Valerio Manfredi - Alexander König von Asien

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Alexander König von Asien: краткое содержание, описание и аннотация

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Keiner wagte es, dem König Ratschläge zu geben, und deshalb schwiegen alle - alle bis auf einen: Parmenion, der glaubte, aufgrund seines Alters und Ansehens ein Urteil abgeben zu dürfen. »Ich würde annehmen, wenn ich Alexander wäre«, sagte er.

Der König senkte den Kopf, als denke er über diese Bemerkung nach, dann erwiderte er kalt: »Ich auch, wenn ich Par-menion wäre.«

Der alte General machte ein überraschtes, kummervolles Gesicht, und man sah ihm an, daß er sich in seiner Ehre verletzt fühlte. Einen Moment später stand er auf und ging schweigend hinaus. Auch Alexanders Gefährten sahen sich betreten an, doch der König fuhr in völlig ruhigem Ton fort:

»General Parmenions Standpunkt ist begreiflich, aber ich denke, euch anderen ist klar, daß Dareios mir - von seiner Tochter einmal abgesehen - nichts anbietet, was ich nicht schon erobert hätte. Mehr noch: Indirekt verlangt er, daß ich ihm alle Provinzen und Städte östlich des Halys zurückgebe, die uns so viele Opfer gekostet haben. Er möchte uns angst machen, aber in Wirklichkeit hat er Angst - panische Angst. Nein, Freunde, wir werden weiterziehen. Wir werden Gaza einnehmen und danach Ägypten, das älteste und reichste Land der ganzen Erde.«

Noch am selben Tag verfaßte er einen kaltschnäuzigen Brief an König Dareios, in dem er ihm eine gehörige Abfuhr erteilte, und am nächsten machte er sich mit dem Heer entlang der Küste auf den Weg, während die Flotte unter Nearchos und Hephaistion ihnen auf dem Meer im Verband folgte.

Gaza lag ungefähr fünfzehn Stadien entfernt auf einem Hügel und war stark bewehrt, aber seine Mauer bestand aus Backstein. Der Kommandant der Festungsstadt - ein schwarzer Eunuch namens Batis, der für seinen Mut und seine Treue König Dareios gegenüber bekannt war - weigerte sich, Gaza auszuliefern.

So beschloß Alexander anzugreifen. Als erstes machte er einen Erkundungsgang rund um die Mauer, um festzustellen, wo man sie unterhöhlen konnte und wo sich die Belagerungsmaschinen dicht genug heranführen ließen; gerade letzteres erwies sich als ziemlich schwierig, denn das umliegende Gelände war sandig, so daß die Maschinen darin versinken würden.

Während er das Problem noch überdachte, flog eine Krähe über ihn hinweg, ließ ein Büschel Gras, das sie im Schnabel trug, genau auf seinen Kopf fallen und setzte sich dann auf die Stadtmauer, wo sie allerdings mit den Füßen hängenblieb, denn die Bitumenschicht auf dem oberen Mauerabsatz hatte sich an der Sonne aufgeweicht und war klebrig geworden.

Alexander war zutiefst beeindruckt von dem merkwürdigen Vorkommnis und befragte sogleich Aristandros, der ihm wie ein Schatten überallhin folgte: »Was hat das zu bedeuten, Seher? Was wollen die Götter mir durch dieses Vorzeichen ankündigen?«

Aristandros sah in die glühenden Sonne hinauf, bis seine Pupillen nur noch winzige schwarze Punkte waren, dann richtete er den Blick auf die Krähe, die sich mit verzweifelten Flügelschlägen zu befreien suchte und es endlich auch schaffte, dabei aber die ein oder andere Feder lassen mußte.

»Du wirst Gaza einnehmen, aber wenn du es heute versuchst, wirst du verwundet werden.«

Alexander beschloß es trotzdem zu wagen; seine Soldaten sollten nicht glauben, er lasse sich von einer ungünstigen Prophezeiung beeinflussen. Und während Hunderte von schaufelbewehrten Männern die Mauer untergruben, um sie zum Einsturz zu bringen, unternahm er einen Frontalangriff auf die breite Rampe, die nach Gaza hinaufführte.

Batis, der natürlich wußte, daß er die günstigere Ausgangsposition hatte, versammelte sein Heer und schlug ganz entschieden zurück, wobei er den persischen Kriegern auch zehntausend arabische und äthiopische Söldner zur Seite stellte -Soldaten mit pechschwarzer Haut, wie die Makedonen sie noch nie gesehen hatten.

