen«, sagte Ptolemaios leise.

Alexander war wie gelähmt von dem Anblick. Und während sich am Himmel schwarze Gewitterwolken zusammenzogen, verfinsterte sich sein Blick immer mehr; sein linkes Auge war bald schwarz wie die Nacht.

Dann stieß er plötzlich einen Schrei aus, einen unmenschlichen, tierischen Schrei, der aus dem tiefsten Grund seiner Seele kam. Es war, als explodierten in seinem Innern zugleich Philipps Jähzorn und Olympias' barbarische Grausamkeit; er fühlte, wie blinde Zerstörungswut von ihm Besitz ergriff, doch er hatte sich sofort wieder unter Kontrolle und zwang sich zur Ruhe - aber es war die unheimliche Ruhe vor dem Sturm.

»Hephaistion, Ptolemaios!« rief er und dann: »Meine Waffen!« Mehrere Feldadjutanten waren augenblicklich zur Stelle und halfen ihm, seine prächtigste Rüstung anzulegen, während ein anderer das königliche Banner mit dem Argeadenstern brachte.

»Trompeten!« befahl Alexander. »Gebt allen Türmen das Signal zum Angriff!«

Kurz darauf ertönte lautes Trompetengeschmetter, und schon hallte die ganze Bucht vom Dröhnen der Rammböcke wider und vom Pfeifen der Geschosse, die Katapulte und Geschütze durch die Luft schleuderten.

»Nearchos!« schrie der König.

»Zu Befehl!« antwortete sein Admiral.

Alexander deutete auf einen der Belagerungstürme, und zwar den, der am nächsten an der Mauer stand. »Bring mich auf die Plattform dort rüber, laß unsere gesamte Flotte auslaufen, dringe in die Häfen der Insel ein und versenke jedes Schiff, das dir in die Quere kommt.«

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Alexander König von Asien»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Alexander König von Asien» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Alexander König von Asien»

Обсуждение, отзывы о книге «Alexander König von Asien» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x