Valerio Manfredi - Alexander König von Asien
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»Das sind Krokodile«, erklärte der Übersetzer, ein Grieche aus Naukratis mit Namen Aristossenos. »Von denen wimmelt es hier, paßt bloß auf, die sind sehr gefährlich. Baden ist hier sehr riskant, weil. . .«
»Und die dort? Schaut nur, dort drüben!« schrie Leonnatos schon wieder. »Die sehen ja aus wie gigantische Schweine!«
»Das sind Flußpferde - so nennen wir Griechen sie«, erklärte der Übersetzer.
»Flußpferde«, erwiderte Alexander lachend. »Bei Zeus, ich glaube, Bukephalos wäre nicht sehr begeistert davon, mit einem dieser Ungeheuer verglichen zu werden.«
»Gefährlich sind sie nicht«, erklärte Aristossenos weiter. »Sie ernähren sich ausschließlich von Gras und Algen. Allerdings können sie aufgrund ihrer enormen Körpermasse ein Boot umstürzen, und die Insassen fallen dann leicht den Krokodilen zum Fraß.«
»Ein Land voller Gefahren«, meinte Seleukos, der bis zu diesem Moment schweigend die Aussicht genossen hatte. »Und was wird deiner Meinung nach jetzt geschehen?« fragte er dann Alexander.
»Keine Ahnung, aber ich denke, daß dieses Volk uns wohlwollend aufnimmt, wenn wir uns bemühen, es zu verstehen. Auf mich haben die Ägypter den Eindruck von freundlichen und klugen, wenn auch sehr stolzen Leuten gemacht.«
»So ist es«, pflichtete Eumenes dem König bei. »Dieses Land hat Fremdherrschaften nie geduldet, aber genau das wollten die Perser nicht begreifen: Sie haben immer einen Gouverneur mit Söldnertruppen in Pelusion eingesetzt mit der Folge, daß sie einen Aufstand nach dem anderen blutig niederschlagen mußten.«
»Und warum sollte das bei uns anders werden?« fragte Se-leukos.
»Es hätte auch bei den Persern anders sein können - sie hätten nur die Religion der Ägypter respektieren und den Großkönig zum Pharao ernennen müssen. In gewissem Sinne ist alles eine Frage der Form ... «
»Eine Frage ... der Form?« wiederholte Ptolemaios.
»Ja«, sagte Eumenes. »Ein Volk, das für seine Götter und das Jenseits lebt, das riesige Summen ausgibt, nur um Weihrauch für seine Tempel einzuführen, ein solches Volk legt mit Sicherheit Wert auf die Form.«
»Ich glaube, du hast recht«, Alexander nickte. »Wie auch immer, wir werden es bald erfahren. Morgen oder übermorgen sollte unsere Flotte ankommen, und danach ziehen wir den Nil hinauf bis nach Memphis, der Hauptstadt von Ägypten.«
Nearchos und Hephaistion liefen zwei Tage später mit den
Schiffen im östlichen Teil des Deltas ein. Bereits am nächsten Morgen reisten der König und seine Gefährten stromaufwärts nach Heliopolis und Memphis, während das Heer ihnen auf dem Landweg folgte.
Die Schiffe glitten ruhig auf dem breiten Strom dahin, vorbei an den mächtigen Pyramiden, die wie Diamanten in der Sonne glänzten, vorbei an der gigantischen Sphinx, die seit Jahrtausenden die Gräber der großen Pharaonen bewachte.
»Herodot schreibt, daß dreißigtausend Mann dreißig Jahre dazu gebraucht haben, sie zu errichten«, erklärte Aristossenos.
»Und du glaubst, das ist wahr?« fragte Alexander.
»Ja, obwohl in diesem Land mehr Geschichten erzählt werden als sonst irgendwo, aus dem einfachen Grund, daß es so alt ist -da ist viel zusammengekommen.«
»Und stimmt es, daß es in der Wüste geflügelte Schlangen gibt?«
»Das weiß ich nicht«, erwiderte der Übersetzer. »Dort bin ich noch nie gewesen, aber diese Wüste ist mit Sicherheit einer der unwirtlichsten Orte auf der ganzen Erde. Schau, Herr, wir kommen zur Landungsbrücke. Die Männer mit den kahlrasierten Köpfen, die du dort vorn siehst, sind die Priester des Zeus Ammon-Tempels. Behandle sie mit Respekt: Sie können dir viel Mühe und Blut ersparen.«
Alexander nickte und machte sich zum Ausstieg bereit. Kaum daß er an Land war, ging er auf die Priester zu, verneigte sich ehrerbietig und bat sie, sogleich in den Tempel geführt zu werden, damit er dem Gott ein Opfer bringen konnte.