Alexander focht inmitten seiner Fußsoldaten in vorderster Linie, und das, obwohl ihn die Wunde von Issos noch immer schmerzte. Er suchte den Zweikampf mit Batis, einem schweißglänzenden, schwarzen Riesen, der an der Spitze seiner Äthiopier wütete.

»Bei den Göttern, das ist ein Mann!« schrie Perdikkas. »Und wenn sie ihn dreimal kastriert haben ...«

Alexander schlug mit dem Schwerter nieder, was ihm in die Quere kam, aber irgendwann entdeckte ein Perser, der hoch oben auf einem Turm ein Katapult bediente, sein rotes Banner, die Federn auf seinem Helm und seine glänzende Rüstung. Ohne lange zu zögern, richtete er seine mörderische Maschine auf ihn.

Im selben Moment stand, weit weg, im Palast von Pella, Königin Olympias auf einem anderen Turm und spürte die tödliche Gefahr.

»Alexandre!« schrie sie, aber die Ungunst der Götter verhinderte, daß ihr Schrei den Äther durchdrang, und der Pfeil schoß los. Zischend flog er durch die Luft, durchschlug Alexanders Schild und Panzer und bohrte sich ihm in die Schulter. Der König sank mit einem Aufschrei zu Boden, und augenblicklich stürzte eine ganze Horde von Gegnern auf ihn los, um ihm den Gnadenstoß zu versetzen und seine Waffen an sich zu reißen, aber Perdikkas, Krateros und Leonnatos bildeten eine Mauer um ihn herum, ließen die Feinde gegen ihre Schilde rennen und durchbohrten viele von ihnen mir ihren Lanzen.

Alexander krümmte sich vor Schmerz und brüllte: »Holt mir Philipp!«

Der Arzt war sofort zur Stelle. »Schnell! Aus dem Weg! Aus dem Weg!« Zwei Träger legten Alexander auf eine Bahre und entfernten ihn rennend aus dem Schlachtgetümmel.

Viele seiner Soldaten sahen, wie er totenbleich, den dicken Pfeil in der Schulter abtransportiert wurde, und so verbreitete sich sehr schnell das Gerücht, er sei gestorben. Die Folge davon war, daß die Makedonen dem Ansturm des Feindes zu weichen begannen.

Alexander merkte an den verzweifelten Schreien und Zurufen seiner Leute, was da vor sich ging. Er griff nach der Hand des Arztes, der neben seiner Bahre herrannte, und sagte: »Philipp, ich muß sofort wieder an die Front zurück. Hol mir den Pfeil raus und verätze die Wunde.«

»Das ist nicht genug, Herr!« rief der Arzt aus. »Du kannst unmöglich zurück, sonst stirbst du!«

»Nein. Ich bin verwundet worden, damit hat sich der erste Teil der Prophezeiung erfüllt. Jetzt kommt der zweite: Ich werde in

Gaza einziehen.«

Sie waren mittlerweile im königlichen Zelt angekommen. »Hol mir sofort den Pfeil raus!« wiederholte Alexander. »Das ist ein Befehl.«

Philipp gehorchte, und während der König auf seinen Ledergürtel biß, um nicht laut zu brüllen, schnitt Philipp ihm mit einem Skalpell die Rückenhaut auf und operierte die Pfeilspitze heraus. Die Wunde blutete stark, aber Philipp kauterisierte sie mit einem glühenden Eisen. Ein bestialischer Geruch nach verbranntem Fleisch verbreitete sich im ganzen Zelt, und jetzt konnte der König nicht mehr verhindern, daß sich ein langgezogener Schmerzensschrei seiner Kehle entrang.

»Nähen!« befahl er mit zusammengebissenen Zähnen.

Der Arzt nähte und tamponierte die Wunde und legte Alexander einen straffen Schulterverband an.

»Und jetzt zieht mir meine Rüstung wieder an.«

»Herr, ich bitte dich .. .«, flehte Philipp.

»Zieht mir meine Rüstung an!«

Die Männer gehorchten, und Alexander kehrte aufs Schlachtfeld zurück, wo sein Heer in größten Schwierigkeiten war und dem Druck des Feindes immer mehr nachgab, obwohl Parmenion zwei weitere Phalanxbataillone aus der Reserve geholt hatte.

»Der König lebt!« schrie Leonnatos mit Donnerstimme. »Der König lebt! Alalalai«

»Alalalai!« schrien die Krieger zurück und warfen sich mit neuem Elan in die Schlacht.

Alexander hatte höllische Schmerzen, aber er griff auch jetzt wieder in vorderster Linie an, und das Heer, das seine wundersame Heilung noch kaum fassen konnte, folgte seinem An-führer, als wäre er kein Mensch, sondern ein unverwundbarer, unbesiegbarer Gott.

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