Valerio Manfredi - Alexander König von Asien

Здесь есть возможность читать онлайн «Valerio Manfredi - Alexander König von Asien» весь текст электронной книги совершенно бесплатно (целиком полную версию без сокращений). В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: Историческая проза, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Alexander König von Asien: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Alexander König von Asien»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Alexander König von Asien — читать онлайн бесплатно полную книгу (весь текст) целиком

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Alexander König von Asien», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Alexander, der die ganze Zeit über nichts gesagt hatte, stapfte auch jetzt still und gedankenverloren vor sich hin -man hätte meinen können, er lausche einer geheimnisvollen Stimme in seinem Innern. Die Männer richteten den Blick auf ihn, mittlerweile felsenfest überzeugt, von einem übermenschlichen Wesen geführt zu werden. Wie anders wäre es möglich gewesen, daß ihr König Verwundungen und Krankheiten überstand, die jeden anderen umgebracht hätten? Damit nicht genug, jetzt hatte er es sogar in der Wüste regnen lassen, und Blumen würde er dort bestimmt auch wachsen lassen können, wenn er nur wollte.

Die Oase Siwa tauchte zwei Tage später im Morgengrauen vor ihnen auf: Wie eine saftig grüne Insel schwamm sie am Horizont auf den Wellen des immensen Sandmeers. Bei ihrem Anblick brachen die Männer in lautes Jubelgeschrei aus, viele von ihnen weinten vor Ergriffenheit, andere schickten Dankgebete zu den Göttern hinauf, und kaum einer konnte fassen, daß selbst hier, in dieser trostlosen Einöde, noch ein Leben möglich war. Alexander aber setzte seinen Weg unbeirrt fort, als habe er nie daran gezweifelt, an sein Ziel zu gelangen.

Die Oase war sehr groß und völlig mit Dattelpalmen bedeckt. In ihrer Mitte sprudelte eine wundervolle Quelle aus dem Boden, in deren kristallklarem Wasser sich die dunkelgrünen Palmen spiegelten und die Jahrtausende alten Monumente ihrer geheimnisumwobenen Kultur. Die Männer stürzten wie die Wilden auf sie zu, aber der Arzt Philipp schrie: »Halt! Anhalten! Das Wasser ist eiskalt. Ihr müßt langsam trinken, langsam und in winzigen Schlucken.« Und Alexander gehorchte als erster und ging mit gutem Beispiel voran.

Was die meisten überhaupt nicht begreifen konnten, war der Umstand, daß sie in der Oase bereits erwartet wurden. Auf den Stufen, die zu dem Heiligtum hinaufführten, hatte sich nämlich die gesamte Priesterschaft des Tempels versammelt, einschließlich zahlreicher Ministranten, die Weihrauchfässer schwenkten. Aber in diesem märchenhaften Land war offensichtlich nichts unmöglich.

Der Führer, der auch als Dolmetscher fungierte, übersetzte Alexander die Worte des obersten Priesters, der ihn mit einem Becher frischen Wassers und einem Korb voll reifer Datteln empfing. »Was möchtest du, Gast, der du aus der Wüste kommst? Wenn du Wasser und Speise verlangst, so wirst du sie bekommen, denn die Gastfreundschaft ist an diesem Ort heilig.«

»Ich möchte die Wahrheit erfahren«, erwiderte Alexander.

»Und von wem möchtest du sie erfahren?« fragte der Priester weiter.

»Vom größten aller Götter, von Zeus Ammon, der in diesem feierlichen Tempel wohnt.«

»Dann kehre heute abend zurück, und du wirst erfahren, was du wissen willst.«

Alexander verneigte sich und kehrte zu seinen Gefährten zurück, die sich um den Quellbrunnen herum niedergelassen hatten. Kallisthenes tauchte in diesem Moment die Hände ins Wasser und erfrischte sich die Stirn.

»Ich habe gehört, daß dieses Wasser am Abend wärmer wird und um Mitternacht sogar lauwarm ist. Stimmt das?« fragte Alexander ihn.

»Nein, ich sehe das anders. Meiner Meinung nach ist das Wasser immer gleich warm. Was sich hingegen ändert, ist die

Lufttemperatur - sie ist hier in der Wüste enormen Schwankungen unterworfen. Deshalb wirkt dieses Quellwasser morgens, wenn es hier glühend heiß ist, eiskalt, gegen Abend, wenn die Luft abkühlt, etwas wärmer und um Mitternacht sogar lauwarm. Es ist eben alles relativ, wie mein Onkel Aristoteles sagen würde.«

»Ja, in der Tat«, Alexander nickte. »Haben seine Nachforschungen übrigens etwas Neues ergeben?«

»Nein, seit wir das letzte Mal darüber gesprochen haben, gibt es keine Neuigkeiten - aber wir bekommen sicher welche, wenn die Schiffe mit den neu angeworbenen Soldaten aus Makedonien einlaufen. Für den Augenblick scheint Aristoteles eine Fährte entdeckt zu haben, die nach Persien führt, aber ich weiß schon, was er sagen würde, wenn er jetzt hier wäre.«

»Ich auch«, erwiderte Alexander. »Daß die Perser zweifellos ein Interesse daran hatten, meinen Vater umzubringen, und deshalb sicher nicht verheimlicht hätten, wenn sie es gewesen wären - quasi als Warnung und Abschreckung an alle zukünftigen Könige von Makedonien . . .«

»Genau«, pflichtete Kallisthenes ihm bei und schöpfte erneut Wasser aus dem Brunnen.