Die Priester sahen sich überrascht an, wechselten leise ein paar Worte und verneigten sich ihrerseits vor Alexander. Dann stimmten sie, von Flöten und Harfen begleitet, einen religiösen
Hymnus an und geleiteten den König in einer feierlichen Prozession zu dem grandiosen Tempel. Vor der Vorhalle angelangt, bildeten sie ein Spalier, um Alexander in den Tempel einzuladen. Der König betrat ihn ganz alleine.
Durch ein Loch in der Decke drangen Sonnenstrahlen ein und durchbrachen die dichte Weihrauchwolke, die von einer goldenen Räucherpfanne im Zentrum des Heiligtums aufstieg, aber der Rest des Tempels lag im Dunkeln, so daß man kaum etwas erkennen konnte. Auf einem Granitsockel erhob sich die Statue des Gottes mit dem Widderhaupt - die Augen waren aus Rubinen, die Hörner mit Gold überzogen. Alexander sah sich um: Der Tempel schien verlassen, und das Stimmengemurmel, das von draußen hereindrang, verlor sich sofort in dem Wald aus Säulen, die das Zedernholzdach trugen. Es herrschte mittäglicher Stille.
Plötzlich hatte er den Eindruck, als bewege die Götterstatue sich. Ihre Rubinaugen funkelten, als würden sie von innen beleuchtet, und eine tiefe, sonore Stimme erklang in der großen Säulenhalle:
»Der letzte rechtmäßige Herrscher dieses Landes mußte vor zwanzig Jahren in die Wüste fliehen und ist nie wieder zurückgekehrt. Bist du vielleicht sein Sohn, auf den wir so sehnlich warten und von dem es heißt, er sei fern des Nils geboren?«
Alexander begriff in diesem Moment alles, was man ihm über Ägypten und die Seele seines Volkes erzählt hatte, und erwiderte mit fester Stimme: »Ja, das bin ich.«
»Wenn du es bist«, fuhr die Stimme fort, »so beweise es.«
»Wie?« fragte der König.
»Nur der Gott Ammon kann dich als Sohn anerkennen, aber er spricht ausschließlich durch das Orakel von Siwa, im Herzen der Wüste. Dort mußt du hingehen.«
Siwa, dachte Alexander und erinnerte sich an eine Geschichte, die seine Mutter ihm als Kind erzählt hatte - die Geschichte von den zwei Tauben, die Zeus im Anbeginn der Zeit aus seinen Händen hatte aufsteigen lassen: eine hatte sich auf einer Eiche in Dodona niedergelassen, die andere auf einer Palme in der Oase Siwa, und beide machten seither von ihren Bäumen herab Prophezeiungen. Olympias hatte ihm auch erzählt, daß sie ihn in Dodona zum erstenmal in ihrem Schoß gespürt habe und daß seine zweite Geburt- eine göttliche Geburt - bei einem Besuch des Orakels von Siwa stattfinden würde.
Als die seltsame Stimme verstummt war, verließ Alexander die große, düstere Halle und trat, von heiligen Gesängen und Hymnen empfangen, wieder ins gleißende Sonnenlicht hinaus.
Die Priester führten den heiligen Stier Apis vor ihn, dem er huldigen mußte, indem er ihn mit Girlanden behängte. Danach opferte er dem Gott Ammon eigenhändig eine Antilope.
Von seiner Frömmigkeit beeindruckt, überreichten die Priester ihm die Schlüssel der Stadt, und Alexander bedankte sich, indem er sofort eine dringend notwendige Restaurierung des Tempels veranlaßte.
58
Die Reise zur entlegenen Oase von Siwa begann wenige Tage später, als Alexanders Wunden völlig verheilt waren. Der Großteil des Heers marschierte zu Fuß in Richtung Norden; einen kleinen Teil aber nahm Alexander mit sich auf die Flotte, die entlang der Küste folgte. In einer Lagune, nicht weit vom westlichsten Nilarm des Deltas entfernt, wollte man sich treffen.
Als Alexander ankam, war er überwältigt von der herrlichen Bucht. Eine palmenbestandene Insel, die ihr vorgelagert war, schützte sie gegen Nordwinde, saftiges grünes Flachland säumte den Strand.
Er beschloß, hier erst einmal ein Lager aufzuschlagen, und am nächsten Tag veranstaltete er ein großes Fest, um mit seinen Gefährten und dem ganzen Heer den erfolgreichen Asienfeldzug und die friedliche Aufnahme in Ägypten zu feiern. Bevor das Festbankett wie üblich zu einer Orgie ausartete, ließ er eine Reihe von griechischen und ägyptischen Musikern auftreten sowie seinen Lieblingsschauspieler Thessalos, der auf hinreißende Weise den Monolog des Ödipus aus Sophokles' »Ödipus auf Kolonos« vortrug.
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