Valerio Manfredi - Alexander König von Asien

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Alexander König von Asien: краткое содержание, описание и аннотация

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Der rauschende Beifall des Publikums war noch nicht verebbt, als dem König ein Besucher gemeldet wurde.

»Eine seltsame Gestalt«, meinte Eumenes etwas ratlos. »Er sagt, er kennt dich schon lange.«

»Ach ja?« Der König war guter Laune. »Dann laß ihn rein. Was hat er denn so Seltsames an sich?«

»Das wirst du gleich selber sehen«, entgegnete Eumenes und ließ den Besucher ein.

Bei seinem Erscheinen ging ein Raunen durch das Zelt, hier und da ertönte Gelächter. Der Mann, der da auf den König zuschritt - er mochte um die Vierzig sein - war ausschließlich mit einem Löwenfell bekleidet und hatte eine dicke Keule in der Hand, genau wie Herakles.

Alexander mußte sich beherrschen, um nicht lauthals loszu-prusten.

»Wer bist du, fremder Gast, der du meinem Vorfahren, dem Helden Herakles, so ähnlich siehst?« fragte er.

»Dinokrates, ein griechischer Architekt«, erwiderte der Mann.

»Seltsame Kleider für einen Architekten«, meinte Eumenes.

»Nicht die Kleidung zählt«, erwiderte der Besucher mit todernster Miene, »sondern die Projekte, die jemand vorschlagen und eventuell verwirklichen kann.«

»Und was für ein Projekt hast du mir vorzuschlagen?« fragte der König.

Dinokrates klatschte in die Hände, worauf zwei Knaben mit einer Papyrusrolle hereinkamen, die sie vor Alexander auf dem Boden ausbreiteten.

»Bei Zeus!« rief der König aus. »Was ist denn das?«

Dinokrates war sichtlich zufrieden, Alexanders Neugier geweckt zu haben, und begann zu erklären: »Es handelt sich um ein sehr ehrgeiziges Vorhaben, das gebe ich zu, aber es ist deiner Größe und deinem Ruhme angemessen. Ich möchte nämlich aus dem Berg Athos einen Koloß heraushauen, der deine Gestalt hat - ungefähr so, wie du es hier auf der Zeichnung siehst. Und dieser Riese würde in seiner offenen Hand eine Stadt halten, die du persönlich gründest. Ist das nicht eine grandiose Idee?«

»Grandios auf alle Fälle«, erwiderte Eumenes skeptisch. »Ich frage mich nur, ob sie auch umsetzbar ist.«

Alexander betrachtete die Zeichnung des größenwahnsinnigen Architekten, auf der er als Gigant mit einer ganzen Stadt in der Hand dargestellt war, und sagte: »Ich fürchte, dieses Projekt überstiegt ein wenig meine Möglichkeiten ... Und überhaupt: Wenn ich eine solche Riesenstatue von mir anfertigen lassen wollte, würde ich mich an einen jungen Mann namens Karetes wenden, den ich während meiner Studienzeit in Mieza kennengelernt habe - er ist ein Schüler des Lysippos und träumt davon, eines Tages eine achtzig Ellen hohe Bronzestatue zu gießen. Kennst du ihn?«

»Nein.«

»Egal, ich hätte vielleicht ein anderes Projekt für dich.«

»Dieses hier gefällt dir also nicht, Herr?« fragte der Architekt enttäuscht.

»Gefallen schon, aber es scheint mir einfach ein bißchen ... wie soll ich sagen .. . überstiegen. Mein Projekt dagegen ist ganz handfest, und du könntest schon morgen damit beginnen, wenn du möchtest.«

»Aber sicher, Herr. Du brauchst es mir nur zu erklären.«

»Dann folge mir«, sagte der König, indem er das Zelt verließ und zum Strand hinunter schlenderte. Der Mond war in dieser schönen Sommernacht nur eine schmale Sichel, die sich auf der glatten Meeresoberfläche spiegelte.

Alexander streifte sich den Umhang von der Schulter und breitete ihn auf dem Boden aus. »Schau her«, sagte er zu Dino-krates. »Ich möchte, daß du mir eine Stadt entwirfst, die sich in Form dieses makedonischen Mantels um die Bucht schmiegt.«

»Weiter nichts?« fragte der Architekt.

»Nein«, erwiderte der König. »Aber ich möchte, daß du bereits morgen mit den ersten Sonnenstrahlen beginnst. Ich werde eine

Zeitlang unterwegs sein; wenn ich zurückkomme, will ich die ersten Häuser sehen, die ersten Straßen und die ersten Landungsbrücken im Hafen.«

»Ich will mein Bestes tun, Herr. Doch wer gibt mir das Geld?«

»Eumenes, mein Generalsekretär.« Mit diesen Worten wandte Alexander sich ab, um ins Zelt zurückzukehren. »Und daß du mir gute Arbeit leistest!« rief er dem bizarren Architekten noch zu, der alleine am verlassenen Strand zurückblieb.