In diesem Moment trat Philipp, der Arzt, zu ihnen. »Schau, was die Männer gefunden haben«, sagte er und schwang eine große Schlange mit runzligem, dreieckigem Kopf. »Ein Biß von diesem Tier, und du bist in wenigen Augenblicken mausetot.«

Alexander betrachtete das Reptil. »Sag den Soldaten, sie sollen auf der Hut sein. Die Schlange läßt du einbalsamieren und Aristoteles für seine Naturaliensammlung schicken. Das gleiche gilt für interessante oder unbekannte Gräser und Kräuter, die du findest. Ich fertige dir dann ein Begleitschreiben dazu an.«

Philipp nickte und entfernte sich mit seiner Schlange, während Alexander sich auf dem Brunnenrand niederließ und den Abend erwartete. Plötzlich sah er Aristandros' Spiegelbild im Wasser. Er war leise neben ihn getreten und beugte sich über seine Schulter.

»Hast du immer noch diesen Alptraum?« fragte der König. »Den mit dem nackten Mann, der bei lebendigem Leibe verbrannt wird?«

»Und du?« fragte Aristandros zurück. »Welche Alpträume plagen dich?«

»Viele ... zu viele«, erwiderte der König. »Der Tod meines Vaters, das Massaker an Batis, den ich in Gaza zu Tode geschleift habe, der Geist Memnons, der immer zwischen mich und Bar-sine tritt, wenn wir uns umarmen, der Knoten von Gordion, den ich zerschlagen habe, anstatt ihn zu lösen, und das ist noch nicht alles . .. «

Alexander zögerte, als scheue er sich weiterzusprechen.

»Was noch?« Aristandros sah ihn eindringlich an.

»Ein Auszählreim«, erwiderte Alexander mit niedergeschlagenen Augen.

»Ein Auszählreim? Wie geht der?«

»Der alte Soldat zieht in den Krieg, fällt in den Dreck, und du bist weg!« sang der König leise vor sich hin und starrte dabei erneut in den Brunnenschacht.

»Hat dieser Reim denn eine besondere Bedeutung für dich?«

»Nein, er erinnert mich nur an meine Kindheit. Die Amme meiner Mutter, die alte Artemisia, hat ihn mir beigebracht.«

»Dann mach dir nichts draus«, sagte Aristandros. »Und was deine Alpträume betrifft, so gibt es nur einen Ausweg . . .«

»Welchen?«

»Ein Gott werden«, erwiderte der Seher. Und kaum daß er zu Ende gesprochen hatte, zersprang sein Spiegelbild im Wasser, denn ein Insekt war in den Brunnen gefallen und versuchte verzweifelt, dem Tod zu entrinnen.

Mit Einbruch der Nacht überschritt Alexander die Schwelle des mächtigen Tempels; der hohe Innenraum wurde von Ampeln erhellt, die in zwei Reihen von der Decke hingen, und von einer großen Öllampe, die auf dem Boden stand und die kolossale Zeus Ammon-Statue in ihr Flackerlicht hüllte.

Alexander hob den Blick zum tierischen Antlitz des Giganten hinauf, zu seinen riesigen, mehrfach gewundenen Widderhörnern, der breiten Brust und den kräftigen Armen, die mit geschlossenen Fäusten seitlich herabhingen. Und er dachte wieder an die Worte, die seine Mutter ihm beim Abschied in Pella gesagt hatte: Das Orakel von Dodona hat deine Geburt angekündigt, ein anderes Orakel mitten in der glühenden Wüste wird dir eine zweite Geburt ankündigen, die Geburt zu einem Leben, das nicht vergeht.

Plötzlich ertönte inmitten des Säulenwaldes, auf dem das Tempeldach ruhte, eine tiefe Stimme: »Was möchtest du den Gott fragen?« Alexander sah sich um, aber er konnte niemanden entdecken. Sein Blick wanderte erneut zu dem mächtigen Widderkopf hinauf, zu seinen gelben Augen mit dem schmalen schwarzen Schlitz in der Mitte: So also sah ein Gott aus ?

»Gibt es noch einen . . .« begann er, und sein Echo antwortete ihm »einen . . .«

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Alexander König von Asien»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Alexander König von Asien» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Alexander König von Asien»

Обсуждение, отзывы о книге «Alexander König von Asien» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x