»Eine letzte Frage, Herr!« schrie Dinokrates. »Wie soll die Stadt heißen?«

»Alexandreia. Sie soll Alexandreia heißen und die schönste Stadt der Welt werden.«

Die Arbeiten begannen schon bald, und Dinokrates, der sein Löwenfell gegen anständige Kleider eingetauscht hatte, erwies sich als kompetenter Architekt und Städtebauer, obwohl andere Kollegen, die den Feldzug schon seit längerem begleiteten, ziemlich eifersüchtig auf ihn waren und nicht begreifen konnten, weshalb der König ausgerechnet einen Unbekannten mit einer so großen Aufgabe betraut hatte. Wer Alexander jedoch kannte, wußte, daß er oft intuitiv handelte und selten schlecht damit fuhr.

Nur ein Vorkommnis warf vorübergehend einen kleinen Schatten auf das grandiose Unternehmen: Dinokrates hatte eine Zeichnung des Stadtplans auf Papyrus angefertigt, dann seine Meßinstrumente aufgestellt, um das Ganze in natura zu übertragen, und begonnen, die Ringmauer der Stadt, ihre Haupt-und Nebenstraßen, die Agora, den Marktplatz und die Tempel mit Kreide auf dem Boden zu markieren. Irgendwann war ihm die Kreide jedoch ausgegangen, und so war er auf die Idee verfallen, sich von der Heeresverwaltung mehrere Säcke Mehl ge-ben zu lassen, um seine Arbeit zu Ende zu bringen. Als soweit alles bereit war, wurde der König gerufen; er sollte sich wenigstens ungefähr eine Vorstellung von dem zukünftigen Alexan-dreia machen können. Doch während Alexander sich in Begleitung seines Sehers Aristandros näherte, stieß plötzlich ein ganzer Schwarm Vögel vom Himmel hernieder und begann das Mehl vom Boden aufzupicken, so daß ein Teil der eingezeichneten Linien fast völlig verschwand.

Der Seher bemerkte sofort die Unruhe im Blick des Königs, der dieses Vorkommnis offenbar als schlechtes Omen deutete, doch Aristandros beruhigte ihn: »Keine Sorge, Herr, meiner Ansicht nach haben wir es hier mit einem sehr günstigen Vorzeichen zu tun: Es bedeutet, daß Alexandreia eine reiche, blühende Stadt sein wird, die Leuten von überallher Arbeit und Unterhalt bieten wird.« Auch Dinokrates war erleichtert über die Prophezeiung des Sehers und machte sich mit frischen Kräften an die Arbeit, um so mehr, als inzwischen neues Kreidepulver eingetroffen war.

In dieser Nacht hatte der König einen sehr schönen Traum. Er träumte davon, durch das fertige Alexandreia zu spazieren, durch Straßen und Gassen, die von prächtigen Häusern und Palästen mit wundervollen Gärten gesäumt wurden. Die Bucht mit ihrer schützend vorgelagerten Insel war voll von Schiffen, die alle nur erdenklichen Waren aus der ganzen Welt brachten. Ein Damm führte zu der Insel hinüber, und auf der Insel stand ein hoher Turm, der die ganze Nacht hindurch Leuchtsignale an vorübergleitende oder einfahrende Schiffe sandte. Und dann hörte er im Traum eine Stimme, seine eigene Stimme, die fragte: »Werde ich das alles je erleben? Wann kehre ich in meine Stadt zurück?«

Später erzählte er Aristandros den Traum und stellte auch ihm die Frage: »Wann kehre ich in meine Stadt zurück?«

Aristandros wandte ihm in diesem Augenblick den Rücken zu, denn sein Herz kämpfte mit einer bösen Vorahnung, dann drehte er sich jedoch mit heiterem Gesicht um und sagte: »Bald, Herr, das schwöre ich dir. Ich kann dir nicht sagen, wann, aber ich weiß, daß du zurückkehren wirst. . .«

59

Der Vormarsch in Richtung Westen wurde wieder aufgenommen - zur Rechten das Meer, zur Linken die grenzenlose Wüste. Nach fünf Tagen erreichte man Paraitonion, eine Stadt am Rand der Wüste, die als Verbindungsglied zwischen ihren Bewohnern - teils Ägypter, teils aus Kyrene stammende Griechen - und den Nomadenstämmen des Landesinnern, Nasa-mones und Garamantes, diente.

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